Archiv für 16. Juni 2015

Ejakulieren als Prostata-Krebsvorsorge   Leave a comment

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Vor einigen Jahrzehnten behaupteten ja die christlichen Kirchen noch, dass masturbieren bei Jungs der Gesundheit schaden würde (das ging bis zur Erblindung 😉 ) . Es war nichts weiter als eines der vielen Märchen die uns diese Institution erzählt. Ungesund ist höchstens, wenn man denen alles glaubt. 🙂 Mir fallen da gerade  vor allem so alte Weibchen ein als Opfer dieser Institution.

Aus einem Newsletter von Netdoktor.de
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Ejakulieren hält Prostata in Schuss

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ejakulieren h

© Piotr Marcinski – Fotolia

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München (netdoktor.de) – Krebsvorsorge kann auch Spaß machen: Wer regelmäßig Samenergüsse hat, mindert sein Risiko für Prostatakrebs. Je öfter, desto besser, bestätigt nun eine amerikanische Studie.

Die Vorsteherdrüse liefert ein paar wichtige Zutaten für den Samenerguss: Sie produziert zum Beispiel ein Sekret, das die Spermien beweglich hält und sie vor dem sauren Milieu der Scheide schützt. Schon länger gibt es Hinweise, dass regelmäßiges Ejakulieren die Prostatagesundheit fördert. Den bisher besten Beweis dafür liefert jetzt eine Studie von Jennifer Rider und ihren Kollegen, die an der Harvard University forschen.

Durchschnittliche Samenergussrate

Die Wissenschaftler griffen auf eine sehr große Datenmenge zurück, um ihre These zu belegen. Insgesamt flossen die Angaben von über 31.000 Männern in ihre Untersuchung ein. Deren Gesundheit wurde über einen Zeitraum von 18 Jahren beobachtet. Während dieser Zeit erkrankten 3.839 der Probanden an Prostatakrebs, 384 starben daran.

Zusätzlich gaben die Herren Auskunft, wie oft im Monat sie zum Höhepunkt kamen, und zwar im Alter von 20 bis 29 und von 40 bis 49 Jahren. Daraus errechneten die Wissenschaftler eine durchschnittliche lebenslange Samenergussrate für die einzelnen Männer.

20 Prozent weniger Prostatakrebs

Interessant wurde es, als die Forscher die Daten auswerteten, denn statistisch ließ sich so eine Verbindung herstellen zwischen Ejakulationsrate und dem Risiko an Prostatakrebs zu erkranken. Grundsätzlich galt: Je öfter ein Mann einen Orgasmus mit Samenerguss hatte, desto besser geschützt war er vor Prostatakrebs. Konkret bedeutete dass, wer 21 Mal oder mehr pro Monat seine Prostata bemühte, verringerte seine Wahrscheinlichkeit zu erkranken um ein Fünftel – zumindest im Vergleich zu Männern, die nur vier bis sieben Mal pro Monat einen Samenerguss hatten.

„Wir sollten uns aber nicht an konkreten Zahlen festhalten, sondern eher die Dosis-Wirkung-Relation im Auge behalten“, sagte Rider gegenüber dem amerikanischen Gesundheitsportal Medscape. Denn eine durchschnittliche Rate von 21 Orgasmen pro Monat erreichten gerade mal acht Prozent der Probanden. Die meisten Männer berichteten im Altern von 40 bis 49 Jahren eher von acht bis zwölf Ejakulationen im Monat.

Prostata durchspülen

Worauf der gesundheitsfördernde Effekt der Prostata-Nutzung beruht, weiß man noch nicht genau. Möglicherweise haben die Hormone, die beim Orgasmus durch den Körper schwappen, einen protektiven Effekt. Denkbar ist aber auch, dass es der Prostata einfach gut tut, öfter „durchgespült“ zu werden und so mögliche kanzerogen Stoffe aus der Drüse befördert werden könnten.

Einen kleinen Haken hat die Sache allerdings, denn Prostatakrebs ist nicht gleich Prostatakrebs. Hilfreich zeigte sich das Ejakulieren vor allem im Schutz gegen langsamer wachsenden Tumoren. Bei schnell wachsenden, besonders bösartigen Krebsformen zeigte sich kein präventiver Effekt.

Prostatakrebs – häufig, aber selten tödlich

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung beim Mann. Im Vergleich zu anderen Krebsarten verläuft sie aber nur selten tödlich: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts leben 93 Prozent der neu diagnostizierten Männer auch nach fünf Jahren noch. Oft wachsen die Tumore so langsam, dass der Krebs gar nicht behandelt werden muss. Deutlich schlechter ist die Prognose allerdings, wenn der Krebs zum Zeitpunkt der Erkennung schon weit fortgeschritten ist und bereits Metastasen gestreut hat. Darum empfehlen Experten Männern ab 45 Jahren, regelmäßig ihre Prostata checken zu lassen. (lh)

Quellen: Rider J: Ejaculation frequency and risk of prostate cancer: updated results from the Health Professionals Follow-up Study; Talk at American Urological Association annual meeting (15.05.2015)

Medscape: Best Evidence Yet!: Ejaculation Reduces Prostate Cancer Risk; http://www.medscape.com (Abruf 11.06.2015)

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Ejakulieren als Prostata-Krebsvorsorge

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Jemand fragt bei gutefrage.net:

Stimmt es, dass dur zu vieles Masturbieren und Ejakulieren irgendwann mal keinen mehr hoch bekommt? Oder kann ein Mann sein Leben eine Erektion, Sex und einen Samenerguss genießen oder gibt es da irgendwann ein Ende? Danke!

(Anmerkung: da hatte einer Angst, dass ihm die „Schuss“ ausgingen 😉 )

Antwort:
Auch von vielem Masturbieren gibt es kein Ende. Noch Mitte des letzten Jahrhunderts wurde den Jungs damit Angst gemacht, dass vom häufigen Masturbieren irgendwann mit der Samenproduktion Schluss sei. Das sagte man, um die Jungs möglichst zu hindern sich selbst zu befriedigen. Außerdem erzählte man, dass man davon krank oder blind wird und noch Schlimmeres. Zwischenzeitlich weiß man, und es ist auch wissenschaftlich erwiesen, dass Masturbieren verbunden mit häufigem Ejakulieren weder schädlich ist, noch krank macht. Im Gegenteil. Die Samenflüssigkeit, ein Sekret was für den Transport der Samenfäden verantwortlich ist, wird in der Prostata gebildet und zwar in gleichem Maße wie es aberufen wird. Allerdings wird es bei sehr vieler Masturbation, wenn die Nachproduktion nicht so schnell hinterher kommt, etwas dünner und auch farblich ändert sichg diese Flüssigkeit von milchig weiß zu hellerer Flüssigkeit. Diese Produktion hört das ganze Leben nicht auf. Ein Mann hat bis ins hohe Alter die Möglichkeit dieses Sekret abzurufen und in der Prostata neu aufbauen zu lassen, auch wenn die Produktion vielleicht nicht mehr ganz so schnell passiert wie in jungen Jahren. Wissenschaftler haben heraus gefunden, dass es sehr gesund ist, wenn die „Leitung“ gegelmäßig durchgespült wird und die Samenflüssigkeit durch frische ersetzt wird. Also, mach dir keine Gedanken und lass dir nicht Angst machen. Wenn du Lust zum Masturbieren hast, dann kannst du es ohne Sorge genießen. Die Samenflüssigkeit wird nicht alle!

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Gruß Hubert

Wenn man als Steuerfahnder die „Falschen“ erwischt   Leave a comment

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Kaum zu glauben, was manchmal in einem sogenannten Rechtsstaat vor sich geht. Da wurden vier Steuerfahnder geschasst aufgrund falscher psychiatrischer Gutachten (alle vier vom selben Gutachter). Sie waren sehr erfolgreich und hatten dem Staat viele Millionen an unterschlagenen Steuergeldern eingetrieben. Dabei sind sie wohl einigen in der Wirtschaft, die CDU-Freunde hatten, zu sehr auf die Zehen getreten. Das wirft ein denkbar schlechtes Licht auf das CDU-regierte Bundesland Hessen. Aber ja, ja, die CDU und die Wirtschaft… ist ja nichts Neues, das kennt man ja.

Steuerfahnder-Affäre Ex-Steuerfahnder waren gesund

Zwangspensioniert: Ex-Steuerfahnder Rudolf Schmenger.  Foto: Alex Kraus

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Ein Gutachten bringt Hessens Regierung unter Druck: Die vor mehreren Jahren für dienstunfähig erklärten hessischen Steuerfahnder sind offenbar psychisch gesund gewesen. Die SPD fordert eine Entschuldigung von Ministerpräsident Bouffier.

Die vier geschassten hessischen Steuerfahnder sind aufgrund falscher psychiatrischer Gutachten zwangspensioniert worden. Das ist jetzt von renommierten Psychiatern bestätigt worden, die die vier ehemaligen Beamten im Auftrag des Landgerichts Frankfurt neu begutachtet haben. Entsprechende Berichte der Magazine Capital und Der Spiegel wurden der Frankfurter Rundschau am Wochenende aus informierten Kreisen bestätigt.

Die Gutachten setzen die hessische Landesregierung unter Druck. Das Land hatte die Steuerfahnder zwischen 2007 und 2009 aufgrund falscher Expertisen des Frankfurter Psychiaters Thomas H. zwangsweise in den Ruhestand geschickt, der den Beamten unheilbare „paranoid-querulatorische“ Störungen attestierte. Sie hatten 2001 mit zahlreichen Kollegen gegen eine Amtsverfügung protestiert, die nach ihrer Ansicht zur Schonung reicher Steuersünder führte. Regierung und schwarz-gelbe Koalition behaupten, H.s Gutachten hätten nur an „formellen Fehlern“ gelitten. Diese Haltung wird durch die neuen Gutachten erschüttert.

Erstellt wurden sie von dem renommierten Münchner Psychiatrieprofessor Norbert Nedopil und seinen Mitarbeitern an der forensischen Psychiatrie des Universitätsklinikums. Danach sind Thomas H.s Diagnosen zum Teil „nicht nachvollziehbar und mit dem derzeitigen Wissen nicht schlüssig vereinbar“.

Aus psychiatrischer Sicht habe in allen vier Fällen keine medizinische Voraussetzung für eine anhaltende Dienst- oder Teildienstunfähigkeit bestanden, urteilt Nedopil. Alle vier Ex-Fahnder waren getrennt jeweils einen Tag lang in München gründlich untersucht worden.

Bei dem früheren Fahnder Rudolf Schmenger kommen Nedopil und seine Kollegin Sylvia Brettschneider zu dem Schluss, er sei voll dienstfähig. Seine Persönlichkeit sei durch Stabilität, Gewissenhaftigkeit, gute Steuerung, hohe Leistungsbezogenheit und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn charakterisiert. Eine Persönlichkeitsstörung bestehe nicht. Es gebe auch keinen Anhaltspunkt dafür, dass es früher eine wahnhafte Störung gegeben habe. Die von Thomas H. diagnostizierte paranoid-querulatorische Entwicklung sei nicht nachvollziehbar und mit dem derzeitigen Wissen nicht schlüssig vereinbar, urteilen die Münchner Gutachter.

Millionenklage in Frankfurt

Das Frankfurter Landgericht hatte die Expertisen in Auftrag gegeben, um zu entscheiden, wie es mit Schadenersatz-Klagen der Ex-Beamten umgeht. Die vier Betroffenen hatten im vergangenen Jahr Klage in Millionenhöhe gegen das Land Hessen eingereicht.

Sie machen Einkommensverluste geltend und klagen darauf, dass ihnen der Ausfall an Pensionsansprüchen ebenfalls ersetzt wird. Nach Informationen von Capital wird der Prozess nun, da die Gutachten vorliegen, im kommenden Jahr beginnen.
Noch am Freitag, als in Hessen der dritte Untersuchungsausschuss dieser Wahlperiode eingesetzt wurde, hatte CDU-Fraktionschef Christian Wagner behauptet, der Steuerfahnder-Ausschuss sei „erfolglos und überflüssig“ gewesen. Zwei Jahre lang hatte er getagt. Im Abschlussbericht von CDU und FDP hieß es, die Diagnosen des Gutachters H. blieben durch das Urteil des Berufsgerichts „unberührt“.

Einer der Betroffenen, der frühere Steuerfahnder und heutige Steuerberater Rudolf Schmenger, sagte der Frankfurter Rundschau am Wochenende, die CDU und ihr Obmann im Untersuchungsausschuss, Peter Beuth, seien durch die neuen Gutachten mit ihrer „Verleumdung“ am Ende.

Schmenger findet es bemerkenswert, dass das Land den Psychiater H., den es mit den Gutachten beauftragt hatte, bis heute für seine Fehler nicht in Regress genommen habe. „Es gibt eine Kumpanei“, sagte Schmenger der FR. „Die ist jetzt entlarvt.“
Die hessische SPD forderte am Sonntag, dass sich Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bei den vier Betroffenen entschuldigen und sie vollständig rehabilitieren solle. Der SPD-Landtagsabgeordnete Norbert Schmitt sagte, die Gutachten belegten, dass die vier Steuerfahnder psychiatrisiert und ungerechtfertigt in Zwangspension geschickt worden seien. „Es ist ein weiterer Beweis des gezielten Mobbings gegen die engagierten Beamten.“

Von Pitt von Bebenburg

Wenn man als Steuerfahnder die „Falschen“ erwischt

Hier noch ein Link zu Wilhelm Schlötterer, ein bayerischer Steuerfahnder, dem es auch schlecht erging, weil er ein treuer, integrer und ehrlicher Amtsdiener sein wollte.
Wilhelm Schlötterer, Ex-Steuerfahnder und Mollath-Freund

http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Wilhelm_Schl%C3%B6tterer

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Gruß Hubert