Neues vom extrem reaktionären Internetportal kreuz.net   Leave a comment

Die katholische Internetseite kreuz.net ist extrem reaktionär. Sie scheut vor Kraftausdrücken und Diffamierungen nicht zurück. Man kann sie mit islmaischen oder „talibanischen“ Hasspredigern vergleichen. Die Seite hetzt in extremen Tönen und es besteht der Verdacht auf Volksverhetzung. Kreuz.net lobt die erzkonservativen Pius-Bruderschaft in den höchsten Tönen. Dort ist auch der berüchtigte Bischof Richard Williamson, ein Holocaustleugner.
http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Williamson
Man gespannt darauf ob und wenn ja, wie die katholische Kirche darauf reagiert.

Hier ein Auszug aus dem „Stern“.

Die Jagd nach den Machern von kreuz.net

Es gibt einen ersten Fall in Sachen kreuz.net: Pfarrer Hendrick Jolie im Bistum Mainz. Er steht im Verdacht, Autor der Hetzseite gewesen zu sein. Wie reagiert die Katholische Kirche? Von Alina Bube und Lutz Kinkel

Ein paar Schlagzeilen von diesem Freitag. „Homo-Faschismus: Kirchen-Hasser Xavier Naidoo will kein Homohasser sein“ steht da. Oder „Kinder-Kolchosen: Ideale Verwertung: Frau als Gebärmaschine und Arbeitskraft“ – ein Artikel über Kitaplätze. Es gibt Hassartikel gegen das Zweite Vatikanische Konzil, gegen „Protestunten“, Muslime, „Linksmedien“, die „Gleichschaltung“ in der Europäischen Union, andererseits eine Lobpreisung der erzkonservativen Pius-Bruderschaft.

kreuz.net, eine Seite, die von sich behauptet, „katholische Nachrichten“ zu verbreiten, ist, kurz gesagt, zutiefst reaktionär und menschenverachtend. Jeden Tag aufs Neue. Hunderte Strafanzeigen liegen gegen die anonymen Hintermänner der Seite vor. Und zwar nicht erst, seitdem das Portal dem verstorbenen Comedian Dirk Bach wünschte, er möge in der „ewigen Homo-Hölle“ schmoren.

Der freche Herr Jolie

Bei einem Mitarbeiter der Katholischen Kirche ist nun nachweisbar, dass er in regem Kontakt mit dem Hetzportal stand: Pfarrer Hendrick Jolie aus dem Bistum Mainz, Gründer des konservativen Netzwerks Katholischer Priester, ein Endvierziger mit Halbglatze, der auf seiner Homepage berichtet, er sei schon früh als „Hardliner“ verschrien gewesen. kreuz.net veröffentlichte nicht nur Artikel Jolies, der Pfarrer setzte auch Kommentare in den Foren der Seite ab. Aus der Auflistung seiner Mails der vergangenen zwölf Monate sei ersichtlich, dass Jolie zwei bis drei Mal wöchentlich an kreuz.net schrieb, sagt David Berger, der die Kampagne „Stoppt kreuz.net“ leitet, zu stern.de. Das ist mittlerweile ein Problem – auch für Jolie. Die Deutsche Bischofskonferenz droht jedem Kirchenmitarbeiter, der sich an kreuz.net beteiligt, mit arbeitsrechtlichen Schritten. Heißt, im Extremfall: Kündigung.

[…]
Seite an Seite mit Goebbels

Die auf kreuz.net publizierten Autoren – neben Jolie sind fünf weitere Kirchenmitarbeiter zu finden, auch aus hohen vatikanischen Kreisen – müssen sich nur fragen lassen, ob sie gegen die Veröffentlichung auf dem Hetzportal aktiv vorgegangen sind. Oder ob sie sich zwischen Artikeln von Goebbels, geradezu psychotischen Kampagnen gegen „Kotstecher“ (Anmerkung: ich nehme an, dass man damit Homosexuelle meint. Wie wäre es denn, wenn man mal vor der eigenen katholischen Türe kehren würde?) und Beschwörungen eines vorvorgestrigen Taliban-Katholizismus vielleicht doch ganz wohlfühlen.

Hier weiterlesen

http://www.stern.de/politik/deutschland/pseudo-christliche-hetzseite-die-jagd-nach-den-machern-von-kreuznet-1927534.html

Aus Spiegel.de:
„Derweil verstärken die staatlichen Ermittler ihren Druck auf Kreuz.net: Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Es waren mehrere Anzeigen eingegangen.“

http://www.spiegel.de/panorama/priester-jolie-raeumt-leichtfertigen-umgang-mit-kreuz-net-ein-a-867535.html

Siehe auch:

Katholische Kirchenmitarbeiter publizieren auf Hetzportal

„Internetportal Kreuz.net Katholische Hassprediger hetzen gegen Juden und Schwule

Die katholische Kirche distanziert sich von der Internetseite Kreuz.net, doch nach SPIEGEL-Informationen stehen dort Dutzende Beiträge von Autoren mit kirchlichem Hintergrund. Auf dem Portal wird wüst über Juden, Muslime, Homosexuelle und „Protestunten“ gelästert.“

Gruß Hubert

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