Archiv für 3. Dezember 2014

US-höriges Europa im antirussischen Sanktionswahn   Leave a comment

Die NATO hält ihren Kurs gegenüber Russland und zeigt sich weiterhin unnachgiebig. Stärke durch Tempo lautet derzeit das Motto der NATO. Das Bündnis forciert die neue „Speerspitze“ seiner schnellen Eingreiftruppe, die 2015 einsatzbareit sein soll. Die NATO setzt weiter auf Härte im Umgang mit Russland. Europa erweist sich als ein höriger Pudel der USA und befolgt brav deren Anordnungen. Und Merkel ist besonders folgsam.

Hier ein Artikel eines „Unbequemen“.
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US-höriges Europa im antirussischen Sanktionswahn
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In den letzten Tagen überschlagen sich die Ereignisse beim aggressiven Vorgehen des Westens gegen Russland. Es scheint offenbar kein wichtigeres Thema zu geben, als dem vermeintlichen Oberbösewicht im Kreml so richtig eins auszuwischen. Zu diesem wurde er inzwischen fest ernannt, ohne irgendwelche Ergebnisse der Untersuchungen zum Boeing-Absturz abzuwarten und ohne irgendwelche in der zivilisierten Welt üblichen Unschuldsvermutungen walten zu lassen.

Der Eifer, mit dem sich vor allem Europa in den Sanktionswahn reinhängt, überrascht. Im Gegensatz zu den USA hat Europa bei den zweischneidigen Sanktionen viel zu verlieren, was die Wirtschaft der Politik verzweifelt zu vermitteln versucht. Die Sturheit der Merkels, Camerons und Hollandes beim Durchziehen ihrer Agenda ist aber ein trauriges Zeugnis davon, wie kurz doch die Leine ist, an der die USA Europa führen, wenn es darum geht, sie zu selbstzerstörerischen Schritten im US-Interesse zu bewegen. Die vielen Hebeln, die die USA gegen Europa besitzen und sich viel kosten lassen, tragen natürlich ihre Früchte.
Für die USA, deren weltpolitische und ökonomische Bedeutung im Sinken begriffen ist, ist die Trennung Europas und Russlands lebensnotwendig. Indem ein neues altes Feindbild für Europa aufgebaut wird, lässt sich die Notwendigkeit einer fortdauernden Präsenz der USA in Europa begründen, was der politischen Bedeutungsabnahme entgegenwirkt und weitere Einflußmöglichkeiten sichert. Wirtschaftlich sollen russische Energielieferungen durch ungleich teurere amerikanische ersetzt werden, die Zeche zahlen die europäischen Unternehmen und Verbraucher. Damit soll auf einen Streich sowohl das konkurrierende Europa, als auch das unabhängige aufstrebende Russland geschwächt werden.
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Je aufgeheizter und kriegsähnlicher die Stimmung ist, desto besser für die hochverschuldeten USA. Europas Politik und Medien sind zu seinem Schaden fest in der Hand der bestens untereinander vernetzten Transatlantiker, andere gesellschaftliche Stimmen werden sorgfältig marginalisiert und obskurisiert. Die Medien fahren seit Wochen eine wohl koordinierte, einseitige und beispiellos hysterische Kampagne, um die Menschen gegen Russland so richtig in Stimmung zu bringen.

 
(Spiegel:
SPIEGEL-Autor Rickens macht dabei keinen Hehl, worum es ihm geht: “An all diesen Punkten könnte kluge Politik etwas verändern. Doch die Kreml-Führung stürzt sich lieber in außenpolitische Abenteuer.” Was Dummschwätzer Rickens, unter kluger Politik versteht dürfte klar sein: Putin soll den Putsch als demokratisch legitimen Vorgang anerkennen, die Ukraine mit kostenlosem Gas beliefern oder besser noch gleich nach Elba ins Exil gehen, um Platz zu machen für einen Strohmann Washingtons.)
http://propagandaschau.wordpress.com/2014/07/28/ukraine-konflikt-transatlantische-propaganda-dreht-durch/

Der Spiegel missbrauchte die Bilder der Boeing-Opfer, um sie auf seiner Titelseite der dieswöchigen Ausgabe mit der Forderung „Stoppt Putin jetzt!“ zu verbinden. Offenbar war die anschließende Welle der Empörung angesichts einer derart manipulativen Hetze so groß, dass der Spiegel sich zu einer Extra-Rechtferigung „In eigener Sache“ genötigt fühlte.

 

Die antirussische Hetze und die protzige Kräfteschau gegenüber Putin soll aus der Sicht der Transatlantiker eine neue identitätsstiftende Funktion haben. Die amerikanisch-europäische Solidarität, die in der letzten Zeit angesichts der vielen Skandale stark gelitten hat, soll wiederaufpoliert und festgezurrt werden.
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Ein Effekt der Sanktionen wird jedoch sein, dass Russlands Bevölkerung sich noch weiter konsolidiert und prowestliche Sympathien für lange Zeit verschwinden werden. Eine Isolierung Russlands ist angesichts seiner Größe und seiner globalen Verbindungen sowieso kaum möglich. BRICS und andere Staaten stehen Russland weiterhin wohlgesonnen gegenüber und werden gerne bereit sein, in viele Breschen einzuspringen, die der Westen so bereitwillig auftut. Allein in Deutschland werden Zehn- bis Hunderttausende Arbeitsstellen betroffen sein. Solange jedoch die Menschen in Deutschland diesem veranwortungslosen Spiel ihrer Politiker relativ protestlos zuschauen, wird weiterhin eine Politik im Interesse der USA und gegen die genuinen Interessen Deutschlands gemacht werden.

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http://derunbequeme.blogspot.it/2014/07/us-horiges-europa-im-antirussischen.html

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Aus einem Kommentar von tagesschau.de
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Am 02. Dezember 2014 um 18:14 von Fairfax
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Wenn die Ukraine in die Nato aufgenommen werden würde müsste Sie zuvor alle Ansprüche auf die Krim und die Gebiete um DOnetsk und Lugank aufgeben.
Laut Nato-Statuen darf kein Land Nato-Mitglied werden wo Teile des Landes besetzt sind weil dann sofort der Bündnisfall ausgerufen werden könnte.
Auch eine Möglichkeit Frieden zu erreichen 🙂

 

Man darf sich dann aber nicht wundern wenn Russland z.B. wieder mit dem Gedanken spielt Atomraketen auf Kuba zu stationieren. Ich hoffe die USA ist dann genauso verständnisvoll

http://meta.tagesschau.de/id/92699/nato-forciert-speerspitze-der-schnellen-eingreiftruppe
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Gruß Hubert

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