Die Eierstöcke der Frau und Auto fahren in Saudi Arabien   1 comment

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Man kann sich nur wundern mit welchen Argumenten in Saudi Arabien den Frauen das Autofahren verboten wird. Der Wert der Frau in islamischen Ländern ist nicht viel höher als der von Vieh.

Schlagende Argumente gegen autofahrende Frauen in Saudi-Arabien

Nix Mecker: Keine Frage, was bei uns überwiegend zu einer reinen Redensart verkümmert ist, das schlagende Argument, gilt in Saudi-Arabien immer noch als finales Züchtigungsmittel für die ungehorsame Frau … aber auch für das Vieh.

 

Frauen-burka.

 

Letzteres muss gesagt werden, damit die Frauen dort nicht übergebührlich aufgewertet werden, denn sie haben kaum einen höheren Stellenwert als das Vieh. Nicht nur der Wallfahrtsort Mekka ist ein Alleinstellungsmerkmal des Landes, nein auch die Tatsache, dass es das einzige Land auf diesem Planeten ist in dem Frauen verboten ist Auto zu fahren. Selbst dann nicht, wenn sie die Befähigung dazu offiziell im Ausland redlich erlangt haben. Tun sie es doch, dann folgen unter Umständen wieder die oben erwähnten schlagenden Argumente, gern auch in Form der Peitsche.

Aber jetzt versucht sich das Land bei der Begründung des aufrechterhaltenen Fahrverbots für Frauen doch erst noch einmal mit schlagenden Argumenten der verbalen Art. Scheich Saleh bin Saad al Lehaydan weiß es ganz genau:

„Eine Frau, die regelmäßig Auto fährt, bringt ihre Gesundheit und die ihrer neugeborenen Kinder in Gefahr“!

Er posaunte das Geheimnis gegenüber der saudischen Newsseite Sabq aus, wie der EXPRESS an dieser Stelle in Erfahrung brachte. Das liegt also daran, dass die Eierstöcke der Frau beim Autofahren durch das Becken nach oben gedrückt werden, wegen der Sitzhaltung beim Autofahren, was dann zu einer spontanen Schädigung der Eierstöcke führen kann. Oh, oh, wenn das die Frauen hier in Europa wüssten, sie würden sofort das Auto stehen lassen.

Natürlich wissen weder die Frauen in allen übrigen Ländern davon und auch nicht die in Saudi-Arabien. Das hat einen guten Grund wie der Scheich auch zu berichten weiß. Denn diese wissenschaftliche Studie, die das belegt, ist absolut geheim … bis jetzt … aber vorzeigen kann er sie trotzdem nicht, sie muss wohl aus Sicherheitsgründen auch weiterhin geheim bleiben. Insoweit könnte man auch zu der bösen Vermutung gelangen, dass diese nicht vorzeigbare geheime Studie mit „Eselinnen“ durchgeführt wurde. Setzt man solche Vierbeiner in ein Auto, in der beschriebenen Haltung, dann dürfte es tatsächlich fatale Folgen Folgen haben. Nun, so genau können die Saudi-Araber da wohl nicht unterscheiden, oder wollen es vielleicht auch gar nicht.

Ob es wohl auch ebenso geheime Studien gibt, wonach das Autofahren bei Männern nicht nur einen Samenstau verursacht, sondern auch zu massiven Störungen des Denkvermögens oder gar zu religiösen Wahnvorstellungen führen kann, das wurde nicht bekannt. Ok, darum ging es ja auch nicht, denn so etwas ist in Saudi-Arabien längst akzeptiert. Interessant wäre jetzt natürlich schon noch gewesen wo diese Studie entstanden sein soll. Es kann keine saudische Studie sein, weil es dort keine autofahrenden Frauen gibt.

Nun, wenn sich der Scheich so dumm anstellt, dann wollen wir ihm mal bei der Argumentation ein wenig behilflich sein, wie er das Fahrverbot für Frauen besser hätte begründen können, da sollten uns doch die Ideen nicht ausgehen. Wollen hoffen, dass dieser Voll-D*** hier auch nachliest oder sich wenigstens unsere Inspirationen übersetzen lässt.

  • Hätte er sich jetzt nicht auf das Eierstock-Drama fixiert, wäre er besser beraten gewesen, beim deutschen TÜV ein Gutachten anzufordern und man darf sicher sein, es wäre zur vollsten Zufriedenheit der saudischen Zahlmeister ausgefallen. Darin hätte stehen können, dass die vollverschleierten Frauen einen zu schlechten Überblick (Blickwinkel) haben und damit eine Verkehrsgefährdung darstellen. Auch die langen Röcke könnten sich an Kupplung, Bremse oder Gaspedal verfangen und entsprechend Unfälle verursachen.
  • Ein Statement der deutschen Polizei hätte noch ergänzen können, das Vollvermummung beim Fahren auch in Deutschland ein Problem darstellt und wenn es „demonstrativen Charakter“ hat, dann ist es sogar in Deutschland verboten, siehe Vermummungsverbot [Wikipedia]. Deutschland ist immer eine gute Referenz, das würden sogar die saudischen Frauen schlucken und sich hernach bestimmt fügen. Eine Aufhebung des „Vermummungsgebots” für saudische Frauen stand noch nie auf der Agenda, deshalb würde dann implizit das Autofahren dabei durchs Rost fallen, ohne den Frauen persönlich etwas zu wollen.
  • Leichter hätte es der Scheich gehabt, wenn er die Verantwortung in Richtung der Vormundschaften der Frauen delegiert hätte. In Saudi-Arabien gibt es nicht ein zweibeiniges weibliches Wesen ohne Vormund. Ohne deren Erlaubnis läuft rein gar nichts. Nicht Reisen, nicht Studieren, nicht alleine Ausgehen, rein gar nichts. Und um einige weicheiige Männer/Vormunde davon abzuhalten den Frauen in dieser Sache womöglich doch nachzugeben, hätte es ja gereicht die Vormunde mit satten Strafen zu bedrohen, wenn ihre Schutzbefohlenen Weiber dort eine Erlaubnis zum Autofahren erbetteln wollten oder sie gar unerlaubt dabei erwischt werden. Schon wäre die Diskussion in eine andere Richtung gegangen und allein nur beim Blick auf das Auto wäre die Frau schon zusammengeprügelt worden, denn die Angst der Männer hat schon immer erheblich mehr bewegt als der Mut der Frauen.
  • Und zuletzt darf natürlich folgender Hinweis nicht fehlen: hätten die Saudis doch nur eine reale Studie zu den bestehenden Vorurteilen gegenüber autofahrenden Frauen in der Restwelt in Auftrag gegeben und diese als Realität verkauft, wären sie erheblich erfolgreicher gewesen. Von den Frauen die nicht einparken können, die Entfernungen nicht richtig abschätzen können, ewig zu langsam fahren und allzeit den Verkehr behindern (nicht nur im Bett). Dazu noch die Zoten vom fehlenden Technikverständnis der Frauen, dass die Autos eben viel zu komplex seien um von ihnen verstanden zu werden. Um final dann auch noch auf die Waffenscheinpflicht von Autos zu verweisen, Mordsgerät welches definitiv nicht in Frauenhände gehört, dass erst wäre ein Reißer geworden.

Stattdessen nun die Geschichte von den Eierstöcken und der verpfuschten Nachkommenschaft. Billiger und unglaubwürdiger geht’s nimmer. Um nun allerdings in Saudi-Arabien das Mittelalter nicht aufgeben zu müssen, haben die Autoritäten dort schon angekündigt gegen die „Ramba-Zamba Autoweiber“ (übersetzt: Feministinnen) entschieden vorgehen zu wollen. Das schließt auch harte Strafen für Filme ein, die die „Autoweiber” von ihren Straßeneskapaden Straftaten auf Youtube hochladen.

Und schon sind wir final wieder beim schlagenden Argument angelangt, der Peitsche. Ob die Täterinnen im Wiederholungsfall auch gesteinigt werden sollen, darüber schweigen sich die geistlichen Männer mit akutem Sammenstau Hirnversagen wohlweislich aus.

Die geistige Impotenz der saudischen Herrschaft treibt dort also weiter seltsame Blüten, aber dafür sind sie schließlich Deutschlands beste Freunde und bekommen neben den Autos mit den Sternen auf der Haube auch die dicken Brummer von uns verkauft, die Leos, die man braucht um die Rechte der Nachbarn (auch die der Frauen) erfolgreich niederhalten zu können. Echte Männerfreundschaften sind doch noch nie an den Frauen gescheitert, oder?

 

 Über den Autor

WiKa

Wilfried Kahrs – Die Welt ist stellenweise so verzerrt, da hilft nur noch heftigere Verzerrung, Sarkasmus und wortakrobatische Verbiegung um ansatzweise wieder gerade Konturen erkennen zu können. Genau das scheint die Aufgabe zu sein, um einige Lichtstrahlen mit der Brechstange ins Dunkel hinabzulassen … 🙂

http://www.neopresse.com/gesellschaft/schlagende-argumente-gegen-autofahrende-frauen-in-saudi-arabien/

Gruß Hubert

Veröffentlicht 29. November 2013 von hubert wenzl in Politik

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Eine Antwort zu “Die Eierstöcke der Frau und Auto fahren in Saudi Arabien

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  1. Man könnte es fasst für Satire halten aber was solls, wenn sie das so haben wollen.
    Was die dort machen – ist deren Angelegenheit.

    Ich kann mich nicht über deren Lebensart in unserem Kulturkreis mokieren, und gleiches bei denen machen.
    Mich dagegen verwahren wenn mit Rücksicht auf moslemische Befindlichkeiten z. B. Aktbilder in deutschen Musen abgehangen werden,
    und mich zugleich darüber mokieren, dass in deren Heimatländern Frauen nicht nach westlicher Lebensart leben können.
    Das sollte man dann auch denen überlassen – auch wenn man da nur mit dem Kopf schütteln kann. Mit dem Kopf schütteln aus unserem Kulturverständnis heraus.

    Ich will den Islam damit nicht rechtfertigen, sondern in seine Schranken vereisen und einer Expansion dieser Kultur entgegentreten.
    Der Islam soll dort bleiben wo er ist. Er gehört NICHT zu Europa. Und die Unterdrückten (Frauen) müssen dort für ihre Rechte eintreten – NICHT bei uns und wir auch nicht für sie in deren Heimatländern.

    glG Sabine

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