Archiv für 8. Juli 2013

Krokodilstränen im Überwachungssumpf   Leave a comment

 

Ich mag den Begriff Held nicht so besonders. Aber Edward Snowden ist für mich ein Held, der sein Leben aufopfert um die dunklen Machenschaften v.a. der US-Geheimdienste und damit auch der US-Regierung ans Tageslicht bringt.

Hier ein Bericht von Monitor.
Wir habe es jetzt schwarz auf weiß: kein Telefonat, kein Mail, kein Chat, ohne dass selbst unsere intimsten Daten von US-Geheimdiensten aufgezeichnet und gespeichert werden. Eigentlich sollte eine Regierung ihre Bürger davor schützen, aber selten hat man eine Bundesregierung so ahnungslos gesehen wie in den letzten Wochen. Die grenzenlose Ausspähung von Milliarden Daten, die Industriespionage, ja selbst die Verwanzung der eigenen Büros, von nichts wollen sie etwas mitbekommen haben. Der größte Überwachungsskandal in der Geschichte der Bundesregierung und die Regierung tappt im Dunkeln. Man mag diese Geschichte einfach nicht glauben und sie ist auch nicht glaubwürdig, schon gar nicht wenn man sich die enge Zusammenarbeit zwischen deutschen und US-amerikanischen Geheimdiensten in den letzten Jahren etwas genauer anschaut. Der US-Geheimdienst NSA zu Gast in deutschen Wohnzimmern.

Für die Kanzlerin ist diese Zusammenarbeit wohl wieder mal Neuland und Innenminister Friedrich glaubt eindeutig den Märchen der US-Regierung lieber als den Enthüllungen von Snowden. Einfach dreist diese Lügenhaftigkeit, besonders von Merkel und Friedrich.

Hier ein VIDEO: Krokodilstränen im Überwachungssumpf

http://www.4shared.com/video/TUipoMDS/Krokodilstrnen_im_berwachungss.html

Wie der Spiegel schreibt (07.07.2013 – 08:17 Uhr) liefert NSA dem BND Werkzeuge für den Lauschangriff.

Auszug.
Welche Macht hat die US-Lauschbehörde NSA? Nach SPIEGEL-Recherchen ist die Zusammenarbeit zwischen Amerikanern und BND offenbar intensiver als bislang bekannt. Geheimdienst-Enthüller Edward Snowden sagt in einem Interview: Die NSA-Leute steckten „unter einer Decke mit den Deutschen“.

Die NSA kontrolliert das Internet, hat Edward Snowden enthüllt. Selbst die engen Verbündeten werden von den USA ausgespäht. Doch die Deutschen wollen davon nichts gewusst haben.

Die NSA-Leute steckten „unter einer Decke mit den Deutschen“, erklärt Edward Snowden in einem Interview, das der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe veröffentlicht. Nach Angaben des Geheimdienst-Enthüllers gebe es in der US-Lauschbehörde NSA das „Foreign Affairs Directorate“, das zuständig für Kooperationen mit anderen Ländern sei.

Die Zusammenarbeit werde so organisiert, dass Behörden anderer Länder „ihr politisches Führungspersonal vor dem ‚Backlash‘ schützen“ können, falls herauskommen sollte, wie „massiv die Privatsphäre von Menschen missachtet wird“, sagt der US-Amerikaner. Und weiter: Telekommunikationsfirmen würden mit der NSA kooperieren, Personen würden normalerweise „aufgrund etwa des Facebook-Profils oder der eigenen E-Mails als Zielobjekt markiert“.

Das Interview wurde von dem amerikanischen Chiffrier-Experten Jacob Appelbaum und der Dokumentarfilmerin Laura Poitras mit Hilfe verschlüsselter E-Mails geführt, kurz bevor Snowden als Whistleblower weltweit bekannt wurde.
Jacob Appelbaum siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Jacob_Appelbaum

Snowden sitzt wahrscheinlich noch immer im Transitbereich des Moskauer Flughafens fest. Inzwischen haben ihm Venezuela und Nicaragua Asyl angeboten. Doch seit der Offerte am Samstag habe man keinen Kontakt mit Snowden gehabt, sagte der Außenminister Venezuelas Elías Jaua.

BND-Chef bestätigt Zusammenarbeit mit der NSA

Nach SPIEGEL-Recherchen ist die Zusammenarbeit zwischen der NSA und dem Bundesnachrichtendienst (BND) offenbar deutlich intensiver als bislang bekannt. So lieferte die NSA die Analyse-Tools für den Lauschangriff des BND auf ausländische Datenströme, die durch Deutschland führen. Im Fokus des BND steht unter anderem die Nahost-Strecke, über die Datenpakete etwa aus Krisenregionen verlaufen.

Insgesamt zieht der BND nach SPIEGEL-Recherchen aus fünf digitalen Knotenpunkten Informationen, die in Pullach analysiert werden. BND-Chef Gerhard Schindler bestätigte den Mitgliedern des Parlamentarischen Kontrollgremiums die Zusammenarbeit mit der NSA.

Neuer Stützpunkt in Wiesbaden

Ein neuer Stützpunkt der US-Armee auf dem Boden der Bundesrepublik, den auch die NSA nutzen soll, ist mit den deutschen Behörden abgesprochen. In Wiesbaden wird derzeit ein neues „Consolidated Intelligence Center“ errichtet. Für 124 Millionen Dollar entstehen abhörsichere Büros und ein Hightech-Kontrollzentrum. Sobald die Anlage in Wiesbaden fertiggestellt ist, wird ein bislang genutzter Komplex bei Darmstadt geschlossen.

Die Amerikaner vertrauen bei dem Neubau in Wiesbaden nur auf Landsleute. Die Baufirmen müssen aus den USA stammen und sicherheitsüberprüft sein. Und selbst die Materialien sollen aus den Vereinigten Staaten importiert und auf ihrem Weg nach Deutschland überwacht werden.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/interview-mit-edward-snowden-im-spiegel-nsa-und-bnd-arbeiten-zusammen-a-909800.html

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Hier noch ein Bericht aus tagesschau.de

Geheimdienstexperte zur NSA-Affäre
„Die Empörung ist scheinheilig“

Die Bundesregierung zeigt sich empört über die NSA-Berichte. Geheimdienstexperte Wolfgang Krieger hält das für scheinheilig. Die Überwachung sei bekannt, nur die Technik habe sich verändert, sagt er im tagesschau.de-Interview. Es gehe den USA vor allem um Wirtschaftsspionage.

Hier weiterlesen:
http://www.tagesschau.de/nsa130.html

 

Sag es laut…

 

Gruß Hubert