Ist die Schweiz prüde?   10 comments

Ist die Schweiz prüde?

von Alexander Müller veröffentlicht am 8. April 2012 | 1.492 mal gesehen

Nacktheit in der Öffentlichkeit ist in der Schweiz grundsätzlich nicht verboten. Das Bundesgericht hat in einem Grundsatzurteil den Kantonen jedoch erlaubt Nacktwandern unter Strafe zu stellen.

Im betreffenden Urteil ging es um einen Nacktwanderer, der im Kanton Appenzell-Ausserrhoden wegen «grob unanständigen Benehmens» zu einer Busse von 100 Schweizerfranken verurteilt wurde. Der betreffende Nacktwanderer hatte den Fall bis vors Bundesgericht weitergezogen. Die Bundesrichter waren sich darin einig, dass Nacktwandern vom Strafgesetzbuch des Bundes nicht erfasst wird. Drei von fünf urteilenden Richtern waren allerdings der Ansicht, dass die Kantone befugt sind, mit eigenen Bestimmungen die nicht sexuell motivierte Entblössung unter Strafe zu stellen.

Auch im Kanton Appenzell-Ausserrhoden wird Nacktwandern nicht ausdrücklich untersagt. Es wird aber dem Verbot der «groben Verletzung von Sitte und Anstand» zugeordnet. Laut Behörden ist das Empfinden des Durchschnittsmenschen was Sitte und Anstand anbelangt ausschlaggebend dafür, was Sitte und Anstand verletzt.

Nacktheit in der Öffentlichkeit wird in der Schweiz meist unter dem Deckmantel des Jugendschutzes bekämpft. In der Regel stehen dahinter jedoch religiös-konservative Menschen, denen Nacktheit in der Öffentlichkeit aus anderen Beweggründen nicht passt.  Wenn es stimmt, was die Appenzeller Behörden über das Empfinden des Durchschnitts-Schweizers denken, dann lässt dies auch einen Rückschluss darauf zu, wie prüde unser Volk ist oder wie wie stark die Doppelmoral ist. Im Internet ist Nacktheit in der Öffentlichkeit für die meisten Schweizer nämlich kein Problem. Im Gegenteil, viele erfreuen sich darüber. Es sind wenige, die bisher vergeblich versuchten, die Freiheitsrechte anderer im Internet zu beschneiden. Wer nackte Haut und sexuelle Handlungen im Internet sehen will, der braucht nur zu googlen. Wobei er vorher noch den Prüderie-Filter ausschalten muss.

Unter Prüderie versteht man laut Definition eine sehr empfindliche Einstellung und Engherzigkeit gegenüber Sitte und Moral. Im weiteren Sinne bezeichnet Prüderie eine Geisteshaltung, die das Ziel verfolgt, sexuelle Äusserungen jeglicher Art in der Öffentlichkeit und teilweise auch im Privatbereich weitestgehend auszuschliessen.

Prüderie hat seinen Ursprung in der Sexualethik verschiedener Religionen (Judentum, Christentum, Islam). Bereits im Judentum wurden bestimmte zwischenmenschliche Handlungen als unrein angesehen. Das Christentum, welches aus dem Judentum entstanden ist, hat vieles davon übernommen. Dasselbe gilt für den Islam, er hat vieles vom Judentum und Christentum übernommen und teilweise sogar noch verschärft. Muslimas sollen ihre Reize vor Männern verbergen (Burka usw.), fremden Männern nicht die Hand geben usw.

Vieles, was mit Religionen zusammenhängt, wird inzwischen jedoch zu Recht in Frage gestellt. So wurde die religiös legitimierte Ständeordnung ein Opfer der Aufklärung. Herrscher von Gottes Gnaden wurden inzwischen durch demokratische Systeme ersetzt und Menschenrechte wurden ausgebaut.

Wieso soll Nacktheit in der Öffentlichkeit weiterhin unsittlich und unmoralisch sein, wenn die Grundlage einer solchen Ansicht längst der Vergangenheit angehört? Von Menschen erfundene Religionen, die hauptsächlich zur Unterdrückung von Menschen genutzt wurden, haben zum Glück längst nicht mehr den Stellenwert, den sie einst hatten.

Schauen wir nach Brasilien. Dort gehen die Menschen mit Nacktheit in der Öffentlichkeit und Sexualität wesentlich entspannter und lockerer um. (Anmerkung Hubert: Von gewissen Schweizern, die vorwiegend in Brasilien leben, sollte man darum eigentlich mehr sexuelle Offenheit erwarten, das aber nur nebenbei).

Ist das nicht schön?

Was ist gegen einen sexy Auftritt einzuwenden? Jugendschutz? Lächerlich!

Carnevale di Rio 2011 S

Was in Brasilien im Karneval und am Strand möglich ist, das war in Stammeskulturen und bei frühzeitlichen Menschen normal. Die Männer im folgenden Bild würden im Halbkanton Appenzell-Ausserrhoden, in Saudi-Arabien und im Iran wegen ihres öffentlichen Auftretens bestraft werden. Was aus Sicht einiger pervers aussieht, ist für diese Männer normal.

Die junge Frau im folgenden Bild scheint auch kein Problem mit ihren Brüsten zu haben. Zum Glück lebt sie in Afrika und nicht im Halbkanton Appenzell-Ausserrhoden. Denn im Appenzellerland wäre es nicht erlaubt so herumzulaufen.

Ob die Kinder dieser jungen Frau einen nachhaltigen Schaden davon tragen werden, weil sie so herumläuft?

DAILYTALK.CH

http://www.dailytalk.ch/ist-die-schweiz-prude/

Hier noch ein interessaner Kommentar
von Alexander Müller – bei Dailytalk.ch

Nacktheit hat mit Freiheit zu tun. Wer frei im Geist ist, der muss sich nicht unter einer Burka verstecken, er kann nackt wandern. Wer sich hingegen einer erfundenen Gottheit unterwirft, der ist unfrei. Er ist ein Gefangener seines Glaubens oder ein Unterdrückter einer Gesellschaft, die in einem Glauben gefangen ist.
http://www.dailytalk.ch/ist-die-schweiz-prude/

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Hier noch ein anderer Link zum gleichen Thema.

http://politblog.tagesanzeiger.ch/blog/index.php/10294/wenn-sauberm-nner-schmutzige-schlagzeilen-machen/?lang=de

Auszug:

Wenn Saubermänner schmutzige Schlagzeilen machen

Wer den Skandal um die sogenannte Sexkoffer-Initiative verstehen will, muss wissen, wie sich Prüderie definiert. Prüderie, so schreibt das Online-Lexikon «Psychology 24» in einem erhellenden Eintrag, ist «übertriebene Schamhaftigkeit», «schroffe Abwehr alles Sexuellen» – sie entspringt einer «Unsicherheit, die mit sturem Gehorsam gegenüber allen Tabus» verdeckt werden soll. «Durch ihre Übertriebenheit entlarvt sich die Prüderie als Reaktion auf die eigene Triebhaftigkeit», heisst es da. Und weiter: «Der Prüde spürt unbewusst, wie verführbar er ist; deshalb möchte er, dass auch alle anderen sich an die Verbote halten, denen er sich unterworfen hat.»

Die Sätze lesen sich wie eine prophetische Charakterstudie des Basler Polit-Aktivisten B. S. Im Jahr 1996 erhält B. S. eine Freiheitsstrafe, weil er eine Minderjährige missbrauchte. 2012 findet sich der gleiche Mann im Komitee einer Volksinitiative, die Sexualkunde an der Primarschule verhindern will. B. S. ist dabei, als die Initianten am 17. April vor fehlgeleiteten Pädagogen warnen, die mit Sexkoffern, Holzpenissen und Plüschvaginas unschuldige Kinderseelen kontaminieren wollten. Wenige Tage nach der Lancierung des Anliegens berichten Medien über die Vergangenheit von B. S. – das Desaster für die Initianten ist perfekt.

Prüderie ist nicht geeignet, um politische Anliegen hervorzubringen: Holzpenisse und Geschlechtsteile aus Stoff aus der «Sex-Box» für den Aufklärungsunterricht an Schulen in Basel. (Bild: Keystone)

Ist der Fall B. S. einzigartig? Dass politische Exponenten ihre ethischen Imperative durch das eigene Verhalten konterkarieren, kommt immer wieder vor. Nirgends driften Anspruch und Wirklichkeit aber so oft auseinander wie bei sexualbezogenen Themen.

Hier noch ein treffender Kommentar im Tagesanzeiger.ch wegen der Sexualaufklärung.
Marlene Wanner sagt:
4 Mai 2012 um 07:31

Offensichtlich gibt es bei dieser Kampagne in der Schweiz noch eine andere Facette: Pädophile wollen verhindern dass unsere Kinder rechtzeitig aufgeklärt werden. Lustig hingegen ist das immer wieder gebrachte Argument dieser vordergründig Konservativen: Sexualaufklärung sei ausschliesslich Sache der Eltern. Doch da gerade Konservative sich mit dem Thema schwer tun passiert das dann meist eben nicht oder mit ganz falschen Informationen wie z.B. Masturbation sei schädlich für Geist und Körper, das wollte man mir auch eintrichtern – zum Glück war ich früh aufgeklärt & konnte die Lügen entlarven.

http://politblog.tagesanzeiger.ch/blog/index.php/10294/wenn-sauberm-nner-schmutzige-schlagzeilen-machen/?lang=de

... und führe uns nicht in Versuchung...

… und führe uns nicht in Versuchung…

Gruß Hubert

10 Antworten zu “Ist die Schweiz prüde?

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  1. Hi Hubert,
    ich möchte an dieser Stelle auf einen Beitrag auf “Latschriplatz“ – einer schweizer Community verweisen, (Eingestellt vom dortigen Administrator “ bannjongg“ persönlich) der deutlich macht wie tief die Prüderien in der Schweiz verwurzelt ist, indem man zum Widerstand gegen eine moderne Aufklärung aufruft.

    Auszug:
    Unsere Kinder sollen mit staatlich aufgezwungenem Sexualunterricht –
    dies bereits ab Kindergartenalter – und ohne Zustimmung der Eltern mit Projekten und Theaterspielen «aufgeklärt» werden. Und dies in einer Art und Weise, welche höchst fragwürdig ist und die Intimsphäre zutiefst verletzt. Dagegen müssen wir uns mit allen Mitteln zur Wehr setzen.
    Schützen wir unsere Kinder und unsere Familien!
    Auszug ENDE

    http://www.bannjongg.com/cgi-bin/sbb/sbb.cgi?&a=show&forum=68&show=50&start=0#1

    Unter diesem Aspekt kann ich mir vorstellen dass meine dortige Präsenz in DIESSENHOFEN als Eklat empfunden wurde. Zumal ich die dortige Moral auch dementsprechend angeprangert hatte.

    DIESSENHOFEN bezeichne ich einmal als typisches Schweizer Provinznest wo jeder jeden kennt.
    Und sich daher auch keiner traut aus diesem Mief auszubrechen.

    Ich hab es auch an der Resonanz meiner Beiträge gemerkt. Kommentare NULL aber teilweise 4-stellige (jenseits 2.000) Betrachtungsraten. Und das um so mehr, je erotischere Bilder von mir da zu sehen sind / waren.

    Hätten sie da keinen Gefallen daran gefunden? Einem geistig gesunden Menschen kann man doch wohl unterstellen, dass er sich das dann kein zweites, drittes, viertes. . . Mal hätte angesehen.
    Doch die braven DIESSENHOFENer Bürgen sind da anders. Nämlich unheimlich verlogen wie man sehen kann. Keiner traut sich öffentlich dazu zu bekennen, Gefallen daran zu finden.

    Natürlich gibt es dort auch Leute die meinen die Abendländische Kultur vor dem Verfall retten zu müssen. Und die unterteilen sich dann in die so genannten Moralapostel und in die Denunzianten. Letztere, die sogar zu feige sind sich dazu zu bekennen. Würde dann ja die ganze Gemeinde mitbekommen was sie in Wirklichkeit für ein Lump sind.
    Die Bezeichnung „Lump“ für einen Denunzianten ist leider nicht von mir – aber zutreffen.

    Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.
    [August Heinrich Hoffmann von Fallersleben]
    deutscher Dichter und Philologe (1798 – 1874)

    Und wenn man das dann alles in einen Topf schüttet und Deckel drauf – ist das dann eine Suppe der Schweizer Gesellschaft und Moral. Unfähig aber auch nicht willens über den eigenen Tellerrand zu schauen. Die Welt ist ein ganz klein wenig größer als dieses Provinznest DIESSENHOFEN in der Schweiz.!

    http://sabnsn.wordpress.com/2012/08/10/latschariplatz/
    http://sabnsn.wordpress.com/2012/08/16/latschariplatz-information-stand-17-august-2012/

    Gruß Sabine

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    • Ja Sabine,
      Leute, die sich gegen Sexualkundeunterricht an den Schulen sträuben, von denen weiß man wie sie „gesotten“ sind. Das sind erkonzervative, ja reaktionäre Kräfte – meist auch extrem rechts angesiedelt. Habe Deinen Link vom Latschariplatz auch durchgelesen. Ach ja, dieser grausig aufgezwungene staatliche Sexualunterricht. Das sehen solche Leute wohl als Aufstachelung zur Pornographie für zarte Kinderseelen.
      Hier zwei Auszüge aus einer bekannten Schweizer Zeitung und vom Schweizer Fernsehen (also nicht aus dem fortgschrittenen Ausland).

      Aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

      Volksinitiative gegen zu frühe Sexualkunde in der Schule
      Mittwoch, 28. März, 10:10
      1 Kommentar
      Kein Sexualunterricht vor dem Alter von neun Jahren: Dies ist die zentrale Forderung einer eidgenössischen Volksinitiative, deren Text sich zurzeit bei der Bundeskanzlei in der Vorprüfung befindet. Den Anstoss gab der so genannte Sex-Koffer an den Basler Schulen.

      sda Urheber der Initiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» ist eine Gruppe von Basler Eltern, die sich in einem «Elternkomitee» organisiert haben. Dessen Präsident Benjamin Spühler bestätigte einen entsprechenden Bericht der Zeitung «Blick».

      […}

      Sie enthält unter anderem Abbildungen von Geschlechtsteilen. Schon Kindergärtler würden mit perversem und pornografischem Material konfrontiert, kritisiert das «Elternkomitee». Im zarten Kindesalter sei Sexualkundeunterricht fehl am Platz.

      Anmerkung Hubert: da kann ich mir ein breites und ungläubiges Grinsen nicht verkneifen. Wo leben denn die… im Mittelalter? Da würde wohl das christliche Abendland untergehen, wenn diese Kinder einen Penis oder eine Vagine zu Gesichte bekämen. Ach wie verdorben ist doch die Welt… voller Pornographie.
      Beim Geld haben die Schweizer Banken weniger Angst wegen Schmutz und Blut. So sind eben bürgerliche Moralvorstellungen.

      http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/volksinitiative_gegen_zu_fruehe_sexualkunde_in_der_schule-1.16132909

      ——

      Protest gegen Sexualkunde an Schulen
      Die Einführung des obligatorischen Sexualkundeunterrichtes auf allen Schulstufen verhindern: Das will der schweizerische protestantische Volksbund zusammen mit dem Verein zukunft-ch. In Appenzell Ausserrhoden wurde der Kampf eröffnet. (Anmerkung Hubert: typisch dort, das ist der rückständigste Kanton in der Schweiz – ja der mit dem Frauenwahlrecht von April 1990).

      Protestanten wehren sich gegen die obligatorische Sexualkunde an der Schule. (zvg)

      Der Volksbund hat sich mit einem Schreiben an die Ausserrhoder Regierung gewandt: Er will verhindern, dass der im Lehrplan 21 vorgesehene Sexualunterricht eingeführt wird. Auch in öffentlichen Veranstaltungen versucht der Volksbund Stimmung gegen den Lehrplan zu machen. Die Veranstaltungen und Aktionen in Ausserrhoden sollen Auftakt sein zu weiteren Aktivitäten in der Ostschweiz.

      http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/regional/ostschweiz/255179.protest-gegen-sexualkunde-an-schulen.html

      Sittliche Grüße aus Südtirol 🙂

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  2. Hallo Sabine,
    in Deutschland geht man mit „Sexualkunde-Verweigerern“ anders um, wie Wikipedia zu entnehmen ist:

    Verstöße wegen Fernbleibens von Schulkindern vom Schulunterricht werden in Deutschland mit Geldstrafen gegenüber den Eltern und bei wiederholten Verstößen mit Gefängnisstrafen von einigen Wochen belegt Immer wieder geschieht es, dass Eltern versuchen, ihre Kinder von der Teilnahme am schulischen Sexualkundeunterricht „aus religiösen Gründen“ befreien zu lassen. Am 19. Januar 2004 erging hierzu von Seiten des Hamburger Verwaltungsgerichts ein vielbeachtetes Urteil, mit dem ein Antrag zur Befreiung zweier muslimischer Schülerinnen vom Sexualkundeunterricht abgewiesen wurde: „Nach Ansicht der Richter verletzt die Teilnahmepflicht an Aufklärungsstunden im Biologieunterricht weder die Religionsfreiheit der Mädchen noch das Erziehungsrecht ihrer Eltern, wie das Gericht mitteilte. Bei einer reinen Wissensvermittlung werde die weltanschauliche Neutralität gewahrt, argumentierte das Gericht.
    Zudem habe der Staat ein berechtigtes Interesse, der Entwicklung von ‚Parallelgesellschaften‘ entgegenzuwirken. Eine Befreiung von der Sexualkunde aus weltanschaulichen Gründen würde aber nach Ansicht der Richter das ‚Gefühl einer Andersartigkeit‘ gerade fördern.“ Das Urteil wurde unter anderem von Sprechern der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD) und der Islamischen Gemeinden Norddeutschlands begrüßt.

    Neben dem deutschen Bundesverfassungsgericht und anderen Verfassungsgerichten von verschiedenen Nationalstaaten in Europa urteile im September 2011 ebenso der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte dass Schulkinder dem staatlichen Sexualkundeunterricht nicht aus religiösen Gründen fernbleiben dürfen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sexualkundeunterricht

    Sittliche Grüße aus Südtirol 😉

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  3. Sylvia Flückiger, Nationalrätin, Schöftland (AG)
    Das ist die Frau, die gegen Sexualkundeunterricht wettert, wie man im Link vom Latschariplatz sieht:
    http://www.bannjongg.com/cgi-bin/sbb/sbb.cgi?&a=show&forum=68&show=50&start=0#1

    Hier ein Auszug aus der „Aargauer Zeitung“. Den Kanton Aargau vertritt Frau Flückinger auch politisch. Ich nehme an, dass sie von dort her stammt. Leider versteht man diesen Schweizer Dialekt kaum.

    Sylvia Flückiger: «Einkaufen im Ausland ist unpatriotisch»

    Die SVP-Nationalrätin kritisiert den Konsumentenschutz und Schweizer Einkaufstouristen aufs Schärfste. Wer für private Zwecke sein Geld über die Grenze trägt, schade der Schweiz, sagt die Unternehmerin aus Schöftland

    […]
    Industrie kauft selber im Ausland ein

    Dass ihr eigenes Unternehmen, das 12 Arbeitsplätze generiert, selber bis zu 70 Prozent der Hölzer importiert, weiss die Unternehmerin geschickt zu erklären. Im Interview haben wir ihr nochmals auf den Zahn gefühlt.

    http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/sylvia-flueckiger-einkaufen-im-ausland-ist-unpatriotisch-124374698

    Infos zur Frau Flückigner von der SVP.

    http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/biografie.aspx?biografie_id=3878

    https://www.google.com/search?q=Sylvia+Fl%C3%BCckiger+Nationalr%C3%A4tin+&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a

    Sittliche Grüße aus Südtirol 😉

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  4. Pingback: Update 20.08.2012 « sabnsn

  5. Sexualaufklärung – der Stein des Anstoßes in der Schweiz, speziell in Basel.

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  6. Hi Herr Wenzl,

    Sie sind wie wir, die “Berliner Schule“ und meine Mama – ebenfalls Opfer Schweizer Moralintrigen geworden.
    Sind die Schweizer nun generell so falsch oder der Administrator der Community Latschariplatz? Die dritte Möglichkeit währe dass letzterer eine Marionette ist und in der Community andere das Sagen haben. Peter Spiring, Martin Huber, Sonja Macher-Spälti um nur einige zu nennen. Sicher gibt es da noch mehr davon. Wir hatten dort noch zu niemanden Kontakt und meine Mama nur zu ganz wenigen Leuten. Und kein einziger aus der Community hat uns oder meiner Mama gegenüber – irgend etwas beanstandet. So dass es nicht anders sein kann als dass dort ganz massiv denunziert wurde.
    Was ich für das Verwerflichste ansehe was man gegenüber einem anderen Menschen machen kann. Und dann ist man noch zu feige sich öffentlich dazu zu bekennen. Denn dann würden ja alle mitbekommen was man charakterlich für ein Lump ist.

    Durch diese persönliche Erfahrung sind wir erst darauf aufmerksam gemacht worden dieses Verhalten näher zu untersuchen und sind zu der Erkenntnis gekommen das das eine angeborene Eigenschaft der Schweizer zu sein scheint. Eine geschlossene Gesellschaft nicht willens über den eigenen Tellerrand zu gucken.
    Ich hatte in unserer Schulpräsentation auf Latschariplatz dazu geschrieben:
    Berlin war mal mit einer Mauer umgeben, doch die Gedanken der Menschen waren frei. Diessenhofen scheint ebenfalls von einer Mauer umgeben zu sein. Eine Mauer in den Köpfen der Leute um zu verhindern dass fremde Gedanken in ihre spießbürgerliche Welt eindringen.

    Gruß Ihre Babette

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  7. Hi Babette,

    Du hast Recht damit, dass ich auch ein Opfer von Schweizer Moralintrigen geworden bin.
    Man muss sich zu Recht die Frage stellen, ob nur der der Administrator der Community Latschariplatz so falsch ist, die Schweizer Mitglieder von dieser Community, die Diessenhofener, oder generell die Schweizer? Natürlich kann es auch leicht sein dass der Administrator lediglich eine Marionette ist und andere im Hintergrund die Fäden ziehen.
    Vielleicht trifft bei den Intriganten und Denunzianten auf Latschariplatz auch dieser Spruch zu:

    „Moral ist die Haltung, die wir Leuten gegenüber einnehmen, gegen die wir eine persönliche Abneigung haben.“ (Oscar Wilde)

    Wenn man Anstand hat, dann beanstandet man etwas was einem nicht passt. Dieser Anstand fehlt dem Adminitstrator und den übrigen Verantwortlichen vom Laschariplatz. „Man“ ist zu feige um zu sagen, was einem nicht passt. Stattdessen setzt man Anschuldigen und Unwahrheiten in die Community, wohlgemerkt – nachdem sich die Beschuldigten nicht mehr Stellung dazu beziehen können. Unter anderem war da von „Entgleisungen“ bei Deiner Mama die Rede. Wer da „entgleist“ ist, ist für mich klar, nämlich der Administrator oder die Strippenzieher dahinter, indem sie Sabine und mich rauswarfen ohne eine Begründung zu geben (außer bei Deiner Mama Sabine falsche Anschuldigungen – bei mir nicht mal das).

    Deine Sätze möchte ich betonen und dick unterstreichen, sie passen genau auf das Nest Diessenhofen:
    „Berlin war mal mit einer Mauer umgeben, doch die Gedanken der Menschen waren frei. Diessenhofen scheint ebenfalls von einer Mauer umgeben zu sein. Eine Mauer in den Köpfen der Leute um zu verhindern dass fremde Gedanken in ihre spießbürgerliche Welt eindringen.“

    Hier noch was zur Intrige:

    Es gibt einen Zeitpunkt in Deinem Leben, an dem Du es geschafft hast, dass es Dich nicht kümmert, was andere über Dich sagen oder denken. An dieser Stelle erfährt man, dass es manche Menschen einfach nicht lassen können und in die Versuchung kommen, Neugier, Intrige, Neid und Hass zu vermitteln. Nur – was diese Menschen nicht wissen, dass es Dich gar nicht stört, wie Sie über Dich urteilen. Denn man hat es geschafft, Sie nicht wichtig werden zu lassen! Irgendwann kommt der Tag wo all das auf Sie zurückkommt. Deshalb hege keine Wut, keinen Hass und keine Trauer. Lächle einfach! Es rächt sich im Leben alles, weil jeder irgendwann das bekommt, was er auch verdient!

    „Ein Intrigant glaubt nicht alle Gerüchte, aber er erzählt alle weiter.“
    Jaques Baumel, französischer Politiker

    Lieben Gruß an Dich, Mama, an alle Mitschüler und die Lehrer,
    Hubert

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  8. Kein Wunder werden Menschen zu Kinderschändern, wenn man ihnen die ganz normale Sexualität vorenthalten will. Der widernatürliche Umgang des Christentums mit dem Thema Sexualität ist Hauptursache von solchen Verbrechen.

    Das passt gerade zu einem der neuen Plakate für 2009 von atheismus.ch:

    http://atheismus.ch/10_diskussionsforum/29910812074344_proleto/20090522125352_mrw/00_index

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  9. Hi Hubert

    Verlogene Moral
    Vor was sollen unsere Kinder da geschützt werden? Was sollen sie für einen Schaden dabei nehmen die Genitalien eines nackten Menschen zu sehen? Ist ein nackter Mensch nicht etwas ganz Normales? Gott hat den Menschen auch nackt erschaffen. Und es gibt auf Dieser Welt nichts Ästhetischeres als einen schönen Körper. Gehört doch Sex und Erotik zu den elementarsten Triebkräften der Spezies Homo Sapiens. Nur in unserer abendländischen Kultur wird das in den Dreck gezogen, taburisiert.
    Weltweit ist kein einziger Fall bekannt, dass ein Kind vom Anblick eines nackten Menschen einen Schaden genommen hätte.
    Im Gegensatz zu den abscheulichsten Kreaturen, Monster, Aliens, u.d.gl womit sie spiele dürfen. Mit Spielen spielen dürfen, wo das Töten möglichste vieler Gegner der einzige Spielinhalt ist. Hiervon bekommen unsere lieben Kleinen Alpträume und lernen, dass Probleme nur gewaltsam zu lösen sind. Und dann wundern wir uns, dass die Hemmschwelle zur Gewaltanwendung bei Jugendlichen immer weiter sinkt. Aber vor dem Anblick eines nackten Menschen müssen sie geschützt werden. Was soll dieser Blödsinn. Anders kann man es nicht bezeichnen.
    Erst durch dieses Taburisieren, werden sie in ihrer Entwicklung fehl geleitet und neigen dann im späteren Alter womöglich zu anormalem Verhalten. Warum kommen z. B. Pädophile besonders unter dem Zölibat vor?
    Sexualstraftäter, Pädophile werden nicht als solche geboren. Es ist die Gesellschaft mit ihren wesensfremden, Gesetzen, Vorschriften Anweisungen, bis hin zu AGBs die das verursachen.
    Untersuchungen, wissenschaftliche Abhandlungen die das beweisen gibt es genügend. Nur von der Politik und an erster Stelle von den chistlichen Kirchen wird as vorsätzlich nicht zur Kenntnis genommen.
    Meine Tochter Babette jetzt 12 Jahre alt kennt mich gar nicht anders. (Seit 2000 muss ich nackt gehen.) Und in der Schule beneiden sie alle um ihre Mama. Man findet das cool, dass ihre Mama immer splitternackt geht. Und nicht nur ich können bestätigen, kein einziger von denn hat da einen Schaden genommen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Kinder sind unbefangener. Denn jedes Tabu nährt unbefriedigte Interessen. In der Schule wird den Kindern nämlich nicht gelehrt warum sie keinen nackten Menschen sehen dürfen.

    In der Community Latschariplatz haben wir das live miterleben können. Man hat sogar vor Kindern angst, dass die “peinliche“ Fragenstellen könnten. Peinlich für wen eigentlich?
    Doch nur für Erzkonservative, die sogar gegen Sexualkundeunterricht in den Schulen zu Felde ziehen. Aber nicht nur dass man eine Schule von der Community Latschariplatz ausgeschlossen hat, sondern das noch auf eine ganz, ganz fiesen Art.
    Einer gelogenen Behauptung: “Man würde Unruhe stiften – mit dem Zusatz – das hatten wir doch schon,“ ohne dass die Schule die Möglichkeit hatte zu dieser LÜGE Stellung zu nehmen.

    Dieses Verhalten ist noch um so verwerfliche, da es gegenüber Kindern / Schülern einer Berliner Grundschule praktiziert wurde.
    Ich finde das so skandalös, dass mir die Worte zum kommentieren fehlen. Andererseits ist das eine wichtige Erfahrung die die Kinder im Umgang mit der Schweiz gemacht haben.
    Ich sage jetzt bewusst Schweiz und reduziere das nicht auf die Person des dortigen Administrators. Unabhängig davon ob er eigenständig oder als Marionette gehandelt hat.
    Die gesamte Community hat dazu geschwiegen und hat damit zum Bild der Schweiz in den Köpfen der Schüler einer ganzen Schule beigetragen.

    Warum sollen Kinder keinen nackten Menschen sehen dürfen. Darüber wollten die Berliner Schüler mit Diessenhofer Schülern diskutieren. Aber nicht nur mit Schülern, jeder in der Community hätte sich an der Diskussion beteiligen können. Man hat sogar Personen genannt, die man zu dem Thema für prädestinieret gehalten hat. Und im gleichen Atemzug erfolgte dann der Rausschmiss der Berliner Schule aus der Community.
    Das hat man wirklich toll gemacht.

    Womit man dort vermutlich nicht gerechnet hat, – aber hätte rechnen müssen nach meinem und Herrn Wenzels vorangegangenen Rausschmiss – dass ich alles dokumentiert habe. Und es gibt genügend Material um daraus einen Dokumentation zu erstellen. Die Welt soll nicht nur über diesen Vorgang infoemiert werden, sie muss es. Denn diese Community ist das Letzte vom Letzten.

    Im Gegensatz zu dem Mief in dieser Community, wie gut haben es da die Schüler der Schule meiner Tochter. Nicht nur dass sie keine Probleme damit haben dass die Mama einer Schülerin aus ihrer Schule immer splitternackt geht – wird diese regelmäßig öffentlich im Foyer ihrer Arbeitsstelle ausgestellt. (splitternackt, an einem Andreaskreuz fest arretiert)
    Und an diesem Event nehmen u. a. ständig Schüler aus dieser Schule teil. In der Schule ist das schon so etabliert, dass es ein fester Bestanteil im außerschulischen Stundenplan ist. Donnerstag Nachmittag: “Babettes Mama geil machen“ heißt es da.
    Und neuerdings auf die gleiche Art auch in der Schule. Immer an 3 zusammenhängenden Tagen in der letzten Kalenderwoche eines Monats. Und auch wenn die Schweizer das nicht fassen können, kommt das bei den Schülern an.

    glG. Sabine

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