Archiv für 4. Juni 2013

Der Fall Mollath – Justizskandal   1 comment

 

Am Fall Mollath kann man musterhaft sehen wie zumm Beispiel die Berufsgruppen Richter und Psychiater Narrenfreiheit haben, wenn sie wollen und jemand fertig machen wollen. Bei Mollath ging es um einen Ehestreit und seine ex-Frau, die erstklassige Beziehungen hatte, wie Mollath später leidvoll am eigenen Leib erfahren musste.
Gestern, am 03. Juni war eine Dokumentation im ARD vom SWR, mit den Autoren Monika Anthes und Eric Beres.
Die angeblichen Wahnvorstellungen des Gustl Mollath bezüglich Geldtransfer vonseiten seiner Ex-Ehefrau Petra Mollath in die Schweiz haben sich als wahr herausgestellt.
Siehe auch unten das Video „Prantl: Gustl Mollath und Beate Merk in der Sendung BR quer.“

Man muss wirklich Angst haben in so eine „Mühle“ zu geraten wie Herr Mollath. Es ist erschreckend wie schnell und wie leicht man in die Psychiatrie kommt.

http://www.swr.de/report/presse/mollath-dokumentation/-/id=1197424/nid=1197424/did=11489504/17d3x0c/

In dieser Dokumentation kamen auch die vielen Ungereimtheiten im Fall Mollath zur Sprache. Eine unrühmliche Rolle spielen darin vor allem der Richter Otto Brixner, der Psychiater Dr. Klaus Leipziger und die bayerische Justizministerin Beate Merk.
Der Vorsitzende Richter Richter, Otto Brixner, am Nürnberger Landgericht, der 2006 das fragwürdige Urteil gegen Mollath sprach, ist ein alter Handballfreund des heutigen Ehemannes Martin Maske von Mollaths früherer Frau und Augenzeugen kritisieren Richter Brixner für seinen harschen Umgang.

Im Prozess trat Petra Mollath, jetzt verheiratete Petra Maske, als Hauptbelastungszeugin auf. Bereits 2006 soll sie nach Mollaths Angaben mit jenem Mann liiert gewesen sein, mit dem sie heute verheiratet ist. Dieser war früher Handballer beim 1. FC Nürnberg – und Richter Otto Brixner sein Trainer.

Scheidungsverfahren

[…]
Das Material, das Gustl Mollath danach am 25. September 2003 dem Gericht als Strafanzeige in einem Schnellhefter mit 106 Seiten überreichte, wurde später als „wirr“ diskreditiert. Die darin enthaltenen Anlagen sollten als Beweise dafür dienen, daß Gustl Mollath als Anhänger der Friedensbewegung schon immer ein friedfertiger und kein gewalttätiger Mensch war.

Bereits der vorbildlich formulierten Anzeige vom 11. Juni 2003 ging die Staatsanwaltschaft nicht nach, obwohl sie eine Amtsermittlungspflicht hat und die Aufgabe, Beweise zu ermitteln. Immerhin ging es um Unterhaltsansprüche und eine falsche eidesstattliche Erklärung Petra Mollaths. Doch die Anzeige Gustl Mollaths vom 11. Juni 2003 wurde auch im Strafverfahren gegen ihn verschwiegen, obwohl Mollath sogar zahlreiche Beweismittel beigefügt hatte. Schon damals wäre die Glaubwürdigkeit Petra Mollaths in Frage gestellt worden, die sich als mittel- und vermögenslos darstellte.

In seiner Strafanzeige an den Generalstaatsanwalt Dieter Neumann in Berlin vom 9. Dezember 2003 listete Gustl Mollath die umfangreichen Straftaten seiner Frau im Zusammenhang mit großen Schwarzgeldverschiebungen in die Schweiz auf. Für Petra Mollath ergab sich das Problem, an das Beweismaterial heranzukommen. Dazu schreibt Gustl Mollath in seiner Gegendarstellung:

Die Anzeige gegen ihn, er habe Schußwaffen, habe seine damalige Ehefrau, zusammen mit ihrem Liebhaber, Herrn Martin Maske, damals Direktor der Hypo Real Estate (HRE) bei den Justizbehörden in Berlin erstattet. Die HRE ist eine Abspaltung des Immobiliengeschäfts der HypoVereinsbank. Petra Mollath hatte nach seiner Inhaftierung Martin Maske geheiratet und heißt nun Petra Maske. Es deute alles darauf hin, daß seine geschiedene Frau illegal, durch die Polizei geduldet, Zutritt zu seinem Haus erhielt und weitere Beweise zu ihren strafbaren Tätigkeiten vernichtet habe.

Am 4. Dezember 2007 ersteigerte Petra Maske (ex-Mollath) das Haus des wehrlosen Gustl Mollath in Nürnberg, Volbehrstraße 4, und damit auch womöglich noch vorhandenes Beweismaterial.

Im Scheidungsverfahren ging es um das Vermögen der Ehepartner und somit auch um in der Schweiz angelegte Schwarzgelder. Es ist die Frage, ob im Scheidungsverfahren alles Vermögen offengelegt wurde und ob im Strafverfahren gegen Gustl Mollath die Scheidungsakten herangezogen wurden, um die Glaubwürdigkeit der Ehefrau und einzigen Zeugin Petra Mollath zu prüfen.

Gustl Mollath behauptet, seine Ex-Frau habe eine falsche eidesstattliche Versicherung über ihr Vermögen abgegeben: „Zusätzlich gab sie im Scheidungsprozess eine falsche eidesstattliche Versicherung ab. Ihr immenses Schwarzgeldvermögen in der Schweiz hat sie unterschlagen. So gab es ein Missverhältnis im Zugewinnausgleich.“

http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Gustl_Mollath#Ehe

Man braucht wirklich nicht eine hohe Intelligenz um zu sehen was im Fall Mollath gespielt wurde und wird.
Vor allem will man wohl auch einflußreiche Freunde schützen, die als Steuersünder auffliegen würden, wenn man der Anzeige von Gustl Mollath nachgegangen wäre.

[…]
Ärztin und Arzthelferin

Die Freundin des Bruders von Petra Mollath arbeitete damals als Sprechstundenhilfe bei der Nürnberger Allgemeinärztin Madeleine Reichel, der Ärztin Petra Mollaths.

Patrick Linnert, der Vorsitzende der mittelfränkischen Piraten, zählt Gustl Mollath zu den Whistleblowern und unterstützt ihn argumentativ: „Die SZ hat die Ärztin ausfindig gemacht, auf deren Briefpapier das Attest geschrieben wurde. Diese kann sich an den Namen Gustl Mollath nicht erinnern, sie wurde nie vor Gericht geladen. Dafür war ihre Arzthelferin aber wohl eine gute Freundin von Mollaths Ex-Frau – man darf die Echtheit dieses Attests also durchaus anzweifeln. – In Anbetracht der ganzen anderen Vorwürfe mag das zunächst eher nebensächlich erscheinen, doch näher betrachtet kann dieses winzige Detail den ganzen Fall kippen. Erweisen sich die Vorwürfe von Mollaths Ex-Frau als falsch, stellt sich die Frage nach seinem Gesundheitszustand gar nicht mehr. Dem Verfahren wäre auf einen Schlag die Grundlage entzogen.“ Abgesehen von der Frage eines Gefälligkeitsgutachtens, stellt sich auch die Frage, ob Gustl Mollath überhaupt der Verursacher der angeblichen Mißhandlung war. Des weiteren wurde bisher nicht dargelegt, daß Petra Mollath sich bei einem Pathologen vorstellte; denn einen pathologischen Befundbericht gibt es nicht.

[…]
Wiederaufnahmeantrag Gustl Mollaths

Rechtsanwalt Gerhard Strate will im Wiederaufnahmeverfahren auf ein psychiatrisches Gutachten verzichten. Es genüge zu beweisen, daß den Ausführungen Gustl Mollaths in seinen verschiedenen Strafanzeigen und Eingaben real Erlebtes zugrunde lag und daß deswegen die Unterbringung in der Psychiatrie von Anfang an nicht rechtens war. [92]

Die Kernfrage lautet: War damals, 2004/2006, bei ordnungsgemäßer Aufklärung des Falles überhaupt eine psychiatrische Begutachtung Gustl Mollaths erforderlich?
War sie nicht notwendig, so war sie nicht rechtmäßig, und es handelt sich um eine rechtswidrige Freiheitsberaubung. Immerhin wußte die Hypo-Vereinsbank schon seit 2003, daß Gustl Mollaths Vorwürfe über illegale Finanztransaktionen zutreffend waren. Das diesbezügliche wiederholte Zurückweisen der Strafanzeigen Gustl Mollaths durch Staatsanwaltschaft und Justiz wegen der Schwarzgeldverschiebungen wird daher als Strafvereitelung im Amt betrachtet.

Fall Gustl Mollath – nuernbergwiki

Petra Maske (ex-Mollath), geboren 1960, arbeitet heute als „Geistheilerin“.

„Wenn Gustl meine Bank und mich anzeigt mache ich ihn fertig. Ich habe sehr gute Beziehungen. Dann zeige ich ihn auch an, das kannst du ihm sagen. Der ist doch irre, den lasse ich auf seinen Geisteszustand überprüfen, dann hänge ich ihm was an, ich weiß auch wie“. Das sagte sie einem Freund von Mollath, dem Zahnarzt Edward Braun.

VIDEOS

Der Fall Mollath: Unschuldig in der Psychiatrie? – REPORT MAINZ

http://youtu.be/XmbNjLF7Jzw

Prantl: Gustl Mollath und Beate Merk in der Sendung BR quer.

http://youtu.be/_QJ0enQvau0

Der Fall Gustl Mollath – Vortrag Dr. Wilhelm Schlötterer – Teil 1

http://youtu.be/nUOvxKz_w5A

Rechtsanwalt Gerhard Strate zum Fall Gustl Mollath im BR Rundschau

http://youtu.be/fPEv9vVtFto


Die blinde Justitia

 

Gruß Hubert