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Ich hab eine richtige Wut auf Jäger. Es sind einfach rohe Zeitgenossen, deren Grausamkeit kein Ende kennt. Dann möchten sie sich auch noch gerne als Naturliebhaber, Heger und Pfleger ausgeben. Reden aber auch noch von Hobby, Sport und Leidenschaft. Bei was – beim töten? Einfach unausstehlich diese Gattung.
Hier eine Geschichte von Tierschutznews über 4 verwaiste Jungfüchse, die aufgepäppelt wurden und aufgrund ihres fast unzähmbaren Freiheitswillens wieder ausgewildert wurden – dann aber wegen dieser Grünröcke nur mehr wenige Tage in Freiheit zu leben hatten. Besonders auf Füchse haben es Jäger abgesehen und sie gehen da äußerst brutal vor.

 

 

Im Mai 2014 nahmen wir 4 verwaiste Jungfüchse in unserer Pflegestelle auf, um sie aufzupäppeln und später auszuwildern. 

Ansonsten wären sie eingeschläfert worden, da es in Mecklenburg-Vorpommern keine Wildtierauffangstation gibt und das Tierheim keine Wildtiere aufnehmen darf.

Schon früh machte sich der Freiheitsdrang der kleinen Racker bemerkbar. Trotzt neu gebautem und vermeintlich „fuchssicherem“ Zaun entwischten zwei der Füchse. Julchen und Jacky wollten wir deshalb nicht länger in Gefangenschaft halten und suchten daher nach einem geeigneten Auswilderungsort. Wir fanden ein Waldstück, in dem nach Absprache mit dem Eigentümer Füchse geschont werden würden.
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Nach langem Zögern haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, die kleinen Füchse vorzeitig in die Freiheit zu entlassen. Gerne hätten wir sie noch in Sicherheit über den Winter gebracht, um ihnen die Hauptjagdzeit zu ersparen. Doch der Freiheitswille der Tiere hatte sich so stark ausgeprägt, das wir ihnen diesen Wunsch nicht verwehren konnten.
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Nach der Auswilderung besuchten wir die Füchse in den kommenden Tagen und hatten mehrmals Sichtkontakt. Keine 300 Meter vom Auswilderungsplatz entfernt sahen wir die Beschilderung einer bevorstehenden Treibjagd. Vermutlich am kommenden Samstag. Das Waldstück wo sie sicher sind grenzt unmittelbar, aber das wussten die Tiere natürlich nicht. 
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Am Samstag um 7 Uhr waren wir an der Auswilderungsstelle zum Füttern und Sichern des Waldstückes. Wieder hatte ich Sichtkontakt zum kleinen Jacky und konnte noch einige Fotos machen. Gierig verschlang er sein Frühstück und legte den Überschuss in Depots an. Julchen war in der Nähe zeigte sich aber nicht. Ebenso war von einer Treibjagt zunächst nichts zu merken. Wir gingen in einem großen Bogen um das Waldstück um die Füchse nicht zu verschrecken.
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Plötzlich krachten in unmittelbarer Nähe mehrere Schüsse. Die Treiber kamen mit freilaufenden Hunden, die auch durch das „befriedete“ Stück stöberten. Alles ging sehr schnell. Bange Stunden des Wartens und Hoffens vergingen bis wir die traurige Gewissheit hatten. Mit zerissenem Körper und weggeschossenen Beinen lagen sie dicht bei einander. Ich habe sie sofort erkannt. Zweifellos. Nach nur 5 Tagen in Freiheit wurde ihr junges Leben durch die Jagd ausgelöscht.
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Unendliche Trauer aber auch Wut kommen auf, wenn man über diesen sinnlosen Tod nachdenkt. Wir haben alles für die Kleinen getan und doch hat es am Ende nicht gereicht.
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Wir werden nicht aufhören gegen dieses Töten zu kämpfen, denn Jacky und Julchen waren nur 2 von ca. 500.000 Füchsen, die jedes Jahr in Deutschland durch Jäger getötet werden. Die angebliche Notwendigkeit der Fuchsjagd ist durch wildbiologische Studien aus jüngerer Zeit längst widerlegt.
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http://tierschutznews.ch/home/autoren/5528-julchen-und-jacky-und-die-sinnlosigkeit-der-fuchsjagd.html

Jungfüchse Julchen & Jacky


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Anbei eine gelungene Zusammenstellung der größten 11 Jägerlügen

Quelle: http://www.pro-iure-animalis.de

Von: http://animal-spirit.eu/aktuell/jaegerluegen.html

 

Gruß Hubert