Archiv für 21. Mai 2013

Kölner Kardinal will, dass „Frauen drei, vier Kinder“ kriegen   1 comment

Es ist schon eine Frechheit, wenn der Kölner Kardinal Meisner in der heutigen Zeit noch dreinreden will, wie viele Kinder eine Familie haben sollte und dafür Angela Merkel kritisiert. Meisner sorgte schon öfter bundesweit für Schlagzeilen. Wo lebt dieser Mann denn? Hat der noch nie nichts gehört von Niedriglöhnen, von unsicheren Arbeitsplätzen (wo jemand nicht weiß ob er in einem halben Jahr noch Arbeit hat), von teuren Wohnungen (mit 3-4 Kindern bräuchte es ja auch noch größere Wohnungen), oder glaubt er die Leute haben alle ein bischöfliches Palais, wo leicht 50 Menschen Platz finden würden? Warum schafft die katholische Kirche denn das Zölibat nicht ab, dann könnten sie selbst für Kinder sorgen und drauflos ….. Was will er denn, dass die Menschen arm und dumm bleiben? in einer Anekdote nimmt ein Kardinal einen Regierunsgpolitiker beim Arm und sagt: halt du sie arm ich halt sie dumm.
Leidet dieser Kirchenmann unter Realitätsverlust oder ist er dement? Ein Glück, wenn er zum 80. Geburtstag am 25. Dezember dieses Jahres zurücktritt.

Hier ein Bericht von Focus.

  DDR-Politik, Frauen, Katholische Kirche, Kinder, Karidinal Meisner

Joachim Kardinal Meisner bei einem Dankgottesdienst für Papst Benedikt XVI. dpa
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Der Kölner Kardinal Meisner fühlt sich durch die Bevölkerungspolitik von Kanzlerin Merkel an die Situation in der DDR erinnert. Und will Frauen ermuntern, zu Hause zu bleiben und „drei, vier Kinder“ auf die Welt zu bringen.

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine falsche Strategie in der Bevölkerungspolitik vor. Zugleich verlangt Meisner gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“ vom Dienstag andere familienpolitische Signale: Frauen müssten „öffentlich ermutigt werden, zu Hause zu bleiben und drei, vier Kinder auf die Welt zu bringen“.

„Wie in der DDR“

Nur auf Zuwanderung zu setzen, „wie es jetzt Frau Merkel tut“, sei der falsche Weg, sagte der Erzbischof dem Blatt. „Wir können doch den Portugiesen und den Spaniern nicht die Jugend und damit die Zukunft ihres Landes wegnehmen, nur aus Egoismus.“

Meisner beklagte einen Trend, „die Frauen aus den Familien heraus“ zu holen, um ihre Arbeitskraft für die Produktion zu sichern. Die Entwicklung erinnere ihn an sein Leben in der DDR. Meisner: „Ich habe ja die ganze einseitige Tragik mitgemacht in der DDR. Dort hat man den Frauen eingeredet, wer wegen der Familie zu Hause bleibe, sei dement.“

Meisner gilt als profiliertester konservativer Vertreter der katholischen Kirche in Deutschland. Immer wieder machte er bundesweit Schlagzeilen, etwa wenn er Abtreibungen mit den Verbrechen der Nazis verglich. In diesem Jahr überraschte er mit einer Kehrtwende bei der „Pille danach“, die er nach Protesten für vergewaltigte Frauen plötzlich doch zuließ – weil neuere Präparate keine abtreibende Wirkung mehr hätten. Die Deutsche Bischofskonferenz folgte seiner Linie.

Meisner wurde 1980 Bischof von Berlin und 1989 Erzbischof von Köln. Seither steht er an der Spitze der größten deutschen Diözese. Er gab Anfang des Monats bekannt, dass er mit Vollendung seines 80. Lebensjahres von seinem Amt zurücktreten werde – das wäre am 25. Dezember dieses Jahres.
mp/dpa
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Gruß Hubert