Auch in Österreich werden Fohlen zu Pferdefleisch verarbeitet   Leave a comment

Das Pferdefleisch ist jetzt ja in aller Munde. Ach wie schrecklich – jetzt ist Pferdefleisch drin wo Kuhfleisch drauf steht. Klar, das ist Betrug, das soll ncht verschwiegen werden. Aber man sollte sich im Kapitalismus nicht zu sehr darüber wundern, will man ja höchstmöglichen Profit haben, ganz egal auf wessen Kosten. Was aber wirklich traurig ist, dass so viel Fleisch gegessen wird. Woher das Fleisch stammt und wie Tiere gehalten werden und zu Tode kommen, interessierte die große Masse nicht, Hauptsache billig. Billig und auf der anderen Seite möglichst viel Gewinn geht aber nur mit Tierqual, also auf dem Rücken der unschuldigen Tiere.

Skandalös ist es wenn Fohlen im Alter von nur 4 bis 6 Monaten jeden Herbst meist nach langen Tiertransporten, vorwiegend nach Italien, geschlachtet werden. Dies wird von der EU auch noch subventioniert. Der brutalste Pferdemarkt in der EU findet jedes Jahr in Skaryszew, Polen, statt, wo ca. 2000 Pferde verscherbelt werden. Verkäufer und Käufer sind stark betrunken, dafür gibt es Zeugen und Berichte auf polnischer Seite.
„Das Schreien und angstvolle Wiehern der Pferde ist schon von Weitem zu hören. Kommt man näher, so kann man die blanke Angst in ihren Augen sehen.“

Hier ein Bericht von Tierschutznews.ch

Immer wieder liest man in diversen Medien, daß Pferde nicht zum Schlachten gezüchtet würden.

Das entspricht leider nicht der Wahrheit, denn auch in Österreich werden Pferde und vor allem Noriker- und Haflinger-Fohlen in großen Mengen regelrecht für den Fleischmarkt produziert. (Siehe auch der RTL-Beitrag vom letzten Herbst über unsere Freikaufaktionen).

Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT: „Nur die „schöneren“ Fohlen oder solche, die zufällig private Plätze finden, bleiben vorerst am Leben;

alle welche nicht den oft obskuren Zuchtkriterien entsprechen, werden jeden Herbst im Alter von nur 4 bis 6 Monaten (!) – großteils auf Pferdemärkten – versteigert und entweder in Österreich zu Pferdefleisch verarbeitet oder – noch schlimmer – in stundenlangen Tiertransporten nach Italien zum Mästen und Schlachten gekarrt. Und diese alljährliche Überproduktion wird mit unseren Steuergeldern auch noch subventioniert!“

Die Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT kauft schon seit fast 10 Jahren jeden Herbst soviele dieser „Schlacht“-Fohlen wie möglich frei, vermittelt sie an gute und kontrollierte Privatplätze oder bietet Pferden und anderen „Nutz“-Tieren ein artgerechtes Leben auf einem seiner beiden Tierschutzhöfe in Laaben (NÖ) und Esternberg (OÖ). Aber jeder Konsument sollte sich bewußt sein: Das Essen von Pferdefleisch verursacht Gewalt gegen Tiere – nicht anders als das Verzehren von Rindern, Schweinen und anderen an ihrem Leben hängenden Wesen.

Dr. Plank weiter:

„Die immer billigere „Produktion“ von Fleisch funktioniert nur durch immer intensivere – und damit meist auch tierquälerischere – Massentierhaltung. Somit wird der Preiskampf wieder einmal auf dem Rücken der unschuldigen Tiere ausgetragen.

Aber nicht nur Schweine, Rinder, Kälber, Puten oder Masthühner leiden unter den immer unnatürlicheren Haltungsbedingungen, auch Reit- und Turnierpferde werden vielfach geschunden, überzüchtet, überdressiert und manchmal sogar zu Tode geritten; nach dem Ende ihrer „nutzbaren“ Zeit landen auch hier die meisten am Schlachthof, das Gnadenbrot gönnt ihnen kaum eine/r der ehemaligen BesitzerInnen!“

ANIMAL SPIRIT fordert verpflichtende Kennzeichnung von Ursprungsland, Art der Haltung und Schächtung!

Brutalster Pferdemarkt der EU: Skaryszew, Polen

Und immer mehr dieser „ausrangierten“ Pferde, die oft tagelang lebend transportiert werden und dann als „Billigfleisch“ offensichtlich eben auch auf den Tellern hiesiger Fleisch-Esser landen, kommen aus dem ehemaligen Ostblock. So läuft gerade auf „change.org“ eine Petition gegen den jährlich in Skaryszew, Polen, stattfindenden größten und grausamsten Pferdemarkt Europas: „Ca. 2.000 Pferde werden dort regelrecht verscherbelt, danach quer durch Europa nach Italien, Frankreich und andere Länder gekarrt, wo sie auf der Schlachtbank landen. Furchtbare Bedingungen herrschen auf dem Markt und bei den Transporten.“ Mehr des Textes über die dort herrschenden extrem brutalen Zustände ist an dieser Stelle nicht zumutbar (mehr dazu HIER – http://www.change.org/de/Petitionen/stoppt-den-grausamen-pferdemarkt-in-skaryszew-polen )

Dr. Plank abschließend: „Da in letzter Zeit, und nun vermehrt aufgrund dieses aktuellen „Pferdefleisch-Skandals“ wieder einmal vollmundig von allen Seiten die Kennzeichnung der Herkunft des Fleisches gefordert wird, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, für die Forderung der Verpflichtung des Handels, nicht nur das genaue Ursprungsland und die Art der Haltung angeben zu müssen, sondern auch, ob das Fleisch von geschächteten – also gänzlich ohne Betäubung entbluteten – Tieren stammt.“

Geschrieben von Animal Spirit

Auch-in-Oesterreich-werden-Fohlen-zu-Pferdefleisch-verarbeitet

Gruß Hubert

Veröffentlicht 22. Februar 2013 von hubert wenzl in Tierschutz

Getaggt mit , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: