Archiv für 25. November 2014

Bunte Revolutionen: Eine neue Art der US-Kriegsführung   Leave a comment

Der russische Journalist Andrew Korybko beschreibt die „bunte Revolution“ als wichtigen Bestandteil der verdeckten US-Kriegsführung.

Von Andrew Korybko
Information Clearing House, 12.10.14

Gegenwärtig ist weltweit eine Veränderung der US-Strategie zu beobachten. Die USA sind dabei, ihr Rolle als „Weltpolizist“ aufzugeben und zum aus dem Hintergrund operierenden „Strippenzieher“ zu mutieren. Diese grundsätzliche Veränderung ist vor allem daran erkennbar, dass die sehr offensiv ausgerichteten US-Streitkräfte zunehmend defensiver und zurückhaltender agieren. Teil dieser Transformation ist auch das Ersetzen von Einheiten der regulären US-Truppen durch Spezialkräfte Auch von Privatfirmen angeheuerte Söldner (Private Military Contractors / PMCs) spielen eine immer wichtigere Rolle in der US-Strategie. Das heißt natürlich nicht, dass die USA nicht mehr militärisch intervenieren können oder wollen – keineswegs – aber die neue US-Strategie bevorzugt indirektere und heimtückischere Methoden der Einflussnahme und startet nicht mehr sofort Invasionen mit großflächigen Bombenangriffen und (eigenen) Bodentruppen. Sie beherzigt den Rat Sunzis (eines chinesischen Militärstrategen, der empfohlen hat: „Die höchste Kriegskunst besteht darin, den Widerstand des Feindes ohne Kampf zu brechen.“

Das Ergebnis ist eine Mischung aus „bunten Revolutionen“, asymmetrischen Kriegen und dem Einsatz von Söldnern; der direkte Einsatz von US-Kampftruppen lässt sich vermeiden, weil die Stellvertreterkriege von regionalen Verbündeten geführt werden. Indem sich die US- Regierung dieser schmutzigen Methoden bedient, kann sie so tun, als habe sie mit den (von ihr inszenierten) Konflikten überhaupt nichts zu tun. Da keine regulären US-Truppen eingesetzt werden, ist das Risiko, dass es zu einer direkten Konfrontation der USA mit Russland, China oder dem Iran kommt, auch viel geringer, obwohl es in den Stellvertreterkriegen eigentlich nur darum geht, den Einfluss dieser drei Staaten zu verringern.

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Cartoon: Carlos Latuff, Wikimedia, copyright free
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Der auf ganz Eurasien ausgerichtete Plan der strategischen Destabilisierung und Zerschlagung von Staaten geht auf Zbigniew Brzezinski und das von ihm entwickelte Konzept der Balkanisierung Eurasiens zurück. Die USA sind bei der Umsetzung seines Konzepts flexibel und geben nicht auf, wenn die Destabilisierung irgendwo ins Stocken gerät. Wenn das geschieht, wie es in der Ukraine, in Syrien und im Irak geschehen ist und demnächst vielleicht auch im Südchinesischen Meer geschehen wird, begnügt man sich erst einmal damit, in den an Russland und China angrenzenden Staaten, die sich zur Aufstellung von Raketenabschussbasen eignen würden, ein größtmögliches Chaos anzurichten. Dabei geht es darum, total destabilisierte „schwarze Löcher“ zu schaffen, die Moskau, Peking und Teheran große Probleme bereiten, unabhängig davon, „ob diese intervenieren oder nicht intervenieren“. Natürlich wäre es den USA am liebsten, wenn die ins Visier genommenen Staaten (Russland, China und der Iran) in das Desaster hineingezogen und selbst ausgeblutet und destabilisiert würden – wie die Sowjetunion im sowjetisch-afghanischen Krieg, den Brzezinski vor mehr als 30 Jahren inszeniert hat. Das Abrücken von größeren US-Invasionen in Eurasien und der Abzug aus Afghanistan, in dem wieder Anarchie herrscht, ist gleichzeitig eine Rückbesinnung auf das Konzept Brzezinskis und könnte für die eurasischen Großmächte (Russland und China) zu einer gefährlichen Falle werden.
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Die guten Erfahrungen, die US-Regierungen mit der Ausbildung und Bewaffnung der Mudschaheddin bei der Anzettelung des sowjetisch-afghanischen Krieges gemacht haben, können rückblickend als erster erfolgreicher Schachzug der (alten und) neuen aus dem Hintergrund agierenden US-Strategie angesehen werden. Schon damals hat die US-Regierung Pakistan und andere islamische Staaten dazu angestiftet, in Afghanistan die Saat der Verwirrung zu säen, und dabei gleichzeitig die internationale Söldnertruppe Al-Qaida geschaffen, die Afghanistan so destabilisiert hat, dass die Sowjetunion dem Drang, einzugreifen, nicht widerstehen konnte. Das war die von Anfang an verfolgte Absicht, und sie war äußerst erfolgreich. Der Stellvertreterkrieg in Afghanistan war gleichzeitig der Höhepunkt des Kalten Krieges; er störte das internationale „Gleichgewicht des Schreckens“ und leitete den Zusammenbruch der Sowjetunion ein, der 1991 erfolgte. Damit zerbrach auch das globale Gleichgewicht (der beiden Weltmächte), und die USA blieben als einzige Supermacht übrig. Die in Afghanistan praktizierte US-Strategie des Agierens aus dem Hintergrund wurde anschließend als überholt angesehen, denn die USA hatten jetzt die Macht und Möglichkeit, überall auf der Welt direkt und mit eigenen Streitkräften einzugreifen.

Der unipolare Versuch, den US-Machtbereich durch Schock und Entsetzen auszudehnen

Trunken vor Macht nach dem Sieg im Kalten Krieg, lösten die USA eine ganze Flut militärischer Interventionen aus, die mit dem Ersten Golfkrieg (Vater Bushs) begann. Obwohl dieser Krieg als multinationale Operation ausgegeben wurde, waren die USA die treibende Kraft der sich streitenden Koalition. Einige Jahre danach bombardierten die USA dann serbische Stellungen in Bosnien, bevor sie die NATO in einen Krieg gegen Serbien um das Kosovo trieben. Die Bombardierung Serbiens machte den russischen Entscheidungsträgern klar, dass sie ihr Land vor künftigen Bedrohungen schützen mussten; deshalb begannen sie ihre Rüstungsindustrie zu modernisieren, um die USA und die NATO von einem direkten Angriff auf Russland abschrecken zu können. Das führte nicht zu einer sofortigen Änderung der US-Strategie, der Machtrausch der USA hatte seinen Höhepunkt noch nicht erreicht.
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Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 überfielen und besetzten die USA Afghanistan, ein Land auf der anderen Seite der Welt und fast im Herzen Eurasiens. Diese massive Ausweitung der US-Militärmacht und der Zugriff auf Eurasien waren beispiellos, aber noch nicht der Höhepunkt der neuen Ära nach dem Kalten Krieg. Der Gipfel des US-Machtrausches war erst mit der „Schock und Entsetzen“ verbreitenden Invasion des Iraks erreicht. Der massive US-Bombenkrieg gegen den Irak war eine Machtdemonstration, die dem Rest der Welt beweisen sollte, dass die USA als einzige Supermacht übriggeblieben waren. Deshalb schafften sie auch riesige Mengen von Soldaten und Waffen in den Mittleren Osten. Ironischerweise trugen die hohen Kriegs- und Besatzungskosten entscheidend zum Verfall der Macht der USA bei und ermöglichten es anderen Staaten wie Russland und China die Herausforderung anzunehmen und ihre eigenen Interessensphären gegen den Anspruch der USA zu verteidigen.

Die Balkanisierung Eurasiens

1997, mitten in der unipolaren Phase, veröffentlichte Brzezinski sein Buch „The Grand Chasboard“ [Das große Schachbrett, in dem er den USA empfahl, ihre geostrategischen Bemühungen auf Eurasien zu konzentrieren; dazu machte er auch wichtige Vorschläge. Er forderte die USA auf, sich die Vorherrschaft über Eurasien zu sichern und deshalb mit allen Mitteln ein Bündnis zwischen Russland und China zu verhindern. Die strategische „Balkanisierung“ möglichst vieler Gesellschaften auf dem riesigen eurasischen Kontinent sah er als bestes Mittel zu dessen Destabilisierung an. Logisch zu Ende gedacht, schlug er vor, Eurasien mit eine Welle inszenierter ethnischer, religiöser und politischer Konflikte in die Anarchie zu stürzen und damit letztlich auch Russland, China und den Iran zu zerschlagen. Die US-Kriege in Afghanistan und im Irak und ihre chaotischen Nachwirkungen können durchaus der Philosophie Brzezinskis zugeschrieben werden. Um die Destabilisierung Eurasiens zu beschleunigen und sich mehr Einfluss in Asien zu verschaffen, streben die USA auch heute noch Regimewechsel in wichtigen Staaten an.

Regimewechsel

Regimewechsel gehörten schon immer zum Instrumentarium der US-Außenpolitik, auch schon bei dem verdeckt inszenierten Sturz der syrischen Regierung im Jahr 1949. Die CIA hat seither schätzungsweise mehr als 50 Regierungen gestürzt oder zu stürzen versucht, die US-Beteiligung wurde aber nur bei sieben Staatsstreichen zugegeben [Karte s. hier]. Die Beteiligung der USA an Staatsstreichen kann direkt oder indirekt erfolgen. Direkt beteiligt an Staatsstreichen waren die USA zum Beispiel 1989 in Panama und 2003 im Irak und indirekt an dem Umsturz der 1953 im Iran stattfand, ebenso an allen durch bunte Revolutionen herbeigeführten Regimewechseln.
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Der Regimewechsel in der Ukraine hat die US-Regierung nur 5 Milliarden Dollar gekostet, also nur einen Bruchteil der Kosten verursacht, die entstanden wären, wenn einmarschierende US-Truppen Janukowytsch gestürzt hätten. Außerdem wäre das wegen möglicher internationaler Verwicklungen und der wiedererstarkten russischen Streitkräfte kaum möglich gewesen und hätte sogar einen Krieg zwischen den USA und Russland auslösen können. Wenn auch die Interessen anderer Großmächte eine Rolle spielen, sind bei einem beabsichtigten Regimewechsel verdeckte Maßnahmen vorzuziehen. Die durch einen Regimewechsel an die Macht gehievte Regierung muss auch international anerkannt werden. Da die westliche Demokratie als rechtmäßige Regierungsform anerkannt ist, wird ein Regime, das durch eine vom Westen inszenierte bunte Revolution an die Macht gekommen ist, vom Westen auch sofort als legitim anerkannt.

Bunte Revolutionen

Vom Westen inszenierte bunte Revolutionen dienen dazu, pro-westliche Staatsstreiche zu provozieren. Dabei werden vor allem soziale Medien und NGOs genutzt, um Gesellschaften zu infiltrieren, pro-westlichen Gruppierungen Einfluss zu verschaffen und diesen nach dem Sturz der bisherigen Regierung die Machtübernahme zu ermöglichen. Weil unzufriedene Menschen leicht zu manipulieren sind, wird der Eindruck erweckt, die Masse der Bevölkerung erhebe sich gegen ein tyrannisches Regime. Die westlichen Medien stellen in ihrer irreführenden Berichterstattung inszenierte Staatsstreiche als Wechsel zur Demokratie dar und verunglimpfen gleichzeitig alle legitimen Versuche der bisherigen Regierungen, Staatsstreiche zu verhindern, als illegitime Unterdrückungsmaßnahmen. Mit der von Gene Sharp entwickelten Taktik der „gewaltfreien Aktion“ lässt sich der soziale Protest der auf der Straße demonstrierenden Menschenmassen leicht manipulieren und in eine ganz andere Richtung lenken.
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Diese neue Methode der Kriegsführung ist äußerst effektiv, weil sie die Führung des angegriffenen Staates in eine kaum zu meisternde Zwangslage bringt: Kann die angegriffene Regierung Gewalt gegen protestierende Zivilisten anwenden, die nicht erkennen, dass sie politisch manipuliert und von militanten rechten Drahtziehern als menschliche Schutzschilde benutzt werden? Wie soll die angegriffene Regierung verhindern, dass die westlichen Medien sie vor der Staatengemeinschaft diskriminieren, selbst wenn sie sich nur mit legalen Maßnahmen zur Wehr setzt? Die Strategie der bunten Revolutionen erinnert an Catch-22 (einen Roman von Joseph Heller, weil sie der angegriffenen Regierung unlösbare Probleme aufhalst; deshalb ist es auch nicht schwierig, zu verstehen, warum in postsowjetischen Staaten und auch darüber hinaus bunte Revolutionen inszeniert wurden und immer noch werden.
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Die bunten Revolutionen haben die traditionellen CIA-Staatsstreiche abgelöst und sind zur bevorzugten Methode bei allen verdeckt inszenierten Regimewechseln geworden.

Andrew Korybko ist der politische Korrespondent der STIMME RUSSLANDS für die USA; er lebt und studiert derzeit in Moskau und schreibt ausschließlich für die ORIENTAL REVIEW.

Übersetzung: Wolfgang Jung, luftpost-kl.de

Quelle:

http://principiis-obsta.blogspot.it/2014/10/bunte-revolutionen-eine-neue-art-der-us.html

 

Gruß Hubert

ARD/Ukraine-Lügen: Vom Brok zum Gärtner   Leave a comment

 

Elmar Brok: Jeder Schuss ein Russ. Jeder Satz eine Lüge. Die antirussische Welle der Propaganda nimmt wieder Fahrt auf.

Der Untote vom Ausschuß

Die NATO hat die Krim nicht zum Pfahl im Fleische Russlands machen können. Der Kiewer Putsch war teuer, aber statt Krim und Kohle- und Schwermaschinenbau-Region Donbass hat der Westen den Agrar-Osten bekommen. Die Wut wächst. Immer mehr Untote werden auf die Deutschen losgelassen. Im ARD/ZDF-Morgenmagazin tritt am 17. 11. 2014 Elmar Brok als Putin-Basher auf und wird vom diensthabenden Milchbart vorgestellt als „Vorsitzender des wichtigen Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlamentes.“
Brok lügt stante pede, dass sich die Balken biegen. Doch dazu später.

Elmar beim Putsch

Was der Zuschauer nicht erfährt ist, dass Brok bis 2014 Lobbyist des Bertelsmann-Konzerns war und für ihn (öffentlich-rechtliche) Pressefreiheit ein Problem darstellt; vor allem wenn die sich mit seinen eigenen Verwicklungen beschäftigt. Zitat Hans Herbert von Arnim:
„Krass sind all jene Fälle, wo Abgeordnete sich noch während der Ausübung ihres Mandats in den Dienst von Unternehmen stellen. Wie zum Beispiel der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok, der zugleich Cheflobbyist des Bertelsmann-Konzerns ist.“ 
Der Zuschauer erfährt im MoMa nicht was n-tv am 23. 2. 2014 meldet, zwei Tage nach dem Putsch in Kiew. Brok hier im Foto mit dem NATO-Lohnempfänger Klitschko, Steinmeier, Jazenjuk während der Putschphase in Kiew. Bild-Unterschrift:
„Elmar Brok (2.v.r.) war bereits von Mittwoch bis Freitag in Kiew – das Bild zeigt ihn mit Außenminister Steinmeier und den Oppositionspolitikern Vitali Klitschko (l.) und Arseni Jazenjuk (M.).“

Wohlgemerkt, das sind Mittwoch der 19. Februar bis Freitag 21. Februar 2014. Brok befand sich während des Putsches auf Seiten der Verfassungsbrecher in Kiew. Doch schon im Dezember 2013 war er im Einsatz, die Leute auf dem Maidan aufzuwiegeln. Hier seine Maidan-Rede am 7. 12. 2013. Der Bertelsmann-Lobbyist hetzt gemeinsam mit EU-Parlamentspräsident Buzek; dem Vizepräsident der EVP, Jacek Wolski und José Salafranca Sánchez-Neyra (alle EVP, quasi die EU-CDU) gegen Janukowitsch und verspricht unter dem Bild von Timoschenko das Blaue vom europäischen Himmel. Es war auch Broks CDU die Klitschko seine Partei UDAR bastelte. Ronzheimer (hier mit Brok) nennt in der BILD zwei Wochen vor dem Putsch Brok den „heimlichen Strippenzieher Brüssels in Kiew.Dort trieb Brok sich im Bunde mit üblen Gestalten wie dem mit Haftbefehl gesuchten Psychopathen und Mordverdächtigen Saakaschwili und dem Terrorpaten McCain herum. Georgische Staatsanwälte haben später vier Sniper vom Maidan – wo Saakaschwili rumlungerte – als Georgier identifiziert. Saakaschwili hier mit dem faschistischen Maidan-Kommandanten Parubij. Zum Jahreswechsel 2013/14 kam noch die Faschismusleugnerin Harms hinzu. Hier gerührt auf einer nationalistischen antirussischen Kundgebung mit Rufen des faschistischen Bandera-Grußes „Slawa Ukraini“. (Charkow Juli 2014)

Elmar der Lügner

Nach dem Putsch, während Blutvergießen und Verfolgung in vollem Gange sind, im März 2014, lügt Brok vor laufender Kamera. Auf das abgehörte Gespräch Ashton/Paet angesprochen aus dem hervorging, dass die Scharfschützen auf dem Maidan nicht von der Regierung Janukowitsch kämen, behauptet Brok dreist, das sei
„kompletter Unsinn. Ich war an dem Tag in Kiew. Ich habe die Sniper gesehen. Ich habe auch gesehen woher sie kamen. Deshalb ist das eindeutig die Verantwortung des Präsidenten, der für die Schießereien verantwortlich ist.“
Brok vertritt damit genau die schon damals widerlegte These des faschistischen Generalstaatanwaltes Makhnitsky („Swoboda“-Partei) von Kiew. Als Zeuge hat er noch nicht ausgesagt. Warum wohl?

Elmar halluziniert

Brok passt hervorragend zur ARD, zu deren Faschisten-Verharmloserin Atai und dem Putschisten-Bedaurer Lielischkies. Im September 2014 verkündet der „Ausschuß“-Experte Brok „reguläre russische Truppen in der Ukraine.“ Und Putin sei ein Diktator. Noch Fragen? Soweit zum Hintergrund des Brok. Soweit zur Qualität der „Experten“ der ARD. Wer solche Schinder aufbietet hat ein ganz spezielles Verständnis von „Journalismus“ in dieser Anstalt.

 

Die Lügen des Elmar Brok vom 17. 11. 2014

Man könnte es sich einfach machen, sich einfach an die Stirn tippen, den Fernseher auf den Müll werfen und zur Tagesordnung übergehen. Doch wir haben Verantwortung für unsere aufwachenden Mitmenschen. Die fragen nach Antworten. Sehen wir die Lügen des Brok auch deshalb an, weil sie das Drehbuch enthüllen und die Phrasen die alle System-Mitläufer dieser Tage abspulen.

 

Wahrheit vs. Brok

Brok: Putin greift ein anderes Land militärisch an, dadurch steht die europäische Friedensordnung in Frage.

Wahrheit: Die Regierung der Ukraine wurde  – seit Jahren geplant – von einer rechtsradikalen Bande aus Oligarchen, Mafiosi, Agenten und Opportunisten weggeputscht. Die USA haben dafür 5 Mrd. Dollar investiert. Biden, CIA-Chef Brennan, Nuland, McCain und andere haben deshalb in Kiew persönlich eingegriffen. Die russischen Gebiete inklusive Bevölkerung sollten ethnisch gesäubert werden. Von einem russischen Angriff als Ursache der Krise in der Ukraine kann deshalb keine Rede sein. Für russische Truppen etc. gibt es keine deshalb auch Beweise. Nur psychopathisch sture Behauptungen.

 

Brok: Putin geht nicht vom Weg des Völkerrechtsbruchs ab.

Wahrheit: Das Völkerecht wird seit Jahren vom Westen, einschließlich Deutschland, komplett ignoriert. Siehe der Putsch gegen Janukowitsch, Bombardierung von Jugoslawien oder die Abspaltung des Kosovo ohne Volksentscheid. 

 

Brok: „Putin hat im Jauch-Interview gesagt die Ukraine ist faschistisch regiert und all diesen Unsinn.“

Wahrheit: Das Wort „faschistisch“ hat der Staatsmann Putin gar nicht benutzt und auch nichts Ähnliches. Im Interview sagt Putin wörtlich: „Wir sind sehr besorgt, dass der Wunsch aufkommen könnte, dort ethnische Säuberungen durchzuführen. Wir haben Angst, dass die Ukraine in diese Richtung abdriften könnte, zum Neonazismus. Es sind ja Menschen mit dem Hakenkreuz am Ärmel unterwegs. Auf den Helmen von Kampfeinheiten, die im Osten der Ukraine kämpfen, sehen wir SS-Symbole. Wenn es ein zivilisierter Staat ist – wo schaut die Regierung hin?“

(Bemerkung: Ich hätte das Wort „faschistisch“ benutzt. Zum Beispiel darum. Oder wegen der Morde von Kiew. Oder denen von Odessa. Oder deshalb. Oder wegen der SS-Runen am Helm von Poroschenkos Truppen. Die Reihe ist endlos…)

 

Brok: Die Separatisten haben gegen die Minsker Vereinbarungen Wahlen durchgeführt und gegen die ukrainische Verfassung die Teilung des Landes zu forcieren.

Wahrheit: 1. Die Jazenjuk-Bande in Kiew ist bis heute nicht demokratisch legitimiert, weil sie durch Bruch der Verfassung an die Macht kam. 2. Die Wahl Poroschenkos kam ohne nennenswerte Opposition zustande; die wurde unterdrückt, misshandelt, verboten, sogar ermordet. 3. Putin wörtlich: „Die Minsker Vereinbarung wurde nur aus dem Grund getroffen, weil wir – Russland – uns engagiert haben, auch mit den Milizen des Donezbeckens, das heißt, des Südosten der Ukraine, gearbeitet haben und sie überzeugt haben, bestimmte Vereinbarungen einzugehen. Wenn wir das nicht getan hätten, wäre es gar nicht dazu gekommen. Es gibt zwar bestimmte Probleme bei dieser Vereinbarung, bei der Umsetzung dieser Vereinbarung. Welche Probleme sind das? Tatsächlich werden einige Ortschaften, aus denen bewaffnete Truppen der Milizen abziehen sollen, nicht geräumt. Wissen Sie, warum? Ich kann es offen sagen, es ist kein Geheimnis. Denn diese Menschen, die dort gegen die ukrainische Armee kämpfen, sagen: „Das sind unsere Dörfer, unsere Heimatdörfer. Dort leben unsere Familien, Menschen, die uns nahe stehen. Wenn wir abziehen, marschieren nationalistische Bataillone ein und bringen alle um. Ihr könnt uns töten, aber wir rücken nicht ab“. Das ist eine komplizierte Frage. Natürlich versuchen wir, zu überzeugen, wir führen Gespräche, aber wenn so etwas gesagt wird, bleiben nicht viele Argumente.“ Putin-Fakten gegen Brok-Geschwafel. 4. Poroschenko schließt Schulen und Krankenhäuser im Osten komplett und zahlt nicht mehr. So interessiert ist Kiew an den Menschen der Ost-Ukraine. So sehr sorgt sich Kiew um die russichen Menschen.

 

Brok: Putin ergreift in Lugansk und Donezk Maßnahmen mit Personal, mit Truppen, mit Waffenlieferungen.

Wahrheit: Fast 40-mal wurde allein bei ARD und Konsorten der Einmarsch der Russen behauptet. Dafür gibt es keinerlei Beweise. Brok erdichtet das dreist. Der Westen erfindet sogar OSZE-Berichte, weil er keine Belege für seine Lügen vorlegen kann.

 

Brok: Putin soll dafür sorgen, dass der Waffenstillstand eingehalten wird.

Wahrheit: Wieso Putin von außen, wenn Poroschenko im Land den totalen Krieg ankündigt? Und die Kinder in der Ostukraine im Keller bombardieren will?

 

Brok: Die Bundeskanzlerin und die andren Staatschefs konnten Putin in 3,5 Stunden nicht überzeugen.

Wahrheit: Ja wovon konnten die Völkerrechtsbrecher von Vietnam, Jugoslawien, Libyen, Syrien, Irak, Kosovo denn Putin nicht überzeugen? Die Russen in der Ukraine den von der EU/Deutschland bezahlten Faschisten auszuliefern?

Mal abgesehen davon: ARD-Lorig meint ernstlich, Putin müsse sich „bewegen auf eine Ebene mit dem Westen zu kommen“. Auch ernst gemeint: Wie soll der Präsident Putin auf das Niveau so arroganter wie halluzinierender Psychopathen wie Brok, auf das einer knienden Ameise, kommen?

 

Lorig entblödet sich nicht zu behaupten, „‘Putin‘ wollte die Ukraine abtrennen und auf seine Seite ziehen und könnte das auf dem Balkan auch versuchen.“ Danke Herr Lorig, dahin geht also die Reise. Die NATO zeigt wie sie versucht, Russland von allen Seiten in Konflikte zu ziehen und dafür Russland selbst verantwortlich zu machen.

 

Brok nimmt die Idiotenvorlage auf und nennt das „Putins Novorossija-Politik.“ Putin wolle noch andere Teile der Ukraine, Moldawien, Maßnahmen gegen Georgien und auch Druck auf Serbien.

Wahrheit: Er setzt darauf, dass die ARD-Opfer vor der Glotze keine Ahnung haben, dass Novorossija schon im 18. Jahrhundert der historische Name für den östlichen Teil der Ukraine ist. Sie sollen an einen imaginären russischen anstatt den real existierenden US-amerikanischen Imperialismus glauben.

 

Brok (wird jetzt ganz ulkig): Putin hat völlig versagt bei der wirtschaftlichen Entwicklung seines Landes. In Russland ist es wie vor 30 Jahren. Und deshalb setzt er auf Nationalismus.

Wahrheit: Diese Lüge ist so abstrus, daß es jeden schüttelt der schon mal in Rußland war. Schon mal was von Olympiade in Sotschi gehört? Formel 1? Fussball WM? Raumfahrt?
Ich wundere mich immer wieder, daß solche Broks keinerlei Scham oder Selbstachtung kennen und sich so – mit Verlaub – derart dämlich gebärden. Hier ein paar Zahlen.

 

 

Allerdings erzählen diesen Unfug immer auch die Hintermänner des Mörders, Wirtschaftskriminellen und Oligarchen Chodorkowski, die ihn zum „Kremlkritiker“ machen.

 

Brok: „Putin gefährdet den Frieden und könnte die Friedensordnung in Europa gefährden.“

 

Natürlich, Herr Brok!

Russland hat Jugoslawien bombardiert. Russland hat die deutsche Wiedervereinigung verhindert. Russland hat seine Grenzen bis an die der NATO ausgeweitet. Russland hat den Putsch in Kiew bezahlt. Russland hat seine KGB-Agenten Biden und Brennan, Nuland und McCain nach Kiew geschickt. Russland hat seine Botschaft in Kiew selber angegriffen. Russland hat den Maidan bezahlt. Russland hat Donezk mit Raketen beschossen. Russland hat MH17 abgeschossen.

Russland ist eine Scheibe, Elvis lebt und die ARD ist ein seriöser Sender.

Sicher jedoch: Brok ist auswärtiger Ausschuss.

http://hinter-der-fichte.blogspot.it/2014/11/ardukraine-lugen-vom-brok-zum-gartner.html

Gruß Hubert

Veröffentlicht 25. November 2014 von hubert wenzl in Politik

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