Caritas – die kirchliche Wohltätigkeits-Firma   Leave a comment

Caritas und Diakonie tragen laut dem Politikwissenschaftler Carsten Frerk nur zu 1,8% (also lächerlich wenig) zur eigenen Finanzierung bei. Sie tun aber in der Öffentlichkeit so als ob alles von den Kirchen wäre. Aber es ist ja nichts Neues, dass es die Kirchen mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Die Kirchen brüsten sich ja mit Caritas und Diakonie wieviel Gutes sie für die Allgemeinheit täten. Es sieht aber gänzlich anders aus, wenn man hinter die Kulissen sieht.
Außerdem haben die Kirchen ein eigenes kirchliches Arbeitsrecht, das in wichtigen Punkten vom allgemeinen Arbeitsrecht abweicht und mit mehreren Grundrechten kollidiert.

Siehe auch: Der Diener Gottes, ein Leiharbeiter

Der Diener Gottes – ein Leiharbeiter

Monopolkommission nimmt Caritas und Diakonie unter die Lupe


Foto dapd

Wohlfahrtsverbände wie Caritas und Diakonie sind wegen ihrer Praktiken bei der Vergabe staatlicher Gelder ins Visier der Monopolkommission geraten. Das Beratungsgremium der Bundesregierung will sich in seinem nächsten Gutachten mit der engen Verflechtung zwischen Politik und Sozialkonzernen befassen, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet.

Düsseldorf (dapd). Wohlfahrtsverbände wie Caritas und Diakonie sind wegen ihrer Praktiken bei der Vergabe staatlicher Gelder ins Visier der Monopolkommission geraten. Das Beratungsgremium der Bundesregierung will sich in seinem nächsten Gutachten mit der engen Verflechtung zwischen Politik und Sozialkonzernen befassen, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet.

„Es kann nicht sein, dass die Wohlfahrt auf beiden Seiten der Entscheidung steht“, sagte Daniel Zimmer, Vorsitzender der Monopolkommission. „Es ist zu vermuten, dass die Ergebnisse eher im Sinne der Wohlfahrt als des Steuerzahlers ausfallen.“

Besonders die Entscheidungsstrukturen in den kommunalen Jugendhilfeausschüssen schürten dabei die Sorgen der Marktwächter. In diesen Ausschüssen hätten nicht nur lokale Politiker, sondern auch Vertreter der Wohlfahrtsverbände Stimmrecht. Auch bei anderen Entscheidungen über die Vergabe staatlicher Mittel wie den Pflegesatzverhandlungen seien die Wohlfahrtsverbände nicht nur Auftragnehmer, sondern übten zugleich großen Einfluss auf das Zustandekommen von Entscheidungen aus.

Quelle: dapd

Monopolkommission nimmt Caritas und Diakonie unter die Lupe

Die sozialen Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft werden in der Öffentlichkeit stets als Pluspunkt für die Kirchen wahrgenommen. Was viele Menschen nicht wissen: Das finanzielle Engagement der Kirchen hält sich in Grenzen, viele Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Altenheime werden zu 100% aus öffentlichen Mitteln unterhalten. Dafür ist der kirchliche Einfluss auf die Arbeitsverhältnisse umso größer. Denn dort gilt ein eigenes kirchliches Arbeitsrecht, das zahlreiche Grundrechte der Beschäftigten einschränkt und insbesondere Konfessionslose diskriminiert.

http://www.gerdia.de/

Überblick – Auszug
In kirchlichen Einrichtungen gilt das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) nicht. In § 118, Absatz 2 heißt es, dass das Gesetz „auf Religionsgemeinschaften und ihre karitativen und erzieherischen Einrichtungen unbeschadet deren Rechtsform“ keine Anwendung findet. Die Kirchen praktizieren ein eigenes kirchliches Arbeitsrecht, das in wichtigen Punkten vom allgemeinen Arbeitsrecht abweicht und mit mehreren Grundrechten kollidiert.

Für die über eine Million Beschäftigten in kirchlichen Einrichtungen, vor allem von Caritas und Diakonie, hat dies in zweierlei Hinsicht weitreichende Folgen.

http://www.gerdia.de/node/38

Wohlfahrtswesen / Arbeitsrecht – Caritas und Diakonie
Interview mit Dr. Carsten Frerk von RDL

Sachlage – Auszug
Überblick

Das Wohlfahrtswesen in Deutschland ist fest in kirchlicher Hand. Die größten und bekanntesten Verbände sind Caritas und Diakonie. Dabei handelt es sich um milliardenschwere Sozialkonzerne, die zusammen einen Jahresumsatz von etwa 45 Milliarden Euro erwirtschaften . Das ist ein Mindestwert, das intern sogar auf ein Dreifaches geschätzt wird. Sie beschäftigen zusammen ca. 1 200 000 Mitarbeiter, was die katholische und die evangelische Kirche zu den größten Arbeitgebern im Sozialbereich macht. Beispielhaft lässt sich anführen, dass ca. 30% der deutschen Krankenhäuser in Trägerschaft von Caritas und Diakonie sind, ebenso wie über 70% der Kindertageseinrichtungen in freier Trägerschaft. Gerade in ländlichen Räumen gibt es häufig eine Monopolstellung

[…]
Finanzen – Auszug

Dem Jahresbericht der Caritas von 2005 lässt sich z.B. entnehmen, dass kirchliche Zuschüsse weniger als 6% der Gesamteinnahmen ausmachen. Nach Recherchen des Politikwissenschaftlers Dr. Carsten Frerk sind es sogar nur 1,8% für Caritas und Diakonie zusammen.

[…]
Da der Staat aber durch die Abzugsfähigkeit der Kirchensteuer als „Sonderausgabe“ Einahmeverluste von ca. 3,4 Milliarden € hat, würde das Sozialsystem bei dem Wegfall der Kirchensteuer nicht zusammenbrechen, sondern im Gegenteil für den Staat indirekt sogar günstiger werden.

http://www.laizisten.de/index.php?option=com_content&task=view&id=102

Fallbeispiele

Juli 2012
Kündigung einer lesbischen Krankenhausseelsorgerin

Kirstin Germer arbeitet seit 12 Jahren im St.-Vinzent-Hospital in Dilsgen sehr engagiert als Pastoralreferentin und Krankenhausseelsorgerin. Da sie endlich zu ihrer Homosexualität und ihrer Lebenspartnerin stehen möchte, outet sie sich ihrem Arbeitgeber gegenüber. Die fristlose Kündigung überrascht sie, sie nimmt sie jedoch recht gelassen hin, so sei das halt bei der katholischen Kirche.

http://www.gerdia.de/taxonomy/term/25

Ein katholischer und geschiedener Chefarzt aus Düsseldorf arbeitet für ein kirchliches Krankenhaus. Als er seine neue Lebensgefährtin standesamtlich heiratet, bekommt er die Kündigung, weil er gegen die „katholische Sittenlehre“ gehandelt habe (Az.: 2 AZR 543/10).

http://www.gerdia.de/node/109

Gruß Hubert

Veröffentlicht 17. November 2012 von hubert wenzl in Uncategorized

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