Barilla Nudeln – voll daneben   1 comment

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Ich glaube dass Konzernchef Guido Barilla es noch mal bereuen wird, dass er diese homophobe Äußerung gemacht hat, nämlich dass Homosexuelle ihre Nudeln auch anderswo kaufen können. Diese homosexuellen-feindliche Haltung wird ihm auch heterosexuelle Kunden kosten. Wir leben ja nicht mehr im Jahr 1950. Es genügt ja vollkommen wenn die Kirche, Diktatoren und Rechte schwulenfeindlich sind. Die Homosexuellen suchen es sich ja nicht aus homosexuell zu sein. Es ist eben eine Laune der Natur, die es auch im Tierreich gibt. Da gibt es ganz sicher nichts zu heilen, wie noch anachronistische Kirchenmänner glaubten und wohl noch glauben. Es ist ja keine Krankheit.

Hier der Artikel aus der SZ

Was heißt hier Familie?

 

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Sein Unternehmen unterstütze die klassische Familie. Wenn das Homosexuellen nicht gefalle, könnten diese andere Nudeln kaufen, sagt Konzernchef Guido Barilla. Ein Sturm der Entrüstung folgt – und nicht nur Schwule denken darüber nach, die Nudelmarke zu wechseln.

Guido Barilla hat mit seiner provokanten Äußerung über Homosexuelle weltweit für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. Der Chef des größten Nudelherstellers in Italien sagte in einem Interview mit Radio 24, dass sein Unternehmen „nie Werbung mit Homosexuellen schalten wird“. Das Unternehmen unterstütze eben die „klassische Familie, in der die Frau eine fundamentale Rolle hat“. Wenn dieses Homosexuellen nicht gefalle, dann könnten sie eine andere Nudelmarke wählen.

Nachdem sich seine Aussage rasend schnell im Internet verbreitet hatte, hagelte es auf Social-Media-Plattformen Proteste gegen den Konzern mit Sitz in Parma. Blogger veröffentlichten auf ihren Seiten Bilder von Barilla-Verpackungen, die in Mülleimer geschmissen wurden und riefen zum Boykott auf. Vor allem die Konkurrenz ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen. So postet Buitoni, einer der Hauptkonkurrenten von Barilla, auf seiner Facebook-Seite ein großes Foto, auf dem die geöffneten Türen einer Villa zu sehen sind, und kommentiert es mit den Worten: „In unserem Haus ist Platz für jeden“.

Wie La Repubblica berichtet, schlug Nudel-Hersteller Garofalo in dieselbe Kerbe und verkündete via Facebook: „Die einzigen Familien, die nicht zu uns gehören, sind die, die keine guten Nudeln lieben“.

Der Nudelhersteller Althea nutzte bereits die Chance für eine Gegenkampagne: zwei Männer, die sich küssen – nachdem sie ihre Nudelteller geleert haben. Die Werbebotschaft: „Wo Althea ist, ist Familie“.

Empörte Reaktionen, so berichtet La Repubblica, kommen von den Schwulenverbänden: Der „Einladung von Barilla-Chef, seine Nudeln nicht zu essen“, begegne man mit einer Boykott-Kampagne gegen all seine Produkte, sagte Aurelio Mancuso, Vorsitzender der homosexuellen Vereinigung „Equality Italia“. Darüber hinaus kursiert auf Twitter bereits der Hashtag #boicottabarilla.

In einer Notiz fügte Mancuso hinzu: „Niemand hat Barilla jemals darum gebeten, einen Werbespot mit einer schwulen Familie zu machen“. Es sei offensichtlich, dass das Unternehmen eine Provokation lancieren wollte, um seinen Unmut über eine bestimmte „soziale Präsenz“ zu äußern, die ebenfalls ein wichtiger Teil der Konsumenten sei.

Aufgrund der internationalen medialen Reaktionen versuchte der Barilla-Chef jetzt zu beschwichtigen. Wie die Zeitung La Repubblica am Freitag berichtete, erklärte Barilla, es gehe nicht darum, dass er Homosexuelle und Schwulen-Ehen nicht respektiere. Er denke aber nicht wie sie. Die Barilla-Werbung ziele auf die traditionelle Familie. „Man kann nicht immer allen gefallen“, fügte Barilla an und entschuldigte sich, falls seine Worte „Missverständnisse oder Kontroversen ausgelöst haben“ sollten. Er habe nur die zentrale Rolle der Frau in der Familie betonen, dabei aber keine Empfindlichkeiten verletzen wollen. Schwule hätten seinen höchsten Respekt, sagte Barilla.

Abgesehen davon, dass seine Entschuldigung nicht gerade überzeugend klingt, dürfte sie nicht mehr aufhalten können, was der Unternehmens-Chef mit seinen schwulenfeindlichen Äußerungen ausgelöst hat. Barilla wollte sein Image als Familienunternehmen untermauern – und übersah dabei offenbar, dass der Begriff von Familie nicht mehr derselbe ist wie 1877, als das Unternehmen in Parma gegründet wurde. Wenn Guido Barilla nun befürchtet, dass künftig nicht nur Schwule eine andere Nudel-Marke wählen könnten, so hat er dazu allen Grund.

Von Violetta Simon

http://www.sueddeutsche.de/panorama/kritik-an-guido-barilla-nach-schwulen-kommentar-was-heisst-hier-familie-1.1782046

 

Männerarzt Dr. Georg Pfau schreibt folgendes zur Homosexualität

Auszug.
Als Autor dieser Web-Site fühle ich mich der Wissenschaft verpflichtet, diese Homoepage möchte niemanden verletzen, ausgrenzen oder stigmatisieren. Ganz im Gegenteil, ihr Ziel ist die Entstigmatisierung der Homosexualität und somit von geschätzten 400.000 männlichen Österreichern aller Gesellschaftsschichten.
Auch wenn sich in den letzten 50 Jahren viel verändert hat, „geschafft“ haben wir es noch lange nicht. Da gibt es (schon wieder) längst überstanden geglaubte Strömungen die Homosexualität heilen zu wollen, ganz abgesehen von jenen Staaten, die homosexuelle Männer für ihre Sexualität mit dem Tode bestrafen.

(Das Bild zeigt zwei junge Männer im Iran bei der Vollstreckung des Todesurteils. Diese Aufnahme ist original und nicht gestellt.)
99,9 Prozent der Reaktionen zu dieser Homepage sind positiv. Kritik gibt es äusserst selten.

 

http://www.gaymed.at/willkommen/

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Was ist Homophobie.
Auszug.
Es handelt sich bei Homophobie also um eine irrationale, weil sachlich durch nichts zu begründende Angst vor homosexuellen Menschen und ihren Lebensweisen. Daraus entstehende Vorurteile und Zerrbilder, bis hin zu Ekel und Hassgefühlen rufen wiederum Ängste und infolgedessen antihomosexuelle Aggression und Gewalt hervor.

Homophobie ist jedoch keine phobische Störung im klinisch-psychologischen oder medizinischen Sinne, sondern – aus tiefenpsychologischer Sicht – eine meist unbewusste Angst vor der Infragestellung der eigenen Identität. Diese Angst hat hintergründig mit den Lebensrealitäten von Lesben, Schwulen, Bisexuellen nichts zu tun, sondern verweist auf die Unsicherheiten der AggressorInnen selbst. In Bezug auf gleichgeschlechtlich Empfindende handelt es sich um eine Angst im Umgang mit der eigenen heterosexuellen Identität; d.h. der Angst vor den eigenen homoerotischen Anteilen, der Angst vor der Tatsache, dass Lesben die männerdominierte Gesellschaftsstruktur und Schwule patriarchale Männerbilder in Frage stellen, der Angst, dass Lesben eine selbstbestimmte weibliche Sexualität einfordern und Schwule der Sexualität an sich einen Sinn geben (im Sinne von Sexualität als Genuss und nicht nur in Bezug auf die Fortpflanzung), der irrationalen Angst, dass Lesben und Schwule die traditionelle Ehe ins Wanken bringen…

Homophobie wird in den Sozialwissenschaften zusammen mit Phänomenen wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit oder Sexismus unter den Begriff der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit gefasst.

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http://www.homophobie.at/wasisthomophobie/

Gruß Hubert

 

 

 

 

Veröffentlicht 28. September 2013 von hubert wenzl in Psychologe, Wirtschaft

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Eine Antwort zu “Barilla Nudeln – voll daneben

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  1. Hier noch ein kurzer Auszug aus dradio.de
    Er zeigt welche einerseits lächerlichen, primitiven und andererseits autoritären Argumente zur Homosexualität „hohe geistlichen Würdenträger“ haben.

    Unfehlbar und unbelehrbar?

    Professor Rudolf Lill: „Wenn im öffentlichen Fernsehen ein Bischof aufsteht und sagt, Homosexualität ist eine Sünde. Und man fragt ihn dann, woher er das weiß. Dann sagt er, aus dem römischen Katechismus. Dann ist man bei einem Zustand angekommen, in dem eine Kirche nicht mehr in der Gesellschaft wirken kann. Die katholische Moraltheologie hat sich ja zurückgezogen in eine ganz rigoristische, so jedenfalls vom Evangelium nicht vorgeschriebene Konsequenz von Regeln und Maßregeln.“

    Die allerdings von immer mehr Menschen heute schlicht ignoriert werden. Doch, so Franz Decker, eine solch starre Haltung der Kirche bleibt nicht ohne negative Auswirkungen.

    Pfarrer Franz Decker: „Dadurch ist in der Kirche ein Klima der Sprachlosigkeit entstanden, weil die vielen Dinge, die natürlich zu besprechen waren, die die Katholiken als Herausforderung ihres Glaubens empfunden haben, in der römisch-hierarchisch-autoritären Kirche nicht zu besprechen waren. Weil es nicht möglich war.“

    Deutlich wird: In einer freien, demokratischen und pluralistischen Gesellschaft, in der die katholische Kirche in Deutschland ja agiert, muss das unerbittliche Beharren auf äußerer Autorität scheitern.

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/2042774/

    Liken

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