Archiv für 17. November 2012

Blutengel – Verdammnis   1 comment

Blutengel – Verdammnis

Songtext:

Ich weiß nicht wer du bist
Wo ich dich finden kann
Und Verzweiflung wächst in mir
Seh ich dich irgendwann?
Du bist so weit entfernt…
Durch meine Seele jagt der Schmerz
Ich sehne mich nach dir…
Doch du bleibst mir unbekannt

Aus der Ferne seh ich dich und deine Augen blicken traurig
Bin so weit entfernt von dir und kann nicht mit dir sein

Wir werden niemals durch die Nacht gehen
Kein Tag wird sich für uns erhellen
Was uns noch bleibt sind unsere Träume
In denen wir uns wiedersehen
Wir werden uns niemals berühren
Wir sind verdammt für alle Zeit
Und unsere Flügel werden brennen
Versuchen wir vereint zu sein

Ich weiß nicht wo du bist
Kein Weg führt mich zu dir
Die Sehnsucht hält mein Herz
Ich spüre dich bei mir
Das Paradies so nah
Und doch zur Einsamkeit verdammt
Und meine Hoffnung stirbt
Bleibst mir auf ewig unbekannt

Aus der Ferne seh ich dich
Und wieder rufst du meinen Namen
Nur ein Flügelschlag entfernt und doch nie vereint

http://www.golyr.de/blutengel/songtext-verdammnis-588884.html

Veröffentlicht 17. November 2012 von hubert wenzl in Musik

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Der „notwendige Einsatz“ der Inquisition   Leave a comment

Kaum zu glauben, dass der heutige Papst noch vor wenigen Jahren die Aufgabe des Inquisitors in der Hand hatte und führte … hmm, heute heißt sie ganz harmlos und verharmlosend „Kongregation für die Glaubenslehre“ *). Aber der inquisitorische Geist ist der gleiche geblieben.

„Papst Paul III. (1468-1549), Förderer der Inquisition und Eröffner des Konzils von Trient (1545-1563), Tridentinum genannt:
„Wenn mein eigener Vater Häretiker wäre, würde ich selbst das Holz zusammentragen, um ihn verbrennen zu lassen.“
(zit. nach Deutschland-Radio Berlin, 21.7.2002,
http://www.dradio.de/dlr/sendungen/kalender/126123/ )

Hier ein Auszug.

Joseph Kardinal Ratzinger, jetzt Papst Benedikt XVI.:

Der „notwendige Einsatz“ der Inquisition

[Gott …] „Lass jeden von uns zur Einsicht gelangen, dass auch Menschen der Kirche im Namen des Glaubens und der Moral in ihrem notwendigen Einsatz zum Schutz der Wahrheit mitunter auf Methoden zurückgegriffen haben, die dem Evangelium nicht entsprechen.“

So der Beginn eines so genannten „Schuldbekenntnisses“ aufgrund der Verbrechen der Kirche, das so genannte „Mea Culpa“, das Papst Johannes Paul II am 12.3.2000 im Wechsel mit anderen hochrangigen Vertretern des Vatikan in Rom öffentlich vorgetragen hat
(z. B. http://www.theology.de/religionen/oekumene/evangelischerkatholischerdialog/meaculpa.php ). Den Text hatte damals Joseph Kardinal Ratzinger verfasst und er hatte dabei auch die oben zitierten Worte gesprochen. Der Papst und die Kardinäle haben mit ihren schöngefärbten und ausgeklügelten Worten aber nicht ihre Opfer um Verzeihung gebeten – was notwendig wäre und bei einer echten Reue auch selbstverständlich. Man richtete stattdessen ein weitgehend allgemein gehaltenes Gebet an die Adresse von „Gott“.

„Großinquisitor ist eine historische Einordnung, irgendwo stehen wir in der Kontinuität. Aber wir versuchen heute das, was nach damaligen Methoden zum Teil kritisierbar gemacht worden ist, jetzt aus unserem Rechtsbewusstsein zu machen. Aber man muss doch sagen, dass Inquisition der Fortschritt war, dass nichts mehr verurteilt werden durfte ohne ´inquisitio`, das heißt, dass Untersuchungen stattfinden mussten.“

So Joseph Kardinal Ratzinger im ARD-Magazin Kontraste (3.3.2005) zu seinem inoffiziellen Titel „Moderner Großinquisitor“. Wenige Wochen später wurde er zum Papst gewählt.

„Jetzt haben wir ja unser Archiv Gott sei Dank nach mühsamen Vorarbeiten eröffnen können und freuen uns, dass also gerade auch nicht-gläubige Historiker sagen: ´Also ganz so schlecht war die Inquisition auch wieder nicht.` Sie war eigentlich der zeitgenössischen Justiz voraus, weil sie Verteidigungsmöglichkeiten, Anhörungspflicht usw. geschaffen hat. Machen wir uns nicht vor: Vieles waren Fehlurteile, vieles ist schiefgelaufen. Aber eine Suche nach Gerechtigkeit ist doch dagewesen und ich glaube, die Öffnung des Archivs wird vielleicht, soweit die Leute zuhören wollen, ein bisschen was von den dunklen Schatten aufhellen können.“

So Joseph Ratzinger im Jahr 1998, zit. nach Der deutsche Papst, 3Sat, 18.9.2011 (Erstausstrahlung). Eine Unterscheidung von „Inquisition“ und „zeitgenössischer Justiz“ ist dabei nicht seriös. Es gab keine „zeitgenössische“ Justiz, die ohne Zusimmung der Kirche ihre Urteile fällen konnte. Die staatlichen Richter waren genauso der kirchlichen Obrigkeit hörig wie speziell tätige „Inquisitionsrichter“. Lesen Sie dazu auch das Extrablatt Satan öffnet sein Archiv.
Inquisitionsakten

PS: Hierzu einige sehenswerter Links: Der erschütternde Brief des Bamberger Bürgermeisters Johannes Junius vom 24.7.1628 an seine Tochter Veronika ist erhalten geblieben. Junius wurde von den Inquisitoren der Kirche im Bamberger Malefizhaus gefoltert und hingerichtet. Sein Brief wurde in einer Animation vertont – als ob Junius als Seele aus dem Jenseits sprechen würde. Siehe unter http://www.youtube.com/watch?v=qfRKfimBGpw

Zur gesamten Situation siehe auch Die Folter der katholischen Inquisition in Bamberg von 1627-1632 unter http://www.youtube.com/watch?v=8q3IKHOcPd4
Dort finden sich auch weitere, auf dieser Seite nicht aufgeführte grausame Foltermethoden der Kirche.
Mehr zur Inquisition in Bamberg siehe auch unter http://www.theologe.de/erzbistum_bamberg.htm

Quelle:

Inquisition

*) Auszug
Heute heißt die Inquisitionsbehörde Kongregation für die Glaubenslehre. Weiterhin ist es ihre Aufgabe, die katholischen Dogmen zu hüten.

Dieser Aufgabe widmet sich seit 1981 der Kongregationspräfekt Kardinal Joseph Ratzinger. Auch er ist der Ansicht, dass es keine »Freiheit zur Lüge« geben darf, und fordert »die Ehrfurcht vor dem Heiligen überhaupt, vor Gott, die auch demjenigen zumutbar ist, der selbst nicht an Gott zu glauben bereit ist«. Eine ganze Seite überlässt die Süddeutsche Zeitung dem Glaubenskämpfer, um solchen und anderen Unfug zu verbreiten.

Der Kardinal geißelt den »nur als pathologisch zu bezeichnenden Selbsthass des Abendlandes«, das »von seiner eigenen Geschichte nur noch das Grausame und Zerstörerische sieht, das Große und Reine aber nicht mehr wahrzunehmen vermag«. Die »monogame Ehe« müsse daher »als Zelle staatlicher Gemeinschaftsbildung« geschützt werden, während Europa mit der Anerkennung der Homo-Ehe »aus der gesamten moralischen Geschichte der Menschheit« heraustrete. »Europa sollte ganz bewusst wieder seine Seele suchen«, empfiehlt der Kardinal. Und finden soll es sie im Vatikan.

Ratzinger bietet die katholische Lehre als gesellschaftlichen Ordnungsfaktor und als Ideologielieferanten für die Weltmacht Europa an. Der Kardinal betont, »dass der Werteverfall materielle Folgen hat und dass Gegensteuerung notwendig ist«. Nicht die Erlösung durch das Wort Gottes, sondern der praktische Nutzen begründet also den Anspruch auf mehr Macht. Die Argumentation der Kirche ist weltlicher geworden, aber reaktionär geblieben.

Kongregation für die Glaubenslehre

Gruß Hubert

Veröffentlicht 17. November 2012 von hubert wenzl in Uncategorized

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Caritas – die kirchliche Wohltätigkeits-Firma   Leave a comment

Caritas und Diakonie tragen laut dem Politikwissenschaftler Carsten Frerk nur zu 1,8% (also lächerlich wenig) zur eigenen Finanzierung bei. Sie tun aber in der Öffentlichkeit so als ob alles von den Kirchen wäre. Aber es ist ja nichts Neues, dass es die Kirchen mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Die Kirchen brüsten sich ja mit Caritas und Diakonie wieviel Gutes sie für die Allgemeinheit täten. Es sieht aber gänzlich anders aus, wenn man hinter die Kulissen sieht.
Außerdem haben die Kirchen ein eigenes kirchliches Arbeitsrecht, das in wichtigen Punkten vom allgemeinen Arbeitsrecht abweicht und mit mehreren Grundrechten kollidiert.

Siehe auch: Der Diener Gottes, ein Leiharbeiter

Der Diener Gottes – ein Leiharbeiter

Monopolkommission nimmt Caritas und Diakonie unter die Lupe


Foto dapd

Wohlfahrtsverbände wie Caritas und Diakonie sind wegen ihrer Praktiken bei der Vergabe staatlicher Gelder ins Visier der Monopolkommission geraten. Das Beratungsgremium der Bundesregierung will sich in seinem nächsten Gutachten mit der engen Verflechtung zwischen Politik und Sozialkonzernen befassen, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet.

Düsseldorf (dapd). Wohlfahrtsverbände wie Caritas und Diakonie sind wegen ihrer Praktiken bei der Vergabe staatlicher Gelder ins Visier der Monopolkommission geraten. Das Beratungsgremium der Bundesregierung will sich in seinem nächsten Gutachten mit der engen Verflechtung zwischen Politik und Sozialkonzernen befassen, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet.

„Es kann nicht sein, dass die Wohlfahrt auf beiden Seiten der Entscheidung steht“, sagte Daniel Zimmer, Vorsitzender der Monopolkommission. „Es ist zu vermuten, dass die Ergebnisse eher im Sinne der Wohlfahrt als des Steuerzahlers ausfallen.“

Besonders die Entscheidungsstrukturen in den kommunalen Jugendhilfeausschüssen schürten dabei die Sorgen der Marktwächter. In diesen Ausschüssen hätten nicht nur lokale Politiker, sondern auch Vertreter der Wohlfahrtsverbände Stimmrecht. Auch bei anderen Entscheidungen über die Vergabe staatlicher Mittel wie den Pflegesatzverhandlungen seien die Wohlfahrtsverbände nicht nur Auftragnehmer, sondern übten zugleich großen Einfluss auf das Zustandekommen von Entscheidungen aus.

Quelle: dapd

Monopolkommission nimmt Caritas und Diakonie unter die Lupe

Die sozialen Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft werden in der Öffentlichkeit stets als Pluspunkt für die Kirchen wahrgenommen. Was viele Menschen nicht wissen: Das finanzielle Engagement der Kirchen hält sich in Grenzen, viele Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Altenheime werden zu 100% aus öffentlichen Mitteln unterhalten. Dafür ist der kirchliche Einfluss auf die Arbeitsverhältnisse umso größer. Denn dort gilt ein eigenes kirchliches Arbeitsrecht, das zahlreiche Grundrechte der Beschäftigten einschränkt und insbesondere Konfessionslose diskriminiert.

http://www.gerdia.de/

Überblick – Auszug
In kirchlichen Einrichtungen gilt das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) nicht. In § 118, Absatz 2 heißt es, dass das Gesetz „auf Religionsgemeinschaften und ihre karitativen und erzieherischen Einrichtungen unbeschadet deren Rechtsform“ keine Anwendung findet. Die Kirchen praktizieren ein eigenes kirchliches Arbeitsrecht, das in wichtigen Punkten vom allgemeinen Arbeitsrecht abweicht und mit mehreren Grundrechten kollidiert.

Für die über eine Million Beschäftigten in kirchlichen Einrichtungen, vor allem von Caritas und Diakonie, hat dies in zweierlei Hinsicht weitreichende Folgen.

http://www.gerdia.de/node/38

Wohlfahrtswesen / Arbeitsrecht – Caritas und Diakonie
Interview mit Dr. Carsten Frerk von RDL

Sachlage – Auszug
Überblick

Das Wohlfahrtswesen in Deutschland ist fest in kirchlicher Hand. Die größten und bekanntesten Verbände sind Caritas und Diakonie. Dabei handelt es sich um milliardenschwere Sozialkonzerne, die zusammen einen Jahresumsatz von etwa 45 Milliarden Euro erwirtschaften . Das ist ein Mindestwert, das intern sogar auf ein Dreifaches geschätzt wird. Sie beschäftigen zusammen ca. 1 200 000 Mitarbeiter, was die katholische und die evangelische Kirche zu den größten Arbeitgebern im Sozialbereich macht. Beispielhaft lässt sich anführen, dass ca. 30% der deutschen Krankenhäuser in Trägerschaft von Caritas und Diakonie sind, ebenso wie über 70% der Kindertageseinrichtungen in freier Trägerschaft. Gerade in ländlichen Räumen gibt es häufig eine Monopolstellung

[…]
Finanzen – Auszug

Dem Jahresbericht der Caritas von 2005 lässt sich z.B. entnehmen, dass kirchliche Zuschüsse weniger als 6% der Gesamteinnahmen ausmachen. Nach Recherchen des Politikwissenschaftlers Dr. Carsten Frerk sind es sogar nur 1,8% für Caritas und Diakonie zusammen.

[…]
Da der Staat aber durch die Abzugsfähigkeit der Kirchensteuer als „Sonderausgabe“ Einahmeverluste von ca. 3,4 Milliarden € hat, würde das Sozialsystem bei dem Wegfall der Kirchensteuer nicht zusammenbrechen, sondern im Gegenteil für den Staat indirekt sogar günstiger werden.

http://www.laizisten.de/index.php?option=com_content&task=view&id=102

Fallbeispiele

Juli 2012
Kündigung einer lesbischen Krankenhausseelsorgerin

Kirstin Germer arbeitet seit 12 Jahren im St.-Vinzent-Hospital in Dilsgen sehr engagiert als Pastoralreferentin und Krankenhausseelsorgerin. Da sie endlich zu ihrer Homosexualität und ihrer Lebenspartnerin stehen möchte, outet sie sich ihrem Arbeitgeber gegenüber. Die fristlose Kündigung überrascht sie, sie nimmt sie jedoch recht gelassen hin, so sei das halt bei der katholischen Kirche.

http://www.gerdia.de/taxonomy/term/25

Ein katholischer und geschiedener Chefarzt aus Düsseldorf arbeitet für ein kirchliches Krankenhaus. Als er seine neue Lebensgefährtin standesamtlich heiratet, bekommt er die Kündigung, weil er gegen die „katholische Sittenlehre“ gehandelt habe (Az.: 2 AZR 543/10).

http://www.gerdia.de/node/109

Gruß Hubert

Veröffentlicht 17. November 2012 von hubert wenzl in Uncategorized

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Neues vom extrem reaktionären Internetportal kreuz.net   Leave a comment

Die katholische Internetseite kreuz.net ist extrem reaktionär. Sie scheut vor Kraftausdrücken und Diffamierungen nicht zurück. Man kann sie mit islmaischen oder „talibanischen“ Hasspredigern vergleichen. Die Seite hetzt in extremen Tönen und es besteht der Verdacht auf Volksverhetzung. Kreuz.net lobt die erzkonservativen Pius-Bruderschaft in den höchsten Tönen. Dort ist auch der berüchtigte Bischof Richard Williamson, ein Holocaustleugner.
http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Williamson
Man gespannt darauf ob und wenn ja, wie die katholische Kirche darauf reagiert.

Hier ein Auszug aus dem „Stern“.

Die Jagd nach den Machern von kreuz.net

Es gibt einen ersten Fall in Sachen kreuz.net: Pfarrer Hendrick Jolie im Bistum Mainz. Er steht im Verdacht, Autor der Hetzseite gewesen zu sein. Wie reagiert die Katholische Kirche? Von Alina Bube und Lutz Kinkel

Ein paar Schlagzeilen von diesem Freitag. „Homo-Faschismus: Kirchen-Hasser Xavier Naidoo will kein Homohasser sein“ steht da. Oder „Kinder-Kolchosen: Ideale Verwertung: Frau als Gebärmaschine und Arbeitskraft“ – ein Artikel über Kitaplätze. Es gibt Hassartikel gegen das Zweite Vatikanische Konzil, gegen „Protestunten“, Muslime, „Linksmedien“, die „Gleichschaltung“ in der Europäischen Union, andererseits eine Lobpreisung der erzkonservativen Pius-Bruderschaft.

kreuz.net, eine Seite, die von sich behauptet, „katholische Nachrichten“ zu verbreiten, ist, kurz gesagt, zutiefst reaktionär und menschenverachtend. Jeden Tag aufs Neue. Hunderte Strafanzeigen liegen gegen die anonymen Hintermänner der Seite vor. Und zwar nicht erst, seitdem das Portal dem verstorbenen Comedian Dirk Bach wünschte, er möge in der „ewigen Homo-Hölle“ schmoren.

Der freche Herr Jolie

Bei einem Mitarbeiter der Katholischen Kirche ist nun nachweisbar, dass er in regem Kontakt mit dem Hetzportal stand: Pfarrer Hendrick Jolie aus dem Bistum Mainz, Gründer des konservativen Netzwerks Katholischer Priester, ein Endvierziger mit Halbglatze, der auf seiner Homepage berichtet, er sei schon früh als „Hardliner“ verschrien gewesen. kreuz.net veröffentlichte nicht nur Artikel Jolies, der Pfarrer setzte auch Kommentare in den Foren der Seite ab. Aus der Auflistung seiner Mails der vergangenen zwölf Monate sei ersichtlich, dass Jolie zwei bis drei Mal wöchentlich an kreuz.net schrieb, sagt David Berger, der die Kampagne „Stoppt kreuz.net“ leitet, zu stern.de. Das ist mittlerweile ein Problem – auch für Jolie. Die Deutsche Bischofskonferenz droht jedem Kirchenmitarbeiter, der sich an kreuz.net beteiligt, mit arbeitsrechtlichen Schritten. Heißt, im Extremfall: Kündigung.

[…]
Seite an Seite mit Goebbels

Die auf kreuz.net publizierten Autoren – neben Jolie sind fünf weitere Kirchenmitarbeiter zu finden, auch aus hohen vatikanischen Kreisen – müssen sich nur fragen lassen, ob sie gegen die Veröffentlichung auf dem Hetzportal aktiv vorgegangen sind. Oder ob sie sich zwischen Artikeln von Goebbels, geradezu psychotischen Kampagnen gegen „Kotstecher“ (Anmerkung: ich nehme an, dass man damit Homosexuelle meint. Wie wäre es denn, wenn man mal vor der eigenen katholischen Türe kehren würde?) und Beschwörungen eines vorvorgestrigen Taliban-Katholizismus vielleicht doch ganz wohlfühlen.

Hier weiterlesen

http://www.stern.de/politik/deutschland/pseudo-christliche-hetzseite-die-jagd-nach-den-machern-von-kreuznet-1927534.html

Aus Spiegel.de:
„Derweil verstärken die staatlichen Ermittler ihren Druck auf Kreuz.net: Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Es waren mehrere Anzeigen eingegangen.“

http://www.spiegel.de/panorama/priester-jolie-raeumt-leichtfertigen-umgang-mit-kreuz-net-ein-a-867535.html

Siehe auch:

Katholische Kirchenmitarbeiter publizieren auf Hetzportal

„Internetportal Kreuz.net Katholische Hassprediger hetzen gegen Juden und Schwule

Die katholische Kirche distanziert sich von der Internetseite Kreuz.net, doch nach SPIEGEL-Informationen stehen dort Dutzende Beiträge von Autoren mit kirchlichem Hintergrund. Auf dem Portal wird wüst über Juden, Muslime, Homosexuelle und „Protestunten“ gelästert.“

Gruß Hubert