Man kann sich nur wundern mit welcher Kaltschäuzigkeit von deutschen Medien Tatsachen verdreht werden.

Hier ein interessanter Artikel dazu von Eifelphilosoph auf nachrichtenspiegel.de

Die Ukraine im Lügenkrieg der Oberschichtsmedien.

Haben Sie in letzter Zeit mal wieder etwas vom Dritten Weltkrieg gehört? Dem, den die Ukraine gegen Russland ausgerufen hat (siehe z.B. t-online)? Jene Ukraine, die vom CIA, vom FBI (siehe Neues Deutschland) und 400 Söldnern (siehe Spiegel) privater Militärfirmen unterstützt wird? Ja – so etwas gibt es inzwischen: Militär, dass man mieten kann. Natürlich ist das ein Unding, weil so das Gewaltmonopol des Staates ausgehebelt wird und Staaten damit  mittelfristig ihre Existenzberechtigung als Schutzgemeinschaft verlieren werden – aber man gewöhnt sich ja an vieles. Da kann also jetzt jeder Konzern einfach mal ein paar Killer schicken, die die Gemeinde aufmischen, um der Regierung die Erhöhung des Militärbudgets schmackhaft zu machen. So soll ja auch der Kosovokrieg ursprünglich initiiert worden sein – aber über so etwas dürfen wir ja heute nicht mehr nachdenken.

Worüber wir aber wohl mal nachdenken dürfen, ist der zeitliche Zusammenhang der Nachrichten. Ich rezitiere mal aus dem Gedächtnis: erst kamen ukrainische Soldaten in den revoltierenden Osten, die einfach überliefen und ihre Panzer den Rebellen übergaben (ich halte mich jetzt mal nicht an die Sprachregelung der Regierung, ich weiß auch nicht, wie die derzeit lautet). Dann war ein paar Tage lang Ruhe – und auf einmal kam eine antiterroristische Großoffensive, bei der in Odessa drei Dutzend Menschen verbrannt wurden.

Bei dieser Großoffensive kam US-Material zum Einsatz – und man filmte perfekt italienisch sprechendes Soldaten. Beides kann man noch ohne großen Griff in die Geheimdienstkiste erkären – solche Jeeps können von jedem gekauft werden … und warum sollte ein Ukrainer nicht auch mal perfekt italienisch können?

Genau genommen kam die Offensive so richtig in Fahrt, nachdem CIA und FBI ihre „Beratungen” vorgenommen haben – und  nachdem eine Bande privater Profikiller durchs Land zog (auch hier habe ich die offizielle Sprachregelung der deutschen Presse noch nicht zur Kenntnis nehmen können): auf einmal gab es viele Tote.

Und dann?

War auf einmal Ruhe im Land. Kam zuvor noch jeden Tag Nachrichten von der Front – wie erfolgreich man wieder einige Terroristen erschossen hatte – war auf einmal tagelang Stille. Jedenfalls so lange, bis sich die „Separatisten” (offizielle Sprachregelung) meldeten, siehe Spiegel:

Nach Darstellung des Separatistenführers starben allein 90 Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU bei den Kämpfen im Südosten der Ex-Sowjetrepublik. Auch private Militärfirmen aus Polen und den USA hätten Verluste zu beklagen. Zudem hätten die Regierungstruppen acht Kampfhubschrauber sowie weitere Militärtechnik verloren. Zu den „Verlusten” gehörten laut Ponomarjow angeblich auch 13 getötete und 12 verletzte Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA sowie vom FBI. Das behauptete er in einer von der selbst ernannten „Volksrepublik Donezk” veröffentlichten Videobotschaft.

Natürlich gab es nie Geheimdienstmitarbeiter in Kiew – das geht auch gar nicht, weil die ja „geheim” sind – so geheim wie die in Zivil gekleidete deutsche Militärmission auf Urlaubsfahrt, die versehentlich verhaftet wurde. Die können niemals irgendwo sein, weil sie ja sonst nicht mehr geheim wären – außer, sie werden verhaftet. Die große Anzahl getöteter US-Agenten könnte aber leicht erklären, warum die „Frontberichterstattung” spontan eingestellt wurde: für so ein Debakel braucht man nicht auch noch Reklame. Da braucht die Regierung auch eine gewisse Zeit, bis sie eine Sprachregelung gefunden hat – und so lange ruht die Berichterstattung.

[…]

Die Hintergründe der Eskalationen in Odessa. Nationalistisch-faschistische Kräfte – von Kiew orchestriert – exekutierten oder erschlugen offensichtlich einige ihrer Opfer. CIA und FBI beraten das Regime in Kiew. Medien in Deutschland leisten dem rechten Terror in der Ukraine teilweise Rückendeckung.

Unter Einsatz von Schusswaffen, Gasgranaten und Molotowcocktails trieben die nationalistischen Angreifer die Menschen in das Gewerkschaftshaus, nachdem das Zeltlager abgebrannt worden war. Doch die Zufluchtstätte wurde zu einem Massengrab, als die Faschisten unter Parolen wie „lasst sie uns abfackeln“ oder „alle bis auf den Letzten umbringen!“ Feuer legten und dafür sorgten, dass niemand die Ausgänge verlassen konnte.

Was serviert hingegen der Spiegel seinen Lesern heute – nach den eindringlichen Warnungen vor dem bösen Russen, der die kleine, hilflose Nato einfach so wegwischen könnte (und es wahrscheinlich bald tut!!!)?

Eine politische Unverschämtheit der Extraklasse – siehe Spiegel:

Die ukrainische Übergangsregierung fordert von Deutschland mehr Entschlossenheit im Umgang mit Russland – und schärfere Strafen.

Oder ist es der CIA, der da spricht? Nein, der hat ja dementiert, dass er überhaupt da ist. Immerhin – der Aufruf zu „präventiven” Maßnahmen taucht jetzt ebenfalls auf:

„Es ist auch wichtig, präventive Sanktionen zu verhängen, bevor Russland noch größeren Schaden anrichtet.”

Putin ist aber auch sowas von böse … der muss bestraft werden, bevor er überhaupt was getan hat!

Und wenn der sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen läßt, fackelt man einfach noch ein paar anti-kiewer Demonstranten ab. Irgendwann wird ihm schon der Kragen platzen.

Und das deutsche Volk, das nur etwas von dem ganzen kostspieligen Theater hätte, wenn es einen Krieg gegen Russland planen würde?

Das wird mal wieder bezahlen dürfen, nachdem es beschissen wurde. Aber: genau darum wird es ja beschissen: damit es weiter zahlt. Wie schrieb noch das Neue Deutschland?

Derweil hat der US-amerikanische Rüstungskonzern Lockheed Martin die Erwartung geäußert, dass die Ukraine-Krise neue Rüstungsvorhaben ermöglicht. Politiker und Bürger würden »einen Schritt zurücktreten und darüber nachdenken, ob alle Fähigkeiten vorhanden sind, um sich zu verteidigen und um die volle nationale Sicherheit zu haben«, hoffte Konzernchefin Marillyn Hewson gegenüber der »Welt am Sonntag«. Jede Art von Konflikt »sollte bewirken, dass man sich fragt: Sind alle Fähigkeiten vorhanden?«

Das war am 4.5.2014. Kaum eine Woche später sind sich die Oberschichtsjournalisten einig: wir sind zu schwach und müssen aufrüsten – denn genau DAS bringt ihnen genug Geld für die eigene Pferdezucht.

Und in den Dritten Weltkrieg rutschen wir dann „einfach so” ´rein, weil „Kiew” es so wollte.

Hier weiterlesen:
http://www.nachrichtenspiegel.de/2014/05/19/die-ukraine-im-luegenkrieg-der-oberschichtsmedien/

 

Gruß Hubert