Archiv für 20. Dezember 2015

Wir nehmen die Dienste und Hilfe der Tiere gerne und ausgiebig in Anspruch   Leave a comment

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Ein hervorragender Beitrag von Helmut F. Kaplan zum Thema: „Der Verrat des Menschen an den Tieren“.
Ich kenne keinen größeren und erbärmerlicheren Verrat in der Geschichte der Menschheit.

Daß wir von den Diensten, die uns Tiere erweisen und erweisen können, gerne und ausgiebig Gebrauch machen, ist nicht zu übersehen. Denken wir nur etwa an den vielfältigen Einsatz von Hunden: Sie fahnden nach Drogen, sie suchen nach Verschütteten, sie führen Blinde usw. Überall und immerzu machen wir uns Tiere zunutze.

Dabei soll hier gar nicht von jenen Bereichen die Rede sein, in denen von vornherein augenscheinlich ist, daß wir die Tiere nicht nur nutzen, sondern schlicht ausnutzen, etwa bei der Erzeugung von Fleisch oder bei der Durchführung von Experimenten mit ihnen.

Vielmehr wollen wir unsere Neigung, Tiere für uns dienstbar zu machen, an einer im Vergleich zu anderen Nutzungen äußerst harmlosen Praxis demonstrieren, den sogenannten „Tiertherapien“.

Die therapeutische Wirkung von Tieren wird gezielt eingesetzt, etwa in Krankenhäusern, Erziehungsheimen und Gefängnissen. Worum es dabei grundsätzlich geht, erläutert das Informationspapier „‚Heilkraft‘ der besonderen Art“7 des österreichischen Instituts für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung: „Für die Menschen der Antike war es selbstverständlich, was neueste Forschungen nun empirisch beweisen: daß Menschen, die mit einem … Heimtier zusammenleben, ausgeglichener sind, freundlicher und ’stabiler‘. Daß sie Krankheiten leichter bewältigen und Krisen besser meistern.“ Ein konkretes Beispiel8 soll Wesen und Wirkung der Tiertherapie veranschaulichen:

„Sie heißt Anna; ist Patienten im Psychiatrischen Krankenhaus auf der Baumgartner Höhe in Wien; geistig schwer behindert. Sie wird nie ohne stationäre Behandlung auskommen können. Der Initiative moderner Psychiater verdankt sie es, einmal wöchentlich ‚Tierbesuch‘ zu bekommen. Eine junge Wiener Tierpädagogin hat das organisiert: Sie kommt mit Hund und Hasen, Hamster und Huhn. Läßt sie von den Patienten streicheln, füttern, zeichnen. Sieht ein Lächeln auf sonst leeren Gesichtern.

Nur Anna reagiert nicht; monatelang nicht. Oder höchstens mit einem bösen Achselzucken. Ein letzter Versuch: Man zeigt ihr einen jungen Zwerghamster und ihm gelingt das kleine, große Wunder: ‚Liab‘, sagt die Anna. Diese Anna, die von sich aus keine Silbe artikuliert, die bestenfalls einzelne Worte nachsprechen kann. Dem Mini-Hamster ist gelungen, was geduldige Therapeuten bislang nicht schaffen konnten: die ‚Mauer‘ zu durchbrechen, die diese Kranke umgibt.“

Der Einsatzbereich von „Tiertherapien“ oder „tiergestützten Therapien“, wie diese systematische Nutzbarmachung der heilenden Wirkung von Tieren auch genannt wird, ist groß – entsprechend der Grundthese dieser vergleichsweise neuen Disziplin: „Wesen mit Flossen, Fell oder Flügeln können helfen, Krankheiten und Behinderungen von Menschen zu heilen oder zu lindern.“9 Sehen wir uns stellvertretend für das breite Anwendungsspektrum von Tiertherapien drei Bereiche an:

Zunächst ein Beispiel für die Behandlung von Behinderten mittels Delfinen: „Die 20 Monate alte Lea-Paulina ist mit einem Hirnschaden geboren worden und meist ganz in ihrer Innenwelt befangen. Was andere Außenreize kaum vermögen, gelingt Nickkis Delfinschnauze: Sie weckt für Sekunden die gesammelte Aufmerksamkeit des Mädchens.“10 (Wir verwenden Delfine, um Minen aufzuspüren.11)

Auch Hühner helfen Menschen, im Leben wieder zurechtzukommen: „Ein Huhn kann Halt geben und das Herz wärmen, wenn das Vertrauen in Menschen zerrüttet ist. Vernachlässigte, misshandelte und missbrauchte Jugendliche … treffen im amerikanischen Farm-Internat ‚Green Chimneys‘ auf Seel-Sorger mit Federn ….“12 (Wir sperren Hühner lebenslang in Drahtkäfige, deren Grundfläche pro Tier deutlich kleiner ist als eine Druckseite des „Spiegel“.13)

Besonders vielfältig ist der Einsatzbereich von Hunden (denen wir zu Versuchszwecken Sprengstoff verfüttern bis sie daran elend zugrundegehen14). Über die Ausbildung zum Blindenhund erfahren wir:

„Bis zu einem Jahr werden geeignete Hunde von Spezialausbildern trainiert, Menschen zur nächstgelegenen freien Parkbank oder ans Treppengeländer zu führen. Die Hunde lernen, mit der Schnauze anzuzeigen, wo der Griff einer Haus- oder S-Bahn-Tür ist. Sie üben, Hindernisse in Menschenkopfhöhe zu umgehen, tief hängende Zweige oder aufgespannte Regenschirme. Sie trainieren, sich von anderen Hunden nicht ablenken zu lassen, solange sie das Geschirr tragen. Und sie werden geschult, bei Gefahr für ‚ihren‘ Menschen den Gehorsam zu verweigern, wenn zum Beispiel unversehens ein Auto um die Ecke biegt.“15

Mindestens vier Wochen lang wird dann der Hund gemeinsam mit dem ihm anvertrauten Menschen vom Hundeausbilder betreut. Am Anfang steht ein erster kurzer Besuch zum Kennenlernen, dann folgt die erste Übernachtung beim neuen Herrchen. Spaziergänge beginnen in ruhigen Gegenden, dann kommen Ampeln hinzu und Treppen. Am Ende stehen die Eingewöhnung ins neue Wohnviertel sowie die emotionale Abnabelung vom Ausbilder.

Wurden früher Schäferhunde als „Prothesen“ für Kriegsblinde ausgebildet, sind heute die als besonders sanft und gutmütig geltenden Labrador Retriever und Golden Retriever als Helfer besonders beliebt – und haben einen erweiterten Einsatzbereich:

– „Behinderten-Begleithunde“ tragen für Körperbehinderte Packtaschen, ziehen Rollstühle, holen Wäsche aus der Maschine, bedienen Schalter usw.

– „Hörhunde“ alarmieren Taube, wenn der Wecker klingelt oder jemand an die Tür klopft.

– „Epilepsie-Hunde“ spüren, wann bei ihrem Besitzer ein Anfall bevorsteht und warnen ihn rechtzeitig davor. Wie sie dies erkennen können, ist noch ungeklärt, aber es funktioniert.

Wir nehmen die Dienste und Hilfe der Tiere gerne und ausgiebig in Anspruch

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Bezüglich Verrat an den Tieren auch noch einige Gedanken von Carl Anders Skriver .

Der Verrat an den Tieren hält Carl Anders Skriver (der selber Pastor war) besonders den christlichen Kirchen vor.

Skriver hält alle Tiere — von der Mücke bis zum Mastschwein — für gleichberechtigte und gleichwertige Menschenbrüder. Der Mensch soll sie weder töten noch auch nur ausnutzen dürfen. Die Lehre beider Kirchen, der zufolge Tiere weder eine unsterbliche Seele besitzen noch Aussicht auf ein Weiterleben nach dem Tode haben, verdammt Skriver als „Irrlehre“.

Seit es die christliche Kirche gibt, hat sie laut Skriver die Tiere verraten. Den Missionaren habe es seit jeher vollauf genügt, wenn die Heiden ihren Göttern abschworen. Die Abkehr von Gebratenem und Gesottenem sei den Getauften nicht zugemutet worden, weil das „zum Zusammenstoß mit allen Jägern, Fischern, Tierzüchtern, Schlachtern. Pelz- und Lederhändlern, Ärzten … und den Milliarden süchtigen Fleischkonsumenten geführt“ hätte.

Aus dem Spiegel
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46050216.html

Siehe auch auf Amazon.de

Die Tiere sind in der christlichen Dogmatik und Ethik nicht zufällig ausgelassen worden. Die barbarische Schlachthaus- und Vivisektionskultur des christlichen Abendlandes sind die Folge einer religiös- geistigen Fehlentwicklung, die von Carl Anders Skriver bis in das erste und zweite Jahrhundert n.Chr. zurückverfolgt wird.

Angesichts des Absolutheitsanspruchs der christlichen Verkündigung, wie sie von den christl. Grosskirchen vertreten wird, ist es beschämend, zu erkennen, wieviel umfassender im Vergleich dazu das Liebesgebot Gautama Buddhas alle Kreatur in die Nächstenliebe einschliesst. Den vom sog. Christentum Enttäuschten wird von Skriver überzeugend gezeigt, dass eine umfassende Barmherzigkeit sehr wohl und sehr viel mit dem historischen Jesus zu tun hat. Das Evangelium als gute Botschaft für alle Kreatur muss wieder entdeckt und von Grund auf neu eingeführt werden. Das ist die berechtigte Hoffnung des Autors.

http://www.amazon.de/Der-Verrat-Kirchen-den-Tieren/dp/3798100012

 

Gruß Hubert

 

Der zweite Blick….   Leave a comment

Sehr gut das Bild mit dem zusammengekauerten Seelenhund, der seine Hoffnung längst verloren hatte und von Besuchern übersehen wurde, dann aber seine Einzigartigkeit unter Beweis stellt.

Blickpunkt - Die Freiheit des Denkens

by Pixabay by Pixabay

Warum fühlen wir uns so angezogen von Menschen, die so offen sind, so positive Energie ausstrahlen, immer fröhlich sind, überall beliebt und scheinbar so problemlos durch’s Leben gehen?

Warum meiden wir so oft den Kontakt zu Menschen, die uns anders erscheinen, die eher ruhig und zurückgezogen wirken, die nicht so leicht einzuschätzen sind, die vielleicht sogar desinteressiert und oberflächlich wirken?

Wer von Beiden wohl in der Not wirklich da ist? Wer entpuppt sich letztendlich als besserer Freund, als der Mensch, auf den man sich verlassen kann?

Meine Erfahrungen zeigen, es ist nicht der Mensch, mit dem ich am meisten Spaß hatte, der, der immer lachend so unbeschwert durch’s Leben geht. Denn hinter diesem Menschen verbirgt sich in der Regel leider oft ein Egoist, der vor allem SEINE ^Lebensfreude^ erhalten möchte, da passen Probleme schlecht ins Konzept, vor allem, wenn es die anderer sind. Er möchte nur Zuwendung und…

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Veröffentlicht 20. Dezember 2015 von hubwen in Uncategorized