Saudi-Arabien richtet 47 Menschen hin   3 comments

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Foto: Tagesschau.de

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Saudi-Arabien wird von einem ultrakonservativen Königshaus regiert. Die Staatsreligion ist der Wahabismus, eine erzkonservative Ausrichtung des Islam. Das Rückständige bedeutet nie etwas Gutes für das Volk bzw. sollte man da wohl eher sagen für die Untertanen, es bedeutet immer Unterdrückung und den Mund halten, wenn man nicht große Risiken eingehen will.

Man kann gespannt sein, wie sich das jetzt zwischen dem schiitischen Iran und dem sunnitischen Saudi-Arabien weiterentwickelt. Zumindest wird es zu sehr großen Spannungen führen.

Deutschland müsste endlich aufhören mit den Waffenlieferungen in dieses Land. Aber wenn die Geschäfte für die Waffenindustrie blühen sind die Menschenrechte gleich weniger wert und nicht mehr so wichtig.

Am 02.01.2016 wurden 47 Menschen hingerichtet. Das Land hatte 2015 laut Menschenrechtlern so viel Todesurteile vollstreckt wie seit 20 Jahren nicht mehr. Von Januar bis November waren laut Amnesty International mindestens 151 Menschen hingerichtet worden. Unter anderem kann man auch wegen Abfall vom Glauben exekutiert werden. Gleiches gilt für Atheisten, siehe die SZ vom 03.04.2014

( http://www.sueddeutsche.de/politik/anti-terror-gesetz-saudi-arabien-sieht-atheisten-als-terroristen-1.1928513    – …dass nicht nur ehemalige Syrien-Kämpfer, sondern alle Regimekritiker und auch Atheisten nun als Terroristen belangt werden können).

Man kann nur hoffen, dass dieses ultrakonservative System eines Tages auch von der Geschichte überrollt und weggefegt wird.

 

Führender Schiit exekutiert Saudi-Arabien richtet 47 Menschen hin

Stand: 02.01.2016

In Saudi-Arabien sind 47 Menschen hingerichtet worden – unter anderem der schiitische Geistliche Nimr. Er war Anführer der Proteste, die im Zuge des Arabischen Frühlings 2011 ausgebrochen waren. Die Todesstrafen wurden wegen Terrorismus und Anstiftung zur Gewalt vollstreckt.

Laut Innenministerium wurde unter anderem der prominente schiitische Geistliche Scheich Nimr Baker al-Nimr exekutiert. Nimr war ein entschiedener Gegner des sunnitischen Königshauses in Riad. Er hatte während der Proteste 2011 die Abspaltung der mehrheitlich schiitischen Regionen Katif und Al-Ihsaa im Osten des Landes befürwortet. Vor einem Jahr wurde er wegen Aufwiegelung, Ungehorsams und Waffenbesitzes von einem Sondertribunal zum Tode verurteilt.

Der Iran hatte Riad daraufhin vor der Hinrichtung Nimrs gewarnt. Sollte das Todesurteil gegen den Geistlichen vollstreckt werden, werde Saudi-Arabien einen „hohen Preis zahlen“, sagte der iranische Vize-Außenminister Hossein Amir Abdollahian.

Die Hinrichtungen wurden in verschiedenen Städten des Königreichs vollzogen. Der Nachrichtensender Al-Arabiya berichtete, dass 45 Saudis, ein Ägypter und ein Mann aus dem Tschad hingerichtet worden seien. Die meisten sollen an einer Serie von Anschlägen beteiligt gewesen sein, die die Terrororganisation Al Kaida zwischen 2003 und 2006 in Saudi-Arabien verübte.

Kritik vom Iran

Der Iran hat die Hinrichtung von Nimr scharf verurteilt. „Anstatt sich mit den (IS-) Terroristen zu beschäftigen, die die Region und die ganze Welt gefährden, lassen die Saudis eine Persönlichkeit wie Nimr hinrichten“, sagte Außenamtssprecher Dschaber Ansari. Die rein politisch und religiös motivierte Tat reflektiere die irrationale und verantwortungslose Politik der Saudis, kritisierte er weiter. Die Hinrichtung werde für das Königreich Konsequenzen haben, zitierte die Nachrichtenagentur ISNA.

Kritik gab es auch von einem ranghohen iranischen Geistlichen. Die saudi-arabische Führung werde stürzen und die sunnitische Herrscherfamilie aus den Geschichtsbüchern gestrichen, sagte Ajatollah Ahmad Chatami, der der Führung in Teheran nahesteht, laut der Nachrichtenagentur Mehr. Er forderte die islamische Welt auf, die Hinrichtung auf das Schärfste zu verurteilen. Auch von führenden Schiiten aus dem Irak und dem Libanon kam massive Kritik und Empörung. Sie riefen auch zu Demonstrationen auf.

Proteste in Bahrain

Im Golfstaat Bahrain protestierten Menschen gegen die Hinrichtungen. Dabei feuerte die Polizei in dem Ort Abu-Saiba westlich der Hauptstadt Manama Augenzeugen zufolge Tränengas auf Dutzende Demonstranten ab. Die aufgebrachte Menge hielt Bilder des getöteten Geistlichen Nimr in die Höhe.

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Saudi Arabien Karte

Saudi Arabien

Religiöse und soziale Diskriminierung

Die meisten der rund zwei Millionen saudi-arabischen Schiiten leben im Osten des Landes. Die schiitische Minderheit klagt seit langem über religiöse und soziale Diskriminierung durch das wahhabitische Herrscherhaus.

In Saudi-Arabien gilt die Todesstrafe für zahlreiche Vergehen, für Mord und Vergewaltigung, aber auch für Drogenhandel und das Abfallen vom Glauben. Das Land hatte 2015 laut Menschenrechtlern so viel Todesurteile vollstreckt wie seit 20 Jahren nicht mehr. Von Januar bis November waren laut Amnesty International mindestens 151 Menschen hingerichtet worden. Im Jahr 2014 sollen laut Amnesty 90 Menschen hingerichtet worden sein.

Der Anstieg der Zahl von Hinrichtungen geht einher mit der Machtübernahme von König Salman. Er war Ende Januar 2015 nach dem Tod seines Vorgängers Abdullah auf den Thron gestiegen. Amnesty kritisierte, Saudi-Arabien setze das Todesurteil auch als politisches Instrument gegen die schiitische Minderheit ein.

Mit Informationen von Sabine Rossi, ARD-Hörfunkstudio Kairo.

König Salman | Bildquelle: AFP

König Salman ist seit knapp einem Jahr im Amt.

 

Saudi-Arabien richtet 47 Menschen hin

Siehe auch:
http://derstandard.at/2000028373916/Saudi-Arabien-richtete-47-Menschen-wegen-Terrordelikten-hin

https://de.nachrichten.yahoo.com/w%C3%BCtender-mob-z%C3%BCndet-saudische-botschaft-teheran-075048139.html

http://www.n-tv.de/politik/Saudi-Arabien-richtet-47-Menschen-hin-article16677521.html

 

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 3. Januar 2016 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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3 Antworten zu “Saudi-Arabien richtet 47 Menschen hin

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  1. Ich bin darüber nicht so entsetzt wie das viele in den Medien tun –
    oder zum Schein so tun entsetzt zu sein –
    Solange Muslime Muslime töten, sollen sie das tun.
    Ich nehme das zur Kenntnis, mehr aber nicht.
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    Töten von Menschen die sich irgendwie mit irgendetwas schuldig gemacht haben, gehört im ISLAM einfach zur Kultur dazu.
    Da werden Menschen aus unserer Sicht wegen NICHTIGKEITEN getötet – der Kopf vom Rumpf getrennt, gesteinigt oder bei lebendigem Leib auf der Straße verbrannt – ohne dass sich da die Welt darüber echauffiert.
    Die Perversion geht ja noch weiter, dass es bei uns Stimmen gibt die eine gender gerechte Steinigung verlangen, statt den ISLAM zu ächten.
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    Das ist die verlogene Moral in unserer Gesellschaft.
    Wenn ein Kronprinz oder Schiitenführer wegen Hochverrat hingerichtet wird das . . . , während wenn ein 17-jäiges Mädchen bei Lebendigem Leib verbrannt wird, ist das bestenfalls belustigend. Sie hätte ja nur eine Burka zu tragen brauchen statt Hotpants oder einen Minirock.
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    Töten ist aber nicht nur dem Islam eigen. Auch in der westlichen Welt wird getötet, sogar ohne Beweise, Anklage, Verfahren, Urteil. Und die vielen Unschuldigen die dabei ums Leben kommen, haben eben Pech gehabt und werden als Kollateralschaden abgetan.
    Entscheidend ist nach westlicher Moral nicht mehr wie viele Menschen getötet werde sondern wer getötet wird. Tausende Russen in der Ostukraine oder einige wenige westliche Bürger in Paris z.B.
    Um letztere zu Rächen ist man bereit in einen Krieg zu ziehen.
    Um die paar Russen hingegen . . . ist das nicht der Rede wert. Ist ja deren Schuld wenn sie die Junta in Kiew nicht mögen.

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    glG Sabine

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  2. Hi Papa,
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    Mama hatte dazu ein Video gemacht, ich stelle es unkommentiert hier mal ein weil es dazu passt.
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    Die Saudis der Iran und der Westen (G)

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    http://www.4shared.com/video/Ig–JpxFce/Die_Saudis_der_Iran_und_der_We.html

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    glG Betti

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  3. Saudischer Kleriker dreht durch: Er fordert Burka für Babys

    Auszug.
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    Es klingt wie ein übler Scherz aus dem fernen Absurdistan. Doch ein saudischer Geistlicher meint es mit seiner Forderung nach Burkas für weibliche Babys tatsächlich ernst. Seine hanebüchene Argumentation: Die vollständige Verschleierung der Säuglinge – natürlich inklusive des Gesichts – sei notwendig, um die kleinen Mädchen vor sexueller Belästigung zu schützen.
    .
    Von streng muslimischen Geistlichen oder extrem religiösen Regierungen ist die Weltbevölkerung ja mittlerweile einiges gewohnt: Da gibt es ägyptische Salafisten, die vor „christlichen Tomaten“ warnen (mehr hier) , Teenager auf den Malediven, die für vorehelichen Sex ausgepeitscht werden (mehr hier) oder Twitter-User, die wegen vermeintlicher Beledigung des Propheten für viele Jahre ins Gefängnis wandern (mehr hier). Ein saudischer Kleriker schießt jetzt jedoch den Vogel ab. Wie Al Arabiya berichtet, fordere dieser nun die vollständige Verhüllung von weiblichen Babys.
    Schutz der Mädchen vor sexuellen Übergriffen
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    Seine für westliche Begriffe geradezu unvorstellbare Forderung soll Sheikh Abdullah Daoud bereits Mitte vergangenen Jahres in einem TV-Interview im islamischen al-Majd TV geäußert haben. Allen ernstes behauptete er obendrein, hierbei nur an den Schutz der Mädchen vor sexuellen Übergriffen zu denken.
    .
    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/02/467844/saudischer-kleriker-dreht-durch-er-fordert-burka-fuer-babys/
    .
    Einfach höchstgradig geistig krank.

    .
    Gruß Hubert

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