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Über Missstände, wenn es um den Umgang mit Tieren geht, wird ja in den Medien nicht, oder nur höchst selten berichtet. Die SZ macht da beim folgenden Artikel über das Blut abzapfen bei Stuten, um an das Hormon PMSG zu kommen, eine löbliche Ausnahme. Es zeigt wieder mal, dass der Mensch mitnichten die Krone der Schöpfung ist, einige unter ihnen sind richtige Bestien und Monster. Die unersättliche Gier kennt keine Grenzen und man geht mit Tieren barbarisch und unvorstellbar grausam um. Hier geht es nicht zuletzt um den Pharmakonzern Merck, dem es egal ist wie er zu diesem begehrten Hormon von Pferden kommt, auch wenn diese Abzapfen von Blut nach europäischem Tierschutz streng verboten ist. Es zählt nur wie viel Profit damit zu machen ist. Das Blut holt man sich auf grausame Art und Weise. Es zeigt sich wieder einmal: es gibt nur menschliche Bestien – keine tierischen. Der folgende Beitrag zeigt auch die skrupellosen Machenschaften von Pharmafirmen, in diesem Fall von Merck und Syntex.

Das Blut trächtiger Stuten enthält das Hormon PMSG. Um dieses Hormon für die Pharmaindustrie zu gewinnen, werden in Südamerika zehntausende trächtige Stuten mit Holzscheiten und Elektro-Peitschen in Fixierboxen geprügelt. Die Blutfarmer zapfen ihnen so viel Blut ab, bis sie kraftlos zusammenbrechen. Wenn sie durch die Torturen nicht mehr trächtig werden können, landen sie wie Wegwerfartikel im Schlachthof.

Pharmakonzerne wie Merck interessiert nur das Geschäft mit dem Qual-Hormon: Sie verkaufen es für die Produktionssteigerung der Fleischindustrie, auch in der EU. Nach europäischem Tierschutz streng verboten, spielt sich das Elend in Argentinien und Uruguay in einer Grauzone ab.

Hier ein Artikel zum Thema aus der SZ

Wie Pharmakonzerne mit Pferdeblut Geschäfte machen

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Trächtigen Stuten in Uruguay wird nach Angaben von Tierschützern pro Woche 10 Liter Blut abgezapft.

  • Tierschützer haben aufgedeckt, wie in Argentinien und Uruguay trächtige Pferde gequält werden.
  • Ihnen wird Blut entnommen, weil es ein wertvoller Rohstoff für die Pharmaindustrie ist.
  • Das Hormon im Blutserum kann die Ferkelzucht beschleunigen.
Von Boris Herrmann, São Paulo, und Silvia Liebrich

Die Blutentnahme dauert etwa zehn Minuten. Dann zieht ein Arbeiter die Nadel und den Ablaufschlauch aus dem Hals der Pferde. Es sieht nicht aus, als ob es ihm ein Anliegen wäre, dass alles möglichst schmerzfrei zugeht. Eine Stute mit schwarz-weißem Fell wankt aus einer Fixierbox, offenbar entkräftet vom hohen Blutverlust. Sie bricht zusammen. Niemand scheint sich um sie zu kümmern. Die Stute steht wenig später wieder auf, aber sie ist zu schwach, um ihren Kopf zu halten und stützt ihn auf dem Zaun der Stallbox ab. Jetzt kommt ein Arbeiter und versucht das zitternde Tier zu verscheuchen. Der Arbeiter steigt auf das Geländer und tritt der Stute drei Mal mit dem Fuß ins Gesicht. Sie bricht erneut zusammen. Der Arbeiter läuft aus dem Bild.

Diese Szene hat ein Team der Tierschutzorganisation „Animal Welfare Foundation“ mit versteckter Kamera gefilmt.
Sie ereignete sich am Morgen des 16. April 2015 auf einer Pferdefarm der argentinisch-uruguayischen Firma Syntex nahe der Stadt Ayacucho, gut 300 Kilometer südlich von Buenos Aires. Nach allem, was man weiß, war der 16. April dort ein Tag wie jeder andere. Ein Tag, an dem südamerikanische Tiere misshandelt wurden – im Namen der europäischen Fleischindustrie. Denn aus dem Blut der Stuten wird ein wertvolles Hormon gewonnen, das in Deutschland und anderen EU-Ländern die Schweineproduktion am Laufen hält.

Dabei gelten Argentinier und Uruguayer als Pferdefreunde. Die Kultur der berittenen Gauchos mag zwar romantisch verklärt sein, Pferde haben in diesen Ländern aber immer noch einen besonderen Stellenwert. Als Symbole der Freiheit oder im Sport. Polo und Galopprennen sind dort fernsehtauglich. Was sich jedoch im Hinterland, versteckt vor neugierigen Blicken, abspielt, passt ganz und gar nicht in diese heile Pferdewelt.

Ein Hormon als Rohstoff

Die Firma Syntex S.A. verdient ihr Geld mit dem Export von Pferdblut-Produkten und bezeichnet sich auf diesem Gebiet als einer der Weltmarktführer. Auf ihren Farmen in Uruguay und Argentinien werden Tausende von Stuten allein zu dem Zweck gehalten, sie möglichst oft zu befruchten und dann ihr Blutserum abzuzapfen. Daraus wird dann das Hormon „Pregnant Mare Serum Gonadotropin“, kurz PMSG, gewonnen. Ein wertvoller Rohstoff, den, wie der Name schon nahe legt, nur trächtige Stuten in sich tragen.

Abnehmer sind Pharmafirmen in 25 Ländern auf fünf Kontinenten, die mit PMSG unter anderem Hormonpräparate für die Ferkelzucht herstellen. Ein erheblicher Teil wird in Länder der Europäischen Union geliefert, auch nach Deutschland. Das zeigen Recherchen der Süddeutschen Zeitung. Ein Millionengeschäft, das weitgehend im Verborgenen abläuft und kaum kontrollierbar ist – auch weil Gesetze fehlen. Und ein Fall, der erneut ein Schlaglicht auf die Fleischindustrie wirft. Ende August hatten Berichte über gepanschtes Blutserum von ungeborenen Kälbern Aufsehen erregt. Recherchen von SZ und NDR hatten die grausamen Bedingungen in Schlachthöfen und die Verflechtungen mit der Pharmaindustrie offengelegt.

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Pharmaindustrie – Das schmutzige Geschäft mit dem Blut ungeborener Kälber

Deutsche und französische Unternehmen sollen im großen Stil mit gepanschtem und falsch deklariertem Blutserum gehandelt haben. Es geht um Milliarden – und um die Gesundheit vieler Menschen.

Die Firma Syntex teilt auf Anfrage mit: „Wir produzieren PMSG schon seit vielen Jahren und folgen dabei strengen Kontrollauflagen und Tierschutzbestimmungen.“ Auf der Website des Unternehmens heißt es zudem: „Wir sind zertifiziert von der Europäischen Union und erfüllen ihre sehr anspruchsvollen Standards.“

Davon ist auf jenen Aufnahmen, die der SZ vorliegen, allerdings wenig zu erkennen. Im Gegenteil. Für die Produktion des Blutserums werden tragende Stuten offenbar systematisch gequält. Die Aktivisten der „Animal Welfare Foundation“ haben fünf Stunden lang auf der Syntex-Farm bei Ayacucho gefilmt und dabei etwa 100 Prügelszenen aufgezeichnet. Um die offenbar traumatisierten Tiere in die Blutentnahme-Box zu treiben, wird ihnen mit Holzscheiten und Elektro-Peitschen auf den Kopf und ins Gesicht geschlagen. Ähnliches Beweismaterial haben die Tierschützer in Uruguay zusammengetragen, etwa von den Blutfarmen „El Yatay“ und „Loma Azul“, die auch zur Firma Syntex gehören, oder von den ebenfalls EU-lizensierten Höfen „Las Marquesas“ und „La Paloma“.

Pferde bluten – Merck kassiert

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Ich hoffe es stört sich niemand an den grausamen Bildern in den Links. Wer es nicht anschauen kann… will – muss ja nicht. Leider ist es auch so wie Karlheinz Deschner schon sagte:

Aufklärung ist Ärgernis; wer die Welt erhellt, macht ihren Dreck deutlicher.

Neue Pferdequälerei: Stuten leiden für unser Schweinefleisch, Schweizer Radio und Fernsehen, 29. September 2015

http://www.srf.ch/konsum/themen/umwelt-und-verkehr/neue-pferdequaelerei-stuten-leiden-fuer-unser-schweinefleisch

Bitte das Video darin anschauen.

Das Blutgeschäft, Tierschutzbund Zürich, Animal Welfare Foundation

http://animal-welfare-foundation.org/fileadmin/DATEIEN/awf/Bericht-Hefte/Tierschutzbund_Bericht_9-2015_Web.pdf

Hier noch ein Petitionstext.

Das Blut trächtiger Stuten enthält das Hormon PMSG. Um dieses Hormon für die Pharmaindustrie zu gewinnen, werden in Südamerika zehntausende trächtige Stuten mit Holzscheiten und Elektro-Peitschen in Fixierboxen geprügelt. Die Blutfarmer zapfen ihnen so viel Blut ab, bis sie kraftlos zusammenbrechen. Wenn sie durch die Torturen nicht mehr trächtig werden können, landen sie wie Wegwerfartikel im Schlachthof.

Pharmakonzerne wie Merck interessiert nur das Geschäft mit dem Qual-Hormon: Sie verkaufen es für die Produktionssteigerung der Fleischindustrie, auch in der EU. Nach europäischem Tierschutz streng verboten, spielt sich das Elend in Argentinien und Uruguay in einer Grauzone ab.

Wenn wir Mercks Verbindung mit der Tierquälerei jetzt öffentlich anprangern, können wir das Leiden der Pferde beenden. Denn Pferdefolter will kein Unternehmen als Schandfleck auf seiner Weste. Und wenn wir Merck zum Einlenken bringen, steigt auch der Druck auf die anderen Konzerne.

In ihrer Profitgier kennt die Pharmaindustrie keine Grenzen. Ob lebensgefährliche Verhütungsmittel in Entwicklungsländern oder das Quälen von Tieren wegen ihres Blutes — was Geld bringt, geht in Ordnung.

Petition
http://action.sumofus.org/de/a/pferde-merck-de/?akid=14286.9854883.ZHESXJ&rd=1&sub=fwd&t=1

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Gruß Hubert