Sexismus   1 comment

 

An der Sexismus-Dikussion hat man gesehen wie die Medien ein Thema hochkochen und wie es auch auf sehr vielen Fernsehkanälen, vor allem in Talk-Shows präsent ist. Es hat auch gezeigt wie verlogen Journalismus sein kann. Ich mag ja die FDP und Brüderle nicht – aber wie man da nach einem Jahr einen harmlosen Vorfall zu einem Mega-Ereignis machte war schon unterste Schublade. Es war durchsichtig, dass der „Stern“ da jemandem nur politisch schaden wollte. Man muss ja auch das Alter von Brüderle berücksichtigen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass da eine große Gefahr für eine Frau ausgeht. Wenn sie will kann sie einen „alten Sack“ schnell lächerlich machen.
Sollte sich ein Mann mal im Ton vergreifen reicht in den allermeisten Fällen eine ernste Zurechtweisung, dass er aufgibt. Ein Mann merkt ja schnell ob er bei einer Frau „landen“ kann oder nicht. Und die Frau sendet ja auch Signale aus ob sie an einer Annnäherung interessiert ist oder nicht. Vor allem wenn diese unerwünschte Anmache in einem öffentlichen Lokal passiert, wird sich eine Frau leicht Respekt verschaffen können. Jetzt ist es ja wieder erstaunlich ruhig geworden um das Thema, wenn man die Riesen-Aufregung (ob gespielt oder echt mal dahin gestellt) am Anfang verfolgt hat. Ich erinnere nur an die vielen Einträge in Twitter. Das war ja ein Aufschrei ohne Ende.

Ich finde den folgenden Artikel zum Thema Sexismus sehr gut und stimme dem voll zu.

Sexismus

Der Stern hat mit dem Artikel Der spitze Kandidat in der Presse einen Tsunami der Diskussion über „Sexismus“ ausgelöst. Was ist Sexismus und wo fängt er an und wo hört er auf?

Lese ich dann im Stern die Überschrift „Entlaufene Brüste und King Kongs bestes Stück“, und erfahre zusätzlich noch, dass der Vorfall mit Brüderle sich bereits vor einem Jahr abgespielt haben soll, halte ich diese Form des Journalismus für verlogen bis ins Mark. Ich mag die FDP nicht und ich mag Brüderle als Politiker nicht, aber es gibt ausreichend politische Argumente gegen die Partei und gegen Brüderle. Was der Stern aber hier betreibt, ist bewusste Rufschädigung, die ich als verlogen ansehe, weil der Stern selbst zugibt, dass er gerne mal junge attraktive Journalistinnen auf Politiker ansetzt, in der Hoffnung, dass diese mehr aus den Politikern heraus kitzeln können und weil der geschilderte Vorfall nicht unmittelbar, sondern erst ein Jahr später öffentlich gemacht wurde. Wie soll Brüderle reagieren? Ob er sich überhaupt noch an das Interview erinnern kann? Schließlich hat er in der Zwischenzeit sicherlich noch viele Interviews gegeben und nach der Schilderung der Journalistin Laura Himmelreich hatte er offensichtlich auch schon ein wenig tiefer ins Glas geschaut, was nicht nur bei Männern dazu führt, dass man unbedachte Sätze von sich gibt.

Wie bereits gesagt, hat dieser Artikel des Stern eine Welle von Sexismus-Artikeln in der Presse losgetreten, so auch in der Sueddeutschen. Ich habe dort auch einen Kommentar verfasst, der aber der Zensur zum Opfer gefallen ist. Das kann mir hier natürlich nicht passieren, aber er wird sicherlich einige wütende Kommentare hervorrufen.

Aber ich bin es leid, in die Täter-Rolle gesteckt zu werden, weil ich ein Mann bin. Ich habe lange Zeit in Unternehmen mit gemischter Belegschaft gearbeitet und die Erfahrung gemacht, dass „Anzüglichkeiten“ durchaus nicht reine Männersache sind. Insgesamt empfinde ich ganze Debatte als verlogen, denn wäre es den Frauen wirklich ernst, dann müssten Sie zuerst mal gegen das Fernsehen aufbegehren, in dem Sexismus Alltag ist und auch die Öffentlich Rechtlichen sind nicht frei davon. Und in der Presse und der Werbung findet man jede Menge sexistische Anspielungen, wie auch der Stern-Artikel über das Dschungelcamp beweist, ein Bericht, den ich nicht gelesen habe, sondern lediglich wegen der Überschrift hier anführe.

Ich will es mal trivial ausdrücken. Wenn ich mein Auto parke, kann ich eigentlich erwarten, dass jeder die Finger davon lässt, auch wenn ich es nicht abgeschlossen habe. Versicherungen und die Justiz sehen das allerdings anders, denn ein nicht abgeschlossener Wagen ist ja so etwas wie „Verleitung“ zum Diebstahl, sowohl den gesamten Wagen als auch den Inhalt betreffend. Ist da nicht die aufgedonnerte Frau ähnlich zu sehen, wie der nicht abgeschlossene Wagen? Natürlich berechtigt die Aufmachung einer Frau ebenso wenig wie der nicht abgeschlossene Wagen dazu, abseits des Rechts zu handeln. Doch wie die Täter, die einen nicht abgeschlossenen Wagen leerräumen oder gleich ganz klauen, gibt es Männer, die aus der Aufmachung einer Frau das Recht zu ungebührlichem Verhalten ableiten. Es gibt Männer, die ihre Grenzen nicht einzuhalten wissen, aber ist das bei Frauen anders?

Gehe ich, vor allem im Sommer, durch die Stadt, begegnet man immer wieder Frauen in spärlicher bis aufreizender Bekleidung. Schaue ich mir in der Presse die Bälle von Prominenten an, finden sich darunter viele Frauen, die vor allem durch ein auffallend tiefes Dekolleté, extrem kurze Röcke und Kleider oder bis fast zur Hüfte geschlitzte Kleider auffallen. Auch eine zwar geschlossene Kleidung, die aber derart eng geschnitten ist, dass man ihn als textile Haut bezeichnen möchte, ist gang und gäbe.

Wen wundert es, dass dann die Blicke von Männern geradezu magisch angezogen werden? Ich habe da eine ganz einfache Philosophie, die besagt, dass jeder Mann ein Voyeur in unterschiedlich starker Ausprägung ist und jeder Frau eine Exhibitionistin, natürlich auch unterschiedlich stark ausgeprägt. Das hat die Natur so eingerichtet und diese Urinstinkte sind geblieben. Die zivilisatorische Tünche darüber ist mehr als dünn. Auch wenn WIKIPEDIA meint, dass Exhibitionismus bei Frauen seltener vorkomme als bei Männern, liegt das wohl mehr daran, dass Exhibitionismus juristisch gesehen ausschließlich auf Männer fixiert ist, die ihr Glied in der Öffentlichkeit zeigen (§ 183 StGB ). Doch was ist die zu knappe Bedeckung des Busens, der zu kurze Rock, der eher enthüllende als verhüllende Mini-Tanga anderes, als Exhibitionismus mit dem Ziel, die Blicke der Männer auf sich zu ziehen? Wie hieß doch noch der Film mit Brigitte Bardot? „Und ewig lockt das Weib!“ Ist es nicht genau das, was sich die Werbung und auch die Presse gerne zunutze macht?

Es gab mal einen Philosophen, der gesagt haben soll: „Sie ist mehr als nackt, sie ist raffiniert angezogen!“ Lese ich nun heute die feministischen Sprüche über Sexismus, stellt sich mir die Frage, ob nicht bereits durch die Kleidung mancher Frauen eine sexuelle Belästigung der Männer erfolgt? Und nach dem Motto; „Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um“ Frauen durch aufreizende Kleidung und teilweise auch durch ein entsprechendes Gebaren anzügliche Bemerkungen geradezu herausfordern? Sex und damit sexistisches Verhalten ist nun mal eine Form interaktiver Kommunikation zwischen den Geschlechtern und das nicht erst seit heute. Und wenn im Artikel zum Thema in der ZEIT auf die Herrenwitze abhebt, frage ich mich, warum die Frauenwitze unerwähnt bleiben, die auch dem Mann dank ihrer Deftigkeit die Röte ins Gesicht treiben können?

Nun sollen Gericht oder Betriebsrat es richten? Ich finde, dagegen sollten sich die Frauen wehren, denn es könnte passieren, dass Männer aus Angst, dass man sie anzeigen könnte oder sie im Betrieb ihren Job riskieren, ihr Interesse an den Frauen unterdrücken, anders gesagt, sie links liegen lassen. Immerhin hat ein hoher Prozentsatz von Paaren in Betrieben zueinander gefunden.

Ich glaube, dass Frauen eine gelegentlich nicht erwünschte Anmache besser verkraften, als von Männern grundsätzlich nur noch als Neutrum betrachtet zu werden. Und wenn sich eine Alice Schwarzer oder eine Claudia Roth darüber aufregen, verstehe ich das erst recht nicht, denn die können so etwas doch nur vom Hörensagen kennen.

Das, was nun von Feministen und Feministinnen als Sexismus so hoch gespielt wird, erscheint mir eher als ein von den Gender-Parteien der Grünen und vielleicht auch von den Linken eingeleitetes Wahlgeplänkel. Anmache ist eine Form der Interaktion zwischen den Geschlechtern und auch abhängig von der Kommunikationsfähigkeit der handelnden Personen. Verfügt ein Mann über sehr gute verbale Ausdrucksmöglichkeiten, werden seine Aussagen als Charme interpretiert. Hat er diese Fähigkeit nur in eingeschränktem Maße, mögen seine Komplimente plump erscheinen und sind dabei vielleicht trotzdem ehrlicher gemeint als der Charme anderer „Routiniers“. Und meine Erfahrung ist, dass, wenn sich ein Mann im Ton vergreift, in den meisten Fällen schon eine Zurechtweisung ausreicht, dass er sich zurück nimmt.

Eines sollte Frauen wissen. Sie stoßen in früher von Männern dominierte Bereiche vor und dort geht es ein wenig rauer zu, als ihnen vorher bewusst war. Doch wenn sie es ernst meinen mit der Emanzipation, können sie sich nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen picken, auch wenn der Kuchen vielleicht nicht ganz so lecker ist, wie er zuvor aussah. Das Berufsleben ist kein Zuckerschlecken, auch nicht für die Männer. Sich einerseits mit Quoten vordrängen und andererseits erwarten auch noch mit Glace-Handschuhen angefasst zu werden, wird nicht funktionieren.

Die wirklichen Gegner der Frauen sind ohnehin bei der eigenen Gattung zu finden, denn das Tuscheln hinter dem Rücken ist vor allem eine Spezialität der Frauen.

Sexismus
(siehe „Sexismus“ links)

 

Gruß Hubert

Eine Antwort zu “Sexismus

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  1. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz:
    “Wenn das nicht bald los geht kündige ich wieder.“

    Nach dem Willen Sexistisch- Feministischer Ideologen:
    • Männer und Frauen dürfen nicht mehr miteinander reden
    • Gegenseitige Attraktion wäre verboten

    Echter Sexismus ist nicht eine Frage des Begehrens, eines missglückten Flirtversuches oder Witze auf Kosten der Frau. Sexismus ist ein Spiel der Macht und auch Religion schafft einen festen Rahmen, der die Spielregeln zugunsten des Mannes komfortabler macht. Dies ist so offensichtlich, dass es uns kaum noch auffällt.

    Auch die systematische Benachteiligung der Frau in der Berufswelt durch schlechtere Bezahlung ist hochgradig Sexistisch.
    Wir brauchen keine Quotenreglung (nicht jede Frau will Manager werden – sie muss es aber können wenn sie will.) Was wir brauchen ist eine 100 %ige Gleichstellung der Frau. Und da sind wir meileweit davon entfernt.
    Eine Frau am Fließband der Elektronik- oder Bekleidungsindustrie muss das gleiche verdienen was ihre Männlichen Kollegen am Fließband der Automobilindustrie verdienen.
    Darüber hinaus sind Frauen vorwiegend im Niedriglohnbereichen beschäftigt. Die physisch und psychisch höheren Belastungen unterliegen als ihre männlichen Kollegen in Nadelstreifen.

    Der wahre SEXISMUS ist in Glaubensgemeinschaften, in Religionen begründet. Doch das ist ein Tabu.

    Wer einmal den strukturellen und systematischen Sexismus in und durch Glaubensgemeinschaften beleuchtet, erhält wenig Applaus, dafür aber viel Gegenwehr. Und die kommt nicht nur von der religiösen Öffentlichkeit. Als Verbündeter religiöser Dogmen drängt sich oft kulturrelativistisch durchdrungenes Gutmenschentum in die Debatte.

    Die vorgebrachte Forderung nach Toleranz kommt zusammen mit ihren hässlichen Schwestern Politcal Correctness und Respekt und entfaltet repressive Wirkung: Jeder, der die Thematik Kopftücher und Vollverschleierung, Ehrenmorde, Zwangsheiraten, Verwandtenheiraten und Frauenfeindlichkeit als etwas anderes als islamische Folklore sieht, wird von Multikulti-Idealisten schnell in die rechte Ecke gedrängt.

    Offensichtlich ist die Kritik an der Heilen-Welt-Romantik ein größeres Tabu, als die systematische Entrechtung von Frauen mitten unter uns. Die Nichtbehandlung einer vergewaltigten jungen Frau zeigt aber, dass auch der heimische Katholizismus nicht nur die Gleichstellung der Frau gefährdet, sondern sogar ihre Gesundheit.

    Mit der Erfindung einer göttlichen Autorität kann man also Dinge verschleiern, die bei klaren Verstand eigentlich offensichtlich ungerecht und diktatorisch sind. Ein sich aufgeklärt zeigendes Christentum verwischt die Konturen noch zusätzlich. Aber hin und wieder fällt die Maske. Die Verdammung von Abtreibung und Verhütungsmitteln ist bei näherer Betrachtung Sexismus pur. Denn das Verbot betrifft nur eine Gruppe Menschen, nämlich die Frauen. Ihnen wird nicht zugestanden, selbst über ihren Körper zu bestimmen, nicht einmal, wenn es um die Folgen einer Vergewaltigung geht. Es soll beim “Naturrecht” bleiben, in dem der Mann bestimmt, wer wo wie schwanger wird. Auch das katholische Ideal, das die Frau nur als Jungfrau oder Mutter sieht, ist weit mehr als eine harmlose altertümliche Tradition. Es ist die Zuweisung der Frau auf ihren Platz im Gefüge.

    Kopftuch, Tschador, Niqap, Burka: Modische Folklore oder politisches Signal?

    Das ikonographische Merkmal islamischer Frauenfeindlichkeit sind Kopftuch und Burka. Mehr noch, die Verschleierung ist Ausdruck eines sexistischen Bildes des Menschen überhaupt. Dem Mann wird unterstellt, er wäre ein triebgesteuerter Höhlenmensch, der über alles herfällt, was nicht vollständig verhüllt ist. Gegenüber der Frau ist Verschleierung ohnehin sexistisch, denn offenbar stellt ihr Körper ein Problem dar, das versteckt werden muss. Zudem wird durch das Kleidungsgebot die Verantwortung für Belästigung und Vergewaltigung vom Täter auf das Opfer übertragen. Nicht der männliche Belästiger ist verantwortlich für sein Tun, sondern die Frau, die sich nicht züchtig genug kleidet, und so die Situation selbst herbeiführt.

    http://sabnsn.wordpress.com/2013/01/27/was-ist-in-dieser-gesellschaft-eigentlich-los/

    .

    Gruß Sabine

    Liken

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