Karl Heinz Deschner – „Die Nacht steht um mein Haus“   Leave a comment

Karlheinz Deschner (Jahrgang 1924) war in seiner Jugendzeit einmal Jäger, was er dann im Nachhinein bitter beräute. In seinem Buch „Die Nacht steht um mein Haus“ arbeitete er dieses Thema auf. Er wurde zum kompromißlosen und engagierten Tierschützer und Vegetarier. Er sagte mal, dass er wenn er noch mal könnte sich mehr den Tieren und dem Tierschutz widmen würde,und weniger der Kirchenkritik.

„Der Münchner Phil.-Professor Wolfgang Stegmüller hat K.H. Deschner den „bedeudentsten Kirchenkritiker“ des 20. Jh. genannt.
Es ist nicht nur die „herrliche Mischung von leidenschaftl. Engagement, klarster Logik, beißenden Sarkasmus und überwältigenden Wissen, die ihn zum „modernen Voltaire“ stempelt, es ist auch die Einheit von Denken und Tun.

…Aufgewachsen wie alle Franken – Bratwurstland – in bedenkenlosem Fleischkonsum, vom Vater her gewöhnt an Jagen, Fischen und Töten, hatte er sein Saulus-Paulus-Erlebnis.
In seinem ersten Buch „Die Nacht steht um mein Haus“ (1956) lesen wir:
„… ich glaube, dass wir kein Recht haben, die Tiere zu töten, es sei denn das Recht der Gewalt. Nein, ich mache keinen wesentlichen Unterschied zwischen Mensch und Tier… wie das die Christen tun, die demütigen Christen, die so demütig sind, dass sie sich für das Ebenbild Gottes halten, für das Ebenbild eines allgütigen, allweisen und allmächtigen Gottes, für das Ebenbild des Schöpfers des Himmels und der Erde. Du lieber Himmel. Was für ein Gott das sein muss, wenn man ihn beurteilt nach seinen Ebenbildern!
Nein, ich habe die Jagd aufgegeben, und da dachte ich, dass jeder Fleischesser schlimmer als ein Jäger ist, und schlimmer als ein Metzger ist, da dachte ich, und ich denke es heute noch, dass es nur Gedankenlosigkeit ist und Inkonsequenz und eine gemütsmuffige Verlogenheit, wenn sie sagen: nein, ich könnte kein Tier töten, ich könnte keinem Tier was zuleide tun, wobei sie sich schütteln und entsetzte Augen machen und sich den Bauch voll schlagen mit Fleisch […], habe ich auch das Fleischessen aufgegeben“

Übrignes wurde in der Nacht auf Freitag ein Jäger in Münster / Tirol ein Jäger vom Blitz erschlagen. Manchmal gibt es doch noch Gerechtigkeit.

http://tirol.orf.at/news/stories/2544150/

Gruß Hubert

Veröffentlicht 5. August 2012 von hubert wenzl in Kirchenkritik

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