Archiv für Dezember 2014

Klaus Kinski reads Villon   Leave a comment

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Gruß Hubert

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Veröffentlicht 31. Dezember 2014 von hubwen in Lyrik

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Donsbach fordert mehr Propaganda gegen Medienverdrossenheit   1 comment

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Die Mainstreammedien merken schon, dass ihre Glaubwürdigkeit immer mehr schwindet. Vor allem das „anfeuern“ des Kalten Krieges und die Hetze gegen Russland und gegen Putin durchschauen viele Leute. Von den Medien wird ja fast so getan als sei Putin der große Eroberer, ein Alexander der Große. Wenn es ums Erobern geht muss man ganz woanders hinschauen, weit in den Westen, genau gesagt in die USA.
Hier ein Interview mit dem Kommunikationswissenschaftler Donsbach bei WDR.

Transkript eines Interviews von WDR2-Moderatorin Katrin Schmick heute Vormittag mit dem Dresdner Kommunikationswissenschaftler Wolfgang Donsbach. Donsbach war letzten Sonntag Gast bei „Jauch” zum Thema PEGIDA und hatte sich am Donnerstag in einem tagesspiegel-Interview durchaus vernünftig zu den Ursachen der Medienverdrossenheit geäussert:

„Wir haben in Deutschland die Kultur einer verschärften political correctness, die es ungeheuer schwierig macht, Themen, die nicht dem Mainstream entsprechen, ergebnisoffen und ohne gleich die Keule einer illegitimen und unmoralischen Haltung zu diskutieren.”

Wer würde ihm da widersprechen? Nur kann man das auch kurz Propaganda nennen. Ein Begriff, den er als Kommunikationswissenschaftler natürlich scheut, wie der Teufel das Weihwasser.

Heute also ein Interview mit Donsbach im WDR2-Radio (mp3, 4min, 1,8MB ):

Katrin Schmick: „Lügenpresse nennen sie uns, Mainstreammedien, Systemmedien. Das sind harte Anschuldigungen der PEGIDA gegenüber der Presse. Woher kommt dieses Misstrauen?”

Wolfgang  Donsbach: „Na das ist natürlich zum Teil eine Erfahrung, die daher kommt, dass in den Medien nicht das drin steht, was die Leute glauben. Das ist übrigens ein weit verbreitetes Phänomen. Wir nennen das die Theorie des feindlichen Mediums. Wann immer sie relativ ausgeprägte – um nicht zu sagen extreme – Einstellungen zu einem Thema haben, empfinden die Leute auch die ausgewogenste Darstellung noch als verzerrt. Das ist also jetzt nicht PEGIDA-spezifisch. Was bei denen noch hinzu kommt, ist, dass sie das Gefühl haben, wenn sie sich mal geäussert haben in der Vergangenheit, dann wurde ihnen das Wort im Munde umgedreht. Dann hat man sozusagen das Negative, das Extremistische, das Rassistische heraus gepickt und die eigentlichen Anliegen seien nicht deutlich geworden. Das ist also ein gewisser Schutz, den man auch dann den Leuten mit auf den Weg gibt, sagt: redet nicht mir der Presse, das kommt sowieso verzerrt an, am besten ihr haltet den Mund. Und es ist natürlich auch noch zusätzlich ein – wenn man so will – Kommunikations- und Marketinggag, denn die Tatsache, dass die nicht mit der Presse reden und die „Lügenpresse” bezeichnen, führt dazu, dass das Thema „Lügenpresse” jetzt in aller Munde ist – auch in allen Medien. Also irgendwo haben sie damit geschafft, dass sie ihre Haltung, die sie zur Presse einnehmen, noch mehr verbreitet haben.”

Katrin Schmick: „Herr Professor Donsbach, jetzt ist es aber teilweise ein bisschen so, dass wir uns diesen Schuh auch selber anziehen müssen, oder? Also wenn jetzt eine..ein einfacher Mann, eine einfache Frau mit läuft und wirklich eine Sorge hat, sich nicht abgeholt fühlt von der Politik, aber wirklich kein Nazi ist, der oder die muss doch schon teilweise denken: was schreiben die da, wie reden die über mich?”

Wolfgang  Donsbach: „Ich geb Ihnen völlig recht und das ist ja auch im Moment das, wo alle, auch die Parteien und auch die Medien ein wenig rumeiern und sich nicht so ganz im Klaren sind: haben wir da nicht vielleicht auch eine Schuld dran? Und die Schuld oder das, was man falsch gemacht hat, liegt eben darin, dass man von Anfang an PEGIDA reduziert hat auf die Macher, auf diejenigen, die vorneweg marschiert sind, die das große Wort geschwungen haben. Und ich sag mal, die einfachen Leute, die dann da mitgelaufen sind, die sich haben vereinnahmen lassen, oder die auch sagen: ja, die drücken endlich mal meine Sorgen aus, die hat man dann gleich mit in die rechte Ecke gestellt und die sind jetzt frustriert und sagen: ich bin kein Rassist. Ich will ja auch den Flüchtlingen helfen, aber vielleicht nicht vor meiner Tür. Dann kommt das Übliche: Nimby! Not in my backyard! Man will vielleicht helfen, in einer generellen Art und Weise, aber man will die Verunsicherung durch zu viel Überfremdung nicht haben. Und insofern haben die  Medien das auch nicht bedient, sondern sie haben ein Zerrbild von Anfang an geliefert, das sehr geprägt war durch diejenigen, die in der Tat vielleicht politische Absichten haben, die uns nicht passen.”

 

 

Die Antwort des Kommunikationswissenschaftlers auf den Medienverdruss infolge  politisch intendierter Desinformation und Propaganda – oder wie er es nennt „political correctness” – ist also: noch mehr Propaganda! Starke Bilder dagegen setzen! Positive Gegenbeispiele!Glaubt Donsbach allen Ernstes, die Leute merken das nicht? Offensichtlich sind es doch gerade diese gezielt geplanten, politisch intendierten „Kommunikationsstrategien”, die den Verdruss der sogenannten „einfachen Bürger” gegenüber den Medien überhaupt erst befeuert haben.

Selbstverständlich gehören gelungene Integrationsbeispiele genauso in eine objektive Berichterstattung, wie das schonungslose Aufzeigen von Problemen, etwaigen Scheiterns und eine unvoreingenommene Analyse der Ursachen. Dazu gehört das Aufzeigen des Rassismus in Staat und Gesellschaft genauso, wie das Aufzeigen von Problemen mit integrationsunwilligen Immigranten.

Propaganda beginnt dort, wo Journalisten oder ein Kamerateam schon mit dem Auftrag losgeschickt werden: „Dreht mal ein gelungenes Integrationsbeispiel!” Das ist nicht die Aufgabe eines seriösen Journalismus.

Seriöser Journalismus geht ohne politische Intention ins Feld und berichtet exakt das, was er zu sehen bekommt.
Egal, ob von einer Friedenswinter-Demo oder von der PEGIDA. Die Hetze gegen den Friedenswinter und die Montagsmahnwachen haben wir hier mehrfach dokumentiert. Die PEGIDA-Demonstranten sind – was Propaganda, Desinformation und politische Hetze anbelangt – noch vergleichsweise glimpflich davongekommen.

Die sogenannten „einfachen Bürger” merken sehr genau, wenn elitäre Figuren wie Schmick oder Donsbach sich einbilden, ihnen eine Welt vorgaukeln zu können, die ideologisch konstruiert ist und nicht der Realität entspricht. Genau daraus speist sich der Verdruss, den Donsbach fatalerweise mit noch mehr Propaganda bekämpfen will.

Kommunikationswissenschaftler-Donsbach-fordert-mehr-Propaganda-gegen-Medienverdrossenheit

 

Gruß Hubert

Veröffentlicht 31. Dezember 2014 von hubwen in Politik

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Neuwahlen in Griechenland – Chance   1 comment

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Bei den Neuwahlen am 25. Jänner hat Griechenland die Chance einen Kurswechsel zu vollziehen. Keine Währung der Welt und nichts kann es wert sein ein Volk mit einem von Merkel/Schäuble verordneten drastischen Spardiktat ins Elend zu stürzen. Es kann ja nicht sein, dass Eltern ihre Kinder in ein Heim geben müssen, weil sie ihre Kinder nicht mehr ernähren können oder dass die Zahl der Selbstmorde dramatisch steigt, um nur zwei schändliche Dinge aufzuzählen.
Sicher wird es auch Nachteile geben, wenn Griechenland den Euro nicht mehr hätte, nur Vorteile gibt es nie. Aber zumindest könnte Griechenland mit einer eigenen Währung diese abwerten und so Spielraum für ihre Produkte haben und wettbewerbsfähiger werden. Dem Tourismus würde es auch gut tun. Schlechter könnte es dem griechischen Volk nie gehen als mit solchen Spardiktaten.
Syriza-Chef Tsipras hat gute Chance siegreich aus den Wahlen hervor zu gehen.

IWF dreht Griechenland den Geldhahn zu

Riexinger: Neuwahlen in Griechenland sind eine Chance / Präsidentenwahl in Athen gescheitert / Neuwahlen am 25. Januar geplant / Syriza-Chef Tsipras: »Plünderung des Volkes« hat bald ein Ende

Nach dem Scheitern der Wahl eines neuen griechischen Staatspräsidenten kommt es am 25. Januar zu Neuwahlen. Das Linksbündnis Syriza kann sich Hoffnungen auf einen Sieg machen. Doch ohne einen Koalition läuft wohl nichts.
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Ein von hunderten ehrenamtlichen...

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Ein von hunderten ehrenamtlichen Ärzten und Pflegern betriebenes Krankenhaus in Athen. Die Klinik hilft allen, die seit dem Beginn der Krise über keinen Zugang mehr zum staatlichen griechischen Gesundheitssystem verfügen.

Update 16.15 Uhr: Der Internationale Währungsfonds (IWF) setzt seine Notkredite für Griechenland bis zur Bildung einer neuen Regierung aus. Die nächste Kredittranche könne erst ausgezahlt wenn, wenn nach der für Januar geplanten Neuwahl eine neue Regierung gebildet worden sei, teilte der IWF am Montag in Washington mit. Er reagierte damit auf die endgültig gescheiterte Wahl eines Staatschefs im griechischen Parlament, was die Auflösung der Volksvertretung und eine vorgezogene Parlamentswahl nach sich zieht.

Die Verhandlungen über die nächste Tranche an Notkrediten führt der IWF gemeinsam mit Vertretern der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank ( EZB ). Die Gespräche der Troika mit Athen würden erst wieder aufgenommen, »wenn eine neue Regierung steht«, sagte IWF-Sprecher Gerry Rice. Er fügte hinzu, Griechenland habe keinen »unmittelbaren« Finanzierungsbedarf.

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Update 14.10 Uhr: Mit Blick auf die anstehenden Parlamentswahlen in Griechenland fordert die Brüsseler EU-Kommission weitere Reformanstrengungen von dem Land. »Ein starkes Bekenntnis zu Europa und breite Zustimmung unter den griechischen Wählern und politischen Führungspersönlichkeiten für den nötigen wachstumsfreundlichen Reformprozess« sei entscheidend, damit Griechenland »wieder innerhalb der Eurozone florieren« könne, teilte EU-Wirtschafts- und Finanzkommissar Pierre Moscovici am Montag mit. Die EU-Kommission gehört zur Troika der internationalen Geldgeber in Griechenland.

Sieht in den Neuwahlen einen Erf...

Sieht in den Neuwahlen einen Erfolg für Griechenland – Syriza-Chef Tsipras

Update 13.50 Uhr: »Die Zukunft hat bereits begonnen. Seid optimistisch und fröhlich«, forderte Alexis Tsipras unmittelbar nach dem Scheitern der Präsidentschaftswahl, das in eine vorgezogene Parlamentswahl am 25. Januar münden wird. Angesprochen hat der wahrscheinliche nächste Ministerpräsident Griechenlands damit vor allem die Linken im eigenen Land, aber auch in Europa. Doch wohin steuert das Linksbündnis Syriza, sollte es mit der Wahl tatsächlich in Regierungsverantwortung kommen, fragt Anke Stefan.

Update 13.40 Uhr: DIW-Chef Marcel Fratzscher sieht trotz der angespannten politischen Lage in Griechenland keine erheblichen Gefahren für Europa. »Ich erwarte keinen signifikanten Rückschlag für Europa durch die politische Krise in Griechenland«, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) am Montag der dpa. »Viele andere Krisenländer in Europa sind auf einem guten Weg, haben wichtige Reformen umgesetzt und sehen erste wirtschaftliche Erfolge.«

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Fratzscher sieht in einer möglichen Regierungsübernahme der Linken in Griechenland nach den vorgezogenen Neuwahlen sogar Chancen. »Das politische Erdbeben durch eine mögliche Regierungsübernahme durch Syriza könnte zwar kurzfristig Kosten haben, jedoch auch einen notwendigen Neuanfang für das Land herbeiführen.«

Griechenlands politische Krise sei notwendig und unvermeidbar gewesen, sagte Fratzscher. »Die Leistung der griechischen Regierungen in den letzten fünf Jahren war erschreckend schlecht. Die griechischen Regierungen haben vor allem versucht ihre politische Macht und wirtschaftlichen Pfründe zu sichern, nicht jedoch Reformen umzusetzen und ihr Land zukunftsfähig zu machen.«

Syriza könnte zwar einige Reformen rückgängig machen, als Regierung würde das Linksbündnis jedoch verstehen, dass Griechenland auf den Euro und auf Europas Hilfe angewiesen sei, sagte Fratzscher.

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Update 13.10 Uhr: Die LINKE in Deutschland sieht das Scheitern der Präsidentenwahl in Griechenland als Quittung für die Sparpolitik der Europäischen Union (EU). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) »steht vor dem Scherbenhaufen ihrer Austeritätspolitik in Europa«, erklärte Parteichef Bernd Riexinger am Montag in Berlin. Die Politik »sozialer Kürzungen, öffentlichen Ausverkaufs, massenhafter Arbeitslosigkeit« und des Abbaus von Arbeitnehmerrechten in den Ländern des europäischen Südens sei maßgeblich von der Bundesregierung durchgesetzt worden und gescheitert.

»Die Neuwahlen in Griechenland bieten die Chance, die europäische Idee wiederzubeleben«, erklärte Riexinger weiter. Die Linke in Deutschland unterstützt seit langem die griechische Syriza-Partei mit ihrem Vorsitzenden Alexis Tsipras.

syriza

Dem Linksbündnis SYRIZA und Alexis Tsipras (r.) werden bei Neuwahlen gute Chancen auf den Wahlsieg eingeräumt.

Riexinger mahnte mit Blick auf die für den 25. Januar geplanten Neuwahlen:

»Die Entscheidung über den weiteren Weg liegt nun beim griechischen Volk.« Die Europäische Union (EU) und die Bundesregierung sollten sich »tunlichst aus der Entscheidungsfindung heraushalten«.

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Neuwahlen in Griechenland am 25. Januar geplant

Athen. Nach dem Scheitern der Präsidentenwahl in Griechenland strebt Ministerpräsident Antonis Samaras den 25. Januar als Termin für die vorgezogene Parlamentswahl an. Er werde am Dienstag zum Staatspräsidenten gehen und beantragen, dass die Wahl »so früh wie möglich, am 25. Januar«, abgehalten werde, sagte Samaras am Montag in einer Fernsehansprache.

Das Parlament in Athen hatte zuvor im dritten und letzten Durchgang die Wahl eines neuen Staatschefs scheitern lassen und damit Neuwahlen nötig gemacht. Der von der Regierung unterstützte einzige Kandidat Stavros Dimas verfehlte mit 168 Stimmen die notwendige Mehrheit von 180 der 300 Abgeordneten. Gemäß der Verfassung muss das Parlament nun binnen zehn Tagen aufgelöst werden, Neuwahlen müssen spätestens Anfang Februar stattfinden.

Die Finanzminister der Eurozone fürchten, dass dabei die linksgerichtete Syriza-Partei stärkste Kraft werden könnte. Die Partei, die in Meinungsumfragen seit Monaten vorn liegt, lehnt die auf Druck der internationalen Gläubiger eingeleiteten Sparprogramme der griechischen Regierung ab. Syriza-Chef Alexis Tsipras sagte am Montag, er wolle die Sparprogramme beenden. »In ein paar Tagen werden die Vereinbarungen über Einsparungen Geschichte sein«, sagte Tsipras.

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Sichtlich zufrieden erklärte er: »Heute ist ein historischer Tag für die Hellenische Republik.« Die Entscheidung des Parlaments signalisiere das Ende der Sparpolitik, die zur »Plünderung des Volkes« durch die Sparvorgaben der Regierung geführt habe. Diese Wende werde das griechische Volk auch bald bei den Wahlen besiegeln, gab sich Tsipras zuversichtlich.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte am Samstag von Athen die Einhaltung der Sparzusagen angemahnt. »Jede neue Regierung muss vertragliche Vereinbarungen der Vorgänger einhalten«, sagte Schäuble der »Bild«-Zeitung. Neuwahlen änderten nichts an den Schulden Griechenlands. Ende Februar läuft nach einer Verlängerung um zwei Monate das aktuelle Hilfsprogramm für Griechenland aus.

Auch der CSU-Finanzpolitiker Hans Michelbach sprach sich nach der gegen ein finanzielles Entgegenkommen der EU-Partner aus. »Griechenland kann keinen weiteren Rabatt erwarten«, sagte der Vorsitzende der Mittelstands-Union dem in Berlin erscheinenden »Tagesspiegel« (Dienstagsausgabe). Agenturen/nd

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http://www.neues-deutschland.de/artikel/956797.iwf-dreht-griechenland-den-geldhahn-zu.html

Siehe auch:
http://www.n-tv.de/politik/Griechenland-steht-vor-Neuwahlen-article14227791.html

 

Gruß Hubert

Veröffentlicht 29. Dezember 2014 von hubwen in Politik

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»Atypische« Neuroleptika: Typische Unwahrheiten für schlichte Gemüter   Leave a comment

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Von mir aus sind die meisten Psychopharmaka, vor allem die Neuroleptika eine Bankrotterklärung der Psychiatrie. Man kann absolut nicht beobachten, dass die den psychisch Kranken helfen. Meist dämpfen sie, aber damit auch das emotionale Erleben. Wenn manche Wirkungen von Psychiatern erwünscht sind, dann kann man nicht sagen, dass sie es gut meinen mit den Patienten. Peter Lehmann, Dr. h.c., Dipl.-Soz.Päd, geb. 1950, deckte in seinen Büchern zu diesem Thema auf, was Psychiater vor den Betroffenen, ihren Angehörigen sowie der interessierten Öffentlichkeit verbergen.
Wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen Psychiatern und Psychologen. Psychologen verschreiben keine Medikamente, das machen nur Psychiater. Psychiater sehen psychische Krankheiten fast ausschließlich als biologisch bedingt. Psychologen machen hauptsächlich Psychotherapien, von denen es viele verschiedene Methoden gibt.

Hier etliche ausführliche Erklärungen zu Neuroleptika von Peter Lehmann. Er ist ein wahrer Experte auf dem Gebiet der Psychopharmakas.

Auszug.

»Atypische« Neuroleptika: Typische Unwahrheiten für schlichte Gemüter

Kurzfristigen Erleichterungen durch »atypische« Substanzen steht die mögliche langfristige Verstärkung psychotischer Symptome gegenüber. Die ersten neuen Neuroleptika sind wegen tödlicher vegetativer Zwischenfälle bereits vom Markt genommen. Mit Hunderte von Millionen US-Dollar werden Geschädigte in den USA bereits finanziell abgefunden. Nichtsdestotrotz macht man »Atypische« den Betroffenen schmackhaft. Und wer hilft ihnen beim Absetzen?

Wundermeldungen

»Das neue Waschmittel ›Wasch‹ wäscht so weiß wie nie zuvor.« Wer kennt sie nicht, diese Werbung, die uns aufklärt darüber, dass die früher als blütenweiß angepriesene Wäsche eigentlich grau war. Fatal an solche Reklamemechanismen erinnert die Anpreisung der modernen Neuroleptika (z.B. Abilify, Belivon, Invega, Leponex, Nipolept, Quetiapin, Risperdal, Seroquel, Solian, Serdolect, Zeldox, Zyprexa), die mit neuen und teuren Patenten geschützt sind. Plötzlich sind die herkömmlichen Neuroleptika verpönt. Sie werden mit häufigem Zahnausfall, chronischen Muskelstörungen und massiver Einbuße von Lebensqualität in Verbindung gebracht – siehe der Spiegel-Artikel von Beate Lakotta im deutschen Nachrichtenmagazin Spiegel, ein wahllos herausgegriffenes Exemplar mutmaßlicher verdeckter Werbung. Herkömmliche Neuroleptika würden mit ihren Folgeschäden unnötigerweise zu Berentung und Pflegekosten führen, noch keine Fälle von Arztregress, d.h. Schadenersatzklagen gegen Ärzte, seien wegen der Verordnung »atypischer« Neuroleptika bekannt geworden. Nur teilweise groteske Gewichtszunahme, Herzrhythmusstörungen, Knochenmarks- und Blutbildstörungen könnten als Nebenwirkungen auftreten – Risiken, die mit regelmäßigen Laborkontrollen zu begrenzen seien. Die »atypischen« Neuroleptika würden gezielter auf jene Botenstoffe einwirken, die Stimmenhören oder Verfolgungswahn auslösen (Lakotta 2002). Beate Lakotta ist Preisträgerin des »Lilly Schizophrenia Reintegration Awards«, gestiftet vom Pharmahersteller Lilly Pharma Holding GmbH. Lilly ist der Hersteller des weit verbreiteten Zyprexa.

Der kleine Unterschied

Den modernen Neuroleptika werden diejenigen Neuroleptika zugeordnet, die in ihrer Wirkung dem in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts eingeführten Prototyp Clozapin entsprechen (im deutschsprachigen Handel auch als Elcrit, Froidir, Lanolept, Leponex und Olansek; weltweit im Handel auch als Alemoxan, Azoleptin, Clocinol, Clopine, Clopsine, Clozaril, Denzapine, Klozapol, Lapenax, Laponex, Lepotex, Lozapin, Sizopin).

[…]

Clozapinartige Neuroleptika produzieren grobmotorische Muskelstörungen seltener oder gar nicht, was sie vielen Betroffenen subjektiv verträglicher erscheinen lässt. Der deutsche Psychiater Hans-Joachim Haase warnte allerdings davor, darin eine Besonderheit zu sehen, und erklärte,

»… dass Clozapin zunächst, wie auch die anderen Neuroleptika, extrapyramidale feinmotorische Symptome auslöst, wobei mit steigender Dosierung die zunehmend stärkeren anticholinergen sowie muskarinartigen (der Wirkung des Pilzgiftes Muskaridin gleichkommenden und ebenfalls anticholinergen) Wirkungen dazu führen, dass es nur in Einzelfällen zu grobmotorischem Parkinsonismus kommt. Gleichzeitig bleibt aber der eigentliche Effekt der neuroleptischen Wirkung weitgehend aus, so dass paranoid-halluzinatorische Psychosen mit Clozapin zwar affektiv durchaus positiv beeinflusst, insbesondere auch entängstigt werden, dass jedoch zur Behandlung dieser Symptomatik im allgemeinen Neuroleptika hinzugegeben werden, mit denen dann die neuroleptische Schwelle eindeutig überschritten werden muss. Clozapin verhält sich also ähnlich wie andere Neuroleptika, denen man eine zunehmend hohe Dosis eines Antiparkinsonmittels hinzugibt.« (Haase 1988, S. 143)

[…]

Schäden

Eine Vielzahl erprobter clozapinartiger Substanzen kam gar nicht erst auf den psychiatrischen Markt, z.B. Fluperlapin. Nichtsdestotrotz werden Neuroleptika dieser Art als nebenwirkungsarm angepriesen, wobei hauptsächlich auf die vermeintlich verminderte Fähigkeit dieser Substanzen, Dyskinesien (Muskel- und Bewegungsstörungen) zu bewirken, Bezug genommen wird. Das clozapinartige Neuroleptikum Remoxiprid (Roxiam) war 1991 als »Rose ohne Dornen« angekündigt worden, als gut verträgliches Medikament ohne Nebenwirkungen. Drei Jahre später wurde es von der Herstellerfirma wieder vom Markt genommen: wegen einer Reihe von lebensgefährlichen Fällen aplastischer Anämie – Blutarmut mit Verminderung der roten und weißen Blutkörperchen, beruhend auf einem Defekt im blutbildenden System (vgl. Lehmann 1996b, S. 133). Ein anderes Beispiel ist Sertindol (Serdolect), das lange als nebenwirkungsarm galt. Im November 1998 fand sich im Internet in medizinischen Datenbanken noch der Begriff nebenwirkungsfrei. Am 2. Dezember 1998 meldete die Ärzte Zeitung:

»Vertrieb von Serdolect(R) gestoppt – Anlass sind schwere kardiale (das Herz betreffende) Nebenwirkungen und Todesfälle«

Risperidon (Risperdal) ist ein weiteres ‚atypisches‘ Neuroleptikum, das die Lebensqualität erhöhen und die Reintegration ins gesellschaftliche Leben erleichtern soll. »Zurück ins Leben«, »Anna ist wieder da«, so oder ähnlich lauten die Werbesprüche. In der Medical Tribune vom 26. Mai 2000 lobte der Hamburger Psychiater Dieter Naber Risperidon als »gut verträgliches Medikament« (Naber 2000). Just am gleichen 26. Mai 2000 wurden in Philadelphia der Psychiatriebetroffenen Elizabeth Liss 6,7 Millionen US-Dollar Schmerzensgeld zugesprochen, zahlbar vom behandelnden Psychiater. Frau Liss war nach vierzehnmonatiger Verabreichung von Risperdal an tardiver Dyskinesie erkrankt, Unterform tardive Dystonie in Form von Krämpfen der Gesichts- und Nackenmuskulatur (vgl. Breggin 2000).

Im November 2003 tauchte der Name Dieter Naber – allerdings mit einer anderen Tönung – wieder in den Medien auf; die Brunsbütteler Zeitung meldete:

»Zwei Professoren des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) sollen eine sechsstellige Summe von einer Pharmafirma kassiert haben, deren Präparate später im UKE verwendet wurden. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den designierten Berliner Wissenschaftsstaatssekretär, Professor Michael Krausz, und den Leiter der UKE-Psychiatrie, Professor Dieter Naber, wegen des Verdachts der Vorteilsannahme.« (Geld 2003)

Clozapinartige Neuroleptika stehen generell unter Verdacht, insbesondere vegetative Störungen wie Neuroleptische Maligne Syndrome, Bauchspeicheldrüsen- und Leberstörungen zu produzieren. Wie die amerikanische Zeitschrift USA today am 10. Juni 2005 unter Verweis auf eine Meldung der US-amerikanischen Zyprexa-Herstellerfima Eli Lilly vom Vortag (Eli Lilly 2005) meldete, stellte diese $ 690.000.000 (in Worten: sechshundertneunzigmillionen US-Dollar zur Verfügung, um unter Zyprexa an Diabetes Erkrankte finanziell abzugelten, die Klagen auf Schmerzensgeld eingereicht hatten; Eli Lilly hatte im Zyprexa-Beipackzettel nicht deutlich genug auf das durchaus nicht unbekannte Risiko aufmerksam gemacht („Lilly“ 2005).

Agranulozytosen (abruptes Absterben der weißen Blutkörperchen mit lebensbedrohlichen Folgen) sind ebenso publik geworden wie die unübersehbare und rasche Zunahme des Körpergewichts mit seiner für Herz und Kreislauf immensen Gefahren, was zumindest Internisten wissen. Speziell Bauchfett gilt unter Medizinern als hochschädlich fürs Herz. Bauchspeck setzt sich nämlich um die inneren Organe herum fest. Solches Fettgewebe produziert besonders viele gefäßschädigende Substanzen, zum Beispiel freie Fettsäuren, die Entzündungen beschleunigen können.

[…]

Depressionen und Suizidalität

Depressionen und Suizidalität sind weitere Risiken, über die Psychiater eher reden, wenn sie unter ihresgleichen sind, obwohl sie laut internen Berichten bei zwei Drittel der Betroffenen behandlungsbedingt auftreten. Suizidale Auswirkungen haben auch moderne Neuroleptika wie Leponex, wie der Bericht der Österreicherin Ursula Fröhlich in »Schöne neue Psychiatrie« zeigt:

»Mein Leben, das einst so leicht und schön gewesen ist, so abwechslungsreich und interessant, lebenswert und vollgeladen mit Aktivitäten, ist zur Hölle geworden. Seit Beginn der Leponex-Einnahme habe ich keine Lust mehr auf Sex, keine Lust an der Bewegung und keine Freude am Leben. Ein Leben ohne Freude ist jedoch ärger als der Tod. Alles, war mir geblieben ist, ist das Fernsehen, wo ich seit sieben Jahren anderen zusehe, wie sie leben. Ich bin zwar biologisch noch am Leben, doch meine Sinne sind schon längst tot, alles, was mir früher Freude gemacht hat, kann ich nicht mehr machen. Mein Leben existiert eigentlich gar nicht mehr, ich komme mir so leer und so unbedeutend vor. Am schlimmsten ist es am Morgen. Jeden Tag nehme ich mir vor, am nächsten Tag mit einem gesunden Leben zu beginnen, die Medikamente wegzuschmeißen, viele Vitamine und Fruchtsäfte zu trinken und mit einer täglichen Fitnessroutine zu beginnen. Durch die Neuroleptika entsteht ein Gefühl, als ob es mir gelingen würde, am nächsten Tag mit einem ganz anderen, einem neuen Leben zu beginnen. Wenn ich dann aber in der Früh aufwache, bin ich wie zerschlagen und komme vor 9 Uhr nie aus dem Bett, meine Depressionen sind so arg, dass ich jeden Tag an Selbstmord denke.« (zit.n. Lehmann 1996a, S. 70f.)

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Tardive Psychosen

Eine besondere Stellung unter Neuroleptika nimmt Leponex schon seit seiner Zulassung ein. Nach Bekanntwerden einer leponexbedingten Todesserie in Finnland galt die Substanz lange Zeit zu giftig, um ohne spezielle Auflagen und Genehmigungsprozeduren in der Psychiatrie eingesetzt zu werden. Erst bei Arzthaftungsklagen unübersehbar gewordene Langzeitschäden durch herkömmliche Neuroleptika machten den Einsatz akzeptabel. Mit Störungen, die außerhalb der bekannten Blutbildrisiken lagen, verfuhr man allerdings wie gehabt. Man veröffentlichte sie in internen Fachschriften, um sie anschließend zu ignorieren und insbesondere den Betroffenen vorzuenthalten.

Tardive Psychosen sind hierfür ein Beispiel. Dies sind Psychosen, die im Lauf der Verabreichung von Neuroleptika, beim Absetzen oder danach auftreten – behandlungsbedingt. Die genannte Störung, die als besonderes Risiko bei clozapinartigen Neuroleptika gilt, geht – wie ihr Gegenstück tardive Dyskinesie – zurück auf behandlungsbedingte Veränderungen des Rezeptorensystems.

[…]

Dass weniger schädlichen oder risikobehafteten Medikamenten und Psychopharmaka der Vorzug gegenüber riskanteren zu geben ist, ist eine Binsenweisheit. Wenn jedoch Risiken neuer Substanzen übergangen oder bagatellisiert werden, so lassen sich mit solchen Strategien vielleicht einfache Gemüter übertölpeln. Körperliche und psychische Schäden durch clozapinartige Neuroleptika können lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Besonders beachtenswert ist das »atypisch« hohe Risiko einer tardiven Psychose und der sich daraus ergebende Teufelskreis aus Entzugspsychose, steigender Dosierung und gesundheitlichem Niedergang.

Zum Buch von Peter Lehmann, „Der chemische Knebel“ sagte der Psychoanalytiker Jeffrey M. Masson im Geleitwort:

„Ich habe durch dieses Buch mehr über die geheime, innere Arbeitsweise der Psychiatrie gelernt als zuvor in zehn Jahren psychoanalytischer Ausbildung.“

http://www.antipsychiatrieverlag.de/artikel/gesundheit/atypische.htm

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Psychopharmaka absetzen

http://www.antipsychiatrieverlag.de/verlag/titel/absetzen.htm

 

Rechtlicher Hinweis hinsichtlich der Gefahren von Psychopharmaka
http://www.antipsychiatrieverlag.de/verlag/sonstiges/hinweis.htm

 

Gruß Hubert

 

Nietzsche und das Christentum   Leave a comment

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Heute Früh (26.12.2014) war im lokalen Radiosender RAI Südtirol Bozen (höchst klerikal und rabenschwarz, einzigartig in dieser Hinsicht für einen Radiosender in Europa, nahe an einem Kirchensender), so ein (Pf)Affe bei einer Moderatorin zu Gast. Der erklärte dass er während des Studiums in einem katholischen Internat mit dem Philosophen Friedrich Nietzsche in Berührung kam. Der Clou war, dass er kein Wort darüber verlor, dass das Christentum und die Priester Nietzsches ärgste Feinde waren, die es zu bekämpfen galt, wie man aus Nachfolgendem erkennen kann. Wenn es nach Nietzsche gegangen wäre, würde es das Christentum nicht mehr geben. Er prangerte vor allem die Widernatur, die Lebensfeindlichkeit und die Sklavenmoral des Christentums an. Und dieser Theologe meint er müsse sich noch damit brüsten, dass er Nietzsche gelesen hat. Seine Schlüsse daraus stellen ihm ein armseliges intellektuelles Zeugnis aus. Selig die Armen im Geiste! Das regte mich zu dieser Recherche an.

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Gesetz wider das Christenthum.
Gegeben am Tage des Heils, am ersten Tage des Jahres Eins
(- am 30. September 1888 der falschen Zeitrechnung)

Todkrieg gegen das Laster:

das Laster ist das Christenthum

Erster Satz. – Lasterhaft ist jede Art Widernatur. Die lasterhafteste Art Mensch ist der Priester: er lehrt die Widernatur. Gegen den Priester hat man nicht Gründe, man hat das Zuchthaus.
Zweiter Satz. – Jede Theilnahme an einem Gottesdienste ist ein Attentat auf die öffentliche Sittlichkeit. Man soll härter gegen Protestanten als gegen Katholiken sein, härter gegen liberale Protestanten als gegen strenggläubige. Das Verbrecherische im Christ-sein nimmt in dem Maasse zu, als man sich der Wissenschaft nähert. Der Verbrecher der Verbrecher ist folglich der Philosoph.
Dritter Satz. – Die fluchwürdige Stätte, auf der das Christenthum seine Basilisken-Eier gebrütet hat, soll dem Erdboden gleich gemacht werden und als verruchte Stelle der Erde der Schrecken aller Nachwelt sein. Man soll giftige Schlangen auf ihr züchten.
Vierter Satz. – Die Predigt der Keuschheit ist eine öffentliche Aufreizung zur Widernatur. Jede Verachtung des geschlechtlichen Lebens, jede Verunreinigung desselben durch den Begriff „unrein” ist die eigentliche Sünde wider den heiligen Geist des Lebens.
Fünfter Satz. – Mit einem Priester an Einem Tisch essen stößt aus: man excommunicirt sich damit aus der rechtschaffnen Gesellschaft. Der Priester ist uns er Tschandala, – man soll ihn verfehmen, aushungern, in jede Art Wüste treiben.
Sechster Satz. – Man soll die „heilige” Geschichte mit dem Namen nennen, den sie verdient, als verfluchte Geschichte; man soll die Worte „Gott”, „Heiland”, „Erlöser”, „Heiliger” zu Schimpfworten, zu Verbrecher-Abzeichen benutzen.
Siebenter Satz. – Der Rest folgt daraus.

Der Antichrist

http://4umi.com/nietzsche/antichrist/gesetz

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Hier noch ein Auszug von Ursula Homann

Nietzsche und das Christentum

Bekanntlich hat der Philosoph Friedrich Nietzsche das Christentum heftig attackiert und mit einer zügellosen, unerhört schroffen Sprache verworfen. „Mit einem außerordentlichen Reichtum an Gesichtspunkten“, so Jaspers, „stellte er christliche Wirklichkeiten bloß, wobei er die Gründe früherer Gegnerschaften mit aufnahm und herkömmliche Maßstäbe radikal ad absurdum führte.“

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Was warf Nietzsche dem Christentum vor?

Nietzsche warf ihm vor, es habe den Lebenswillen geschwächt. Die Begriffe Gott, Jenseits, Seelenheil und Sünde seien nur erfunden worden, um das Leben in Frage zu stellen, das Diesseits zu entwerten, den Leib zu verachten und die Menschen zu knechten, moralisch zu erniedrigen und zu terrorisieren. „Der christliche Glaube ist von Anbeginn Opferung: Opferung aller Freiheit, alles Stolzes, aller Selbstgewissheit und des Geistes: zugleich Verknechtung und Selbst-Verhöhnung, Selbst-Verstümmelung.“

Zudem sei das Christentum eine Religion der kaum maskierten Rachegefühle, weil es ein Sieg der Schlechtweggekommenen, Schwachen und Ohnmächtigen sei. Nietzsche behauptete weiter, das Christentum habe dem Eros Gift zu trinken gegeben, an dem er zwar nicht gestorben, aber zum Laster entartet sei. „So ist es denn dem Christentum gelungen, aus Eros und Aphrodite – großen idealfähigen Mächten – höllische Kobolde und Truggeister zu schaffen durch die Martern, welche es in dem Gewissen der Gläubigen bei allen geschlechtlichen Erregungen entstehen ließ.“

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Das Christentum mache krank, es habe „die Krankheit nötig, ungefähr wie das Griechentum einen Überschuss von Gesundheit nötig hat“, sagte Nietzsche und: „Das Christentum war bisher das größte Unglück der Menschheit.“ Nietzsche lastete dem Christentum „Vergiftung, Verleumdung, Verneinung des Lebens, die Verachtung des Leibes, die Herabwürdigung und Selbstschändung des Menschen durch den Begriff Sünde“ an. Die einzige Praxis der christlichen Kirche bestehe darin, der Menschheit jedes Blut, jede Liebe und jede Lebenshoffnung aus den Adern zu saugen. Das Christentum sei die schlimmste Verschwörung, die es je gegeben habe, gegen alles, was gesund, schön, wohlgeraten und gut sei, ja gegen das Leben selbst.

 

Im Christentum und im Judentum, in dem das Christentum seine Wurzeln hat, sah der Philosoph Phänomene der „Décadence“ und im gekreuzigten Gott ein „Ärgernis“, „ein Fluch auf das Leben.“ Denn von Beginn an habe die christliche Religion unser irdisches Leben diffamiert und geschwächt. Der Nihilismus sei nicht, wie oft missverstanden, eine von ihm, Nietzsche, vorgetragene Leugnung von Sinn und Religion, sondern „eine innere Verfassung des Christentums selbst.“ Christentum war für Nietzsche, infolge seiner moralisch motivierten Weltverneinung, „die gefährlichste und unheimlichste Form aller möglichen Formen eines Willens zum Untergang – ein Zeichen tiefster Erkrankung, Müdigkeit, Missmutigkeit, Erschöpfung und Verarmung an Leben.“

 

Nietzsche unterstellte dem Christentum extreme Lebensfeindlichkeit: Es macht keinen Mut zum Leben, es erzieht zum Muckertum, zum Herdendasein, zur Verderbnis der Vernunft durch die Erbsünde, verschließt die Augen vor der Wirklichkeit, weder die Moral noch die Religion berührt im Christentum mit irgendeinem Punkte Wirklichkeit. Es verlegt das Schwergewicht des Lebens ins Jenseits, nicht ins Leben. Richtet nicht, sagen sie, aber sie schicken alles in die Hölle, was ihnen im Wege steht.

 

Das Christentum ist die lebensfeindliche Macht schlechthin, die auch in einer prinzipiellen Kunstfeindlichkeit zum Ausdruck kommt. Nach ihren anfänglichen Siegen über die Völker des Abendlandes in der Zeit der Renaissance sei das Christentum beinahe schon durch die lebensbejahenden Mächte überwunden worden, hätte sich nicht eine Erneuerung der christlichen Religion in der Gestalt Luthers gegen die Renaissance erhoben und die endgültige Vernichtung der lebensfeindlichen Macht des Christentums und der Kirche aufgehoben. Nietzsche kritisierte die Reformation als Reaktion gegen die frühe Aufklärung der Renaissance, die der Philosoph vor allem durch Petrarca, Erasmus von Rotterdam und Voltaire verkörpert sah. Der Protestantismus glaubte, laut Nietzsche, das Christentum gereinigt zu haben, indem er es durch Verinnerlichung verflüchtigte und aus der Welt schaffte. Nietzsche, der Sohn eines evangelischen Pfarrers, beurteilte Luther und sein Werk in Ausdrücken, die an die heftigste konfessionelle Polemik der älteren katholischen Geschichtsschreibung erinnern. Luther erscheint bei ihm als „der gefährlichste Pessimist“, der jenen Grundirrtum gebracht habe, „dass es nur auf den Glauben ankomme und dass aus dem Glauben die Werke notwendig folgen müssen“, der die Menschen mit einem „geistlichen Überfall überrumpelt.“

Hier weiterlesen:
Nietzsche-und-das-Christentum

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Auszug aus einem Interview „Nietzsche gegen das Christentum“ mit Hermann Josef Schmidt.

Was ist denn, auf den Punkt gebracht, das Nietzsche-Spezifische an seiner Christentumskritik?

Spezifisch für Nietzsche dürfte sein, dass an Stelle eines einzelnen Punktes eher, seiner Entwicklung folgend, eine nietzschetypische Kette, beginnend in Nietzsches Kindheit, zu skizzieren wäre. So demonstriert schon der 11-Jährige, dass er Theodizeeprobleme für unauflösbar hält. Für welches damalige Kind galt das sonst? Bereits der Jugendliche betont den hypothetischen Charakter christlicher Glaubensinhalte. Der 20-Jährige erkennt, dass die Stärke eines Glaubens unabhängig vom Inhalt oder der Qualität eines Glaubensinhalts ist. Später assimiliert und verschärft Nietzsche jedwedes philosophische, geistes- oder naturwissenschaftliche Argument, das er als intensiver Leser aufzuspüren und kritisch gegen das Christentum einzusetzen vermag. Charakteristisch ist die durchgehaltene Leidenschaftlichkeit, Polyperspektivität, Brillanz und zunehmende Vehemenz, seiner Auseinandersetzung, Argumentation und zuletzt Verurteilung.

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Dabei scheint er in jeden Winkel und selbst in den Bauch des Christentums gekrochen zu sein. Spät erst wird als Intention deutlich, Christentum in seinen Ansprüchen nicht nur argumentativ destruieren, sondern in einem „Todkrieg” physisch „vernichten” zu wollen, weil es unter anderem durch Verachtung des geschlechtlichen Lebens „die Widernatur” lehre.

http://hpd.de/node/18751

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Auszug – Armin Pfahl-Traughber

Also sprach Nietzsche: „Gott ist tot!“

    „Diese ewige Anklage des Christentums will ich an alle Wände schreiben, wo es nur Wände gibt – ich habe Buchstaben, um auch Blinde sehend zu machen … Ich heiße das Christentum den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist – ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit …“ Diese wortgewaltigen Sätze finden sich gegen Ende der 1888 fertiggestellten und 1895 erschienenen Schrift „Der Antichrist. Fluch auf das Christentum“ von Friedrich Nietzsche. Der Philosoph artikulierte darin seine fundamentale Ablehnung des Christentums. Doch wie kam er zu dieser Auffassung und wie begründete er sie? Und: War sie im Sinne eines humanistischen Atheismus motiviert?

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Leben und Werk

    Geboren wurde Friedrich Nietzsche 1844 als Pfarrersohn, wuchs protestantisch sozialisiert auf und sah sich bereits als Kind tief von der Bibel geprägt an. Im frühen Bewusstsein des Andersseins und der Einsamkeit interessierte er sich schon in jungen Jahren intensiv für Fragen der Kunst, Philologie und Philosophie. Bereits in der Schulzeit scheinen indessen auch erste Zweifel an der christlichen Religion aufgekommen zu sein. Entdeckte Nietzsche doch aufgrund seiner logischen Schulung schnell Widersprüche in den Glaubenslehren der Bibel. Indessen vollzog sich sein Bruch mit dem Christentum nicht unmittelbar, sondern erst später in einem langwierigen individuellen Lernprozess.

1864 begann Nietzsche das Studium der Theologie und klassischen Philologie an der Universität Bonn, das er 1865 in Leipzig fortsetzte.

(Dr. phil. Armin Pfahl-Traughber, Jahrgang 1963, Politikwissenschaftler und Soziologe)

Hier weiterlesen:
http://www.dober.de/religionskritik/gott_ist_tot.html

 

Gruß Hubert

Kellogg’s und die Vorhaut   1 comment

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Jeder kennt Kelloggs Cornflakes, aber kaum jemand weiß, dass der puritanische Harvey Kellogg, der Erfinder der Kelloggs Cornflakes ein glühender Vorkämpfer gegen die Masturbation und andere „sexuelle Wollüste“ 😉 war.

„Wollust (lateinisch voluptas) ist eine sinnliche, sexuelle Begierde und Lust, die bei sexueller Aktivität, der Befriedigung oder bei sexuellen Phantasien erlebt wird. Wollust schließt das aktive Handeln zur Steigerung der sexuellen Befriedigung ein.

Wollust beschreibt das Kultivieren einer Empfindung, die als drängend und lustvoll gilt, früher auch als ruchlos und frevelhaft. Wollust ist nicht nur körperliches Verlangen, sondern setzt auch erotische Fantasien frei. Hinter der Wollust stehen mit den damit verbundenen Fantasien starke Triebkräfte und Verlockungen. In diesem Sinne ist ein Gegenbegriff die Frigidität.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Wollust


 

Georg Hoffmann-Ostenhof Kellogg’s und die Vorhaut.

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Nun zur Beschneidung: Kellogg ist nicht nur als Reformator des Frühstücks in die Geschichte eingegangen. Der Asket – er selbst soll zeitlebens sexuell enthaltsam gelebt haben – beschränkte sich keineswegs auf Diätvorschriften.
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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wütete ein obsessiver Kampf gegen die Masturbation. Diese inzwischen als universelle und harmlose, wenn nicht sogar gesundheitlich positiv erkannte Aktivität wurde dämonisiert: Sie führe direkt zu Neurosen und Psychosen, zu Rückenmarkschwund und allen erdenklichen todbringenden Leiden.

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Kellogg war nun nicht der erste und einzige, wohl aber der einflussreichste Propagandist der Beschneidung. Die Vorhaut sei der Quell allen Übels, meinte er. Dieses kleine Hautstück verleite die Buben dazu, an sich herumzuspielen und so die Möglichkeit zu entdecken, sich selbst ganz autonom Lust zu verschaffen – eine Betätigung, die der Adventisten-Doktor als des Teufels ansah. Und so schrieb er: Die sicherste Methode, kleinen Buben die Selbstbefriedigung auszutreiben, sei die Beschneidung: „Dabei sollte die Operation ohne Anästhesie durchgeführt werden, da der kurze Schmerz eine segensreiche Auswirkung auf den Geisteszustand des Jungen haben kann – speziell, wenn die Operation mit der Idee der Bestrafung verbunden wird.“

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Auch damit war Kellogg überaus erfolgreich. Außer den Muslimen und Juden, die seit jeher aus religiös-archaischen Gründen die Eichel ihrer männlichen Kinder mittels eines Schnittes freilegten, war 1870 noch kaum ein US-Bürger beschnitten. Die immer verrückter werdende Angst vor dem „Laster“ der Masturbation war nun die größte treibende Kraft hinter der zunehmenden und routinemäßigen Beschneidung von Buben.

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Die hygienischen und gesundheitlichen „Gründe“ für diese Operation waren zumeist nachgeschobene Rationalisierungen. Der lustmindernde Effekt der Beschneidung blieb bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts eines der wichtigsten Argumente für diesen medizinisch unnötigen Eingriff.
1970 sollen in den USA bis zu 90 Prozent der städtischen Bevölkerung beschnitten gewesen sein – in anderen protestantischen und angelsächsischen Ländern wie Australien, England und Kanada war der Prozentsatz ähnlich hoch. Seit damals aber ist die Entwicklung rückläufig. Heute sind nur mehr etwa die Hälfte der amerikanischen Männer beschnitten. Die Ursache dafür ist offensichtlich. Dass Masturbation gesundheitsschädlich sei, glaubt inzwischen niemand mehr. Und die sexuelle Liberalisierung hat die Selbstbefriedigung inzwischen weitgehend rehabilitiert.
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Das ist die skurrile Geschichte der nichtreligiösen Beschneidung. Und was bringt diese in der nicht enden wollenden Sommerdebatte über Fluch und Segen der Vorhaut? Zunächst nicht sehr viel. Alle Argumente – sowohl die guten wie auch die von Vorurteilen geleiteten – sind bereits gefallen.

Fest steht jedenfalls: Die Beschneidung hält so wenig die Menschen vom Masturbieren ab, wie die Cornflakes die geschlechtliche Begehrlichkeit einzudämmen in der Lage waren. Onaniert wird immer und überall.
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Die Beschneidung mag nun eine Körperverletzung sein. Deren traumatisierende Wirkung scheint jedoch weitgehend überschätzt zu werden. Der wütende Kampf gegen die Sünde der „Selbstbefleckung“ dürfte bisher mehr seelischen Schaden angerichtet haben als die Beschneidung. Diese zu verbieten wäre natürlich gefährlicher Unsinn. Der Wert der Religionsfreiheit muss Vorrang haben. (Anmerkung: bei diesem Absatz widerspreche ich dem Autor, die Körperverletzung steht für mich  höher und VOR der Religionsfreiheit. Keine Zugeständnisse hier an Juden und Muslime).

Die Religionen aber, welche sie zu einem wichtigen Teil ihrer Identität erklären, sind auf sich zurückgeworfen. Hygienische und gesundheitliche Argumente ziehen immer weniger. Man muss schon fest daran glauben, dass Gott wirklich will, dass dem männlichen Nachwuchs mit dem Messer zu Leibe gerückt wird.

 

http://www.profil.at/articles/1231/572/337061/georg-hoffmann-ostenhof-kellogg-s-vorhaut

 

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Hier noch eine fundamentalistische Tante, die ihren Sohn beschneiden lassen möchte, damit er nicht exzessiv onaniert.
 

Unfassbar: Mutter möchte Ihren Sohn der Lust berauben!

Lehnen Sie sich zurück, halten Sie sich fest und lassen Sie die folgende Email auf sich wirken. Ich habe Sie aus einem Internetforum herauskopiert. Sie stellt einen unfassbaren Übergriff einer Mutter auf die Sexualität des Sohnes dar. Sie möchte ihn auf Rat einer Ärztin beschneiden lassen um seine Lust auf Masturbation zu behindern. Meiner Meinung nach handelt es sich hier um den strafrechtlichen Tatbestand der vorsätzliche Körperverletzung!

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http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/beschneidung–warum/nicht-zu-glauben/

 

Gruß Hubert

Über lupenreine Demokratien und Demokraten   Leave a comment

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Wie es im Westen um die Demokratie ausschaut, mit der mam sich so brüstet sieht man ja. Da werden schon mal Leute von der Polizei brutal zusammengeschlagen, die friedlich demostrieren, siehe Stuttgart-21. Auch in Spanien geht man nicht zimmperlich mit friedlichen Demonstranten um, und außerdem hat man dort horrende Geldstrafen eingeführt (bis zu 600.000 Euro!), die ein Demonstrieren mehr oder weniger unmöglich machen.

Über lupenreine Demokratien und Demokraten

Seit Gerhard Schröder in einem Interview Vladimir Putin einen lupenreinen Demokraten nannte, der sein Land modernisieren wolle, ist er zu einem Objekt von Hohn und Spott geworden, während dieser Spruch seitdem in den deutschen Medien ironisch an Putin kleben bleibt. Bei Putins Presskonferenzen oder Interviews mit westlichen Journalisten regnet es denn auch immer wieder solche überaus geistreichen wie entwaffnenden Fragen wie „Herr Putin, sind Sie ein lupenreiner Demokrat?“. In einem Interview mit dem SPIEGEL konnte es sich Putin nicht verkneifen, die Dummheit des Fragenden aufs Korn zu nehmen: „Ja, ich bin der einzige lupenreine Demokrat weltweit und langweile mich, seit Mahatma Gandhi tot ist. Man hat niemanden mehr zum Reden“.

 

Was für eine Antwort verdient auch jemand, der absolut unrealistische Maßstäbe anlegt? Wie es um die lupenreine Demokratie im Westen bestellt ist, sieht man an vielen Ecken. Ständig stößt man auf Entscheidungen, die am Volk vorbei getroffen werden, weil man Angst hat, es zu fragen. In diese Rubrik kann man die EU-Osterweiterung, die EU-Verfassung oder zahlreiche andere Punkte einordnen. Ganz interessant ist in diesem Zusammenhang auch diese Abbildung, die zeigt, dass obwohl ca. 90% der Briten gegen den völkerrechtswidrigen Krieg im Irak waren, ihre Regierung dennoch Soldaten an die vorderste Front schickte. Doch Proteste nützen natürlich nichts, denn was im Washingtoner Politbüro entschieden wurde, ist ungeachtet der Volksmeinung weltweit Gesetz für Lakaienregierungen.

.Ähnliches sieht man auch in der Frage der Raketenabwehr in Polen und Tschechien. Obwohl Umfragen zeigen, dassdie Mehrheit der Bevölkerung in den beiden Ländern die Installation der Raketen auf ihrem Boden ablehnt, schalten die Behörden auf stur. Da können die einfachen Menschen noch so viel protestieren: auf ihre Meinung wird gepfiffen und das Projekt durchgeboxt. Charakteristisch ist auch die im Westen als demokratisch hochgepriesene Ukraine. Das Land wird von der Regierung und von den Amerikanern mit Gewalt in die NATO gezerrt, obwohl gerade 19% der Bevölkerung dies befürwortet.
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All das zusammenfassend, kann man durchaus die Sicht vertreten, dass Russland heute ein demokratischeres Land ist, als die genannten „Musterdemokratien“, die sich in die Brust klopfen und mit Schaum vor dem Mund ihr demokratisches Wesen beteuern. Denn es ist mir nichts bekannt, was in Russland gegen die Meinung der Bevölkerungsmehrheit durchgeboxt wird.

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Und dies ist so ziemlich das Hauptkriterium einer Demokratie. In westlichen Ländern ist das Ignorieren des Volkes dagegen an der Tagesordnung und kann mit vollem Recht als „Diktatur auf Zeit“ bezeichnet werden.
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Dennoch bleibt der demokratische Heiligenschein in der medialen Selbstdarstellung dieser Länder unangekratzt. Man kann den Medien in diesem Zusammenhang zu ihrem hohen Professionalismus und Kunstfertigkeit im Propagandageschäft nur gratulieren. Sie machen das scheinbar Unmögliche wahr: am Ende wird jeder ja doch ruhig gewiegelt und kommt erst gar nicht auf den Gedanken, sein ignoriertes Lemmingdasein aus der Vogelperspektive zu betrachten sowie über die herrschenden Realien grundlegende Schlüsse zu ziehen.
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Gruß Hubert