NSA soll an Quantencomputer arbeiten   2 comments

Die NSA will wirklich gar alles durchwühlen. Sie kann es nicht ertragen, dass sie gut verschlüsselte Nachrichten nicht entschlüssen kann. Deswegen will sie jetzt an einem Quantencomputer arbeiten.
Etwas zur Quantenmechanik vorne weg: „Wenn du denkst, du verstehst die Quantenmechanik, verstehst du sie nicht“, zitiert die Zeitung den 1988 gestorbenen Physiker und Nobelpreisträger Richard Feynman, der als Experte für die Quanten-Theorie galt.

Hier ein Bericht von dsl-magazin

Der US-Geheimdienst NSA arbeitet einem Zeitungsbericht zufolge an der Entwicklung eines sogenannten Quantencomputers. Mit diesem soll es möglich sein, nahezu alle Verschlüsselungen zu knacken.

Washington (AFP/dpa/red) – Der Supercomputer solle in der Lage sein, nahezu alle Verschlüsselungen zu knacken, berichtete die Zeitung „Washington Post“ unter Berufung auf Dokumente des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden. Mit dem Supercomputer könnte sich der Geheimdienst dem Bericht zufolge umfangreichen Zugriff auf Bank-, Gesundheits-, Regierungs- oder Wirtschaftsdaten verschaffen.

Technologieunternehmen wie der US-Konzern IBM arbeiten schon seit längerer Zeit an der Entwicklung von Quantencomputern, die wesentlich schneller und sicherer sein sollen als normale digitale Computer. Laut dem Bericht der „Washington Post“ betreibt die NSA ihre Forschungen zu Quantencomputern in großen, abgeschirmten Räumen, sogenannten Faradayschen Käfigen. Die NSA wolle sich zu dem Bericht nicht äußern.

Ist die NSA weiter als andere Forscher?

Experten sagten der Zeitung, es sei unwahrscheinlich, dass der Geheimdienst die Entwicklung von Quantencomputern ohne Wissen der Technologieindustrie vorantreibe. Er glaube nicht, dass die NSA weiter sei als andere Forscher, „ohne das jemand davon weiß“, sagte Scott Aaronson vom renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT). Nach Einschätzung von Experten könnte es bis zum Bau eines einsatzbereiten Quantencomputers noch einige Jahre dauern.

Gängige Verschlüsselungen kein Problem mehr

Ein Quantencomputer könnte heute gängige Verschlüsselungstechniken, die beispielsweise beim Online-Banking und im E-Mail-Verkehr genutzt werden, problemlos knacken. Wie die Zeitungen „New York Times“, „Guardian“ und das US-Nachrichtenportal „ProPublica“ im September berichteten, sind die Geheimdienste aus den USA und Großbritannien allerdings auch heute schon in der Lage, verschlüsselte Kommunikation im Internet zu knacken. Gängige Verschlüsselungstechniken für E-Mails, Banküberweisungen oder Telefonate seien für die NSA und ihren britischen Partnerdienst GCHQ keine Hindernisse.

Vorschläge an Präsident Obama

Seit Juni kamen durch die Enthüllungen Snowdens eine Reihe von Spähaktivitäten der NSA und verbündeter Geheimdienste ans Licht. Zu den Abhörzielen gehörte auch das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Vor einigen Tagen legte eine Expertengruppe US-Präsident Barack Obama 46 Vorschläge für eine Begrenzung der Geheimdienstbefugnisse vor. Obama will sich im Januar dazu äußern.

Hintergrund: Was ist ein Quantencomputer?

Der Quantencomputer ist eine von mehreren Alternativen, die Wissenschaftler seit Jahren erforschen, damit auch weiterhin der wachsende Bedarf an Rechenleistung gedeckt werden kann. Zudem könnten Quantencomputer heute kaum vorstellbare Rechenleistungen ermöglichen.

Bei herkömmlichen Computern nehmen die kleinsten Bestandteile (Bits) nach den Gesetzen der Physik jeweils den Zustand Null oder Eins ein. Beim Quantencomputer können die einzelnen, Qubit genannten Teilchen dagegen mehrere Zustände gleichzeitig darstellen. Wie die „Washington Post“ am Freitag schreibt, verstehen selbst Experten der Theoretischen Physik dieses scheinbare Paradox nicht vollständig. „Wenn du denkst, du verstehst die Quantenmechanik, verstehst du sie nicht“, zitiert die Zeitung den 1988 gestorbenen Physiker und Nobelpreisträger Richard Feynman, der als Experte für die Quanten-Theorie galt.

http://www.dsl-magazin.de/news/nsa-soll-an-quantencomputer-arbeiten_134201.html?utm_source=nl_dsl-magazin&utm_medium=emailmarketing&utm_campaign=kw1_2014

Gruß Hubert

2 Antworten zu “NSA soll an Quantencomputer arbeiten

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  1. Hi Hubert

    irgendwie ist jetzt eine Hysterie ausgebrochen.

    Passwörter knacken bedeute ja – alle Kombinationen auszuprobieren, die mit einer bestimmten Anzahl von unterschiedlichen Zeichen möglich sind. Das kann letzten Endes in die Trillionen und mehr gehen.

    Um sich das vorzustellen zu können ein Beispiel:

    Zu knacken ist ein 14-stelliges Passwort aus einer Kombination von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen:
    Würde man pro Sekunde 10 Varianten ausprobieren, würde man dazu länger Brauchen als seit dem Urknall vor ca. 16 Milliarden Jahren bis heute an “Sekunden“ vergangen sind.

    Selbst wenn man die Rechenleistung von 10 auf 150 Milliarden Knackversuche pro Sekunde erhöht würde man für diese Aufgabe ca. 5 Millionen Jahre benötigen. Das setzt aber voraus, dass nahezu die gesamte Rechnerkapazität der Erde damit gebunden wird.
    .

    Nur mal angenommen es wäre Hypothetisch möglich mit einem imaginären Supercomputer diese aufgaben in weiniger als 1 Minute zu erledigen. Dann hat man zwar alle Kombinationsmöglichkeiten ermittelt, weiß aber immer noch nicht welche davon die Richtige ist. Man müsste sie nacheinander alle ausprobiere bis eine funktioniert. Allerdings wird in der Regel (bei Kontodaten z. B.) nach der 3 Falscheingabe eines Passwortes in Folge, der weitere Zugriff verweigert. Man muss den Zugang erst wieder frei schalten lassen – natürlich mit einem neuen Passwort.

    Und damit war für die NSA alles umsonst.

    .
    Die NSA soll jedes Passwort knacken können. Aber nur so lange wie sie die ermittelten Kombinationen ausprobieren kann um das richtige herauszufinden.
    Mann bräuchte also nur die Anzahl der möglichen Passwortfalscheingaben in Folge zu begrenzen. Und schon könnte die NSA ihre Computer zum Passwortknacken alle verschrotten.
    .
    Ich habe das selbst mal programmiert.

    Ich hab 3 Versuche das richtige Passwort einzugeben vorgesehen und nach 24 Stunden noch einen einzigen weiteren Versuch. Wird da ebenfalls ein falsches Passwort eingegeben löscht sich die Datei von selbst. Wird innerhalb dieser Nomenklatur das richtige Passwort eingegeben wird diese auf den Ausgangswert zurückgesetzt. D. h man hat dann wieder 3 + 1 Versuch.

    .
    Man muss natürlich sicher sein, dass das Passwort nicht bei dessen Eingebe durch einen Tojaner ausgespäht wird. Am Besten auf einem Rechner ohne Internetzugang. Und erst danach wird die Datei auf einen internetfähigen Rechner (per USB-Stik) überspielt.

    Auf der Empfängerseite sollte das Öffnen der Datei ebenfalls auf einem Rechner ohne Internetzugang erfolgen.
    Die NSA hätte keine Chance.

    .
    Noch kurz ein Wort zu Quantencomputer.

    Daten nicht mehr in Bit zu speichern ermöglicht natürlich auch neue Kommunikationstechnologien. Und somit wäre der Vorteil dieses Systems wieder zu Nichte gemacht. Vergleichbar mit dem Übergang von analoger zur digitalen Technik, die auch eine Art Quantensprung darstellte. Heute wird analog kaum noch benutzt, und wir stehen ganz offensichtlich wieder vor einem Quantensprung.

    .
    Die Digitalisierung habe ich immer als einen Irrweg angesehen. Ich hätte die Analoge Technik weiterentwickelt als 100%iges Abbild der Wirklichkeit. Bei Digital ist letzten Endes nicht mehr ersichtlich was ist real und was ist Fiktion.

    Ich könnte mir in ferner Zukunft eine Kommunikation vorstellen die auf der Basis von Telepathie beruht. Ein Phänomen, das im Tierreich verbreitet ist. Indem diese ohne Sichtverbindung miteinander kommunizieren können. So wie z.B. mein Rex unruhig wird wenn ich von Arbeit nach Hause gehe. Und das auch zu ganz ungewohnten Zeiten, dass man nicht von Dressur oder Gewohnheit sprechen kann. Oder Vögel- bzw. Fischschwärme, die alle zur gleichen Zeit die Richtung ändern ohne dabei einem Leittier zu folgen.

    Gruß Sabine

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    • Das Passwort bei Geldkartenbetrug wurde in 90% der Fällen nicht geknackt sondern ausgespäht. Durch raffiniert angebrachte Sensoren oder Minicameras am Eingabeterminal.

      Meistens wird ja nicht die Geldkarte alleine geklaut, sondern die ganze Brieftasche. Und darin gibt es sehr häufig Hinweise wie das Passwort lauten könte.

      Bei einem derartigen Verlust wird natürlich nicht angegeben, dass das in der Brieftasche mit enthalten war. Oder man muss total bekloppt sein.

      Ich habe einen ganz anderen Trick.

      Unmittelbar auf die Geldkarte eine FALSCHE Pin schreiben. Wenn ich sie verliere und der Finder sie benutzen will, wrd die Karte vom Automaten eingezogen bei 3 maliger Falscheingabe.

      Gruß Sabine

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