Archiv für August 2015

JORIS – Im Schneckenhaus   Leave a comment

 

 

 

 

 

 

Im Schneckenhaus

 

Ich hab kein Mitleid für mich selbst, viel zu selten für dich.
Die letzte Brücke gesprengt, die letzte Grenze in Sicht.
Zwischen Hunderten von Leuten, fühl mich trotzdem allein,
Steh in unsichtbaren Mauern, zwar geborgen, doch klein, bin verloren im Sein.

Vor fünf Minuten gekommen, fühl ich mich eigentlich nach gehen.
Den blöden Job nicht bekommen, doch eigentlich wollt ich nur den.
Vermiss im Winter die Wärme und im Sommer den Schnee.
Fällt mir fast nicht mehr auf, wenn ich im Sonnenschein geh, im Sonnenschein steh.

Wenn der Himmel bricht, mir so vieles verspricht.
Kommt der Zweifel in mir, ich hab’s erlebt, ich war schon hier.
Und wenn’s am schönsten ist, ich nichts mehr vermiss, dann nehm ich Reißaus und reiß aus.

Ich bin viel zu träge, trotzdem lauf ich zu schnell.
Bin im Tag reichlich dunkel, in der Nacht viel zu hell.
Ich hab noch so viel zu sagen, indes find ich kein Wort.
Will doch nur noch nach Hause und es trägt mich weit fort, nur weiter hinfort.

Wenn der Himmel bricht, mir so vieles verspricht.
Kommt der Zweifel in mir, ich hab’s erlebt, ich war schon hier.
Und wenn’s am schönsten ist, ich nichts mehr vermiss, dann nehm ich Reißaus und reiß aus.

Jetzt steht meine Welt still, seit Donnerstagabend.
Bitte öffne die Augen und nimm mich in‘ Arm.
Atemmaschine und Herzgerät, plötzlich hat die Welt für dich zu schnell gedreht.
Aufwärts, in ein unbekanntes Land.

Und was wichtig schien, hab das niedergeschrieben.
Fühlt‘ mich so oft in Not, schau ich zurück, lach‘ ich mich tot.
Weil’s mich selbst auffrisst, ich dich so vermiss.
Glaub’s mir, das ist es nicht wert.

Wenn’s am schönsten ist und du nichts mehr vermisst,
dann mach die Augen auf.

.

http://www.songtexte.com/songtext/joris/im-schneckenhaus-637116e7.html

.
glg Hubert

Veröffentlicht 22. August 2015 von hubert wenzl in Musik

Getaggt mit , ,

Der Fall Kurnaz und das miese Verhalten von Steinmeier & Co.   Leave a comment

Es ist für mich unglaublich abstoßend, wenn ich mir die Rolle von Steinmeier (auch noch von Schily [auch einer der von links nach weit rechts „auswanderte“] und noch anderen) anschaue. Die ließen Kurnaz mit ihrem vollem Wissen noch weitere 3 Jahre in Guantanamo foltern, obwohl die USA ihn freigab, weil er unschuldig war – und das wussten diese „Herren“ (kann man sie aber kaum nennen) auch. Solchen Politikern kann man viel zutrauen, wenn sie jemand 3 Jahre Folter nicht ersparen, obwohl sie es gekonnt hätten.

Am Donnerstag, 20.08.2015 war im ARD der Film „5 Jahre Leben“ über das grausame Schicksal von Murat Kurnaz zu sehen. Das brachte micht auf die Idee darüber zu recherchieren und zu schreiben.

[…]
Auf der anderen Seite: Gail Holford, Verhörspezialist der US-Regierung, der alle Tricks von Manipulation bis Einschüchterung beherrscht und dessen Hauptziel es ist, Kurnaz ein Geständnis zu entlocken. Aber Kurnaz hat nichts zu gestehen. Er ist unschuldig.

So verstreichen Monate – Monate voller psychischer und physischer Folter – bis Kurnaz begreift, dass seine Weigerung, ein Geständnis zu unterzeichnen, das Einzige ist, was ihm bleibt.

Zum Film

Murat Kurnaz‘ Geschichte wirft nicht nur große Zweifel auf an der Rechtsstaatlichkeit unserer westlichen Welt (Anmerkung: vor allem der USA), der Film konfrontiert den Zuschauer auf eindringliche Art und Weise mit der eigenen Wahrnehmung und Bewertung.

.

.

„Fünf Jahre Leben“, basierend auf der wahren Geschichte des Deutsch-Türken Murat Kurnaz, der insgesamt fünf Jahre als Gefangener der USA in Afghanistan und Guantanamo inhaftiert war, ist nicht nur die Chronik eines unvorstellbaren Missbrauchs, sondern zeigt auch den Überlebenswillen eines Mannes, dem man alles genommen hat.

http://www.daserste.de/unterhaltung/film/filmdebuet-im-ersten/sendung/fuenf-jahre-leben-100.html

„Steinmeier werde ich nicht vergeben“

Guantanamo-Opfer Murat Kurnaz über Folter, die Verantwortung des SPD-Kanzlerkandidaten und seinen Plan, Deutscher zu werden.

Interview: Oliver Das Gupta

sueddeutsche.de: Herr Kurnaz, Sie reisen oft innerhalb Europas. Was für ein Gefühl ist es, wenn Sie am Flughafen durch eine Sicherheitskontrolle müssen?

murat kurnaz ddp

Murat Kurnaz im Sommer 2008

(Foto: Foto: ddp)

Murat Kurnaz: Da gehe ich ganz normal durch. Im Vergleich zu dem, was ich in Guantanamo jeden Tag an Kontrollen erlebt habe, ist das ein Witz. Ganz vergessen haben die Behörden mancher Länder mich nicht. Als ich neulich an einem Londoner Flughafen ankam, haben sie mich rausgezogen. In einem Extra-Raum haben mich die Briten eine Stunde lang verhört.

sueddeutsche.de: Was wollte man von Ihnen wissen?

Kurnaz: Sie haben teilweise sehr komische Fragen gestellt. Zum Beispiel, warum mein Buch „Fünf Jahre meines Lebens“ heißt. Dabei ist das doch klar, oder?

sueddeutsche.de: Allerdings. Haben Sie während dieser Befragung Angst gehabt, dass sich die Geschichte wiederholt und Sie gefangen gehalten werden?

Kurnaz: Nein. Inzwischen hatte ich genug Erfahrung, um die beiden Befrager einzuschätzen. Ich konnte sogar mit ihnen spielen, auch wenn sie das Ganze sehr ernst genommen haben. Am Schluss wollten sie wissen, was ich in London mache. Ich war zu einem Fernsehauftritt eingeladen und habe dem Vernehmer gesagt: „Ich kann Sie gerne dort grüßen.“ Darauf hat er sofort das Namensschild an seiner Uniform mit seiner Hand bedeckt, sich bedankt und abgelehnt. Das Verhör war zu Ende.

sueddeutsche.de: Der Name Murat Kurnaz steht nach wie vor auf einer Verdächtigen-Liste.

Kurnaz: Ja, in ihrem Computer steht natürlich drin, dass ich ein Ex-Häftling aus Guantanamo bin. Sie haben ja sowieso alle möglichen Daten von mir. Vor meiner Entlassung haben die Amerikaner sogar meine Stimme digital aufgenommen und ganz viele Fotos von meinen Augen gemacht. Ich reise übrigens immer noch mit meinem alten Pass, mit dem ich 2001 nach Pakistan geflogen war.

sueddeutsche.de: Diesen türkischen Pass werden Sie vermutlich bald nicht mehr haben – Sie wollen deutscher Staatsbürger werden.

Kurnaz: Es ist noch nicht soweit, aber ich habe es vor.

sueddeutsche.de: Warum tun Sie diesen Schritt?

Kurnaz: Es ist einfach falsch, in Deutschland geboren zu werden, hier aufzuwachsen und zu leben – und einen türkischen Pass zu haben. Das passt einfach nicht zusammen.

sueddeutsche.de: Fühlen Sie sich durch einen deutschen Pass besser geschützt?

Kurnaz: In erster Linie möchte ich mich einbürgern lassen, weil ich Bremer bin. Aber es wäre auch ein besserer Schutz. Man hat ja an meinem Fall gesehen, dass manche Politiker mich wegen meines türkischen Passes nicht aus der Folter geholt haben, obwohl sie die Chance dazu gehabt hätten.

sueddeutsche.de: Die Amerikaner hatten den Deutschen schon 2002 angeboten, Sie freizulassen. Die US-Spezialisten waren – so wie auch ein Team des Bundesnachrichtendienstes – zur Auffassung gelangt: Murat Kurnaz war zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Die Entscheidung über Ihre Freilassung oblag dann einer hochkarätigen Runde im Bundeskanzleramt inklusive dem damaligen Amtschef Frank-Walter Steinmeier.

Kurnaz: Die Politiker wollten hören, dass ich supergefährlich und einer von den Taliban bin. Denen ging es nicht darum, mich rauszuholen, sondern sie wollten mich loswerden. Aber die Deutschen, die mich befragt haben, erzählten, dass ich unschuldig bin. Nach außen haben sie alles geheim gehalten – auch, dass sie Kontakt hatten zu mir. Meiner Familie hat die Regierung nur gesagt, dass sie keine Ahnung habe, wie es mir geht und dass sie absolut nichts für mich tun könne.

Der Fall Kurnaz und das miese Verhalten von Steinmeier & Co.

Hier die zweite Seite der SZ

„Steinmeier werde ich nicht vergeben“

sueddeutsche.de: In Ihrem Buch schreiben Sie, dass Sie einem hohen pakistanischen Offizier, der Ihnen Handschellen anlegte, niemals vergeben werden, obwohl er sich bei Ihnen entschuldigte. Können Sie den deutschen Entscheidungsträgern verzeihen, die sich damals nicht für Ihre Freilassung einsetzten?

frank walter steinmeier spd dpa

SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier

(Foto: Foto: dpa)

Kurnaz: Steinmeier werde ich nicht vergeben, ganz bestimmt nicht. Wenn jemand etwas unbewusst tut, kann man sagen: Es war ihm nicht klar. Aber Steinmeier kann nicht behaupten, dass er damals nicht wusste, dass Menschen auf Guantanamo gefoltert werden. Ich hatte den Deutschen, die mich befragt hatten, erzählt, was im Lager abgeht. Sie haben gehört, in welcher Lage ich bin. Und so haben sie es weitergegeben. Steinmeier musste wissen, dass ich gefoltert werde. Und ihm war klar, dass ich in einem Camp gefangen gehalten werde, ohne ein Gerichtsurteil, einfach so. Allein das hätte doch ausreichen müssen, damit Steinmeier mich rausholt, als er die Chance dazu hatte.

sueddeutsche.de: Mit Ihrem Fall beschäftigen sich zwei Untersuchungsausschüsse, vor denen Sie aussagten. Ebenso traten dort auch Zeugen auf wie Ex-Minister Otto Schily. Der Parteifreund Steinmeiers behauptete, Sie seien mit Kampfstiefeln und einem Kampfanzug nach Pakistan gereist.

Kurnaz: Alles gelogen. Es war eine Outdoor-Hose mit Beintaschen, kein Kampfanzug, und ich hatte auch keine Kampfstiefel, sondern Kangoroo-Boots.

sueddeutsche.de: Schily spottete, mit dem Fernglas, das Sie in Pakistan dabei gehabt haben, wollten Sie wohl Allah suchen.

Kurnaz: Das war ein kleines Fernglas, das mir meine Eltern geschenkt hatten. Ich habe immer ein Fernglas mit, wenn ich reise. Es macht mir einfach Spaß, auf Berge, auf das Meer oder sonstwohin zu gucken. Inzwischen habe ich mir übrigens ein viel größeres gekauft.

sueddeutsche.de: Schily sagte, er halte Ihre Aussagen für „unglaubwürdig“.

Kurnaz: Diese Leute kennen die Wahrheit, aber sie stehen für die andere Seite. Das machen die bewusst, da habe ich keine Zweifel. Die Amerikaner haben 2002 meine Freilassung angeboten, weil sie von meiner Unschuld überzeugt waren. Ich wurde ja international verhört, auch von den Türken und von den Russen.

sueddeutsche.de: Von Russen? Davon haben Sie bislang gar nichts erzählt. Wie kam es dazu?

Kurnaz: Sie haben mich 2002 auf Guantanamo ins Verhör geholt. Und dann haben die Leute russisch mit mir gesprochen. Ich habe nichts verstanden, ich wusste nicht einmal, ob mir Fragen gestellt werden. Dann wurden sie sauer und schrien herum. Dann kam ein Usbekisch-Dolmetscher. Und da ich ein bisschen Usbekisch gelernt hatte, habe ich ihn verstanden und konnte ihm antworten. Vielleicht hatten die mich verwechselt.

sueddeutsche.de: Diese Episode haben Sie in früheren Interviews und Ihrem Buch gar nicht erwähnt.

Kurnaz: Es gibt einige kleinere Sachen, die da nicht drin stehen. Es waren ja fünf Jahre, da habe ich nicht alles ins Buch reinschreiben können.

sueddeutsche.de: Es gibt immer noch Leute, die wie Schily glauben, dass Sie gefährlich seien.

Kurnaz: Manche Leute fallen auf diese billigen Tricks von Politikern herein. „Ja, er ist gefährlich“. Das geht durch die Medien und schon gibt es Zigtausende Menschen, die das glauben. Es gibt Leute, die das glauben wollen und es gibt Menschen, die sich Gedanken drüber machen und sagen: „Hey, wenn er gefährlich ist, was sucht er in Deutschland? Wieso ist er auf freiem Fuß?“ Wenn ich wirklich gefährlich bin, dann machen die Politiker einen großen Fehler, dann sollen sie beweisen, dass ich schuldig bin, mich vor ein Gericht stellen und in den Knast stecken. Aber warum passiert das nicht? Weil ich unschuldig bin.

Der Fall Kurnaz und das miese Verhalten von Steinmeier & Co.-S.2

Wer will, kann noch die Seiten 3 und 4 auf der SZ lesen.

Hier noch so ein Politiker, Thomas Röwekamp (CDU), der sich im Fall Kurnaz völlig daneben benommen hat.

Zum Politiker Thomas Röwekamp (* 1966)
Als Innensenator von Bremen brachte Röwekamp kostensparende Strukturveränderungen innerhalb der Polizei Bremen auf den Weg. Später trug Röwekamp die politische Verantwortung für die Vergabe von Brechmitteln an mutmaßliche Drogendealer, die Anfang Januar 2005 ein Todesopfer forderten: Der 35-jährige Laye-Alama Condé aus Sierra Leone erbrach auf dem Polizeirevier des Bremer Stadtteils Vahr vier Kokainkügelchen und ertrank nach dem zwangsweisen Einflößen von Wasser. Röwekamp rechtfertigte den Brechmitteleinsatz mit den Worten, „Schwerstkriminelle“ müssten „mit körperlichen Nachteilen rechnen“. Unter dem Motto „Das war Mord, Herr Röwekamp!“ demonstrierten rund 1.000 Menschen, darunter die Afrikanische Gemeinde, gegen „Brechmittelfolter“ und Rassismus. Gegen Röwekamp wurden 33 Strafanzeigen und ein Misstrauensantrag gestellt. Keine der Strafanzeigen wurden verfolgt, der Misstrauensantrag scheiterte.
[…]
Röwekamp engagiert sich in mehreren gemeinnützigen und karitativen Einrichtungen und Vereinen.
Er ist als Diakon Mitglied im Vorstand der Gemeinde zur Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche in Bremerhaven. (Anmerkung: das passt, ein sehr „christlicher“ Mensch…).
http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_R%C3%B6wekamp

Gruß Hubert

Veröffentlicht 22. August 2015 von hubert wenzl in Politik

Getaggt mit , , , , ,

Zum Film „Rundumschlag“   Leave a comment

Ich stelle mir diesen Film, der in „Freitag“ vorgestellt wurde sehr amüsant vor, wobei ich sagen muss, dass mir Satire, die im Film auch vorkommt, allgemein gut gefällt, egal wer da auf die Schippe genommen wird.

Rundumschlag

Zum Film.

Auszug.

Ein Schwarzer, der durch eine Neonazikeule das Gedächtnis verliert und daraufhin durch die Talkshows tingelt und rechte Parolen verbreitet – in HEIL ist dies nur die Spitze des satirischen Eisbergs

Rundumschlag

Foto: X Verleih

KURZINHALT

Willkommen in Prittwitz. Der gefeierte afrodeutsche Autor Sebastian Klein (JERRY HOFFMANN) ist auf Lesereise in der ostdeutschen Provinz und wird von den ortsansässigen Neonazis standesgemäß begrüßt: mit einem Schlag auf den Kopf. Sebastian verliert prompt sein Gedächtnis und plappert alles nach, was man ihm sagt. Nina (LIV LISA FRIES), Sebastians hochschwangere Freundin in Berlin, ist in höchster Aufregung. Kurzerhand fährt sie nach Prittwitz und setzt sich zusammen mit dem Dorfpolizisten Sascha (OLIVER BRÖCKER) auf die Fersen ihres Freundes. Der ist in der Hand der rechten Kameraden und ihres Anführers Sven (BENNO FÜRMANN) und fühlt sich pudelwohl. Feixend tingelt er durch die Talkshows und drischt die Parolen, die Sven ihm einflüstert. Ein „Schwarzer“, der gegen Integration wettert – die Öffentlichkeit ist aus dem Häuschen. Und Sven sieht sich endlich auf dem Weg zum Meinungsführer. Bei seiner Angebeteten, der Nazibraut Doreen (ANNA BRÜGGEMANN), kann er damit aber nicht punkten. Die will Taten sehen. Historische Taten. Und so rüstet Sven seine Leute zum großen Showdown – während beim Verfassungsschutz die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut, und beide gerade nicht ins Internet kommen. Was kann die Welt jetzt noch retten? Und was die Liebe von Nina und Sebastian?

INTERVIEW MIT AUTOR, REGISSEUR UND CO-PRODUZENT DIETRICH BRÜGGEMANN

IST DIE ZEIT REIF FÜR EINE KOMÖDIE ÜBER NEONAZIS?

Mit genau dieser Frage fing es an. Ich fuhr mit dem Rad in Berlin an einem riesengroßen Plakat von KRIEGERIN vorbei, saß dann mit Michael Lehmann, dem Produzenten von meinem Film, zusammen und hörte mich sagen: Wäre es nicht mal an der Zeit für eine Komödie mit Neonazis? Das war im Frühjahr 2012. Natürlich hatte ich die ganze NSU-Geschichte im Hinterkopf, und die schien mir insgesamt so absurd, dass auf den üblichen Drehbuchpfaden von Einfühlung und Identifikation da nichts zu holen sein würde. Eher schon müsste man da anknüpfen, wo die Nazis in unserem Land das Licht ausgeknipst haben. Nämlich bei Tucholsky und Lubitsch und Billy Wilder.

WAS KÖNNEN KOMÖDIE UND SATIRE, WAS EIN ERNSTHAFTERPOLITISCHER FILM IHRER MEINUNG NACH VIELLEICHT NICHT KANN?

Satire erscheint mir die einzig mögliche Form, der komplexen Realität überhaupt irgendwie filmisch habhaft zu werden. Man findet im Internet einen Text von Ulrich Köhler, in dem er erläutert, warum er keine politischen Filme macht. Er argumentiert stringent, ich stimme ihm völlig zu – nur die Möglichkeit der Komödie hat er gar nicht auf dem Horizont. Weil wir das erstens in Deutschland sowieso nicht haben und weil zweitens das ganze Genre so auf den Hund gekommen ist, dass man sich als seriöser Künstler meist mit Grausen abwenden muss.

IN HEIL BREITEN SIE EIN PANORAMA DES SCHEITERNS AUS, IN DEM ETLICHE GESELLSCHAFTLICHE GRUPPEN IHR FETT WEGBEKOMMEN. DIE NEONAZIS NATÜRLICH, ABER ETWA AUCH DER VERFASSUNGSSCHUTZ UND DIE MEDIEN. WAS LÄUFT AUS IHRER SICHT SCHIEF IN UNSERER GESELLSCHAFT BEIM THEMA RECHTSRADIKALISMUS?

Ich sehe mich immer wieder in der Situation, dass man eigentlich nur in Gegensatzpaaren sprechen kann: Einerseits eine unglaubliche Wurstigkeit, ein Wegschauen und Sich-Arrangieren bis hin zur Komplizenschaft auf Seiten von Politik und Behörden, das ja im NSU-Fall ausführlich belegt ist. Auf der anderen Seite eine unerhörte Empfindlichkeit. Unser Trauma ist, dass in unserem Land der blanke Horror an die Macht kam und nur eine verschwindend kleine Minderheit dagegen aufstand. Das wollen wir immer noch irgendwie ausbügeln. Deswegen sind wir alle ein bisschen Sophie Scholl und haben einen wahnsinnig fein eingestellten Alarm, der ständig aufheult. Und dadurch sind wir wiederum so abgestumpft wie die Bewohner eines Villenviertels, in dem dauernd eine Autoalarmanlage losgeht, weil irgendwo ein Hund gebellt hat. Und dann wiederum findet man quer durch die Lager eine furchtbar engstirnige Rechthaberei, die mir auch ziemlich Deutsch erscheint. Die zeigt sich vor allem in Onlinediskussionen. Überhaupt sind viele Dialoge im Film angelehnt an den Tonfall, mit dem Leute einander im Internet beharken.

WAS IST FÜR SIE DIE HERAUSSTECHENDSTE CHARAKTEREIGENSCHAFT DER NEONAZIS IM FILM? DUMMHEIT?

Kalle und Johnny sind ausgesprochen dumm, ja. Dadurch sind sie aber auch immer sehr bei sich, also das, was gern als „authentisch“ bezeichnet wird. Sven, der Anführer, hält sich für intelligenter, ist aber genauso unfähig zur Selbstreflexion wie zur Kommunikation und stur fixiert auf seine zweieinhalb Ideen. Was aber eigentlich auf alle Figuren des Films zutrifft – und ein Stück weit auf uns alle. Deswegen schauen wir uns ja Komödien an.

[…]

EINE DER HAUPTFIGUREN VERLIERT IM FILM IHR GEDÄCHTNIS. GLEICH ZU BEGINN WIRFT EIN POLITIKER DIE FRAGE AUF, OB GEDÄCHTNISSCHWUND NEUERDINGS DIE BEDINGUNG SEI, WENN MAN DEUTSCHLAND REGIEREN WOLLE. IST HEIL AUCH EIN FILM ÜBER UND GEGEN DAS VERGESSEN?

„Vergessen“ ist ja das ganz große Schlagwort, wenn es um das Dritte Reich geht. Dieser Kampf gegen das Vergessen erscheint mir aber wie einer gegen Windmühlen, denn das organisierte Erinnern, das zur Substanz unseres Landes gehört, verändert seinen Gegenstand ja auch und schließt ihn ein in eine Form, mit der man umgehen kann. Das nackte, ungefilterte Entsetzen packt einen immer wieder ganz direkt. Da muss man nur ein Buch aufschlagen und Biografien, Briefe, Lebensgeschichten aus dieser Zeit lesen. Dieses konkrete Erinnern widersetzt sich der allgemeinen Erinnerungsrhetorik, die stets das Gute will und oft bei der Phrase endet. „Gegen das Vergessen“ ist auch so eine Phrase, der ganze Film ist ohnehin ein Festival des Phrasendreschens, also füge ich noch eine hinzu: Wer die Geschichte vergisst, ist verdammt, sie zu wiederholen. Und zwar als Farce.

[…]

DER BRAUNE BLOCK

Sven Stanislawski (Benno Fürmann), Johnny (Jacob Matschenz), Kalle Schulze (Daniel Zillmann), Heiko Georgi (Jörg Bundschuh) und Doreen Seiler (Anna Brüggemann)

Die Neonazis in Prittwitz setzen gegen den „solidarischen“ ihren „solide arischen“ Kampf. Deutschland könnte so schön sein ohne diese Ausländer. Und erst recht ohne diese Rechtschreibung. Gerade Johnny hat in der Schule nicht so gut aufgepasst. Wenn er mit der Sprühdose „White Power“ auf eine Wand sprayen will, kommt „Weit Pauer“ heraus. Wie sein Kumpel Kalle hat es Johnny mehr in den Fäusten als im Kopf. Ihr Ortsgruppenführer Sven ist da anders. Er ist eloquent und elegant. Ein Charismatiker mit Stil. Er findet, der Rassismus müsse moderner werden. Raus aus der Schmuddelecke, rein in die Popkultur. Die Nipster von der Konkurrenz-Kameradschaft in Hamburg um den großdeutschen Hünen Heiko Georgi machen es vor. Sie sind in der Sache urvölkisch, in der Verpackung aber stylish wie ein Turnschuh. Dahin muss die nationale Bewegung in Prittwitz auch kommen! Sonst ist man auf dem Markt der Machtübernahmen in Nullkommanix abgehängt.

Der ichamputierte Sebastian ist für Sven ein Geschenk des Himmels. Endlich hat er ein Medium, über das er seinen braunen Müll in der breiten Öffentlichkeit abladen kann. Das ist der Weg vom kleinen Ortsgruppen- zum großen Meinungsführer! Sven macht sich zum Manager von Sebastian und füttert ihn mit Hardliner-Thesen gegen Integration, die aus dem Mund eines „Schwarzen“ quer durch die Gesellschaft viel Beifall finden. Aber findet Sven mit seiner argumentativen Strategie auch das Herz von Doreen?

Doreen ist radikal militant. Gegen ihre Clique, die mehr einer wildgewordenen Wehrsportgruppe gleicht, sind Johnny und Kalle Rosenzüchter. Doreen mag es hart und schmerzhaft. Softies haben bei ihr keine Chance. Wenn sie den smarten Sven unter ihre gefärbte Mähne lassen soll, muss er schon mehr liefern als ein paar schicke Argumente gegen Einwanderung und Integration. In der idealen Welt von Doreen wird nicht debattiert, sondern okkupiert. Ein Einmarsch in Polen, der Dritte Weltkrieg, die globale Macht sind so das Mindeste, was ihr ein Verehrer bieten muss. Dann kann man auch über dieses Herz reden, wo auch immer sich das unter Doreens dicker brauner Schale verbirgt.

Film „Rundumschlag“

HEIL | Trailer (XV) german – deutsch [HD]

.

Gruß Hubert

Veröffentlicht 21. August 2015 von hubert wenzl in Kultur, Politik

Getaggt mit , , ,

Debatte über die Hautfarbe – „Aktenzeichen XY“ zeigt Beitrag doch   2 comments

.

Es gab also noch in letzter Minuten richtigerweise ein Umdenken. Es wäre höchst skandalös gewesen, wenn das ZDF einen Vergewaltiger wegen seiner dunklen Hautfarbe nicht ausgestrahlt hätte. Man sieht aber welche Geisteshaltung schon vorherrscht, wo man am liebsten vor lauter Rücksichtnahme vor Migranten, Flüchtlingen oder was auch immer, deutsche Frauen lieber ungestraft vergewaltigen ließe, um ja nicht in den Verdacht der Fremdenfeindlichkeit zu kommen.

Mainz/Dortmund (dpa) – Inwieweit darf die Hautfarbe in den Medien eine Rolle spielen? Die Dortmunder Polizei fahndet nach einem Vergewaltiger. Sie hält einen dunkelhäutigen Mann für verdächtig. Die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ greift den Fall auf, doch die Produktionsfirma hat zunächst Bedenken.

Die ZDF-Fahndungssendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ wird trotz erster Bedenken der Produzenten einen Beitrag über einen mutmaßlichen Vergewaltiger mit dunkler Hautfarbe bringen. Das ZDF teilte am Freitag in Mainz mit, der Fall einer Vergewaltigung in Dortmund im vergangenen Jahr werde wie ursprünglich geplant am 2. September in der Sendung vorkommen. „Die Hautfarbe oder andere Persönlichkeitsmerkmale eines mutmaßlichen Täters spielen dabei keine Rolle“, erklärte ein Sprecher.

Die Produktionsfirma Securitel bestätigte am Freitag auf Anfrage, dass sie den Beitrag zunächst nicht senden wollte. Die Dortmunder „Ruhr Nachrichten“ (Freitag) hatten zuvor berichtet, Redaktionsleiterin Ina-Maria Reize-Wildemann habe dies mit aktueller Stimmungsmache gegen Flüchtlinge begründet. „Wir wollen kein Öl ins Feuer gießen und keine schlechte Stimmung befördern. Das haben diese Menschen nicht verdient“, zitierte die Zeitung Reize-Wildemann.

Nach ZDF-Angaben korrigierten Redaktion und Produktionsfirma inzwischen diese Entscheidung. Ein Sprecher des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) erklärte in Berlin zu dem Beschluss, den Fernsehbeitrag nun doch zu bringen: „Das war die richtige Entscheidung. Journalisten dürfen sich nicht von einem gesellschaftlichen Mainstream leiten lassen.“

Die Dortmunder Polizei hatte bedauert, dass der Beitrag nicht ausgestrahlt werden sollte. Die Ermittlungen hätten aus ihrer Sicht nicht weitergetrieben werden können. Aber: „Wir haben nicht die Absicht, die Entscheidung einer Redaktion zu beeinflussen“, betonte eine Polizeisprecherin am Freitag, bevor klar wurde, dass der Beitrag doch läuft. Den Fahndungsaufruf mit Fotos des Verdächtigen von einer Überwachungskamera in einer S-Bahn halten die Beamten für gerechtfertigt. Der Mann war von Zeugen identifiziert worden. „Erst wenn alle Ermittlungsmethoden ausgeschöpft sind, greifen wir zu diesem Mittel der Öffentlichkeitsfahndung.“

Der mutmaßliche Täter soll die 21-jährige Frau am 29. März 2014 in der Nähe der S-Bahn-Station Dortmund-Huckarde vergewaltigt haben. Zwei Tage später schrieb die Polizei in einer ersten Mitteilung über den Mann aufgrund der Aussagen: „Sehr dunkle Hautfarbe, beschrieben als „Schwarzafrikaner““.

Der Deutsche Presserat gibt zumindest Print-Journalisten in diesem Kontext eine Linie vor. „In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte“, heißt es im Kodex. Diese Abwägung gehört zum journalistischen Alltag. Doch dass ein Thema wegen möglicher Diskriminierung ganz wegfällt, ist ungewöhnlich.

In Redaktionen ist das Stimmungsbild geteilt. Manche finden die Vorgaben des Presserates zu restriktiv, anderen gehen sie nicht weit genug. 126 Beschwerden zum Thema Diskriminierung erreichten im vergangenen Jahr den Presserat als Selbstkontrollorgan der Zeitungen und Zeitschriften. Unter diesem Oberbegriff sind auch beanstandete Berichte etwa über Frauen oder sozial schwache Menschen gefasst. „Oftmals geht es aber um die ethnische Zugehörigkeit von Straftätern“, erläuterte eine Sprecherin des Presserats. Das Gremium sprach 2014 zum Thema Diskriminierung zwei Rügen, zwei Missbilligungen und neun Hinweise aus. © dpa

http://web.de/magazine/unterhaltung/tv-film/debatte-hautfarbe-aktenzeichen-xy-zeigt-beitrag-30865202

.

Gruß Hubert

Bundestag beschließt gigantische Geld-Vernichtung   Leave a comment

.
Merkel will, dass ihre unveranwortliche Geldvernichtung, für die der deutsche Steuerzahler gerade stehen muss, erst nach ihrer Zeit als Bundeskanzlerin rauskommt. Mit diesen Milliarden-Beträgen wird nur Zeit für Griechenland gekauft.
Rettungs-Wahnsinn: Bundestag beschließt gigantische Geld-Vernichtung

Der Deutsche Bundestag beschließt heute einen Verlust von 41 Milliarden Euro, der für die europäischen Steuerzahler unausweichlich ist. Ein glatter Schuldenschnitt für Griechenland wäre wesentlich billiger. Er wird jedoch verweigert, weil Angela Merkel will, dass die Wahrheit erst nach ihrer Amtszeit ans Licht kommt.

.

Die Architekten der Euro-Rettung: Angela Merkel und Wolfgang Schäuble am Mittwoch im Bundestag. (Foto: dpa)

.

Deutschland haftet für den Fall einer Staatspleite Griechenlands bereits mit einem Betrag von 85,2 Milliarden Euro. Nachdem der Bundestag am Mittwoch dem neuen Kreditpaket von zusätzlich 86 Milliarden Euro zugestimmt hat,

erhöht sich der gesamte deutsche Haftungsanteil auf rund 108 Milliarden Euro. Das sind pro Kopf jedes Erwerbstätigen 2.530 Euro oder so viel wie der derzeitige Soli in etwas mehr als 7 Jahren an Steuern einbringt (er müßte also 7 Jahre lang verdoppelt werden, um den Verlust aus einer Griechenlandpleite bei völligem Forderungsausfall abzutragen).

Wenn es um die griechischen Schulden geht, sind die Bundesregierung und viele Medien jedoch gerade wieder einmal dabei, den deutschen Steuerzahler an der Nase herumzuführen. Da spricht Frau Merkel im Sommerinterview vom Sonntag von Laufzeitenverlängerungen und Zinssenkungen, ohne rot zu werden so, als bedeute das gar nichts und sei quasi das Gegenteil von einem Schuldenschnitt. Den Schuldenschnitt, der die ehrliche und wahrscheinlich auch billigere Lösung wäre, darf es schon deshalb nicht geben, weil dies einen sofortigen Verlust für den Bundeshaushalt mit wahrscheinlich steuerlichen Konsequenzen bedeuten würde und das noch zu Amtszeiten der Bundeskanzlerin, die die Kredite an Griechenland immer als sicher bezeichnet und dementsprechend in Schattenhaushalten versteck hat. Entsprechend groß ist das Erpressungspotenzial von griechischer Seite.

Also mogelt man sich weiter mit Laufzeiten- und Zinsregelungen durch, wie man das bisher schon getan hat, und tut so, als koste das nichts. Griechenland zahlt bereits jetzt auf seine bisherige Schulden gegenüber den Europartnern nur noch in geringem Umfang Zinsen und mit einem Zinssatz, der mit im Schnitt 1,5 % weit niedriger als bei den anderen Krisenländern ist, wobei die Kredite aus dem ESFS für 10 Jahre zinsfrei gestellt wurden und die Zinsen auf Kredite der EZB zurückerstattet werden. Rückzahlungen aus der Griechenland Fazilität beginnen erst 2020 und reichen bis 2041, während sie aus der EFSF auf 2023 bis 2055 hinausgeschoben sind, also bis auf 40 Jahre von heute (Abb. 18592). Für 2015 rechnet das Breugel-Institut mit einer Gesamtzinsbelastung von nur noch 2 % des BIP, wobei Zinsen an private Gläubiger einbezogen werden (gegenüber beispielsweise 5 % bei Portugal, Abb. 18898).
.

[…]
Es ist nun damit zu rechnen, dass Irland, Portugal, Spanien und – warum nicht? – Italien ähnliche verlustreiche Umschuldungen verlangen werden, soweit sie es nicht schon – wie Irland (!) – getan haben. Und deren Schulden sind zusammen um ein Vielfaches höher als die Griechenlands. Allein die Staatsverschuldung des kleinen Irlands erreicht 58 % der griechischen, die Italiens ist fast sechsmal höher. Am Ende werden die Gläubiger eine Auflösung der Eurozone vorziehen, als ständig neue Belastungen auf sich zu nehmen. Letzteres freilich erst nach den Amtszeiten von Merkel und Schäuble.

Was hier mit der abgeblich kostenlosen Schuldenerleichterung läuft, ist nichts anderes als ökonomischer und finanzpolitischer Wahnsinn und zugleich ein undemokratisches Verschaukeln der deutschen Wähler.

Hier weiterlesen:

Bundestag beschließt gigantische Geld-Vernichtung

.
Gruß Hubert

Veröffentlicht 21. August 2015 von hubert wenzl in Politik

Getaggt mit , , , ,

Siouxsie And The Banshees – Face To Face   Leave a comment

.

.
.
Gruß Hubert

Veröffentlicht 20. August 2015 von hubert wenzl in Musik

Getaggt mit , ,

I ricordi del cuore – Amedeo Minghi   Leave a comment

.

.
glG Hubert

Veröffentlicht 19. August 2015 von hubert wenzl in Musik

Getaggt mit , ,

Wie die GEZ-Trolle Atai und Atalay die Zuschauer für dumm verkaufen   Leave a comment

.

ARD tagesthemen: Wie die GEZ-Trolle Atai und Atalay die Zuschauer für dumm verkaufen.

Im vom Westen – parallel zum Putsch in der Ukraine – eskalierten Propagandakrieg gegen Russland entlarvt sich die ganze hässliche Fratze westlicher Desinformation, die bis in Forderungen gipfelt, russische Medien zu zensieren. Der Grund liegt auf der Hand: Russlands Medien waren von Beginn an näher an der Wahrheit und Russlands Politik war von Beginn an auf Deeskalation und friedliche Lösung angelegt, während die USA und EU der bankrotten Ukraine einen Stellvertreterkrieg aufzwangen, der das Land – dessen offizielle Teilung nur noch eine Frage der Zeit ist – in den Abgrund gestürzt hat.

Deutsche Propagandisten, Berufslügner, Maulhuren, Einfaltspinsel und Vollversager von ARD und ZDF waren von Beginn an, an dieser absehbaren Zerstörung der Ukraine beteiligt. Sie haben damit mehr Blut an den Händen, als die kriminelle Snipertruppe, die den Putsch gegen die demokratisch gewählte Regierung Janukowitsch auf dem Maidan letztlich vollzogen hat. Ihr Werk wird Deutschland und die EU noch ein Zigfaches an Milliarden kosten, die jetzt schon für diesen mörderischen Irrsinn verbrannt wurden.

In ihrer Not verbeißen sich die Lügner und Hetzer immer wieder in die gleichen lachhaften Geschichten von der russischen “Trollfabrik” in St. Petersburg. Dort sollen laut Angaben von Pauline Tillmann (u.a. BR und DLF) während der Netzwerk Recherche Jahrestagung sage und schreibe 5000! Trolle arbeiten. Drei Monate zuvor waren es laut Handelsblatt noch 400 und dieses Beispiel zeigt einmal mehr, wie dummes Gerede von inkompetenten Idioten ohne jeden Beweis aufgeblasen und den deutschen Bürgern als Fakten vorgesetzt wird.

ARD und ZDF haben diese angebliche “Trollfabrik” in ungezählten Beiträgen durchgenudelt. Der Chef war sogar bereit, Katrin Eigendorf ein Interview zu geben, aber statt ihn zu fragen und vor allem ausreden zu lassen, welche Dienstleistung seine Firma erbringt, wurde ihm die Kamera abgedreht (oder der Beitrag geschnitten), als es interessant wurde. Das beweist, dass die Berufslügner gar nicht aufklären wollen, was dort vor sich geht, um ihre Lügenmär von den “russischen Trollen” im Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit lebendig zu halten.

Zur Erinnerung unser Beitrag vom April 2015:

Eigendorf_Putin_Blogger1240
Ewgenij Zubarew:
“Ich möchte ungerne, dass die Leute dem glauben schenken, was man über uns sagt. Dass wir eine Agentur von internettrollen seien – dem ist nicht so.”
|
SCHNITT!

Weiter kam der Mann nicht. Erklären, was dort tatsächlich geschieht – oder was er möchte, dass die Öffentlichkeit denkt, was dort geschieht – darf er im ZDF nicht. Gerade dafür aber hat er sich zweifellos dem Interview gestellt. Ein klarer Fall der Manipulation, dass das ZDF das Interview gerade hier an dieser entscheidenden Stelle kappt – aber von der Berufslügnerin Eigendorf war natürlich nichts anderes zu erwarten.

Diese vorsätzlichen Manipulationen begleiten die “Trollfabrik”-Propaganda seit der SZ-“Lügenhans” vor über einem Jahr, im Juni 2014, den Lesern der Süddeutschen weismachen wollte, dort in St. Petersburg würden “Trolle” arbeiten, die in deutschen Medien Kommentare schreiben.

ARD tagesthemen 17.08.2015

Genau diese Lüge suggerierten gestern Abend erneut die ARD tagesthemen in Person von Pinar Atalay und Golineh Atai:

Atalay: “Internet-Trolle sind Menschen, die über die Tastatur ihres Computers Unruhe stiften, denn sie wollen nicht diskutieren, sondern Streit sähen, sei es auch mit unwahren oder nur schwer haltbaren Behauptungen.”

Man bemerke, wie exakt diese Beschreibung auf Trolle wie Atalay und Konsorten selbst passt! Jetzt kommt die unhaltbare und auch im folgenden Beitrag vollkommen unbelegte Behauptung:

Atalay: “Von Russland aus fluten zahlreiche Trolle Internetforen mit Kommentaren, die den Kreml in den Himmel loben und Kritik an Putins Rolle im Ukraine-Konflikt als abwegig abkanzeln.”

“Von Russland aus….” soll den Eindruck erwecken, hier in Deutschland würden Trolle aus Russland Kommentare schreiben. Dass das grotesk ist, haben wir hier mehrfach erläutert. Weder hat Russland dafür Bedarf, noch gibt es in St. Petersburg ausreichend qualifizierte Leute, die dazu in der Lage und obendrein dazu willens wären. Man muss sich nur einmal überlegen, welche sprachlichen Fähigkeiten es erforderte, in einem fremden Land die Medien zu beobachten, um dann auch noch Diskussionen in Kommentarspalten zu steuern. Völlig realitätsfremd.

Tatsächlich haben es die Berufslügner vom Schlage einer Pinar Atalay, Katrin Eigendorf oder Golineh Atai deshalb auch bisher nicht geschafft, nur einen einzigen Beweis zu liefern, dass in dieser “Agentur” für den russischen Markt getrollt wird – geschweige denn für den deutschen. Die einzigen “Zeugen” dafür sind zwei zwielichtige Möchtegern-Journalisten, die sich in die Firma eingeschlichen haben und nun unbelegte Geschichten erzählen. Dass Eigendorf dem Chef der Agentur vorsätzlich das Wort abschnitt, als er erklären wollte, was bei ihm vorgibt, haben wir oben bereits dargelegt.

Hier weiterlesen:

Wie die GEZ-Trolle Atai und Atalay die Zuschauer für dumm verkaufen

.

Gruß Hubert

Der Mensch – eine biochemische Maschine   Leave a comment

.

Der Titel ist sicher zu zugespitzt, aber Hormone bestimmen über unser Wohlbefinden, über Lust, Unlust, über Knochendichte, Muskeln, Gedächtnisleistung, psychische Störungen und vieles mehr. Erstaunlich ist auch, dass Hormonmengen im Tausendstelgrammbereich schon allergrößte Auswirkungen haben. Schlußendlich ist am Hormonhaushalt auch zu erkennen ob wir noch jünger oder schon älter sind. Schließlich sollen und wollen wir ja nicht ewig leben, sage ich mal, oder?

Erst im Alter kommt es zu einer langsamen Reduktion der Testosteronmenge, mit der Konsequenz einer Abnahme von Antrieb und Libido. Sehr kontrovers wird diskutiert, ob Testosteron das „Lebenselixier“ des Mannes sei, das bei zusätzlicher Zufuhr seine Tatkraft und Aktivität bis ins hohe Alter erhalten könnte.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Schwankungen der Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron sowie die Menge an Testosteron im Körper das Denken, Fühlen und natürlich das Lustempfinden deutlich beeinflussen können.

Zwar wird es noch lange dauern, bis auch bei Männern klare Daten verfügbar sein werden, aber schon jetzt deutet sich an, dass bei bestimmten Formen von Hormonschwächen ähnlich wie bei Frauen mit dem Auftreten von Erkrankungen gerechnet werden muss. Potenzstörungen sind dabei nur ein mögliches Symptom. Später oder gleichzeitig auftretende Erkrankungen aber sind auch Osteoporose oder verschiedene Herz – Kreislauferkrankungen und natürlich psychische Störungen verschiedener Art.

Der Vortrag unternimmt den Versuch, das jetzt bekannte Wissen über die hormonellen Alterungsvorgänge bei Männern darzustellen und ist nicht nur für Männer, sondern ebenso für deren Frauen interessant. Aufgezeigt werden sollen Therapiemöglichkeiten sowie deren Risiken.

Es zeigten sich nahezu unglaublich erscheinende Dinge wenn Frauen mit massiven Hormonausfallerscheinungen die fehlenden natürlichen Hormone ersetzt wurden. Aus von extremen Beschwerden geplagten, verschiedenste Krankheitssymptome bietenden Patientinnen wurden plötzlich wieder attraktive sich blendend fühlende, strahlende und lebenslustige attraktive Frauen.
Der ungebremst bei deren Männern voranschreitende Alterungsprozess, der vorher wegen der multiplen eigenen Probleme nicht wahrgenommen werden konnte, war häufig für die betroffenen Frauen kaum erträglich. Eine Powerfrau neben einem schlaffen Schatten. 😉 Alles nur wegen winziger Hormonmengen im Tausendstelgrammbereich.

(Die Quelle ist mir hier nicht mehr bekannt).

.

Hier noch ein Auszug aus der Ärztezeitung zum viel geschmähten Testosteron, bei dem man erst erkennt, welche negativen Wirkungen es hat, wenn nicht mehr genügend da ist. Da würden manche Frauen auch erflehen, Herr gib ihm mehr Testosteron 😉
.
Testosteron erhöht Libido nur bei Androgenmangel
.
Doch auch bei der sexuellen Funktion gilt: Ohne Testosteron zwar keine Libido, damit Mann aktiv wird, braucht er jedoch nicht nur das Hormon, sondern auch einen Stimulus. Klar wird dies zudem aus vielen Studien zur Testosteron-Substitution: Libido und sexuelle Funktion werden dabei nur besser, wenn tatsächlich ein Androgenmangel vorliegt, bei normogonadalen Männern bringt zusätzliches Testosteron nicht mehr Lust und auch nicht mehr sexuelle Leistung.

Insgesamt scheint vor allem die Libido vom Testosteronspiegel abzuhängen – so ist die Libidoabnahme oft eines der ersten Symptome bei einem klinisch relevanten Testosteronmangel. Zudem begünstigt das Hormon bei Männern auch sexuelle Fantasien, spontane nächtliche und morgendliche Erektionen, die Ejakulation, sexuelle Aktivitäten mit dem Partner und Orgasmen.

Testosteron ist jedoch nicht nur für die männliche Sexualfunktion entscheidend, das Androgen ist auch wichtig für die sexuelle Aktivität, Zufriedenheit und vor allem die Appetenz bei Frauen. Besteht eine Hypoactive Sexual Desire Disorder (HSDD), etwa nach einer Ovarektomie, so lässt sich nach Studiendaten die sexuelle Funktion per Androgen-Substitution deutlich bessern. Für Frauen mit HSDD steht seit 2006 in Europa ein transdermales Testosteron-Pflaster zur Verfügung.

Das Androgen hat jedoch noch weitere wichtige Funktionen im Gehirn: Es sorgt mit für die kleinen Unterschiede zwischen Männern und Frauen beim Denken, Wahrnehmen und Verhalten, indem es die geschlechtsspezifische Hirnentwicklung vom Fetus bis zum Teenager steuert. Die Wirkung zielt vor allem auf Hypothalamus, Hippocampus, limbisches System und die Area präoptica. Als eine Folge haben Männer zwar meist ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen, sind Frauen aber bei sprachlichen Aufgaben unterlegen, weil sie dafür in der Regel nur eine Hirnhälfte aktivieren.

Noch unklar ist die Bedeutung des Androgens bei psychischen Störungen. Zwar haben Depressive im Schnitt keine erniedrigten Testosteronwerte, bei Depressiven mit Testosteronmangel ließ sich jedoch in Studien die Stimmung verbessern – was nicht überrascht, da ja Testosteron Männern mit Androgenmangel wieder mehr Energie gibt.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/article/630711/mythos-testosteron-nicht-zuwenig-bringt-gehirn-takt.html

Gruß Hubert

.

Veröffentlicht 16. August 2015 von hubert wenzl in Medizin

Getaggt mit , , ,

US-Historiker: Die USA zerstören Europa   2 comments

.
Diese hegemoniale, egozentrische Politik der USA, die ohne moralische Skrupel alles tut, was den USA nützt ist unerträglich. Europa wann wachst du aus deinem Dornröschenschlaf auf und emanzipierst dich vom großen Bruder, dem du vollkommen egal bist. Im Gegenteil, er will dich schwächen zum Vorteil von God’s Own Country. Mit einem Satz: US-Imperialismus pur.
Schrankenlos und ohne jede Hemmung.

US-Historiker: Die USA zerstören Europa

Der US-Historiker Eric Zuesse sieht den Hauptgrund für die derzeitige Flüchtingswelle in Europa in der US-Außenpolitik der letzten Jahre. Die USA hätten Libyen, Syrien und schließlich die Ukraine gezielt destabilisiert, um Russland zu schwächen. Dass Europa ebenfalls enormen Schaden nimmt, würde die US-Regierung dabei billigend in Kauf nehmen.

US-Präsident Obama betreibe mit seiner Außenpolitik die gezielte Destabilisierung Europas, so der US-Historiker Eric Zuesse. (Foto: dpa)

In einem aktuellen Beitrag analysiert Eric Zuesse die Ursachen der Flüchtlingsströme in Europa und sieht in der US-Außenpolitik der letzten Jahre einen der Hauptgründe. Der folgende Text erschien zuerst auf seinem Blog Strategic Culture.

In Libyen, Syrien, der Ukraine und anderen Ländern an der Peripherie oder den Rändern Europas hat US-Präsident Barack Obama eine Politik der Destabilisierung und sogar Bombeneinsätze und andere militärische Unterstützung betrieben, die Millionen Flüchtlinge aus diesen Peripherie-Gegenden und nach Europa getrieben hat. Dadurch wurde Benzin in die rechtsextremen Feuer der Einwanderungsgegner gegossen und die politische Landschaft in Europa destabilisert, nicht nur an seiner Peripherie, sondern sogar so bis nach Nordeuropa.

Der Journalist Shamus Cooke titelte im Off-Guardian am 3. August 2015, „Obama’s ‚Sicherheitszone‘ in Syrien soll es in ein neues Libyen verwandeln“ und er berichtet, dass Obama US-Luftunterstützung für die zuvor nicht umsetzbare Flugverbotszone der Türkei über Syrien genehmigt hat. Die USA werden nun alle Flugzeuge des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad abschießen, die auf extremistisch-muslimische Gruppen zielen, einschließlich ISIS, die weite Teile des syrischen Territoriums übernommen haben. Cooke berichtet:

„Die Türkei hat diese Flugverbotszone von Obama gefordert, seit der syrische Krieg begonnen hat. Sie wurde während des gesamten Konflikts und auch in den letzten Monaten diskutiert, doch das erklärte Ziel war immer die syrische Regierung. Und plötzlich erfolgt die Flugverbotszone – genau dort, wo die Türkei sie immer haben wollte – aber sie wird als ‚Anti-ISIS-Sicherheitszone‘ bezeichnet, statt sie bei ihrem richtigen Namen zu nennen: ‚Anti-Kurdische- und Anti-Syrische-Regierungs-Sicherheitzone‘.“

Die New York Times berichtete am 27. Juli, dass „der Plan vorsieht, dass relativ moderate syrische Rebellen das Territorium einnehmen, mit Hilfe amerikanischer und möglicherweise türkischer Luftunterstützung.“ Doch die Times, während sie (wie üblich) stenographisch von und für ihre US-Quellen berichtet (und so für die US-Regierung agiert), vergisst dabei „relativ moderate Rebellen“ zu definieren. Denn alle „relativ moderaten“ Rebellen-Gruppen in Syrien arbeiten mit ISIS zusammen und helfen dabei, Nicht-Muslime zu finden und zu enthaupten, oder manchmal gegen Lösegeld festzuhalten. Unter Assad war Syrien ein nicht-religiöser Staat in dem Religionsfreiheit herrschte, doch allen syrischen Gegnern von Assad ist dies fremd. Die USA sind nun, noch klarer als zuvor, gegen Assad und für Islamisten.

Seymour Hersh berichtete am 17. April 2014 im London Review of Books, dass der Libyen-Bombeneinsatz der Obama Administration im Jahr 2011 Teil eines umfassenden Programms gewesen sein soll, Sarin-Gas von Libyen zur Al-Nusra-Front nach Syrien zu bringen, um so zu helfen, einen Gas-Anschlag auf Zivilisten zu verüben, für den die US-Administration dann Assad die Schuld zuschieben könnte. Dies sollte als Vorwand dienen, das Land zu bombardieren, wie es Obama schon so erfolgreich in Libyen gemacht hat. Beide Diktatoren, Gaddafi und Assad, waren Verbündete Russlands, und besonders Assad war wichtig für Russland als Transit-Route für die russische Gasversorgung und nicht für Katars Gas. Katar ist die größte Bedrohung für Russlands Status als Hauptlieferant von Gas nach Europa.

Obamas Hauptziel in den internationalen Beziehungen und der Militärpolitik war es, Russland zu besiegen, um dort einen „Regime-Change“ zu erzwingen, der Russland zu einem Teil des amerikanischen Imperiums macht, so dass es nicht länger die größte Nation ist, die sich der Kontrolle durch Washington widersetzt.

Vor den US-Bombeneinsätzen in Libyen im Jahr 2011, herrschte in Libyen Frieden und Wohlstand. Das Pro-Kopf-BIP (Einkommen) im Jahr 2010 lag dem IWF zufolge bei 12.357,80 Dollar, aber es fiel auf 5.839,70 Dollar im Jahr 2011 – das Jahr in dem wir das Land bombardiert und zerstört haben. (Hillary Clinton prahlte bekannterweise damit: „Wir kamen, wir sahen, er [Gaddafi] starb!“). Und im Gegensatz zum US-Verbündeten Saudi-Arabien war dieses Pro-Kopf-Einkommen relativ gleichmäßig verteilt, und sowohl das Bildungs- als auch das Gesundheitssystem waren in staatlicher Hand und für jeden verfügbar, sogar für die Armen. Kürzlich, am 15. Februar, titelte die Reporterin Leila Fadel vom National Public Radio „Weil die Ölfelder angegriffen werden, sieht Libyens wirtschaftliche Zukunft düster aus“. Sie berichtete: „Der Chef sieht sich die Produktion an und weiß, dass die Zukunft düster ist. ‚Wir können nicht produzieren. Wir verlieren 80 Prozent unserer Produktion‘, sagt Mustafa Sanallah, Vorstandsvorsitzender von Libyens staatlichem Ölkonzern.“

Auf Geheiß Washingtons hat der IWF die BIP-Zahlen für Libyen seit 2011 nicht verlässlich berichtet, sondern behauptet, dass der Normalzustand im Jahr 2012 wiederhergestellt wurde (der Normalzustand wurde angeblich sogar übertroffen: BIP pro Kopf bei 13.580,55 Dollar). Doch jeder weiß, dass das nicht stimmt und sogar NPR berichtet, dass es nicht wahr ist. Die CIA schätzt, dass das Pro-Kopf-BIP in Libyen im Jahr 2012 bei lächerlichen 23.900 Dollar lag (sie gibt keine Zahlen vor diesem Jahr an) und sagt, dass Libyens Pro-Kopf-BIP danach nur leicht gefallen ist. Keine der offiziellen Prognosen ist auch nur im Ansatz vertrauenswürdig, doch der Atlantic Council gab sich wenigstens die Mühe, die Dinge ehrlich zu erklären und titelte in seinem letzten Bericht über Libyens Wirtschaft vom 23. Januar 2014: „Libyen sieht dem wirtschaftlichen Kollaps im Jahr 2014 entgegen“.

Libyen ist zu Europas größtem Problem geworden. Millionen Libyer fliehen aus dem dortigen Chaos. Einige von ihnen fliehen über das Mittelmeer und landen in Flüchtlingslagern in Süditalien, weitere flüchten an andere Orte in Europa.

Und Syrien ist eine weitere Nation, die zerstört wird, um Russland zu erobern. Sogar die New York Times erkennt in ihrer Berichterstattung an, dass „sowohl die Türken als auch die syrischen Rebellen es als ihre Hauptpriorität ansehen, Präsident Bashar al-Assad zu besiegen“. Also: US-Bomber werden eine Flugverbotszone über Teilen Syriens durchsetzen, um den Russland-Verbündeten Bashar al-Assad zu stürzen und seine säkulare Regierung durch eine islamische Regierung zu ersetzen – und die „Anti-ISIS“-Sache ist nur Show; es ist PR. Der Öffentlichkeit liegt deutlich mehr daran gelegen, ISIS zu besiegen als Russland zu bezwingen, aber das ist nicht die Art und Weise wie die amerikanische Aristokratie die Dinge sieht. Ihr Ziel ist es, das amerikanische Imperium auszudehnen – und damit ihr eigenes Imperium auszudehnen.

Hier weiterlesen:

US-Historiker: Die USA zerstören Europa

Gruß Hubert