Archiv für 3. April 2013

Ferkel: Kastration unter Betäubung ist Haltern zu teuer (5 Euro!)   Leave a comment

 

Die betäubungslose Ferkelkastration, die Ministerin Aigner zunächst nur bis 2017 erlauben wollte, bleibt, nach der Einflussnahme der Agrar-Lobby, nun bis 2019 legal. Und dies, obwohl Alternativen vorhanden sind. Doch eine durch einen Tierarzt durchgeführte Kastration unter Narkose kostet etwa 5 Euro – dies ist dem DBV (Deutscher Bauernverband) offensichtlich zu teuer. Die anderen möglichen Verfahren wie die Impfung gegen Ebergeruch (Immunokastration) oder die Ebermast in Verbindung mit Maßnahmen, die den Geruch reduzieren, werden als nicht praxistauglich abgelehnt. Die Verzögerung des Verbotes ist gut für die Schweinehalter, denn sie sparen bis 2019 mehrere hundert Millionen Euro, die sie nicht in Alternativen investieren müssen.

Schlecht ist es für die mehr als 20 Millionen männlichen Ferkel jährlich, die weiterhin ohne Betäubung und bei vollem Bewusstsein kastriert werden. Zu den anderen Amputationen, wie dem Kupieren von Ringelschwänzen, dem Kürzen von Schnäbeln, Zehen und Kämmen, der Enthornung von Kälbern und dem Abschleifen von Eckzähnen, die bei praktisch allen „Nutztieren“ ohne Betäubung durchgeführt werden, schweigt das Gesetz weiterhin.

Aus „Tierrechte.de“

Bemerkung: Mir würde es gefallen, wenn man die Schweinehalter ohne Betäubung kastrieren würde. Mal sehen, was sie dann danach berichten würden…  Vielleicht würden sie ja ihre Meinung ändern – falls sie ein Herz haben.

Der Bauernverband meinte es werde den Bauern zu viel abverlangt. Die Narkose würde 5 Euro kosten. Was für Menschen sind das?? Ist ja egal wenn das arme Ferkel leidet werden sich die Bauern denken – Hauptsache die Kasse stimmt. Geld oder Leiden – dann lieber das Leiden für das Tier. Ein abscheuliches und abstoßendes Verhalten. Auf 5 Euro können diese rohen Bauern ja nicht verzichten – sie würden ja verarmen, diese armen Schlucker.

Hier noch ein Auszug zum Thema von der „FAZ“
Den Haltern werde viel abverlangt, die Bundesregierung müsse sich für gleiche Tierschutzstandards in der EU einsetzen, um weitere Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten deutscher Landwirte zu vermeiden. Europas Bauern hatten sich allerdings schon dazu verpflichtet, bis 2018 komplett aus der betäubungslosen Kastration auszusteigen. Der Bundestagsabgeordnete Dieter Stier (CDU) verteidigte die Gesetzesänderung. Strengere deutsche Standards als in anderen EU-Staaten führten zum Verlust von bäuerlichen Arbeitsplätzen.

Drastisch war hingegen die

Kritik des Deutschen Tierschutzbundes. Der meldete, er wolle sich den Beschluss „nicht gefallen lassen“ und die Namen derjenigen Abgeordneten, die zugestimmt hätten, an Hunderte Tierschutzvereine senden und „in alle Wahlkreise hineintragen“. Millionen Tiere blieben „schutzlos, Millionen von Wählerinnen und Wählern sollen erfahren, warum und durch wen“.

Bauern-duerfen-Ferkel-laenger-narkosefrei-kastrieren

 

Gruß Hubert

„Wie man einen Sklaven macht“ – gesprochen von Klaus Kinski   Leave a comment

 

Das Video ist in Deutschland leider nicht sichtbar.
Dann eben ohne Video. Der Text ist aber zu gut, dass ich darauf wegen der GEMA verzichten möchte. Ich habe das Glück in Italien das Video sehen zu können. Es ist schon ein Jammer mit dieser deutschen GEMA.

 

http://youtu.be/UNqsKW9KrMc

 

Wie man einen Sklaven macht

 

Muss ich noch fragen um zu wissen, wie es tut
Ins Joch gespannt, die Kehle zugeschnürt
Ich sah es ja bei einem jungen Ochsen
Die Blindheit ist vorbei
Ich habe nachgedacht –
Ich weiss ja, wie man einen Sklaven macht
Aus einem jungen Ochsen.

Er war so jung und glatt
Geboren frei zu sein
Er bat um nichts
War seines Lebens froh
Die Menschen aber wollten ihn sich zähmen
Und taten so, als würde Hilfe ihm gebracht
Ich weiss ja, wie man einen Sklaven macht
Aus einem jungen Ochsen.

Er wehrte sich, er kämpfte um sein Recht
Doch sie umringten ihn, erfahren wie sie sind
Und nutzten ihre List, um ihn zu brechen
Das Kleid der Unschuld deckt viel Niedertracht
Ich weiss ja, wie man einen Sklaven macht
Aus einem jungen Ochsen.

Er stand so müde da, er stand allein
Voll Trauer war sein Schrei
Gebell der Qual
Man lockerte den Strick, damit er atme
Und zog ihn wieder zu mit Vorbedacht
Ich weiss ja, wie man einen Sklaven macht
Aus einem jungen Ochsen.

Ich sah ihn später wieder
Sanft – geknickt
Er zog den Pflug, den Doppelfurchenpflug
Er schlurfte tief gebückt einher und stöhnte
Um nicht zu sterben, schleppte er willig seine Fracht
Ich weiss ja, wie man einen Sklaven macht
Aus einem jungen Ochsen.

Ich sah ihn seines Weges ziehen, den Berg hinan
Den Rücken vollgepackt verdiente er sein Brot
Die Arbeitsfreude ist ein Teil der Ernte
So hat sein Schweiß auch seinem Herrn viel eingebracht
Ich weiss ja, wie man einen Sklaven macht,
Aus einem jungen Ochsen.

 

Wie man einen Sklaven macht – Klaus Kinski

 

Gruß Hubert

Veröffentlicht 3. April 2013 von hubert wenzl in Politik

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Die Klofrau vom Kanzleramt   Leave a comment

Die Klofrau vom Kanzleramt – WORTFRONT live beim Seelax Festival Bregenz 2009. Gesang: Sandra Kreisler, Text, Musik & Klavier: Roger Stein, Cello: Ulrich Maiss, Violine: Anna Eichholz, Drums: Paolo Eleodori.
Aus dem Album: Freilandherz, (by Wortfront) 2010.

 

Text:

Es hat in Ihrem ganzen Leben
Nicht viel Auf und Ab gegeben
Sie wird gerne überseh’n
wenn die Mächtigen an ihr vorüber gehn

Sie ist die Klofrau vom Hauptklo im Kanzeramt
Neben Bürste und Kessel
sitzt sie auf dem Sessel
und wartet und strickt

Sie putzt alleine das Hauptklo vom Kanzleramt
Auch wenn die nichts reden
Sie kennt hier schon jeden
Hier sitzen die Spitzen der Staatspolitik

Es hat sie noch nie so interessiert
worum die Politik sich dreht
Aber sie weiß enorm fundiert
Wer hier sitzt und wer nur steht

Mancher liest bei Ihr die Zeitung
Und es gibt einen, der singt
Sie putzt die Muscheln und die Brillen
Und vom Possoir die Rillen
Auch wenn Politik mal stinkt
Ihr Klo, das blinkt!

Sie betrachtet vieles kritisch
Denn sie putzt ja sehr genau
Vielleicht denkt sie nicht politisch
Doch sie zählt als Quotenfrau

Sie ist die Klofrau vom Hauptklo im Kanzleramt
Sie muss nichts erkären
Muss Kinder ernähren
Durch Fliesen poliern

Sie putzt alleine das Hauptklo vom Kanzleramt
Mit Besenn und Ente
Während die ihre Rente
Zum Schhulden sanieren ncoh mehr reduziern

De Herrn Minister wollen sparn
Doch die sparn nie am eignen Fett
und deshalb schrubbt sich auch seit über 30 Jahren
für 5 Euro die Stunde das Klosett

glauben Sie an Ideale?
Sie glaubt nur an Sauberkeit
Es gibt zwar Roter, Schwarze, Gelbe
aber immer ists dasselbe
Wer mal drin ichst macht sich breit
Mit Wichtigkeit

Und sie denkt sich bei jedem
Dem sie hier das Handtuch reicht
Kanzler kommen, Kanzler gehen
Doch die Scheisse, die bleibt gleich

Sie ist die Klofrau vom Hauptklo im Kanzleramt
Ja hier urinieren die Herrn, die regieren
Sie schiebt ihre Schicht

Sie putzt alleine und die Herrn sind vom Kanzleramt
Rhetorisch geschliffen
von Macht ganz ergriffen
Nur hier unten beim Schiffen, da zielen sie nicht

Aber sie ist die Hauptfigur des Spiels
Fast schon das stllle A und O
Denn die wichtigen und wirklich grossen Deals
Die schleisst man hier bei Ihr am Klo… usw.

 

Gruß Hubert

Veröffentlicht 3. April 2013 von hubert wenzl in Politik

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Am Anfang war die Vision, keine erweckte Leiche   1 comment

 

Der Theologe Gerd Lüdemann in „Neues Deutschland“ in einem Interview über die (subjektive) Vision der nicht erfolgten (körperlichen) Auferstehung. Es lohnt sich für jeden redlich denkenden Mensch sich mit seinen Gedankenn und Argumenten auseinander zu setzen.

Der Theologe Gerd Lüdemann über den »weltgeschichtlichen Humbug« der Auferstehung

Auszug.
Aktuell gelten Sie in Deutschland als bekanntester Bestreiter der Auferweckung Jesu.

Was mich von früheren und heutigen Kollegen, die meine Ansicht teilten und teilen, unterscheidet, ist meine jahrzehntelange und strikte Information der Öffentlichkeit über diesen »weltgeschichtlichen Humbug«, wie David Friedrich Strauß die Auferstehung bezeichnete.

Ein Humbug, der immerhin die Grundlage des christlichen Glaubens und damit der sich auf diesen Glauben berufenden Kirchen ist.

Nach meiner Erfahrung sagen 50 Prozent der Theologieprofessoren, evangelische wie katholische, dass
die Auferstehung nicht stattgefunden hat. Sie sagen das aber nur ihren Studenten. Die andere Hälfte schweigt aus Gründen der Opportunität.
Ich bin der Einzige, der den Mund aufmacht. Der darüber Artikel und Bücher schreibt. Nur von daher nehme ich Originalität für mein Handeln in Anspruch.

Eine Originalität, die ihren Preis hatte, was Ihre Stellung als Theologieprofessor betrifft.

Ende der 90er Jahre wandelte die Universität Göttingen meinen konfessionsgebundenen Lehrstuhl für »Neues Testament« um in den nichtkonfessionsgebundenen für »Geschichte und Literatur des frühen Christentums«. Mit diesem juristischen Trick wurde ich kaltgestellt, mir wurden finanzielle Mittel sowie die Prüfungsberechtigung entzogen.

[…]
Was war dann am Anfang?

Visionen. Die Trauer, der Schmerz um Jesus, der ja unzweifelhaft grausam zu Tode gekommen war, ließen bei seinen Anhängern Bilder aufscheinen, die sich dann zu legendären Erzählungen verdichteten. Visionen sind eine plausible Erklärung für die in den Evangelien geschilderten Begegnungen mit dem angeblich auferstandenen Jesus. Ich habe selbst Derartiges erlebt, als mein Vater plötzlich starb.

Nach seinem Tod sah ich ihn wiederholt. Ich war damals 25.

Es gibt Theologen, die bei der Auferstehung von sogenannten objektiven Visionen sprechen.

Diese Visionen »von oben« sind nur ein Trick, sich um die Realität zu drücken. Visionen können zwar durch Äußeres ausgelöst werden, sie entstehen aber stets im Inneren, im Kopf. Sie sind immer subjektiv. Auch die Auferstehung, die als Vorgang übrigens nirgendwo in den Evangelien beschrieben wird. Als rein geistiges, geistliches Ereignis war sie die Glaubensbasis der ersten Christen.

[…]
Nach allem, was Wissenschaft und Erfahrung lehren, dürfte eine solche Frage im 21. Jahrhundert eigentlich nicht mehr allen Ernstes gestellt werden.

Die Kirchen stellen sie auch nicht. Weil sie nur am Dogma interessiert sind, nicht an der Wahrheit.

Was aber Paulus nicht reichte …

Mit Paulus begann die intellektuelle Unredlichkeit. In seinem Ehrgeiz, das Christentum als »Völkerapostel« in der gesamten damals bekannten Welt zu etablieren, genügten ihm Visionen nicht. Derart Zerfließendes war für das Erringen von Macht und Einfluss zu schwach, zu unkonkret. Deshalb musste das »Faktum« der körperlichen Auferstehung her. Die Kirche folgte den Intentionen des Paulus bereitwillig – bis heute.

Paulus behauptete, es gebe Hunderte Zeugen der Auferstehung, von denen die meisten noch leben würden. Eine so dreiste Lüge hätte doch auffliegen müssen.

Er versicherte sogar, Jesus sei mehr als fünfhundert Menschen »auf einmal« erschienen. Auch ein solches Phänomen der Massenvision ist alles andere als selten. Der einende psychologische Grund der Versammelten muss nur stark und suggestiv genug sein. Das gilt besonders für eine von religiösen Hoffnungen und Endzeiterwartungen gesättigte Zeit. Die Bibel ist voll von Visionen. Die Propheten werden ja im Alten Testament nicht zufällig auch als Seher bezeichnet. Sie haben etwas gesehen. Was sie dann verkündigten. In dieser Reihenfolge. Das heißt ganz klar: Am Anfang stand die Vision – nicht das Wort und schon gar nicht eine auferweckte Leiche.

[…]
Die »Diktatur des Relativismus« war das wichtigste Angriffsziel von Papst Benedikt XVI.

Weil Relativismus absolute Wahrheiten ablehnt, die die Kirche nicht aufgeben will und kann. Natürlich gibt es Rahmenbedingungen, ethische Normen vor allem, die unverzichtbar für das soziale Leben sind. Doch alles andere ist relativ. Deshalb sind wir Relativisten. Der Gegensatz ist Fundamentalismus. Von dieser Denkrichtung geht die eigentliche Diktatur aus.
Von Ingolf Bossenz

Hier weiterlesen:
Am-Anfang-war-die-Vision-keine-erweckte-Leiche

 

Gruß Hubert

Lisa Fitz – Armut hat viele Gesichter…   Leave a comment


Armut hat viele Gesichter
der Rentner der in der Wohnung friert
die Mutter, die die Würde verliert
das Kind das sich in der Schule schämt
der Vater, der sich zu Tode grämt…

 

Gruß Hubert

Veröffentlicht 3. April 2013 von hubert wenzl in Politik

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