Die Auferweckung Jesu von den Toten – Gerd Lüdemann   1 comment

Am Beispiel von Gerd Lüdemann sieht man wie die Kirche(n) mit „Dissidente“ und Theologen umgeht, die andere Meinunge vertreten als die offizielle und auch den Mut haben dazu zu stehen. Da wird dann von seiten der Kirche(n) mit allen schmutzigen Mitteln vorgegangen. Man versucht die Existenz eines „Abgesprungenen“ zu ruinieren. Aber die Kirche(n) haben ja großen Ehrgeiz zu beweisen, dass sie eine wahre Liebesreligion sind.

Leseprobe aus Gerd Lüdemann: Die Auferweckung Jesu von den Toten

Ursprung und Geschichte einer Selbsttäuschung,
Lüneburg: zu Klampen, 2002, S. 218-228 (aus Beigabe 4)
Die Auferstehung Jesu – in Auseinandersetzung mit zwei neueren dogmatischen Entwürfen (Dalferth und Ringleben)

Nicht die historische, sondern die systematische Theologie macht die Krisis offenbar, in der sich die protestantische Theologie befindet. (Gerhard Ebeling)
Einführung

Eigentlich verspüre ich keine Neigung mehr, mich zur Frage der Auferstehung Jesu zu äußern. Denn den meisten, die an dieser Frage Interesse haben, sind meine einschlägigen Thesen bekannt. Außerdem ist die Diskussionsatmosphäre unerfreulich, und dort, wo in neueren Beiträgen meine Thesen Gegenstand der Darlegungen sind, wird mir immer gleich bescheinigt, sachlich nichts Neues beizutragen.

Außerdem habe ich vor allem wegen meiner Auferstehungsthesen und der damit verbundenen Negierung der Wiederkunft Christi berufliche Nachteile in Kauf nehmen müssen: mir sind Forschungsmittel gekürzt, meine einzige Assistentenstelle ist entzogen und überhaupt sind mir jegliche Prüfungsrechte aberkannt worden. All das geschah, weil die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen beim Wissenschaftsministerium in Hannover vorstellig wurde, meine Entlassung aus dem Staatsdienst verlangte und, als dieser Wunsch abgelehnt wurde, schließlich erfolgreich meine Ausgliederung aus den theologischen Studiengängen durchsetzte. Meine Kollegen haben dieses Ansinnen mitgetragen und theologisch weiter begründet. In meinem Buch „Im Würgegriff der Kirche“ (1998) sind die entsprechenden Dokumente abgedruckt und kommentiert. Der vorläufige Ertrag des theologischen und juristischen Tauziehens ist die Einsicht, dass auch ein evangelischer Theologieprofessor für Neues Testament ein konfessionsgebundenes Staatsamt innehat. Die von ihm betriebene Theologie muss glaubensgebunden sein, d.h., wenn er in seinen Forschungen zu Ergebnissen kommt, die in den meisten Punkten dem Bekenntnis der Kirche widersprechen, hat er kein Recht mehr, im bekenntnisgebundenen Fach „Neues Testament“ tätig zu sein. Anders gesagt: Da die Auferstehung Jesu ein zentrales Bekenntnis der Kirche ist, war in meinem Fall die Aussage, Jesus ist nicht auferstanden, ein entscheidender Grund, die genannten Sanktionen gegen mich zu verhängen.

Angesichts dieses Hintergrundes fällt es mir immer schwerer, mich mit Argumenten von Kollegen auseinanderzusetzen, die zumindest indirekt an den juristischen Maßnahmen gegen mich beteiligt waren. Denn damit hatten sie von vornherein sichergestellt, dass ihre Auffassung obsiegte.

Die Auferweckung Jesu von den Toten
http://wwwuser.gwdg.de/~gluedem/ger/005012001.htm

Homepage von Gerd Lüdemann

http://www.gerdluedemann.de/

Im Würgegriff der Kirche

http://wwwuser.gwdg.de/~gluedem/ger/iwdk.htm

Hier noch ein Beitrag von mir bzw. von Gerd Lüdemann: Warum die Kirche lügen muss

Warum die Kirche lügen muss
http://hubwenzl.blog.de/2011/04/20/kirche-luegen-11034480/

Hier ein kleiner Auszug:

Jesus wurde nicht von einer Jungfrau geboren.

Jesus wollte nicht für die Sünden der Welt sterben.

Jesus war nicht sündlos, sondern hat auch nach eigenem Verständnis Sünde getan. Sonst hätte er sich nicht von Johannes dem Täufer zur Vergebung der Sünden taufen lassen.

Jesus hat das in Kürze anbrechende Reich Gottes erwartet, gekommen ist die, Kirche.

Die meisten Jesusworte sind Jesus erst nachträglich in den Mund gelegt worden, um Gegner in den eigenen Reihen und ungläubige Juden zu bekämpfen.

Der Antisemitismus hat Wurzeln im Neuen Testament.

Die Auferstehung Jesu beruht auf einer subjektiven Vision und nicht auf der Auferweckung bzw. der Verwandlung eines Leichnams zu einer neuen Körperlichkeit.

Paulus hat Jesus persönlich gar nicht gekannt.

All diese Thesen stehen in direktem Gegensatz zu der Schrift und den Bekenntnissen der Kirche. Da angehende Pfarrer und Pfarrerinnen mit ihnen während des Studiums vertraut gemacht werden, fällt es ihnen schwer, sich wider besseres Wissen auf Schrift und Bekenntnis ordinieren zu lassen. Aber was bleibt ihnen übrig, wenn sie Anstellung und Brot nach so langer Vorbereitungszeit erlangen wollen?

Spiegel-Online: Papst Benedikts Jesus Buch: „Eine peinliche Entgleisung“ – Gerd Lüdemann

Papst Benedikts Jesus Buch: „Eine peinliche Entgleisung“
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/papst-benedikts-jesus-buch-eine-peinliche-entgleisung-a-479636.html

Hier noch ein interessanter Artikel zum Thema Auferstehung von dern Neuen Zürcher Zeitung.

Zweifeln an der Auferstehung
Der Osterglaube wurde verkündet, bevor vom leeren Grab die Rede war

http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/zweifeln-an-der-auferstehung-1.16334490
Gruß Hubert

Veröffentlicht 12. November 2012 von hubert wenzl in Kirchenkritik, Religionskritik

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Eine Antwort zu “Die Auferweckung Jesu von den Toten – Gerd Lüdemann

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