Archiv für 11. Mai 2013

Vier Tage Todeskampf für den Botox-Jugendwahn   Leave a comment

Es ist unvorstellbar, was hinter dicken Labormauern passiert. Man kann sich diese Quälereien, die an Tieren durchgeführt werden gar nicht vorstellen.

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Jedes Jahr verenden mehr als eine halbe Million Mäuse, damit Botox dem Menschen nicht schadet: Einer der größten Hersteller hat nun einen tierfreien Test entwickelt – doch es hakt an der Zulassung.

Im Schaufenster hängt eine übermenschlich große, nackte Frauensilhouette. Daneben lächelt ein makelloses Gesicht. Keine Falten und nicht die Spur schlaffer Haut. Natürlich nicht, denn der Schönheitssalon im Berliner Westen, der so wirbt, bietet eine „Flatrate gegen Falten“ für etliche Hundert Euro im Jahr und „Botox to go“ für die Eiligen.

„Wussten Sie, dass für Botulinumtoxin jedes Jahr mindestens 600.000 Mäuse sterben“, fragt die Reporterin. „Das habe ich noch nie gehört“, sagt Doris Gunschel. Sie arbeitet schon etliche Jahre in dem Berliner Schönheitssalon.

Die Tiere ersticken „unter schweren Qualen“ nach drei bis vier Tagen des Siechtums, schreibt das Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung. Manche Mäuse erblinden zuvor, weil der Augenmuskel versagt. Und das nur, weil Botox das stärkste Gift der Welt ist und Menschen umbringen könnte, wenn es nicht immer wieder aufs Neue zuvor getestet wird.

Zahl der Tierexperimente steigt unaufhörlich

Seit die Verkaufszahlen für Botulinumtoxin explodieren, steigt die Zahl der Tierexperimente unaufhörlich. Immer mehr Ärzte spritzen Zornesfalten und Krähenfüße glatt. Und andere Ärzte wenden die Substanz gegen Schiefhals, Lidzucken, Muskelschmerzen und die Parkinsonsche Krankheit an. Rund die Hälfte der Behandlungen sind kosmetischer Natur. Zwar sind Tierversuche für Kosmetika in der EU verboten. Aber Botox gilt rechtlich als Arzneimittel. Deshalb sterben viele Tiere nur für den Jugendwahn.

Das Dilemma ist Managern, Wissenschaftlern und Fachpolitikern seit einem Jahrzehnt bekannt. Doch erst vergangenen Sommer tauchte so etwas wie eine Lösung des Problems auf. US-Hersteller Allergan gab unerwartet bekannt, die Zulassung für einen tierfreien Test in den USA in der Tasche zu haben. Im Frühjahr 2012 haben auch die europäischen Behörden den Test anerkannt.

Ende der Tierquälerei leider nicht in Sicht

Tierschützer hoffen seither auf ein Ende der Tierquälerei. „Laut Tierschutzgesetz dürfen Tierversuche nicht durchgeführt werden, wenn es eine tierversuchsfreie Methode gibt“, so der Verein „Ärzte gegen Tierversuche“. Allergan produziere jetzt tierversuchsfreie Chargen für den amerikanischen und europäischen Markt, glaubt der Verein. Das Unternehmen selbst gibt auf mehrfache Anfrage kein Interview. Ist der Botox-Tierversuch nun tatsächlich Geschichte?
Von Susanne Donner

Hier weiterlesen:

Vier-Tage-Todeskampf-fuer-den-Botox-Jugendwahn

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Botox-Tierversuche – Gequälte Schönheit
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Botox – Tierqual für eine fragwürdige Schönheit

Botox ist ein Handelsname eines der Botulinumtoxin-Präparate. Abgesehen von der Frage, warum sich Menschen auf der Suche nach dem ewigen Jungbrunnen eine hochgiftige Substanz ins Gesicht spritzen lassen, handelt es sich hier um ein gravierendes Tierschutzproblem.

Jede einzelne Produktionseinheit (Charge) wird auf ihre Giftigkeit getestet. Die Testsubstanz wird Mäusen in die Bauchhöhle gespritzt. Der Todeskampf mit Krämpfen, Lähmungen, Atemnot kann drei bis vier Tage dauern. Die Tiere sterben schließlich an Atemstillstand. Allein in Deutschland werden hierfür jedes Jahr 34.000 Mäuse zu Tode gequält, weltweit sind es 600.000 Mäuse. Tendenz steigend. Eine tierversuchsfreie Testmethode wurden bereits behördlich anerkannt, wird aber bislang nicht von allen Herstellerfirmen eingesetzt.

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Botulinumtoxin wird vom Bakterium Clostridium botulinum gebildet, das in verdorbenen Fleischkonserven vorkommen kann. Botulismus war früher eine gefürchtete, häufig tödlich verlaufenden Nahrungsmittelvergiftung. Betroffene Menschen starben unter schrecklichen Qualen an Atemlähmung.

Botulinumtoxin ist das stärkste derzeit bekannte Gift. Schon unvorstellbar winzige Mengen, ein hunderttausendstel Milligramm, können einen Menschen töten. Wenn man einen Esslöffel der Substanz in den Bodensee schütten würde, wäre dieser See vollständig vergiftet.

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Durch Einspritzen von Botox in die Gesichtsmuskeln werden diese gelähmt, die Falten darüber werden geglättet. Die Wirkung lässt nach etwa zwei bis sechs Monaten nach. So lange braucht der Körper, um neue Nervenendigungen nachzubilden.

Das Nervengift wird auch als biologischer Kampfstoff eingesetzt. Da es an der Luft schnell zerfällt, kann ein mit Botox verseuchtes Gebiet schon nach ein paar Tagen wieder gefahrlos betreten werden.

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Das Gift wird Gruppen von Mäusen in die Bauchhöhle gespritzt. Jede Gruppe erhält eine andere Verdünnung Botox. Es wird die Menge ermittelt, bei der genau die Hälfte der Tiere stirbt. Dies wird als LD50-Test (LD50 = tödliche Dosis bei 50% der Tiere) bezeichnet.
Für die Tiere ist das mit furchtbaren Qualen verbunden. Es kommt zu Muskellähmungen, Sehstörungen und Atemnot. Der Todeskampf kann sich über drei oder vier Tage hinziehen. Die Nager ersticken schließlich bei vollem Bewusstsein.

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Für die Firma Ipsen litten und starben 2008 74.000 Mäuse in Botox-Tests, für Merz im selben Jahr 34.000 Mäuse. Weltweit sind es Hochrechnungen zufolge für die drei maßgeblichen Firmen Allergan, Merz und Ipsen 600.000 Mäuse pro Jahr (3). Diese Angaben berücksichtigen nicht einmal andere Botox-Hersteller z.B. in Asien, so dass davon auszugehen ist, dass die tatsächliche Zahl der Tiere weit darüber liegt. Wegen der kontinuierlich erhöhten Nachfrage wird die Zahl der getöteten Mäuse zudem weiter steigen.

Weiterlesen:
Botox-Tierqual-fuer-eine-fragwuerdige-Schoenheit

Gruß Hubert

Veröffentlicht 11. Mai 2013 von hubert wenzl in Medizin, Tierschutz

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Das Klagen der Kühe   Leave a comment

 

Unglaublich wie der Mensch gegen die Bedürfnisse der Tiere in eklatanter Weise verstößt – und das in sehr vielen Bereichen. Im Video geht es um die Haltung der Kühe. Es lohnt sich das Video bis zum Ende anzusehen, viele Missverständnisse werden da geklärt. Kühe werden oft an der Kette gehalten, oft so, dass sie kaum den Kopf bewegen können, das ist aber nur ein Kritikpunkt unter vielen anderen. Das fühlende Tier wird als Milchmaschine gesehen. Man ignoriert, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. Was hat die Evolution mit dem Mensch doch ein gieriges, egoistisches, herzloses und oft auch hirnloses Wesen erschaffen!

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Hier ein Bericht von tierschutznews.ch

„MILCH!“ – der Inbegriff des Reinen, Gesunden, das Lebens-Elixier schlechthin, so hören wir es schon im Kindesalter. Für Muttermilch trifft das zweifellos zu. Aber gilt diese Behauptung für JEDE Art von Milch? Ist Kuhmilch tatsächlich gesund? Woher kommt sie überhaupt, und wie in die Regale unserer Supermärkte? Wer gewinnt dabei und wer verliert? Wie geht es wirklich zu in der industriellen Milchwirtschaft?

Diese Dokumentation regt an nachzudenken und traditionelle Vorstellungen zu hinterfragen; sie schildert das Thema dabei aus der Sicht der unbeachteten Hauptpersonen in der Milchproduktion, nämlich der Mutterkühe, und ihres kurzen, leidvollen Lebens im Dienst des Menschen.

Das Klagen der Kühe

 

Gruß Hubert