Es ist für mich nicht nachvollziehbar wie sehr man in Europa nach der Pfeife der USA tanzt. Wo vor hat man vor denen Angst? Man nimmt durch die Wirtschatssanktionen gegen Russland große wirtschaftliche Schäden in Kauf. Mehr noch, man lässt sich von den USA in einen Krieg treiben. Die Ukraine ist da nur ein Vorwand. Unfassbar wie man im Westen in den Medien jede Sachlichkeit missen lässt und eine unglaublich Propaganda gegen Russland betreibt.

Hier ein Artikel von Eifelphilosoph

Wissen Sie eigentlich, was Krieg ist? Dumme Frage: Sie wissen es nicht. Der letzte echte Krieg in Deutschland ist 69 Jahre her – man müßte schon Ende siebzig sein, um überhaupt noch ein paar verwertbare Erinnerungen zu haben, die letzten echten Soldaten gehen auf die neunzig zu. Die hätte ich jetzt gerne im Bundestag und in den Redaktionen der Leitmedien: also dort, wo Politik entschieden wird. Sie wissen noch, was Krieg heißt, wie Gewalt eskaliert, wie alle daran arbeiten, dass sie maximal eskaliert. Dankenswerterweise erinnert Spiegel momentan daran – in einer Serie über Propaganda im ersten Weltkrieg:

Der Krieg war gerade ein paar Stunden alt, da fielen bei Nürnberg schon die ersten Bomben. Wenig später schnitten indische Sikhs im Dienste Großbritanniens schlafenden deutschen Soldaten die Kehle durch und tranken deren Blut. Und die Deutschen? Sie hackten Kindern die Hände ab und waren auch sonst eine brutal-effiziente Mordmaschine: Selbst aus den Körpern ihrer Gefallenen gewannen sie in einer speziellen Leichenfabrik noch Glyzerin für die Herstellung von Munition.

Keine der Meldungen entsprach der Wahrheit. Alles Lügen – die aber einem wunderbaren Zweck folgten: aus dem militärischen Gegner ein bösartiges, unmenschliche Ungeheuer zu machen. Das geschieht auch gerade wieder – in breiter Front, siehe Spiegel:

Entführungen, Folter, Exekutionen: Der Uno-Menschenrechtsrat erhebt in seinem neuen Bericht schwere Vorwürfe gegen die prorussischen Separatisten in der Ukraine. Der Abschuss von MH17 könnte “einem Kriegsverbrechen gleichkommen”.

Leider stellt das Rote Kreuz im selben Artikel andere Kriegsverbrechen in den Vordergrund:

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) warf den ukrainischen Truppen vor, bei ihren Attacken Raketen vom Typ “Grad” in Donezk eingesetzt zu haben. Mindestens 16 Menschen seien gestorben. Die Flugkörper sind zielungenau – ihr Einsatz im bewohnten Gebiet sei ein Kriegsverbrechen, so die Menschenrechtler.
Ahnen Sie, wohin die Reise geht? Brauchen Sie gar nicht: in Deutschland wird schon für sie vorgedacht. Putin (ein deutsches Magazin, das ich nicht zitieren möchte, nannte ihn unlängst: “Macho-Zar”) muss gestoppt werden – egal was die Untersuchungen ergeben. Wir verabschieden uns gerade in großem Maße von den üblichen Grundsätzen eines demokratischen Rechtsstattes, der vor der Urteilsfindung zweifelsfreie Beweise verlangt: unsere Journalisten brauchen die Beweise nicht: dass “Putin” schlecht ist, wissen die einfach so.

Vergessen ist die Tatsache, dass Kriege eskalieren – in der Ukraine, in Gaza, überall. Es fängt harmlos an – in der Ukraine zum Beispiel mit dem Einsatz von FBI, CIA und 400 amerikanischen Söldnern. Danach verbrennen prorussische Sepparatisten in einem Haus in Odessa, die ukrainische Armee arbeitet auf einmal unglaublich effizient, die Überläufer von vorher sind spurlos verschwunden … dafür verfügen die “Rebellen” aber über eine erstaunliche Schlagkraft. Vielleicht gerade durch ukrainische Soldaten verstärkt, die sehen, wie die Truppen der Putschregierung unter dem neuen superreichen Präsidenten Poroschenko Raketen auf Zivilisten schießen?

Es wird ein großer Krieg vorbereitet – während der deutsche Bürger sich noch im Weltmeistergefühl badet und sich für unangreifbar hält, werden in den USA Gesetze vorbereitet, die den heißen Krieg innerhalb von Stunden herbeiführen können. Gönnen Sie sich mal einen Ausflug auf die Seite des Congressman Jim Gerlach in den USA. Da findet man brisante Informationen:
Congressional Ukrainian Caucus co-Chairs U.S. Reps. Jim Gerlach (PA-6th District), Marcy Kaptur (D-OH) and Sander Levin (D-MI) on Thursday introduced legislation to provide a clear and specific process to provide direct military and security assistance to the Government of Ukraine as it seeks to strengthen its democracy and prevent separatist violence and aggression within its borders.

Da gibt es einige verschiedene ukrainische Organisationen in den USA, die das unterstützen. Wo die herkommen, wer die bezahlt – wer will das schon wissen. Es geht um einen direkten Militäreinsatz gegen … Russland. Das versteht man aber nur, wenn man andere Informationen hinzufügt, wie sie der Spiegel aktuell ins Gespräch bringt. Wieder sind es nichtssagende Satellitenbilder, die beweisen sollen, dass Russland ukrainische Truppen von russischem Territorium aus beschießt – während Wochen zuvor durch russische Medien die Meldung ging, ukrainische Artillerie hätte russisches Gebiet beschossen. Zu sehen sind: Fotos mit Selbstfahrhaubitzen und Fotos mit Löchern auf ukrainischer Seite. Das die Haubitzen da auch stehen können, um jenen zu begegnen, die die Löcher wirklich verursacht haben, kommt niemandem in den Sinn: Vorverurteilung ist gerade sehr in Mode.

Sogar die linke TAZ beteiligt sich an der Kriegspropaganda – mit einem herzzerreissenden Bericht über die ungebildeten, besoffenen, grausamen, plündernden Separatisten, denen sie jede Verhandlungsfähigkeit abspricht … und die eigentlich fast alle aus Russland kommen. Beweise dafür? Über die Autorin dieser Berichte findet man recht wenig … außer, dass sie gelegentlich zusammen mit einer Clair Briggs für Radio Free Europe schreibt … einem ehemaligen Geheimdienstsender aus dem Kalten Krieg (siehe Wikipedia). Drei Artikel von April bis Mai sind dort zu finden, jetzt schreibt sie für die TAZ.

Ihr erster Artikel bei Radio free Europe stammt vom 8.4.2014. Liest man ihn zuende, stellt man jedoch Verblüffendes fest:

Written by Charles Recknagel in Prague based on reporting in Donetsk by Valeria Dubova. Merhat Sharipzhan contributed to this report from Prague

Der Bericht von Valeria Dubrovna wurde also von einem Mitarbeiter von Radio free Europe geschrieben – einem Überbleibsel aus dem Kalten Krieg?

Weiß die TAZ, wie gefährlich es ist, sich auf solche Quellen zu verlassen? Kommen die Artikel von Valeria Dubrovna im Original möglicherweise ALLE von Charles Recknagel?

[…]
Bislang lassen wir uns von US-Geheimdienstinformationen direkt in einen Krieg hineinsteuern – einen Krieg gegen die Bestie Putin. Wenn der erstmal so heiß wird wie der Krieg in der Ukraine, werden wir in Europa Menschenrechtsverletzungen in größtem Ausmaß erleben.

Krieg selbst ist nämlich die größte Bedrohung für sämtliche Menschenrechte … nicht Putin.

Hier weiterlesen:
http://www.nachrichtenspiegel.de/2014/07/29/wie-die-usa-europa-in-einen-krieg-treiben-propaganda-der-gegenwart/

 

Gruß Hubert