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Bilder zeigen verkohlte Wände, verbrannte Teppichreste: Nach dem Brandanschlag auf eine Wohnung von Asylbewerbern in Salzhemmendorf nahe Hameln reagiert Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) schockiert. „Um es klar zu sagen: Das war versuchter Mord“, sagte er bei einem Besuch der 9.400 Einwohner großen Gemeinde.

Die jüngsten Geschehnisse in dem Ort seien „die schwerwiegendsten Vorgänge, die wir in Niedersachsen in den letzten Monaten und Jahren erlebt haben“, sagte der Ministerpräsident. Nur knapp seien viele Menschen dem Tod oder schweren Verletzungen entgangen. Die Täter hätten bewusst in Kauf genommen, dass Kinder, Frauen und Männer verbrennen konnten. SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi nannte den Anschlag „offenen Terrorismus“.

Unbekannte hatten in der Nacht einen Molotowcocktail durch das geschlossene Fenster einer Wohnung im Erdgeschoss geworfen. Eine Matratze und ein Teppich fingen Feuer. In der Wohnung lebt eine 34-jährige Mutter mit drei Kindern im Alter von vier, acht und elf Jahren. Sie stammen aus Simbabwe. Sie und die anderen Bewohner blieben unverletzt. Die Mutter und ihre Kinder werden psychologisch betreut und kommen in eine Ersatzunterkunft. Die Polizei vermutet einen fremdenfeindlichen Hintergrund hinter dem Anschlag.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/salzhemmendorf-stephan-weil-nennt-anschlag-versuchten-mord-a-1050405.html

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