Archiv für 29. Juni 2015

Merkel, die eiskalte Laviererin   Leave a comment

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Merkel laviert geschickt um das Thema herum. Sympathisch ist das nicht und auch keine gute Eigenschaft für einen Politiker oder Politikerin. Ein Politiker sollte Probleme tatkräftig und gleichzeitig besonnen angehen. Merkel sitzt lieber aus und setzt sich dann in das „richtige Boot“. Diese USA-Hörigkeit von Merkel ist unerträglich.

Der Abend vor dem Crash: Angela Merkel taucht ab und spricht mit Obama

Angela Merkel ist wenige Stunden vor dem totalen Crash in Griechenland abgetaucht. Das einzige, was duchsickert: Sie habe mit US-Präsident Barack Obama telefoniert. Am Vorabend einer europäischen Katastrophe hören wir nichts von der deutschen Bundeskanzlerin. Es ist beschämend

Angela Merkel im Kreise der gescheiterten Euro-Retter: Wortlos vor dem Scherbenhaufen. (Foto: dpa)

Angela Merkel im Kreise der gescheiterten Euro-Retter: Wortlos vor dem Scherbenhaufen. (Foto: dpa)

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Die dpa übersetzt das Statement des Weißen Hauses:
US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben wegen der Griechenland-Krise telefoniert und ihre Besorgnis ausgedrückt. Beide Seiten hielten es für äußerst wichtig, alles zu unternehmen, um einen Weg zu finden, der es Griechenland erlaube, innerhalb der Eurozone Reformen umzusetzen und Wachstum zu erzielen, teilte das Weiße Haus am Sonntagabend mit. Wirtschaftsexperten beider Länder beobachteten die Situation und stünden in engem Kontakt. Obama sprach nach dem Terroranschlag in Tunesien zugleich sein Beileid aus. Bei der blutigen Attacke war mindestens ein Deutscher getötet worden.

Zuvor war bekannt geworden, dass die Kanzlerin alle Parteichefs am Montag zu einer Krisensitzung bestellt hat.
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Das ist alles, was von der Kanzlerin am Vorabend einer gewaltigen humanitären Katastrophe in Griechenland und der nun mit einiger Sicherheit anzunehmenden Vernichtung von 360 Milliarden Euro an Steuergeldern zu hören ist. Die EU steht vor der schwersten Krise ihrer Geschichte. Diese Krise wird unendlich viel Leid verursachen. Menschen werden ihre Existenzen verlieren. Die griechischen Sparguthaben sind in akuter Gefahr. Die EU, einst von den Bürgern als solidarische Gemeinschaft begrüßt, zeigt sich als Summe von Egoisten. Mit der EU geraten allen Regierungen unter Druck. Noch nie war die Lage so ernst.

Angela Merkel schweigt.

Merkel hat im Zug der Euro-Krise immer laviert.Sie hat, wie in ihrer ganzen Karriere, immer nur moderiert und sich von irgendwelchen Experten einreden lassen, was zu tun ist. Sie hat sich in blindem Vertrauen an IWF-Chefin Christine Lagarde gehängt, weil Merkel von Wirtschaft nichts versteht. Merkel hat den Fehler gemacht, Lagarde für eine Wirtschaftsexpertin zu halten. Lagarde ist die Chefin einer supranationalen Kredit-Organisation, die sich in der Griechenland-Krise über Jahre schwere Fehler geleistet hat. Vor Wirtschaft versteht Lagarde genauso wenig wie Wolfgang Schäuble, der im ZDF-Interview bereits einen schwer angeschlagenen Eindruck hinterlassen hat.
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Merkel ist eine Einzelgängerin. Sie kann diktieren, aber nicht im Team spielen. Andere Meinungen lässt sie nur gelten, wenn  sie ihr nutzen. Merkel kommt sie aus der mit Ideologie überfrachteten Kader-Welt der DDR-Intelligenzia, die mit technokratischer Machtausübung zu reüssieren hoffte und genau damit gescheitert ist.
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Diese Konstitution erklärt Merkels Unfähigkeit, in Europa politische „leadership“ zu übernehmen, wie die Amerikaner das von ihr erwartet haben. Man kann nur führen, wenn einem etwas eine Herzens-Angelegenheit ist. Merkel hat keinen Zugang zu den komplexen Verflechtungen von Kredit, Privatwirtschaft und staatlicher Steuerung. Sie vertraut ihren Experten. Das geht so lange gut, so lange diese ihren Job ordentlich machen. Es geht schief, wenn sich die Berater, wie der IWF in Griechenland, total verrechnen.
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Es ist erstaunlich, dass nun sogar die Merkel ansonsten sehr pfleglich behandelnde dpa plötzlich kritische Worte über den Äther sendet. Wir lesen in einer Analyse:
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Aber wo ist die Kanzlerin? Seit Tsipras Freitagnacht vorerst das Tischtuch mit den Geldgebern zerschnitten hat, ist Angela Merkel öffentlich auf Tauchstation. Wie ernst die Situation ernst, beweist am Sonntagabend ein Telefonat Merkels mit US-Präsident Barack Obama. Das Weiße Haus teilt danach mit, beide seien sich einig, dass Athen unbedingt im Euro gehalten werden müsse. Bereits beim G7-Gipfel in Elmau hatte Obama intern gewarnt, ein Scheitern des Nato-Mitglieds Griechenland wäre auch geostrategisch wegen des Ukraine-Konflikts mit Russland riskant.
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Für Merkel steht sehr viel auf dem Spiel. Die Bundestagswahl 2013 gewann sie auch deshalb so furios, weil die Bürger ihr vertrauten, Europa und deutsches Steuergeld zusammenzuhalten. Die Bundesrepublik hat alles in allem bei Griechenland etwa 80 bis 90 Milliarden Euro im Feuer.
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Scheitert Griechenland, geht nicht gleich der Euro mit unter. Aber Merkels Ruf als Europas strenge, aber erfolgreiche Krisenmanagerin wäre dahin. «Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg», gab sie zuletzt als Losung im Hellas-Drama aus. Hat sie noch eine Antwort parat – oder wird der 27. Juni 2015 als Wendepunkt in die Geschichte der langen Kanzlerschaft der Angela Merkel eingehen?
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Die Erklärung für das gespenstische Schweigen ist einfach: Technokraten der Macht fehlt der Instinkt für das Momentum der Geschichte. Sie handeln nicht, weil sie nicht versagen wollen. Sie wollen keine Fehler machen. Sie können nicht antizipieren. So wetten nur, wenn sie das Ergebnis kennen. Sie bleiben untätig, um nachher sagen zu können: Ich bin es nicht gewesen.
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Wem dieser Instinkt jedoch fehlt, den straft die Geschichte.
Als 1989 in Berlin die Mauer fällt, hört Angela Merkel um 18.57 Uhr die Pressekonferenz mit Schabowski, in der dieser sagt: Die Mauer ist offen, meines Wissens, hier steht: unverzüglich! Merkel verlässt ihre Wohnung in Berlin, Schönhauser Allee 104, und macht sich auf den Weg. Doch nicht zur Mauer, sondern in die Sauna im Thälmann-Bad. Später, viel später am Abend, als wirklich sicher ist, dass die Mauer wirklich offen ist, soll Angela Merkel den tausenden anderen Ost-Berlinern gefolgt sein, die seit Stunden an der Bornholmer Brücke den Beginn einer neuen Ära feiern.

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Merkel, die eiskalte Laviererin

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Hier noch ein Auszug einer Spiegel-Satire zur US-Hörigkeit von Merkel.

Spiegel-Satire zur Aufnahme von „Germany“ als 51. Bundesstaat der USA, mit Merkel als ersten Gouverneurin vom 27.04.2015

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Nachdem Angela Merkel im Beisein von Barack Obama den Eid auf die amerikanische Verfassung geleistet hatte, wurde sie durch den Präsidenten offiziell zur ersten Gouverneurin von „Germany“ ernannt. Wenige Minuten zuvor war Deutschland den Vereinigten Staaten von Amerika als 51. Bundesstaat beigetreten.
Frau Merkel hatte diesen Akt mit einem leidenschaftlichen Kuss auf das Original der US-Unabhängigkeitserklärung von 1776 besiegelt.

http://www.spiegel.de/spam/satire-spiegel-online-nsa-bnd-usa-drohnen-ttip-a-1030796.html

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 29. Juni 2015 von hubert wenzl in Politik, Wirtschaft

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Der Anfang vom Ende der EU ist eingeleitet   Leave a comment

sabnsn

Was kostet die Pleite Deutschland?

Das kommt drauf an, wie sie abläuft: Erklärt Griechenland einseitig den Zahlungsstopp? Verlässt das Land gar den Euro-Raum? Dann wären die Hilfsmilliarden wohl komplett futsch. Bleibt Athen in der Währungsunion und handelt mit den Euro-Ländern einen Schuldenschnitt aus? Dann würden Deutschland und die Euro-Länder wohl wenigstens etwas von ihrem Geld wiedersehen. Vom Teilverlust bis zum Totalverlust ist alles drin.

Schlimmstenfalls geht es für Deutschland laut Ifo-Institut um rund 87 Milliarden Euro. Darin enthalten sind unter anderem die ausstehenden Kredite aus dem ersten Hilfspaket (15,2 Mrd. Euro) und der zweiten Griechenland-Hilfe (38,1 Mrd. Euro), den IWF-Anteilen aus beiden Paketen (1,2 Mrd. Euro) sowie Verluste der Europäischen Zentralbank (EZB) aus Anleihen-Käufen (4,7 Mrd. Euro) und dem Euro-Zahlungsverrechnungssystem Target (25,4 Mrd. Euro).

Ob die Target-Salden wirklich eingerechnet werden sollten, ist umstritten. Die Verluste bei der EZB werden wohl kaum auftreten. Historisch betrachtet liegt der Verlust bei Staatspleiten laut…

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Veröffentlicht 29. Juni 2015 von hubert wenzl in Uncategorized