Der undressierte Mann   Leave a comment

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Dressierte Männer lassen sich inzwischen auch alles bieten. Die Online-Ausgabe von „Bild“ am 19. 8. 2005 titelt:

„Ich hab’ meinen Mann verlängern lassen“ und berichtet, wie eine 51jährige Laborantin „aus dem Schwäbischen nicht mehr nur von leidenschaftlichen Nächten träumen“ wollte und deshalb ihren Mann „zur Penisvergrößerung“ geschickt hatte.
Na bravo kann ich da nur sagen! Der Mann degradiert zum willigen Werkzeug für weibliche Höchstbefriedigung. Ich kann mir vorstellen, dass sich dieser Mann ganz toll fühlt und vor Selbstbewusstein fast platzt. Endlich kann er seiner Angebetenen genügen. Was tut Mann nicht alles für Frau.

Hier ein Artikel von cuncti.net

2oo8 veröffentlichte Walter Hollstein im Aufbau-Verlag sein Buch „Was vom Manne übrig blieb“. Es entwickelte sich rasch zu einem Standardtext zur Problematik der wachsenden Männerfeindlichkeit. Seit Frühjahr 2012 ist der Band vergriffen. Er erscheint nun ganz neu bearbeitet, aktualisiert und um einige Kapitel erweitert im Verlag „Opus Magnum“ (Stuttgart). Wir veröffentlichen einen Ausschnitt aus dem Schlusskapitel.

voodoo

Am 27. 8. 2012 wurde die Polizei in Bochum zu einem außergewöhnlichen Einsatz gerufen. Anrufer hatten zwei verdächtige Personen gemeldet, einen Mann und eine Frau. Die Polizei entdeckte die beschriebenen Personen auf dem Bürgersteig in der Vierhausstraße: Eine Frau in martialischem Lederdress führte einen Mann an einer Hundeleine auf der Hauptverkehrsstraße aus – und der Mann war praktisch nackt. Er trug nur ein Stachelhalsband um den Hals, an dem die Leine befestigt war. Auf die Frage der Polizisten, was das Paar da mache, erklärte die 33jährige, der Mann müsse seine Notdurft verrichten – Mann als Hündchen.

Esther Vilar: Der dressierte Mann / Das polygame Geschlecht / Das Ende der Dressur

Dafür gibt es mittlerweile sogar eine Art „Selbsthilfeliteratur“, wie beispielsweise das Buch von Michele Weiner-Davis: „Jetzt ändere ich meinen Mann.“ Darin wird anhand spezieller Tipps dargestellt, wie ein Mann „nach dem Muster des klassischen Hunde-Trainings umgekrempelt“ werden kann.

Dressierte Männer lassen sich inzwischen auch alles bieten. Die Online-Ausgabe von „Bild“ am 19. 8. 2005 titelt: „Ich hab’ meinen Mann verlängern lassen“ und berichtet, wie eine 51jährige Laborantin „aus dem Schwäbischen nicht mehr nur von leidenschaftlichen Nächten träumen“ wollte und deshalb ihren Mann „zur Penisvergrößerung“ geschickt hatte. „‚Ich bin begeistert‘, strahlt Susanne […]. Susanne begleitete ihren Ewald zu den Messungen ins Krankenhaus. ‚Er ist jetzt auch viel härter geworden‘, diktierte sie dem Arzt dort stolz ins Protokoll.“ Geschmackvollerweise lässt sie sich mit ihrem Mann auch gleich noch in der Zeitung ablichten. Am 1. September 2012 gesteht eine Natalie in der schweizerischen Boulevardzeitung „Blick“, dass sie ihrem Freund nicht traue und ihm deshalb jetzt einen Keuschheitsgürtel verpassen wolle.

Diese Vision oder Realität des „dressierten Mannes“ hat Esther Vilar schon in den 70er Jahren beschrieben – ausgerechnet zur Hochzeit des Feminismus im deutschsprachigen Raum.

was-vom-manne-uebrigblieb-das-missachteteProf. Walter Hollstein: Was vom Manne übrig blieb – das missachtete Geschlecht

Nun sind die genannten Beispiele sicher eher episodisch. Es geht auch gar nicht darum, sie zu dramatisieren oder gar zu verallgemeinern. Sie sind aber symbolischer Ausdruck dafür, dass die Definitionsmacht über Geschlechterbeziehungen, geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und überhaupt alles, was mit der Geschlechterfrage zu tun hat, heute bei den Frauen liegt und in Sonderheit beim Feminismus. Man wird inzwischen noch weiter gehen müssen: Nicht nur die Definitionsmacht ist feministisch, sondern auch Widerspruch dagegen wird nicht mehr toleriert. Für den Soziologen Hinrich Rosenbrock zum Beispiel ist Antifeminismus „Hasspropaganda“. Wörterbücher zeigen sich neutraler. Antifeminismus – so heißt es da – „bezeichnet eine gegen den Feminismus gerichtete kritische Haltung“. Das können einige offenbar so nicht mehr denken; sie stellen den Antifeminismus a priori unter Verbotsschilder, und das heißt: ohne sachliche Prüfung.

Inzwischen ist die Situation so weit gediehen, dass eine kritische Auseinandersetzung mit feministischen Postulaten schon als undemokratisch oder sogar rechtsextrem diffamiert wird. Ein Beispiel dafür ist die Schrift „Geschlechterkampf von rechts“, die die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung 2010 herausgegeben hat. (…)

Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist mittlerweile noch einen Schritt weiter gegangen, indem sie 2011 unter dem Titel „Gleichstellungspolitik kontrovers. Eine Argumentationshilfe“ ein Handbuch herausgegeben hat, das feministisches Denken vor „gegnerischen“ Angriffen schützen will. Daraus könnte geschlossen werden, dass der Feminismus mittlerweile als die eigentlich staatstragende Doktrin verstanden und akzeptiert werden soll.

2012 veröffentlichte dann auch die Heinrich-Böll-Stiftung eine „Expertise“ über die „antifeministische Männerrechtsbewegung“. Ihr Autor, Hinrich Rosenbrock, fährt sogleich heftiges Geschütz auf:

„Die Brisanz antifeministischer Ideologien wird in den Behauptungen des norwegischen Attentäters (…) Breivik deutlich.“ Der Verweis auf Brejvik findet sich in der Schrift gleich mehrmals und soll wohl drohend andeuten, zu welch grausamen Taten antifeministische Männerrechtler auch in unseren Breitengraden fähig sein könnten. (…)

Man sieht wo Feministinnen landen können, wenn sie Männern nur das Schlechteste andichten wollen.

 

Hier weiterlesen

http://www.cuncti.net/streitbar/280-der-undressierte-mann

 

Gruß Hubert

 

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