Archiv für Dezember 2012

EU will massenhaft Passagierdaten sammeln   1 comment

 

Es ist kaum vorstellbar welche Pläne in dieser EU kursieren und welche EU-Richtlinien erstellt werden. Es kann nicht sein, dass die Terrorfahndung zum Alltagsgeschäft wird. Die Neugier der EU-Datenschnüffler kennt keine Grenzen, auch noch die Essensvorlieben sollen registriert werden (und wahrscheinlich die Art der Unterhose). Jeder Staat soll dazu eine Polizeizentralstelle einrichten. Es wäre höchst an der Zeit mit Massenprotesten sich dagegen aufzulehnen. Es kann nicht sein, dass wir Normalbürger nur mehr Nunmmern für diesen anonymen Koloß namens EU sind. Wenn das die Zukunft der EU ist, kann man nur noch sagen Schluß mit dieser EU. Wir wollen doch keine Sklaven einer EU-Diktatur werden. Darum: Wehrt euch!

Hier der Bericht vom Spiegel
Selbst Essensvorlieben sollen gespeichert werden, gleich nach dem Abheben wird ausgewertet: Nach SPIEGEL-Informationen plant die EU, in großem Stil Passagierdaten bei Flügen von und nach Europa zu überprüfen. Kritiker warnen vor einem Paradigmenwechsel.

Hamburg – Die Daten von Flugpassagieren, die von und nach Europa reisen, sollen künftig umfassend polizeilich registriert und überprüft werden. Das sieht eine EU-Richtlinie vor, die der Innenausschuss des Europäischen Parlaments am kommenden Montag beraten will. Nach SPIEGEL-Informationen werden die Mitgliedstaaten darin verpflichtet, die Daten sämtlicher Fluggäste routinemäßig auf Auffälligkeiten zu prüfen und fünf Jahre lang auf Vorrat zu speichern.

Erfasst werden sollen neben Namen, Adressen, Reisezielen und Kreditkarten auch Essensvorlieben, Sitzplätze, Telefonnummern, vermittelnde Reisebüros, mögliche Umbuchungen sowie weitere Details. Die Angaben sollen sofort nach Abfertigungsschluss den zuständigen Behörden übermittelt werden – „nachdem sich die Fluggäste vor dem Start an Bord des Flugzeugs begeben haben und keine weiteren Fluggäste mehr an Bord kommen können“, wie es in der Richtlinie heißt.

Um die Datenlawine zu bewältigen, soll jeder Staat verpflichtet werden, eine eigene Polizeizentralstelle einzurichten, die „sammelt, speichert, auswertet“ und „weiterleitet“. Dabei geht es nicht nur um das Herausfischen von Terroristen: Zu suchen sei auch nach „Personen, die an einer terroristischen Straftat oder einem Akt schwerer grenzüberschreitender Kriminalität“ beteiligt sein könnten. Die Fahndung soll in Echtzeit laufen, während die Passagiere in der Luft sind.

Die von EU-Kommissarin Cecilia Malmström entwickelten Pläne orientieren sich an dem umstrittenen Abkommen, das die Europäische Union gegen den Widerstand vieler EU-Parlamentarier mit den Vereinigten Staaten abgeschlossen hat. Der Vertrag regelt die seit Jahren geübte Praxis, auch sensible Passagierdaten aller Flüge in die USA noch vor Start der Maschine den amerikanischen Sicherheitsbehörden zu überantworten.

Die jetzt geplante Brüsseler Richtlinie betrifft zunächst EU-grenzüberschreitende Flüge. Ein Besprechungsprotokoll hält allerdings fest: Die Einbeziehung aller innereuropäischen Flüge als „Ideallösung“ könne „einem späteren Schritt vorbehalten bleiben“.Deutsche Datenschützer und Bürgerrechtler sind alarmiert: Der EU-Vorstoß würde selbst die kühnsten Pläne von Innenpolitikern zur Vorratsdatenspeicherung von Kommunikationsdaten in den Schatten stellen – und die strengen Grenzen sprengen, die das Bundesverfassungsgericht gezogen hat. Jan Philipp Albrecht, grüner Innenexperte im EU-Parlament, warnt vor einem „Paradigmenwechsel“ in der europäischen Polizeipolitik: „Der Modus der Terrorfahndung wird zum Alltagsgeschäft.“

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Hier noch zwei Kommentare dazu:

4. Klarer Fall für das BVerfG
Nabob heute, 08:27 Uhr
[Zitat von sysopanzeigen…]
Es kommt nicht darauf an, was für Verträge die EU mit den USA schließt, sondern auf die verfassungsmäßig garantierten Abwehrrechte des Bürgers gegenüber dem Staat und das ist noch national und damit übergreifend, andernfalls müßte man unter dem Drück der Richtlinien die Verfassung ändern, damit Überwachungsgerät produzierende Hersteller sich ohne sachliche Notwendigkeit eine goldene Nase verdienen und wir nun am Flugplatz wieder die Einreise in die DDR zurückrufen? Vertrauen Sie niemandem, schon gar nicht den aussortierten Mumien in den EU-Gremien, von dort kommt nur lebensferner Unsinn, natürlich hochbezahlt und ohne Steuerlast. Eine neuerlich entstandene Notwendigkeit dafür, jedem Fluggast letztlich in die Unterhose schauen zu können, gibt es für den Staat nicht. Eher kommen die Billigflieger allein vom Himmel, weil sie schlecht gewartet wurden, als dass etwaige kriminelle Hintergründe das Verschärfen von Überprüfungen notwendig machen würden. Die eigentliche Frage lautet: Wer will daran verdienen? Wehrt Euch!

5. die Frau Kommisar…
genervtneu heute, 08:33 Uhr
Man glaubt es kaum, was da von den Mitgliedstaaten als Kommissare alles bei der EU entsorgt wird. Frau Malmström Partei ist so eine Art schwedische FDP, die auch niemand mehr leiden kann. Diese sog. Liberalen sollen ja auch in 2006 in das interne Computernetz der schwedischen Sozialdemokarten eingedrungen sein. Alles in allem also so richtig schmieriges Personal im Programm wie bei der FDP, dass man dann auch noch auf die nicht demokratisch legitimierten Pöstchen bei der EU setzt. Ich Frage mich nur, wer hinter dieser plötzlichen Arschkriecherei gegenüber den Datensammlern steckt, die USA, die Druck machen und jetzt mangels Erfolgen im Rest der Welt die willfährigen Europäer ausspähen wollen, die ganzen rechten irren Law- und Orderpolitiker in den konserativen europäischen Regierungen oder ist die Frau einfach nur von privaten Sicherheitsfirmen und der Werbeindustrie zwecks Datensammlung gekauft worden.

Quelle:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/vorratsdatenspeicherung-eu-will-flugpassagiere-ueberpruefen-lassen-a-871789.html

Gruß Hubert

Veröffentlicht 11. Dezember 2012 von hubert wenzl in Politik

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Die Toten Hosen -1000 Gute Gründe   Leave a comment

Die Toten Hosen -1000 Gute Gründe

Songtext

 

Hohe Berge, weite Täler,
klare Flüsse, blaue Seen,
dazu ein paar Naturschutzgebiete,
alles wunderschön.

Wir lieben unser Land!

Totale Pflichterfüllung,
Ordnung und Sauberkeit,
alles läuft hier nach Fahrplan,
der Zufall ist unser Feind.

Wir lieben unser Land!
Unser Fernsehprogramm, unsere Autobahn.
Wir lieben unser Land!

Es gibt 1000 gute Gründe,
auf dieses Land stolz zu sein.
Warum fällt uns jetzt auf einmal
kein einziger mehr ein?

Unser Lieblingswort heißt Leistung,
wir sind auf Fortschritt eingestellt.
Nicht ist hier unkäuflich,
wir tun alles für gutes Geld.

Wir lieben unser Land!
All die Korruption, die Union!
Wir lieben unser Land!

Es gibt 1000 gute Gründe,
auf dieses Land stolz zu sein.
Warum fällt uns jetzt auf einmal
kein einziger mehr ein?

Unsere Pässe sind fälschungssicher
und unser Lebenslauf bekannt.
Keiner scheint hier zu merken,
dass man kaum noch atmen kann.

Wir lieben unser Land!
Für jeden Querkopf ein Gummigeschoss.
Wir lieben unser Land!
Wir lieben unser Land!

Wo sind all die ganzen Gründe,
auf dieses Land stolz zu sein?
So sehr wir auch nachdenken,
uns fällt dazu nichts ein!

All die ganzen Gründe…

http://www.mp3lyrics.org/d/die-toten-hosen/1000/

 

Gruß Hubert

Veröffentlicht 10. Dezember 2012 von hubert wenzl in Musik

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Union der Lohndrücker – Teil 2   Leave a comment

 

Dieses Regelwerk, das aus sechs europäischen Gesetzgebungsmaßnahmen besteht, wurde in aller Eile und Diskretion installiert. Unter Aufsicht der Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen (DG Ecfin), der nationalen Wirtschaftsministerien und der EZB soll ein „Scoreboard“ (Statusanzeiger) Alarm schlagen, sobald ein „makroökonomisches Ungleichgewicht“ oder ein „Verlust an Wettbewerbsfähigkeit“ zu gravierend wird. Wenn sich ein Land nicht an die Empfehlungen hält, wird es mit finanziellen Sanktionen belegt.

Die Indexzahl, die das wirtschaftliche Gleichgewicht anzeigen soll, ist hinsichtlich des Faktors Löhne keineswegs neutral. Als entscheidende Größe gelten nämlich die Lohnstückkosten – und nicht die Lohnquote. Der erste Wert spiegelt die Entwicklung der nationalen Löhne im Verhältnis zu denen der anderen EU-Länder, der zweite misst dagegen die Verteilung des Wohlstands zwischen Arbeit (Löhnen) und Kapital (Gewinnen). In Wirklichkeit geht es also – was das Wort „Wettbewerbsfähigkeit“ nur kaschiert – um eine verschärfte Konkurrenz zwischen den europäischen Arbeitnehmern in einer Union, die doch nach den offiziellen Bekenntnissen gerade die Kooperation der Mitgliedstaaten fördern sollte.

Europa bekommt also ein neues Modell vorgesetzt: ein Deutschland, das in den ersten fünf Jahren des 21. Jahrhunderts von der Regierung Schröder zum Musterland der Modernisierung umgebaut wurde. „Deutschland hat in den letzten zehn Jahren hervorragende Arbeit geleistet“, schwärmte im März 2010 die damalige französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde: „Es hat seine Wettbewerbsfähigkeit verbessert und die Lohnkosten deutlich gedrückt.“

Im September 2010 lobte dann der damalige EZB-Präsident Jean-Claude Trichet, die deutschen Unternehmen hätten sich rasch auf die Globalisierung eingestellt: „Dass sie dabei besonders auf die Produktionskosten geachtet und Reformen eingeleitet haben, um die Wirtschaft flexibler zu machen, kann seinen Nachbarn als Beispiel dienen.“

Dass Gerhard Schröder schnell den Beinamen „Genosse der Bosse“ erhielt, verdankt er allerdings eher der Tatsache, dass sein Kampf für erhöhte Konkurrenzfähigkeit mit einem sozialen Kahlschlag endete. Wobei hinzu kommt, dass Deutschlands deflatorische Wettbewerbspolitik – sprich Exportförderung durch Lohnsenkungen – ein treffliches Beispiel für das ist, was europäische Zusammenarbeit nicht sein sollte.

Deutschland hatte diese Politik Ende der 1990er Jahre eingeleitet und damals mit der gesunkenen Produktivität und der verschlechterten Handelsbilanz infolge der Wiedervereinigung begründet. Mittlerweile sind sämtliche maßgeblichen ökonomischen Kennzahlen wieder im grünen Bereich – aber zu welchem Preis?

„Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt“, meinte Gerhard Schröder im Januar 2005 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Deutschland muss weniger deutsch werden

Tatsächlich hat die Flexibilisierung des Arbeitsmarkts (Hartz-IV-Gesetze) die Armut in Deutschland erheblich verschärft. Die Zeitarbeit hat sich zu einem eigenständigen Sektor entwickelt; Arbeitslosenbeihilfen wurden gekürzt; dafür gibt es jetzt immer mehr „Minijobs“. Heute sind 40 Prozent der Beschäftigten in „atypischen“ und etwa ein Drittel in „prekären“ Arbeitsverhältnissen. Zugleich arbeiten 6,5 Millionen Menschen (etwa 28 Prozent) zu „Niedriglöhnen“ von weniger als 10 Euro pro Stunde.

Auch die Einkommensverhältnisse der regulär Beschäftigten sind nicht mehr so stabil wie früher. Unter allen OECD-Ländern verzeichnet Deutschland von 2000 bis 2009 den langsamsten Anstieg der Nominallöhne. Der (inflationsbereinigte) Reallohn ist sogar um 4,5 Prozent gesunken, während er im selben Zeitraum in Frankreich um 8,6 Prozentund in Finnland um 22 Prozent angestiegen ist.Zudem kann man Deutschland nur dann zum Modell der Krisenbewältigung ausrufen, wenn man darüber hinweg sieht, dass die Deutschen ihre Erzeugnisse nur absetzen können, weil ihre Partner sie kaufen. Die deutschen Exporte sind von der Konsumbereitschaft aller Länder in der Region abhängig. Und diese hängt wiederum von der Kaufkraft der Bevölkerungen ab. Die Handelsbilanzüberschüsse der einen sind durch die Defizite der anderen bedingt. Der Financial-Times-Leitartikler Martin Wolf zieht daraus den Schluss, dass „Deutschland weniger deutsch werden muss“, damit die Krise in Euroland überstanden werden kann.

Die Brüsseler Gurus ficht das nicht an: Sie fordern, die anderen sollten sich sich am Vorbild Berlin orientieren. Aber damit halten sie nur an einer längst überholten Logik fest. In den 1980er Jahren hatte das Europäische Währungssystem (EWS) die nationalen Währungen praktisch an die D-Mark gekoppelt. Damit mussten sich die anderen Staaten der geld- und haushaltspolitischen Orthodoxie der deutschen Währungshüter unterwerfen.

Damals blieben ihnen noch zwei Strategien, um ihre Produktionskosten zu senken: wettbewerbsorientierte Abwertung (über die Wechselkurse) und Stabilitätspolitik (über die Lohn- oder Steuerschraube). Damit war es zu Ende, als 1992 der Maastricht-Vertrag bestimmte Konvergenzkriterien einführte, also eine neoliberal gefärbte Koordination der einzelnen Wirtschaftspolitiken durchsetzte, die das Kräfteverhältnis unter den großen EU-Ländern widerspiegelte.

2002 kam dann der Euro. Frankreich wollte die Einheitswährung als Garantie für die europäische Einbindung des wiedervereinigten Deutschland. Im Gegenzug setzte Helmut Kohl das deutsche Zentralbankmodell mitsamt seiner Stabilitätsfixierung durch. Nach den Maastricht-Kriterien durfte das Haushaltsdefizit nicht mehr als 3 Prozent, die Staatsverschuldung nicht mehr als 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ( BIP ) betragen. Zudem sollten die Regierungen einen „hohen Grad“ an Preisstabilität anstreben (die nationale Inflationsrate soll nicht mehr als 1,5 Prozent über dem Durchschnitt der drei preisstabilsten Mitgliedstaaten liegen). Für die Löhne waren in diesem Stadium noch keine direkten Lenkungsmaßnahmen vorgesehen.

Die Einführung des zunächst noch virtuellen Euro zum Jahresbeginn 1999 markierte dann eine Wende. Die Gemeinschaftswährung entzog den Staaten die Möglichkeit, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Abwertung oder andere wechselkursbezogene Maßnahmen zu verbessern. Die Löhne wurden damit zur einzigen Variablen, mit der sie ihre Produktionskosten senken können. Das bedeutet einen ständigen Druck auf die Kaufkraft der europäischen Arbeitnehmer.

Die Politik der Tarifverhandlungen hat sich damit grundlegend gewandelt. Sie wird zunehmend defensiv. Unter dem Druck von Umstrukturierungsmaßnahmen und steigender Massenarbeitslosigkeit korrigieren viele europäische Gewerkschaften (allen voran die deutschen) ihre Forderungen nach unten. Da sie unter der Drohung einer sinkenden nationalen Wettbewerbsfähigkeit verhandeln, sind sie nicht mehr vorrangig auf Lohnerhöhungen, sondern auf Beschäftigungssicherung bedacht. Damit einher ging die Abwertung von branchenbezogenen Verhandlungen in ganz Europa, wie man an der Unzahl von Unternehmenstarifverträgen sehen kann, die den Erhalt von Arbeitsplätzen durch das Zugeständnis längerer Arbeitszeiten erkaufen.

Längere Arbeitszeit bedeutet niedrigere Lohnkosten. Das weiß auch Jean Lapeyre, der damalige Generalsekretär des Europäische Gewerkschaftsbunds (EGB). Er erklärt die Lohnzurückhaltung der Gewerkschaften in dieser Phase mit der hohen Arbeitslosigkeit von EU-weit 12 bis 13 Prozent: „Wir dachten, wir machen das im Interesse der Arbeitnehmerseite. Doch inzwischen fühlen wir uns von den Arbeitgebern verraten und verkauft, weil der Lohnanteil immer weiter sinkt, ohne dass sich die Beschäftigungslage verbessert.“

[…]
Seit das Thema Löhne in Brüssel von der sozialpolitischen Agenda entsorgt wurde, ist es in den Bereich der gemeinschaftlichen Wirtschaftspolitik verwiesen. Auf dieser Ebene aber lassen die makroökonomischen Zwänge der Union nur noch die Perspektive eines organisierten Lohndumpings zu. Weil im Rahmen des Gemeinschaftsrechts derzeit weder EU-weite Tarifverhandlungen in Sicht sind noch eine Harmonisierung der Löhne nach oben, steht nur eine Option zur Debatte: die Anpassung nach unten.
von Anne Dufresne

Union der Lohndrücker

Gruß Hubert

Veröffentlicht 9. Dezember 2012 von hubert wenzl in Politik

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Union der Lohndrücker (sprich Halsabschneider) – Teil 1   Leave a comment

Der EU geht Produktivität über alles

In der EU werden die wirtschaftlichen Zukunftsaussichten für Arbeitnehmer immer düsterer. Gewerkschaften verhandeln nicht mehr vorrangig um Lohnerhöhungen, sondern sind auf Beschäftigungssicherung bedacht. Die EU will mit allen Mitteln die Lohnkosten in den Mitgliedsländern senken. Ein ganz klares Zeichen für Arbeitnehmer diese EU abzulehnen. Es kann nicht sein, dass eine kleine Schicht immer größere Gewinne einfährt während die Kaufkraft der „Normalbürger“ unter immer größerer Schwindsucht leidet und Kaufkraft massiv abgebaut wird. Diese EU ist keine EU der Bürger, sondern ausschließlich des Kapitals, der Millionäre und der Konzerne.

Hier ein Bericht von monde-diplomatique.de

Der jüngste OECD-Bericht dokumentiert in dramatischen Zahlen die zunehmende Konzentration von Vermögen. Der obszöne Unterschied zwischen der Masse der Einkommen und den Bezügen von Spielern im globalen Finanzcasino verletzt das Gerechtigkeitsempfinden, höhlt die Integrationskraft der Gesellschaft aus und untergräbt das Fundament der Demokratie. Viel Geld in wenigen Händen, das bedeutet freilich auch Treibstoff für jenen Turbokapitalismus, den inzwischen selbst dessen ehemalige Verfechter als systemische Gefahr sehen. Die neuen Finanzmarktprodukte konnten nur entstehen, weil gigantische Vermögen rund um die Welt nach immer höheren Renditen jagen. Diese vagabundierenden Geldmassen vergiften das System und erzeugen eine spekulative Blase nach der anderen; die jüngste treibt weltweit die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe. Die Krise macht also die Einkommensgerechtigkeit zu einer Grundsatzfrage. Damit wird die Lohn- und Steuerpolitik zu einem zentralen Instrument der Krisenbekämpfung. Wichtiger als das Verbot toxischer Finanzprodukte ist deshalb die Abschöpfung toxischer Einkommens- und Vermögenblasen. Und die Umwandlung ihrer zerstörerischen Energie in sinnvolle gesellschaftliche Investitionen.

Es war eine Premiere: Im April 2010 verlangte die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank ( EZB ) und Internationalem Währungsfonds (IWF) von Griechenland erstmals eine 25-prozentige Lohnkürzung im öffentlichen Sektor. Kurz darauf griff die Troika auf ähnliche Weise in Rumänien ein, dieses Mal sogar im privaten Sektor. Im Juni 2010 wurde die Regierung in Bukarest angewiesen, „ein reformiertes Arbeitsrecht und eine gesetzliche Regelung der Tarifverhandlungen einzuführen, um die Einstellungskosten zu senken und die Lohnflexibilität zu verbessern“. Und im Dezember 2011 forderte die Troika von Griechenland erstmals die Kürzung des Mindestlohns für den privaten Sektor. Im Juni desselben Jahres hatte die EU-Kommission in Belgien die Aufgabe des Indexlohns (der automatischen Inflationsanpassung) angemahnt, weil „die Lohnstückkosten in Belgien rascher gestiegen sind als in den Nachbarländern“.

Griechenland, Rumänien, Belgien – offensichtlich rückt die EU die Lohnentwicklung immer stärker ins Zentrum ihrer Krisenbewältigungsstrategie. Die nationalen Regierungen werden von Brüssel dazu angehalten, die Löhne zu drücken. Nun steht allerdings im Maastrichter Sozialabkommen, das als Zusatzprotokoll zum EU-Vertrag am 1. November 1993 in Kraft trat, im Artikel 2.6 der Satz, dass die „Unterstützung und Ergänzung“ der nationalen Sozialpolitiken durch die Gemeinschaft „nicht für das Arbeitsentgelt, das Koalitionsrecht, das Streikrecht und das Aussperrungsrecht“ gelten. Diese Einschränkung wurde auch in den Vertrag von Lissabon übernommen.

Obwohl also die Tarifpolitik offiziell der gemeinschaftlichen Zuständigkeit entzogen bleiben soll, zielen die von der EU durchgesetzten Maßnahmen zur Haushalts- und Schuldenkontrolle darauf, eine „Lohnzurückhaltung“ zu gewährleisten. Diese Beeinflussung erfolgte früher diskret und ohne direkte Einmischung. Das hat sich nun geändert. Und der neue Brüsseler Kurs ist nach den Worten von Manuel Barroso, dem Präsidenten der EU-Kommission, keine bloße Krisenepisode: „Was sich gegenwärtig vollzieht, ist eine stille Revolution, in kleinen Schritten, hin zu einer stärkeren wirtschaftspolitischen Steuerung. Die Mitgliedstaaten haben akzeptiert – und hoffentlich verstanden -, dass den europäischen Institutionen größere Aufsichtsbefugnisse übertragen werden.“

Die Regierungen haben beschlossen, sich auf europäischer Ebene zu koordinieren und eine gemeinsame restriktive Lohnpolitik zu betreiben. Schon der im März 2011 vereinbarte Euro-Plus-Pakt sorgt für eine Aushöhlung der Zuständigkeiten der Tarifpartner. Jetzt will sich die Union über eine Begrenzung der jährlichen Haushaltsdefizite und der Staatsverschuldung hinaus – die nach deutschem Vorbild in den Verfassungen der einzelnen Ländern verankert werden soll – auch in die nationalen Tarifverhandlungen einmischen, um ihre Idee von Lohndisziplin durchzusetzen. Mehr noch: Das „Gesetzgebungspaket zur wirtschaftspolitischen Steuerung“ („Sixpack“), das Ende September 2011 vom Europäischen Parlament verabschiedet wurde, stattet den Euro-Plus-Pakt – der eine bloße zwischenstaatliche Verpflichtungserklärung ist – mit juristischen Sanktionsmöglichkeiten aus.

Union der Lohndrücker

 

Gruß Hubert

Die Zeit   Leave a comment

Heut habe ich Dich so vermißt!
Wenn Du heut Nacht zu Hause bist,
hab ich Dich in meinen Gedanken
schon tausendmal geküsst,
lege mich in Deinen Arm,
der immer so beschützend ist und warm.
Dann schlaf ich richtig glücklich ein
und denk dabei, ich möcht immer bei Dir sein.
Dann träume ich wunderschön von Dir.
Ich liebe Dich, bleib immer bei mir!

Des Morgens dann, wenn ich erwache
und Dir vielleicht das Frühstück mache,
weil Du heut endlich mal zu Haus,
ich halte dieses Glück kaum aus!
Bei Tisch trifft sich dann unser Blick
und plötzlich fällt mir wieder ein,
ich liebe Dich und ich bin Dein.
Wie schön das Leben doch sein kann,
ich brauche Dich, sei Du mein Mann.

Wenn Du dann wieder von mir gehst
und mit mir an der Türe stehst,
möcht ich Dir sagen, bitte bleib,
Doch Du , Du hast dann keine Zeit.
Ich gehe dann ganz bedrückt hinein,
jetzt bin ich wieder ganz allein.

Ich warte dann mit Herzensqual,
auf Dein Erscheinen nächstes Mal,
wo Du dann wieder bei mir bist.
Dann sag ich mit Tränen der Liebe im Blick,
Ach Du, ich hab Dich so vermißt.
Wie kann das Leben herrlich sein,
ich liebe Dich und ich bin Dein.
Vergessen sind Gedanken und Pein,
ich liebe Dich und will immer bei Dir sein!

Ach Liebling müssen wir erst Rentner werden,
damit wir endlich einmal Zeit haben auf Erden.
Das Du auch einmal sagst zu mir:
Ich liebe Dich und ich bin Dein,
jetzt habe ich auch Zeit für Dich,
jetzt bist Du niemals mehr allein,
jetzt werd ich immer bei Dir sein!

Dann müssen wir schon jetzt bedenken,
daß wir den Rest nicht auch verschenken,
der uns zuletzt noch übrig bleibt.
Ich verfluche sie, die Zeit, die Zeit!

Doch eines weiß ich ganz gewiß,
wenn unsere Zeit gekommen ist,
dann hast Du immer Zeit für mich,
dann bin ich niemals mehr allein,
dann MUSST Du immer bei mir sein!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht 5. Dezember 2012 von hubert wenzl in Lyrik

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The-Searchers – Needles-and-Pins   Leave a comment

 

 

 

Veröffentlicht 5. Dezember 2012 von hubert wenzl in Musik

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Leonard Cohen – Waiting For The Miracle   2 comments

                                             Waiting For The Miracle

 

 

Waiting For The Miracle

Songtext – Übersetzung:

Baby, ich habe gewartet
Ich habe Tag und Nacht gewartet
Ich sah die Zeit nicht
Ich habe mein halbes Leben lang gewartet
Da waren viele Zeichen
Und ich weiß, Du schicktest mir welche
Aber ich habe auf das Wunder gewartet, um zu kommen

Ich weiß, Du hast mich wirklich geliebt
Aber, Du siehst es, meine Hände sind müde
Ich weiß, es muß Dich verletzt haben
Es muß Deinen Stolz verletzt haben
Unter meinem Fenster zu stehen
Während ich auf das Wunder wartete

Du würdest es nicht mögen, Baby
Du würdest es hier nicht mögen
Hier gibt es nicht viel „Show“
Und die Kritiken sind hart
Der Meister sagt, es sei Mozart
Aber es hört sich wie Kaugummi-Kauen an
Wenn Du auf das Wunder wartest, um zu kommen

Auf das Wunder warten
Es gibt nichts mehr zu tun
Ich war nie mehr so glücklich
Seit dem Ende des 2. Weltkrieges
Es gibt nichts mehr zu tun
Wenn Du weißt, daß Du genommen wurdest
Es gibt nichts mehr zu tun
Wenn Du auf das Wunder warten mußt

Ich träumte von Dir, Baby
Es war bloß eine andere Nacht
Das meiste von Dir war nackt
Manches von Dir leuchtete hell
Der Sand der Zeit fiel
Von Deinen Fingern und Deinem Daumen
Und Du wartest auf das Wunder, um zu kommen

Baby, laß uns heiraten
Wir waren lange genug allein
Laß uns sehen, ob wir stark genug sind
Laß uns etwas verrücktes tun
Etwas absolut falsches
Während wir auf das Wunder warten

Es gibt nichts mehr zu tun…

Wenn Du auf den Highway fällst
Und im Regen liegst
Und sie fragen, wie es Dir geht
Natürlich sagst Du, Du kannst es nicht erklären
Wenn Du nach Informationen verlangst
Dann ist es Zeit es auszuspielen
Du sagst nur, daß Du hier bist, um zu warten
Auf das Wunder, um zu kommen

http://www.golyr.de/leonard-cohen/songtext-waiting-for-the-miracle-96163.html

http://www.boelters.de/LC/Waiting_For_The_Miracle.html

(Achtung: letzter Link ist eine Grafik)

Gruß Hubert

Veröffentlicht 3. Dezember 2012 von hubert wenzl in Musik

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