Archiv für 2. Juli 2015

Sterbehilfe – wann ist sie strafbar?   2 comments

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Sterbehilfe ist ja ein sehr komplexes und delikates Thema. Es wird deshalb auch sehr konträr diskutiert. Meiner Ansicht sollte jemand nicht lange leiden müssen, wenn es keine Aussicht auf Heilung gibt und die Person es nicht will. Ein Mensch sollte selbstbestimmt und in Würde sterben dürfen. Es gibt viele Facetten, die es bei der Sterbehilfe zu beachten gibt. Leicht kann man da konfus werden, mich nicht ausgenommen. Sterbehilfe wird auch in europäischen Ländern sehr unterschiedlich diskutiert und behandelt.
Hier ein Artikel von Netdoktor.

Selbstbestimmt leben, selbstbestimmt sterben – das ist für viele Befürworter der Sterbehilfe das Hauptargument.  Welche Arten von Sterbehilfe es gibt, wie andere Länder damit umgehen und was in Deutschland der rechtliche Rahmen dazu ist, erfahren Sie hier.

Gesund im hohen Alter einschlafen und nicht wieder aufwachen – diese Vorstellung vom Sterben wird nur für wenige Wirklichkeit. Oft zieht sich das Sterben hin und kann mit Schmerzen und drastischen Einschränkungen der Lebensqualität verbunden sein. Nicht zuletzt haben viele Sterbende Angst, ihrer Umwelt „zur Last“ zu fallen. Dies alles schürt Ängste und weckt bei manchen den Wunsch, selbst zu bestimmen, wann sie sterben – auch, wenn dazu die Hilfe Dritter nötig ist.

Was ist Sterbehilfe?

Darf man jemandem beim Sterben helfen? Dies ist eine heiß diskutierte Frage, an der sich sowohl Ethiker als auch die Gesetzgebung immer wieder abarbeiten. Grundsätzlich werden verschiedene Formen der Sterbehilfe definiert:

Passive Sterbehilfe: Hierbei werden lebensverlängernde Maßnahmen (zum Beispiel künstliche Ernährung, Beatmung oder die Gabe bestimmter lebenserhaltender Medikamente) nicht fortgesetzt. Grundlage hierfür ist normalerweise der ausdrückliche Patientenwille, zum Beispiel in Form einer Patientenverfügung. Liegt dieser vor, ist die passive Sterbehilfe in Deutschland nicht strafbar.

Indirekte Sterbehilfe: Hierunter versteht etwa man die Gabe von Schmerz- oder Beruhigungsmitteln, die das Leiden lindern, gleichzeitig aber auch die Lebenserwartung einschränken. Ein Beispiel sind Opiate, die den Schmerz und die Angst nehmen, gleichzeitig aber auch die Atmung dämpfen. Letzterer Effekt wird dann billigend in Kauf genommen – auch ausdrücklich bestätigt durch ein Urteil des Bundesgerichtshofes von 1996. Indirekte Sterbehilfe ist demzufolge in Deutschland nicht strafbar.

Beihilfe zur Selbsttötung: Ein Selbstmord – zum Beispiel mit einem Giftcocktail – wird juristisch nicht geahndet. Rein rechtlich ist auch die Beihilfe zum Suizid nicht strafbar. Allerdings können Helfer anschließend wegen unterlassener Hilfeleistung belangt werden. Ärzten allerdings verbietet das Berufsrecht, Menschen bei der Selbsttötung zu assistieren. Ein Verstoß kann zum Beispiel den Entzug der ärztlichen Berufserlaubnis zur Folge haben.

Aktive Selbsttötung: Sie wird auch „Tötung auf Verlangen“ genannt und ist in Deutschland strafbar. Gemeint ist zum Beispiel, wenn jemand einem Sterbenden ein tödliches Mittel verabreicht – auch, wenn dieser das ausdrücklich gewünscht hat. Wer sich hier schuldig macht, muss mit einer Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und fünf Jahren rechnen.

Diskussionspunkt: Beihilfe zur Selbsttötung

Die Debatten, die derzeit geführt werden, beschäftigen sich vor allem mit der Beihilfe zur Selbsttötung. Denn diese nutzen zum Beispiel Sterbevereine oder andere Organisationen, die Sterbehilfe anbieten. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe wünscht sich ein umfassendes Verbot für alle derartigen Sterbehilfeangebote. Niemand solle kommerziellen Nutzen aus dem Leid und Tod anderer Menschen ziehen.

Abgeordnete aus Union und SPD dagegen wollen, dass es zumindest Ärzten gesetzlich erlaubt wird, den Wunsch auf Selbsttötung zu unterstützen – in einem engen gesetzlichen Rahmen zumindest. Die Bundesärztekammer weist allerdings darauf hin, dass Ärzte dazu verpflichtet sind, das Leben zu erhalten, nicht dabei zu helfen es zu beenden. Ein klares Nein also zur ärztlichen Sterbehilfe.

In einem Punkt allerdings sind sich alle Seiten einig: Deutschland soll in der Palliativ- und Hospizversorgung besser werden. Im Frühjahr 2015 sollen Gesetzentwürfe zur Regelung der Sterbehilfe in Deutschland vorgelegt und nach parlamentarischen Debatten im Laufe des Jahres auf den Weg gebracht werden.

Sterbehilfe in Europa

Unwahrscheinlich ist allerdings, dass die Sterbehilfe in Deutschland in absehbarer Zeit ähnlich liberal gehandhabt wird wie beispielsweise bei den europäischen Nachbarn Belgien oder Luxemburg. Dort ist aktive Sterbehilfe unter bestimmten Umständen durch einen Arzt erlaubt. Wichtig sei unter anderem, dass der Patient in einer medizinisch ausweglosen Situation steckt und abzusehen ist, dass sein restliches Leben mit unerträglichem Leiden einhergehen würde.

In der Schweiz ist aktive Sterbehilfe verboten,  die Beihilfe zum Selbstmord allerdings straffrei, solange keine „selbstsüchtigen“ Gründe dafür vorliegen. Mehrere Sterbehilfeorganisationen wie beispielsweise „Dignitas“ oder „Exit“ arbeiten auf dieser gesetzlichen Grundlage.

Italien, Österreich oder Dänemark verbieten gesetzlich die aktive Sterbehilfe und die Beihilfe zum Selbstmord, passive oder indirekte Sterbehilfe sind dagegen erlaubt.

Sterbehilfe – wann ist sie strafbar?

 

Mein Tod gehört mir (S)


http://www.4shared.com/video/g5NFjVzDce/Mein_Tod_gehrt_mir___S_.html
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Wenn Selbstbestimmung überhaupt einen Sinn hat, dann können ja nicht andere darüber verfügen ob mein Leben lebenswert ist oder nicht. Nur der Einzelne kann das für sich entscheiden. Es kann ja niemand zum Sterben gedrängt werden aber doch nicht auch zum Leben gezwungen werden.

 

Der Abschiedsbrief von Udo Reiter
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Gruß Hubert

Veröffentlicht 2. Juli 2015 von hubert wenzl in Medizin, Politik

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Die NATO zündelt und provoziert   Leave a comment

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Die Gefahr eines Weltkrieges geht nicht von Putin aus sondern von der USA, sie ist der aggressive Part in der Geopolitik.
Die USA hat das Versprechen die NATO nicht nach Osten zu erweitern gebrochen, das es Michael Gorbatschow, dem damaligen Staatspräsidenten der Sowjetunion, gegeben hatte.

Putins Reaktion auf die Militäraktionen der USA und der NATO vor der Türschwelle Russlands

Stephen Lendman
Global Research 17.06.15
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Lasst euch nicht täuschen! Der Aggressor sind die USA, nur sie bedrohen den Weltfrieden, die Stabilität und die Sicherheit. Ihre wachsende Feindseligkeit gegenüber Russland und China kann den Dritten Weltkrieg auslösen. Irre in Washington wollten Russland schon zu Beginn des Kalten Krieges mit Atomwaffen angreifen.

General Curtis LeMay wollte dafür sogar einige Städte in den USA opfern. Auch General Lyman Lemnitzer war dazu bereit.

Sie hielten einen Atomkrieg für unvermeidlich und wollten ihn führen, so lange die USA (Russland) noch überlegen waren. Solche Hasardeure gibt es auch heute noch.

Am Dienstag kündigte Wladimir Putin an, Russland werde angemessen auf die Provokationen der von den USA beherrschten NATO an seinen Grenzen antworten.

Er reagierte damit auf die Absicht Washingtons, schwere Waffen und Tausende von US-Soldaten in osteuropäischen Staaten stationieren und den Raketenabwehrschild weiter ausbauen zu wollen; mit diesen provozierenden Maßnahmen wollen die USA einer angeblichen russischen Bedrohung begegnen, die überhaupt nicht existiert.

„Wenn jemand unser Territorium bedroht, zwingt das uns dazu, unsere Streitkräfte gegen die Staaten in Stellung zu bringen, von denen diese Bedrohung ausgeht,“ stellte Putin fest.

„Warum sollten wir das nicht tun? Es ist doch die von den USA beherrschte NATO, die sich unseren Grenzen immer mehr nähert. Wir bewegen uns nirgendwo hin. (s. hier)

Ich will keine Angst schüren. Natürlich analysieren wir sehr genau alles, was um uns herum vorgeht; bis jetzt sehe ich noch nichts, was uns zu direkten Gegenmaßnahmen zwingen könnte.

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Bild: Wikimedia, Creative Commons. Die Datei stammt von der
Webseite des russischen Präsidenten und ist urheberrechtlich geschützt.
Du darfst die Datei vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen
sowie Bearbeitungen davon anfertigen, solange du www.kremlin.ru als Urheber nennst.
15. Juli 2014: Die Führer der BRICS-Gruppe treffen sich im brasilianischen Fortaleza.
Von links nach rechts: der russische Präsident Wladimir Putin, der indische Premierminister
Narendra Modi, die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff, der chinesische Präsident
Xi Jinping und der südafrikanische Präsident Jacob Zuma (RIA Novosti)

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Wirklich beunruhigt uns nur der im Aufbau befindliche Raketenabwehrschild, weil der große strategische Bedeutung hat.“ (s. hier und hier„).

Neben anderen Gegenmaßnahmen kündigte Putin die Beschaffung von „40 neuen Interkontinentalraketen für die russischen Atomstreitkräfte an, die auch durch die modernste Raketenabwehr nicht aufgehalten werden können“.

„Russland bleibt keine andere Wahl, als seine Militärpräsenz entlang seiner Westgrenze zu erhöhen,“ erklärte der russische Verteidigungsminister General Juri Jakubow. Er nannte die Verstärkung der westlichen Streitkräfte in osteuropäischen Staaten „den aggressivsten Schritt seit Ende des Kalten Krieges“.

„Auch Russland wird die Streitkräfte und das militärische Potenzial an seiner strategischen Westflanke verstärken müssen,“ ergänzte er – einschließlich der Stationierung von taktischen Raketen des Typs Iskander und von Truppen in Weißrussland. (Weitere Infos hier und hier.)

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Putin, Jakubow und andere russische Offizielle betonen, Russland werde angemessen vorsorgen, um sich gegen das zunehmend feindselige Verhalten der von den USA beherrschten NATO abzusichern.

Daraufhin beschuldigte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg Russland des „Säbelrasselns“, das destabilisierend und gefährlich sei. Putins Äußerungen entsprächen alten russischen Verhaltensmustern.

„Darauf müssen wir uns einstellen, indem wir unsere Verteidigungsbereitschaft erhöhen um unsere östlichen NATO-Verbündeten vor dem Feind schützen zu können.“

Absurderweise nannte er die (provozierenden) NATO-Aktivitäten „angesichts der Aggressivität Russlands angemessen und defensiv“.

Wahr ist das genaue Gegenteil. Stoltenberg ignorierte alle NATO-Provokationen, die damit begannen, dass Washington sein Versprechen, die NATO nicht nach Osten zu erweitern, gebrochen hat, das es Michael Gorbatschow, dem damaligen Staatspräsidenten der Sowjetunion, gegeben hatte.

Wir erleben gegenwärtig die gefährlichste Epoche der Weltgeschichte. Die von den USA beherrschte Tötungsmaschine NATO ist ein außer Kontrolle geratenes Monster, das eine wahnsinnige Strategie verfolgt. Der Weltfrieden ist bedroht, wie nie zuvor. Das Schicksal der Menschheit steht auf Messers Schneide. In imperialer Arroganz riskieren die USA und die NATO den atomaren Weltuntergang.

Stephen Lendman lebt in Chicago. Er ist über lendmanstephen@sbcglobal.net zu erreichen.

Übersetzung Wolfgang Jung, luftpost-kl.de

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Die NATO zündelt und provoziert

Gruß Hubert

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Veröffentlicht 2. Juli 2015 von hubert wenzl in Politik

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