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Die Kirche stand im 2. Weltkrieg loyal zum Dritten Reich und Hitler. Man muss sich nur einige Aussagen, die Gesinnung und die Weltanschauung einiger Bischöfe anschauen. Es ist einfach unverschämt, wenn heute von kirchlichen Kreisen immer wieder behauptet wird, sie habe Widerstand gegen Hitler geleistet. Aber Ehrlichkeit war ja noch nie eine Stärke der Kirche, dafür Heuchelei und Verlogenheit eine Schwäche.

Zum Beispiel äußerte sich der Bischof von Würzburg, Ehrenfried,  wie folgt:
„Da drängt es mich, euch zum Gottvertrauen und zur hingebenden Treue zum Vaterlande aufzurufen. Die Soldaten erfüllen ihre Pflicht gegen Führer und Vaterland opferwilligst mit dem Einsatz ihrer ganzen Persönlichkeit gemäß den Mahnungen der Heiligen Schrift. Mögen sie hinausziehen ins Feld im Vertrauen auf Gott und unserer Erlöser Jesus Christus.“

Aus ibka.org

„Ohne Gottesglauben können die Menschen nicht sein. Der Soldat, der drei und vier Tage im Trommelfeuer liegt; braucht einen religiösen Halt. Gottlosigkeit ist Leerheit“

Verfasser dieser Worte war Adolf Hitler, der zugegebenermaßen Experte war. Er richtete diese Worte an Kardinal Faulhaber, der sie 1936 auf dem Obersalzberg zu hören bekam. Dieser war ebenfalls erfahren, denn im Ersten Weltkrieg hatte er unter anderem folgendes verkündet:

„Nach meiner Überzeugung wird dieser Feldzug in der Kriegsthematik für uns das Schulbeispiel eines gerechten Krieges werden. […] Es geht um eine heilige, gerechte Sache, die diesen furchtbaren Einsatz an Blut und Gut wert ist, und jeder einzelne muß jetzt die Sorge des Vaterlandes zu seiner Hauptsorge machen.“

1933 schlossen die deutsche Regierung und der Vatikan ein Konkordat ab, das die Stellung der katholischen Kirche in Deutschland aufwertete. Es enthielt auch einen Artikel über die Seelsorge im Militär:

Artikel 27:

„Der Deutschen Reichswehr wird für die zu ihr gehörenden katholischen Offiziere, Beamten und Mannschaften sowie deren Familien eine exemte Seelsorge zugestanden. Die Leitung der Militärseelsorge obliegt dem Armeebischof. Seine kirchliche Ernennung erfolgt durch den Heiligen Stuhl, nachdem letzterer sich mit der Reichsregierung in Verbindung gesetzt hat, um im Einvernehmen mit ihr eine geeignete Persönlichkeit zu bestimmen. Die kirchliche Ernennung der Militärpfarrer und sonstigen Militärgeistlichen erfolgt nach vorgängigem Benehmen mit der zuständigen Reichsbehörde durch den Armeebischof…

[…]
In einem geheimen Zusatzprotokoll wurde festgehalten, wie der Militärklerus sich im Falle eines Krieges zu verhalten habe. Bereits 1933 hätte man im Vatikan erahnen können, dass Hitler die Aufrüstung plante.

[…]

1935 führte Hitler die allgemeine Wehrpflicht ein. Die deutschen Soldaten schworen bei ihrer feierlichen Vereidigung wieder auf Gott, was in der Weimarer Republik nicht der Fall war:

„Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid, daß ich dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler, dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht, unbedingten Gehorsam leisten und als tapferer Soldat bereit sein will, jederzeit für diesen Eid mein Leben einzusetzen.“

Gewünscht wurde von der neuen Staatsführung ausdrücklich der Aufbau eines Militärklerus. Feldbischof wurde Franz Justus Rarkowski, der bereits im ersten Weltkrieg Divisionspfarrer war. Am 7. Januar 1938 weihte ihn Pius XI. zum Titularbischof der Diözese von Hierocaesarea. Im darauffolgenden Monat, am 20. Februar wurde Rarkowski in Berlin dann offiziell zum Feldbischof geweiht, wobei ihm Orsenigo, von Galen und Preysing beiwohnten.

Der Militärbischof, noch brauner als der Rest des Episkopats, war bei diesem persona non grata. Seinen Brüdern im Amte war Rarkowski zu primitiv, zur deutschen Bischofskonferenz wurde er nie geladen. Doch es war nicht sein Rassismus, der misstrauisch beäugt wird, sondern seine Bildung – Rarkowski hatte nie das Abitur absolviert.

1939 hatte Rarkowski seine Feuerprobe als deutsche Truppen in Polen einmarschierten:

„In ernster Stunde, da unser deutsches Volk die Feuerprobe der Bewährung zu bestehen hat und zum Kampfe um seine natürlichen und gottgewollten Lebensrechte angetreten ist, wende ich mich [. . . ] an euch Soldaten, die ihr in diesem Kampf in der vordersten Front steht und die große und ehrenvolle Aufgabe habt, die Sicherheit und das Leben der deutschen Nation mit dem Schwerte zu schützen und zu verteidigen [. . . ] Jeder von euch weiß, worum es in diesen Sturmestagen unseres Volkes geht, und jeder sieht bei diesem Einsatz vor sich das leuchtende Vorbild eines wahrhaften Kämpfers, unseres Führers und Obersten Befehlshabers, des ersten und tapfersten Soldaten des Großdeutschen Reiches, der sich nunmehr bei euch an der Kampffront befindet.“

Bischof Machens sah den Krieg hauptsächlich als Wiederbelebung des Glaubens:

„Kriegszeiten sollen Zeiten der Einkehr und Selbstheiligung sein. Da sollen alle Gläubigen, voran die Soldaten, die unter die Fahnen einberufen werden, aber auch die daheim gebliebenen, die Beichtstühle geradezu belagern und die Kommunionsbänke im heiligen Eifer besetzt halten. Kriegszeiten müssen Zeiten der seelischen Erneuerung, neuer Gottesliebe, eifrigen Sakramentenempfanges sein.“

Der Bischof des Ermlands, Kaller, verkündete kurz nach Kriegsbeginn:

„Ehe ihr dem Rufe zu den Waffen folgtet, habt ihr die Waffenrüstung Gottes angezogen. Ich weiß, daß die meisten von euch durch die heiligen Sakramente gereinigt und gestärkt sind. Mit der Kraft Gottes werdet ihr euch einsetzen für Führer und Volk, werdet ihr bis zum letzten eure Pflicht tun zur Verteidigung unseres geliebten Vaterlandes. [. . . ] Wir alle müssen Opfer, schwere und schwerste Opfer bringen. Niemand darf sich seiner Pflicht entziehen.“

Bischof Hilfrich von Limburg verkündete 1940:

„Eine große Zeit fordert und weckt zugleich hochherzige Gesinnung und eifert an zu opfervoller Hingabe. Eine Zeit der Entscheidung über Glück und Existenz unseres Volkes! Eine Zeit weltgeschichtlicher Wende! Da möchte ich euch zum Beginn der heiligen Fastenzeit mahnen, alle Opfer, die die harte Zeit des Krieges mit sich bringt, als euer Fasten zu betrachten. [. . . ] Ich brauche euch, meine lieben Diözesanen, nicht zu ermahnen, daß ihr in der schweren Zeit euch als volksverbunden fühlt und euch als Glieder unseres Volkes draußen im Felde und daheim im Arbeitsdienst voll Hingabe tapfer und treu bewährt.“

Der Regensburger Bischof Buchberger rief zu Opfern auf:

„Die Zeit verlangt [. . . ] Opfersinn und Gemeinsinn von allen, nicht bloß an der Front, sondern auch in der Heimat, Es gilt, in christlicher und vaterländischer Gemeinschaftsgesinnung treu und stark, opfer- und hilfsbereit zusammenzustehen und alles für das teure Vaterland einzusetzen! Die Opfer und Leiden aber, die über uns kommen, wollen wir tragen in der Vereinigung mit dem Leiden Christi [. . . ] Jeden Morgen und Abend schicke ich den oberhirtlichen Segen hinaus ins Feld zu unseren lieben Kriegern.“

Von Lukas Mihr

Kirche im Krieg

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Gruß Hubert