Archiv für 4. Juni 2014

Zynismus pur: Karlspreisverleihung und Jazenjuk   1 comment

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Das mit den Preisverleihungen ist immer so eine Sache. Ein Politiker hängt dem anderen eine Ehrenmedaille um. Dass man diesem Jazenuk den Karlspreis verleiht ist aber schon eine arge Geschmacksverirrung.

Bild: kmu.gov.ua
Bild: kmu.gov.ua
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Heute wurde dem Präsidenten des Europäischen Rates Herman von Rompuy der Karlspreis verliehen. Der Preis, der von der Stadt Aachen für die Verdienste um Europa und die europäische Einigung verliehen wird, ist mit der Laudation Jazenjuks und dem gemeinsamen Eindreschen auf Russland zu einem klaren politischen Statement der aktuellen politischen Situation in der Ukraine geworden.

Von Marco Maier

Dass der frühere belgische Premier und heutige Präsident des Europäischen Rates, sowie Vorsitzender des Euro-Gipfels, Herman von Rompuy den Preis erhielt, war mehr oder weniger nachvollziehbar. Die Laudatio durch einen jener führenden Politiker, der mit Hilfe rechtsextremer Brandmörder zur Spaltung Europas beiträgt – nämlich durch Arsenij Jazenjuk –  ist hingegen eine absolute Farce die an menschenverachtenden Zynismus kaum zu überbieten ist. Die einzige europäische Einigung die er und seine Junta vollbrachten, ist jene der EU gegen Russland und die ethnischen Minderheiten in der Ukraine.

An Russland gerichtet sagte er, dass niemand das Recht habe, „die UN-Charta zu verletzen und in Europa neue Grenzen zu ziehen und neue Mauern zu errichten”. Sein Land, so der rechtsgerichtete Interims-Premier zynisch, müsse für Frieden und Freiheit kämpfen – „mit allen Mitteln und Werkzeugen“. In die gleiche antirussische Kerbe schlug van Rompuy: „Destabilisierung durch unseren gemeinsamen Nachbarn Russland ist nicht akzeptabel“, sagte er in seiner Dankesrede. Das Vorgehen Russlands sei demnach umso bedauerlicher, als das Land „vollständig zur europäischen Zivilisation, zur europäischen Kultur“ gehöre. In Europa, so van Rompuy, gebe es keine Grenzansprüche zu Lasten der Nachbarn. „Wir müssen mit anderen Staaten zusammenarbeiten, um Probleme zu lösen.”

Jazenjuk dankte Van Rompuy danach für dessen Unterstützung: Der EU-Ratspräsident habe „alles unternommen, um Blutvergießen in meinem Land zu verhindern“.

Das ukrainische Volk vertraue ihm, Jazenjuk, ganz persönlich. Wie sehr es ihm vertraut, sieht man im Osten und Süden der Ukraine, wo die ukrainische Armee gemeinsam mit den rechtsextremen Sturmabteilungen der „Nationalgarde“ Städte und Dörfer in Schutt und Asche legen, weil viele Menschen in diesen Regionen mit der aktuellen Putschregierung in Kiew nicht einverstanden sind.
Wie kann dieser Politiker zu dieser Preisverleihung eingeladen werden, in dessen Mitverantwortung das Massaker von Odessa und der Krieg gegen die eigene Bevölkerung liegen?

Wie blind muss man gegenüber der Lage in der Ukraine sein? Allerdings scheint es heutzutage zur Mode geworden zu sein, Preise und Auszeichnungen aus purem politischen Kalkül zu vergeben. Wie sonst hätten schon die EU und US-Präsident Obama den Friedensnobelpreis bekommen können?
Vielleicht sollte man den Chef des Rechten Sektors für den „Dachau-Preis für Zivilcourage“ vorschlagen, welcher nächstes Jahr wieder an eine Person verliehen wird, „die sich mit Mut, Phantasie und Engagement für die Rechte von Verfolgten und diskriminierten Minderheiten eingesetzt haben“. Auch hier kann man den Sinn des Preises entstellen, indem man Rechte auszeichnen, die mit Phantasie und Engagement Minderheiten verfolgen und diskriminieren.

http://www.contra-magazin.com/2014/05/zynismus-pur-karlspreis-und-jazenjuk/

 

Gruß Hubert

 

 

 

Veröffentlicht 4. Juni 2014 von hubert wenzl in Politik

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Prenzlauer Berg – Abriss und Verdichtung für Luxuseigentum   Leave a comment

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Es ist schon eine niederschmetterndes Ereignis, wenn es plötzlich heißt, die eigene Wohnung soll abgerissen werden, weil man Luxuswohnungen bauen will. So soll es im Bezirk Prenzlauer Berg passieren bzw. ist es teilweise schon passiert. Die Mietprese sind dann durchwegs von allen Mietern nicht mehr bezahlbar. Viele der Mieter haben 1961 im Rahmen einer Genossenschaft aktiv am Bau der Anlage noch mitgearbeitet. Im Rahmen des „Altschuldenhilfegesetzes“ musste der Bestand von 1996 von der Genossenschaft verkauft werden.

Nach mehreren anschließenden Verkäufen wurde die sanierte Anlage im Jahr 2010 von der Firma ecoconcept erworben. Diese Firma hatte das Ziel die Objekte teilweise abzureißen und die Anlage zu verdichten, um 150 Luxuswohnungen mit 220 Tiefgaragenplätzen zu errichten. Die ca. 50 Bäume der Anlage sollen ebenfalls weichen.
Zuerst sicherte die Politik den Mietern Unterstützung zu. Und dann hat die Politik die Mieter doch im Stich gelassen und dem Investor ausgeliefert. Leider musste man von der Politik ein solches Verhalten erwarten. Dann kann man nur mehr sagen ade offene Flächen, ade 50 gesunde Bäume, ade 20 Wohnungen – ja und nicht zuletzt, ade preiswerte Mieten samt Lebensqualität. Vor allem den älteren Bewohnern kann man nur wünschen, dass sie den Verlust ihrer Wohnanlage verkraften.

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http://www.4shared.com/video/748ki-Vzba/Wenn_Demokratie_zur_Farce_wird.html

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Gruß Hubert

Grüß Gott, Herr Professorin   1 comment

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Kaum zu glauben wohin uns der Genderwahn bringen will. Man hängt jetzt sogar schon einem Professor das weibliche IN an. Was soll dieses unsinnige Geschwätz? Fehlt nur noch, dass der „Professorin“ auch noch einen Rock anzieht. So etwas kann man an einem Unsinnigen Donnerstag machen, wenn einem Mann (?) danach der Sinn steht. Es wird Zeit diesem Rabatz ein Ende zu setzen. Mit Wissenschaft hat das nicht das geringste zu tun, sehr wohl aber mit Wahn – und eventuell mit Unterdrückung und faschistoiden Gehabe. Unfassbar wohin uns die Gender-Industrie führen will.

Hier ein Artikel aus der Stuttgarter Zeitung

Grüß Gott, Herr Professorin

An der Leipziger Universität, diesem Hort des Geistes und der Vernunft, wo man allenfalls ein paar restliche Stäubchen aus dem sozialistischen Muff von vierzig Jahren, aber kein Mittelalter im Denken vermutet hätte,
haben sich die Teufelsaustreiber durchgesetzt. Dort hat ein Senatsbeschluss für die neue Verfassung den Professoren männlichen Geschlechts zumindest sprachlich den Garaus gemacht. Sie werden nun alle als Professorinnen geführt, auch wenn das, wie die Rektorin jetzt verkündet, keine Auswirkung im alltäglichen Umgang haben wird. Trotzdem gilt: So besiegt man mit Sprache die Wirklichkeit.

Da lachen natürlich die Hühner, da wiehert die ganze Republik, da krümmt sich vor Vergnügen, wer noch halbwegs bei Verstand ist. Und es wäre wirklich nur ziemlich lustig, geschähe so etwas ausschließlich in irgendwelchen feministischen Zirkeln und nicht an einer deutschen Universität. Aber dieser Männerexorzismus, dieser Kniefall vor dem, was ein paar weibliche Fanatiker für politisch korrekt halten, macht auch an vielen anderen Orten Schule. Der sprachliche Tod des Mannes soll endlich ausgleichen, dass hier über Jahrhunderte alles von diesen haarigen Burschen aus dem anderen Geschlecht beherrscht worden ist. Jetzt hat man sie einfach in den Wind geredet. Denkt frau.

Leipziger Schnapsidee ausgerechnet von einem Mann

Doch das ist nun gar nichts Neues, aber es wird immer toller. Anfangs konnte man noch darüber hinweghören, wenn in Ansprachen die lieben Mitglieder und Mitgliede­rinnen begrüßt wurden, um die anwesende Damenwelt eines Vereins ausreichend zu würdigen.
Und an den von SPD-Rednern tausendfach wiederholten und stets die heilige weibliche Endsilbe vernuschelnden Einwurf „liebe Sozialdemokratnnn und Sozialdemokratnnn“ haben wir uns längst gewöhnt.

Allenthalben ergänzen ja die Schrägstrich-Innen sämtliche Berufsbezeichnungen in den Stellenanzeigen von den gesuchten Kleintierzüchter/innen bis zu den suchenden Großwildjäger/innen. Sprachlich ist das grauenhaft. Aber bitte, geschenkt. Und zugegeben: es war ja auch gar nicht nett, wenn Redner in früheren Zeiten Ihr Publikum mit „Meine Herren“ anredeten, obwohl eine Handvoll Frauen vor ihnen in den Reihen saßen.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.sibylle-krause-burger-kolumne-gruess-gott-herr-professorin.18faf589-24ef-46fe-ba6e-41828a63247f.html

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Auf Seite 2

Auszug.

Aber nun treiben es die MannsteufelsaustreiberInnen doch ein bisschen zu weit. Wobei es keine Rolle spielt, dass die Leipziger Schnapsidee, wie berichtet wird, ausgerechnet von einem Mann stammt.
Getragen wird solcher Schwachsinn von der Gender-Bewegung, in der man dem absurden Gedanken huldigt, Männer und Frauen, dazu Hinz und Kunz, Homo und Hetero seien absolut gleich, die Unterschiede nur anerzogen. Weshalb man vor allem mal die bösen Männer abschaffen kann.

Solcher Unsinn ist unter sehr vielen Leuten heute selbstverständlich – es ist sozusagen Mainstream. Nicht im ganz normalen bundesrepublikanischen Alltag, aber doch in manchen sich modern und besonders kritisch gebenden Kreisen und eben an den Universitäten, wo sich die Gender-Lehrstühle vermehren wie die Kaninchen.

[…]
Natürlich können Frauen alles, was Männer können, solange es nicht auf die schiere körperliche Kraft ankommt. Das steht außer Frage. Manches können sie sogar besser. Doch dass es nur anerzogene Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, das ist nichts anderes als ein Wahn.
Diesen Wahn zu systematisieren, das Systematisierte zu propagieren und sprachlich festzulegen, also in Dogmen zu verwandeln, das hat nichts mit Wissenschaft zu tun. Es gehört nicht an die Universität und muss nicht mit Steuergeldern gefördert werden.

Es hat etwas Sektiererisches, ja Totalitäres, etwas Faschistisches. Es soll gegen jede Erfahrung geglaubt und gelebt und gegen gewisse, als feindlich ausgewiesene Gruppen und Überzeugungen ins Feld geführt werden.

Na denn prost. Nur noch weiblich eingefärbtes Einerlei? Und das auch noch als allein selig machende Lehre? Leipzig, mir graut vor dir.
Von Sibylle Krause-Burger

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.sibylle-krause-burger-kolumne-gruess-gott-herr-professorin-page1.18faf589-24ef-46fe-ba6e-41828a63247f.html

 

Gruß Hubert

Bekommen wir in Westeuropa in Zukunft teures Fracking-Gas?   Leave a comment

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