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Heilige Personen und heilige Geräte aller Religionen… vereinigt euchfiele mir da fast ein.

Was weiß denn ein Laie, ein Atheist, ein Taufscheinchrist, ein lauwarmer Christ, ein Bekenntnisloser, was einem Religiösen, Frommen, Bigotten, Heuchler, alles heilig ist? Und ehrlich gesagt interessiert es mich überhaupt nicht. Man sieht ja beim Islam über was die alles beleidigt sein wollen.
Vor allem geistliche Würdenträger pochen auf ihre Autorität, berufen sie sich doch darauf ihren Beruf von und im Auftrag höherer Stelle erhalten zu haben, jedenfalls sagen sie das und führen sich auch so auf. Der höchste von ihnen behauptet sogar er sei der Stellvertreter Gottes auf Erden – was extreme Blasphemie ist.
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So forderte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick 2012 anläßlich einer umstrittenen Veröffentlichung des Satiremagazins Titanic, den Blasphemieparagrafen 166 zu verschärfen. Bischof Schick, Gott segne Sie, sie haben mich zum Lachen gebracht.

Was meint der erzkonservative Erzbischof Schick mit „heiligen Personen“? Heilige werden in der katholischen Kirche ja erst nach dem Tode zu solchen erklärt und nach zuerst erfolgter Seligsprechung. Es sei denn man ist ein Papst gewesen, wie der polnische ex-Papst Joh. Paul II. (Santo Subito), bei dem ging es im Eiltempo.
Es ist schon eine Arroganz und Anmaßung ersten Ranges wenn ein Bischof von heiligen Personen redet, die noch leben, auch wenn die kath. Kirche beim Papst vom „Heiligen Vater“ redet, eine weitere Blasphemie – jedenfalls müsste sie das für Gläubige sein.

So schreibt Wikipedia über diese Bischof, pardon Erzbischof:
Anfang August 2012 forderte Schick, nach einer kurz zuvor erschienenen umstrittenen Veröffentlichung des Satiremagazins Titanic, Gotteslästerung künftig unter Strafe zu stellen. Er erklärte in diesem Zusammenhang:
„Wer die Seele der Gläubigen mit Spott und Hohn verletzt, der muss in die Schranken gewiesen und gegebenenfalls auch bestraft werden“ und forderte, ein
„Gesetz gegen die Verspottung religiöser Werte und Gefühle“ solle nicht nur das Christentum, sondern alle Religionen schützen.
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Spott und Satire über religiöse Einstellungen stellten eine Verletzung der Menschenwürde dar.
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Schick erklärte, zwar gebe es den Paragrafen 166 des Strafgesetzbuches, doch sei dieser völlig in Vergessenheit geraten und werde kaum noch angewandt.
Gegen „heilige Personen, heilige Schriften, Gottesdienste und Gebete sowie heilige Gegenstände und Geräte aller Religionen“ dürfe kein Spott und Hohn zugelassen werden.
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Die Forderung Schicks löste eine Kontroverse aus. Thomas Goppel (CSU) unterstützte das Ansinnen, bei anderen Parteien (FDP, SPD und Die Linke) stieß sie auf Ablehnung. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen Volker Beck erklärte:
„Gläubige brauchen keinen anderen strafrechtlichen Schutz vor Diffamierung, Beschimpfung und Hetze als andere soziale Gruppen.“ Franz Maget, (rote Farbe ist bei der SPD nicht angebracht) Kirchenexperte der bayerischen SPD, hielt den Vorstoß für nicht notwendig, da Blasphemie kein relevantes gesellschaftliches Problem darstelle. Die satirische Website Der Postillon griff Schicks Äußerungen ebenfalls auf.
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http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Schick

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Hier ein Artikel aus dem Postillion. Achtung, Satire… schon wieder. Bei den heiligen Personen versteht es sich wohl von selbst, dass Bischof Schick sich da mit einschließt.

Blasphemie! Erzbischof hält Gott für zu schwach, um Blasphemie selbst zu bestrafen

„Der Postillon: Blasphemie! Erzbischof hält Gott für zu schwach, um Blasphemie selbst zu bestrafen“

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Bamberg (dpo) – Was für eine dreiste Gotteslästerung! Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hält seinen eigenen Gott für einen derartigen Schwächling, dass er nicht einmal imstande sein soll, sich selbst gegen Blasphemie zu wehren. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Erzbistums hervor, derzufolge Schick „Hohn und Spott“ gegen „heilige Personen, heilige Schriften, Gottesdienste und Gebete sowie heilige Gegenstände und Geräte aller Religionen“ gesetzlich verbieten lassen will.

Theologen laufen seitdem Sturm gegen die blasphemische Forderung Schicks, der Gott fast schon beiläufig seine Allmacht abspricht, und ihn als verweichlichten Bittsteller karikiert, der auf die Gnade derer angewiesen ist, die er geschaffen hat.

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Zielt mit seinem Blitzeschleuder-Zeigefinger womöglich bereits auf Schick: Gott

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Professor Theobald Kleinst von der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Münster ist außer sich: „Wenn sich Gott durch eine blasphemische Äußerung gekränkt fühlt, dann stehen ihm mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, sie auf seine Weise zu ahnden“, erklärt der Theologe. „Er kann eine Sintflut anzetteln oder direkt einen Blitz auf den Lästerer schleudern oder ihn dazu verdammen, bis an sein Lebensende eine pinke Kappe
tragen zu müssen. Oder Gott wartet, bis der Gotteslästerer stirbt, und wirft ihn dann in die Hölle.“
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Schick hingegen glaube offenbar, dass Gott zu schwach oder gar zu dumm sei, um selbst über eine Strafe zu entscheiden. Daher brauche der arme alte Mann Hilfe durch ein weltliches Gericht. „Gott hat doch auch die Spötter und die Satiriker geschaffen. Ihm zu unterstellen, er würde jetzt nicht mit ihnen fertig werden, ist Blasphemie!“, so Kleinst. „Dafür soll Schick in der Hölle schmoren!“
Immerhin: Da Juristen der Einführung eines Anti-Blasphemie-Gesetzes in Deutschland nur schlechte Chancen einräumen, dürften Schicks gotteslästerliche Äußerungen keine weltlichen Konsequenzen nach sich ziehen. Von Gott hingegen gibt es bislang noch keine Stellungnahme, ob und inwiefern er gegen Schick vorgehen will.
ssi; Foto oben: Erzbistum Bamberg
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http://www.der-postillon.com/2012/08/blasphemie-erzbischof-halt-gott-fur-zu.html

 

Mit frommen Gruß – Hubert