Archiv für 5. Januar 2016

Eva Hermans wirre Thesen zur Flüchtlingskrise   Leave a comment

.
Die konservative ex-Tagesschau-Moderatorin Eva Herman, ist immer wieder gut ist für umstrittene Aussagen, wie die, dass Hitler eine gute Familienpolitik betrieb.

Ihre Äusserungen über die Familienpolitik der NS-Zeit haben der deutschen Fernsehmoderatorin Eva Herman den Job gekostet: Der NDR entliess die 48-Jährige am Sonntag mit sofortiger Wirkung. «Frau Hermans schriftstellerische Tätigkeit ist aus unserer Sicht nicht länger vereinbar mit ihrer Rolle als Fernsehmoderatorin und Talk-Gastgeberin», erklärte der NDR Programmdirektor Fernsehen, Volker Herres, in Hamburg.

[…]
«Frau Herman steht es frei, ihren ‚Mutterkreuzzug‘ fortzusetzen, aber mit der Rolle einer NDR-Fernsehmoderatorin ist dies nicht länger zu vereinbaren», erklärte Herres. Ihre Äusserungen wirkten polarisierend «Das Ergebnis spürt unsere Redaktion: Gäste sagen ihren Auftritt bei ‚Herman und Tietjen‘ ab oder stehen von vornherein nicht zur Verfügung.»

http://www.nzz.ch/eva-hermann-1.552983

Aber hier nun ihre Sicht auf die Flüchtlingskrise. Sie kommt da mit wirren Thesen daher, die von Rassismus bis zu Verschwörungstheorien reichen.
Teilweise kann ich mich da schon amüsieren, was sie da zum Besten gibt. Aber man kann auch Nonsens mal genießen. Einiges davon ist kabarettreif. Der Hang zu Verschwörungstheorien ist Rechten eigen, das kann man immer wieder feststellen.

 

Eva Hermans wirre Thesen zur Flüchtlingskrise

Immer wieder sorgt Ex-Tagesschau-Moderatorin Eva Herman mit umstrittenen Aussagen für Aufsehen. Diesmal versucht sie, in einem so rassistischen wie verschwörerischen Text die Flüchtlingskrise zu erläutern.

.

Eva Herman schreibt fragwürdigen Text zur Flüchtlingskrise

Auf acht Seiten tritt Moderatorin Eva Herman ihre teils hetzerischen, kuriosen und fragwürdigen Gedanken zur Flüchtlingskrise breit.

© Picture Alliance

.

Die ehemalige Tagesschau-Moderatorin Eva Herman hat einen Aufsatz über die aktuelle Flüchtlingskrise und die ihrer Meinung nach damit einhergehende Abschaffung christlicher Traditionen geschrieben. Auf acht Seiten versucht sie einen angeblichen großen, übergeordneten Plan hinter den Migrationsströmen auszumachen. Neben allerlei Verschwörungstheorien bringt sie in dem fragwürdigen Text auf den Webseiten des Instituts für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik, in dessen wissenschaftlichem Beirat sie sitzt, vor allem eines zum Ausdruck: Ihre Angst, dass unser Land durch die vielen Migranten zerstört werde.

Es sind teils verwirrende Thesen, allen voran jene, dass Deutschland mittlerweile „ein zum Kriegsgebiet erklärtes Land“ sei, „welches nun von unzähligen Asylsuchenden, Stück für Stück, eingenommen wird. (…) Unsere alte Kraft, unsere christliche Kultur, Glaube und Tradition, werden zerstört.“ Einen „irreparablen Vorgang“ nennt Herman das. Viele der Migranten kämen „nicht in friedlicher, hilfesuchender Verfassung, sondern sie sind laut, streitsüchtig, verprügeln sich gegenseitig, spucken Einheimische an, und sie fordern ein besseres Leben.“ Es sei eine „fremde Energie“, die Deutschland und Europa geradezu „flute“. Für „normal denkende Leute“, zu denen sich Eva Herman selbst zählt, sei das „immer wieder unerklärlich“.

„Die alte Ordnung bricht auseinander“

Dass wir mittlerweile im Krieg leben, würden wir nicht merken, weil es nicht offensichtlich sei. Es explodierten keine Bomben, „der Sprengstoff kommt auf andere Weise daher, nämlich in Form fremdländischer Menschen, die (…), wie auf Knopfdruck organisiert, plötzlich massenhaft hierzulande einzubrechen begannen.“ Es ist für sie unverständlich, warum diese Menschen ein Recht auf „Geld, Wohnraum, Zuwendung, mediale und politische Anerkennung“ haben. Denn all diese Rechte hätten für die einheimische, bedürftige Bevölkerung jahrzehntelang nicht existiert.

Der Aufsatz wäre nicht komplett, würde die Autorin von „Das Eva-Prinzip“ nicht auch noch ein paar Fetzen über ihr Verständnis der Rollen von Mann und Frau einfließen lassen. Feminismus und Gender-Mainstreaming hätten uns jahrelang den „natürlichen Kinderwunsch aus- und die Seligmachung durch Karriere eingeredet.“ Politiker wie Medien hätten gezielt falsche Informationen verbreitet, etwa „dass die zunehmenden Migrantenwanderungen eine Bereicherung seien.“ Da Deutschland die niedrigste Geburtenrate der Welt habe und die Bevölkerung in Afrika stark wachse macht Herman sich Sorgen um die Sicherheit in unserem Land: „Unsere herkömmlichen Lebensstrukturen werden jetzt vernichtet, die alte Ordnung bricht auseinander.“

Die engagierte Bürgerin Eva Herman

Der Text ist unter dem Titel „Flüchtlings-Chaos: Ein merkwürdiger Plan“ auf der Webseite der „Wissensmanufaktur“ erschienen, einem laut eigenen Angaben „unabhängigen Institut für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik“, das mit Aufsätzen und Vorträgen „Alternativen zur ,Alternativlosigkeit‘ der Politik“ erarbeite. Immer wieder wird Eva Herman als Podiumsgast bei Veranstaltungen der Organisation eingeladen.

Umstrittene Äußerungen der Moderatorin zu NS-Familienpolitik führten 2007 zur Auflösung des Vertrages der ehemals beliebtesten Moderatorin Deutschlands 2007 mit dem NDR. Immer wieder sorgte sie mit rechtsgerichteten Aussagen für öffentlichen Unmut. Im aktuellen Text prangert sie an, dass all jene, die so wie sie zu den Einwanderungsgegnern zählen, als Nazis oder Rechtsradikale diffamiert würden. Engagierten Bürgern wie Herman, die nachfragen und widersprechen möchten, werde durch von Medien verbreitete „Sprachregelungen“ der Mund verboten.

Verschwörungstheorien statt Ursachenforschung

Neben all den hetzerischen Parolen und Unterstellungen sucht Herman nach den verborgenen Ursachen für die Flüchtlingskrise. Und findet sie in Verschwörungstheorien. Sie vermutet, dass hinter den großen Migrationsströmen ein globaler Plan stecke, den wir alle noch nicht durchschaut hätten.

Ein bisschen habe da Europa seine Finger im Spiel: „Schon der gleichmachende Euro, Glanzstück des Brüsseler Marionettentheaters, diente als Vorbereitungs-Instrument, um die lebendigen Unterschiede der zum Teil uralten Kulturen zu vernichten.“ Aber auch die USA haben Anteil an dieser großen Täuschung der Bürger in unserem Land.

So bezeichnet Herman die Anschläge vom 11. September 2001 als einen „tödlichen Trick“ durch den „man“ – wer das sein soll bleibt ihr Geheimnis – den „terroristischen, islamischen Feind erschuf, dessen Ziel die Vernichtung der westlichen Welt sein soll“.

 

Eva Hermans wirre Thesen zur Flüchtlingskrise

.

Wie diese Frau tickt, zeigt auch ihre damalige Auslassung zum Unglück in Duisburg, wo sie sich zynisch über die Loveparade äußerte und etwas von einer gerechten (göttlichen wohl?) Strafe daher schwadronierte.

Eva Herman und der Sündenpfuhl

„Sodom und Gomorrha in Duisburg“

Ihr Text dazu erweckt den Eindruck, als sei es für sie vorstellbar, dass die Tragödie nichts anderes sei als eine Strafe einer höheren Gewalt. Überhaupt bemüht Herman in ihrem Erguss gerne Biblisches. „Wer sich die Loveparades aus den zurückliegenden Jahren ansieht“, schreibt sie, „glaubt, in der Verfilmung der letzten Tage gelandet zu sein, wie sie in der Bibel beschrieben werden.“

Besonders das freizügige Gebaren einiger Teilnehmer stößt Herman offenkundig übel auf: „Viele Mädchen haben den Busen blank gezogen, manche sind fast völlig nackt. Sie wiegen sich in ekstatischer Verzückung im ohrenbetäubenden Lärm, Begriffe wie Sittlichkeit oder Anstand haben sich in den abgrundtiefen Bassschlägen ins Nichts aufgelöst“. (Jesses Jesses Maria und Joseph) 🙂

Ich sehe schon den christlichen Teufel um die Ecke grinsen.

Dann bekommen auch noch die 68-er ihr Fett ab,  ein Lieblingsthema der Konservativen, nämlich die sittenlosen und umstürzlerischen 68-er.

Ihr sei nicht entgangen, dass „einige junge Leute ärgerlich waren“, schreibt sie, weil diese die Opfer durch ihren Text diskriminiert sähen. Das bedauere sie nun. Doch dann folgt abermals eine breit ausgewalzte Klage über den angeblichen „allgemeinen Sittenverfall“, den ihrer Ansicht nach „hauptsächlich die sogenannten Achtundsechziger“ zu verantworten hätten: „Sie haben Werte wie moralischen Anstand nahezu abgeschafft“, schreibt Herman.

.

http://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/loveparade-drama-von-duisburg-eva-herman-und-der-suendenpfuhl-3539438.html

.

Nachtrag.

Ihr bürgerlicher Name Eva Bischoff würde eigentlicht besser zu ihr passen, wenn sie sich in der Bibel so heimisch fühlt.

Apropos Liebes- und Familienleben. Wenn sie schon so gerne Bibelzitate herbei zieht, dann ist ihr Liebes- und Familienleben und auch ihre Kinderzahl ( ein Sohn 1997, da war sie 39!) kein christliches Vorbild.

Sie hat etliche Scheidungen hinter sich und sie hat nur einen Sohn.

Wir müssen das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider mit der 68er-Bewegung abgeschafft wurde, sagte sie auch, außerdem dass Mutter und Kind gehören in den ersten drei Jahren zusammen gehören.

Sie arbeitete nach der Geburt ihres einziges Sohnes nach einem Jahr wieder weiter.
Hinterher reitet die alte Urschel. Sie sagte, sie bereut es, dass sie nicht mehr Kinder hatte und dass sie nur ein Jahr bei ihrem Sohn blieb bis sie wieder bei der Tagesschau einstieg. Zuerst selber sich ein feines Leben machen und dann anderen Vorhaltungen machen und die Schuld für die niedrige Geburtenrate in Deutschland den 68-ern zuschreiben. Sehr überzeugend muss ich sagen… Es ist das Kleriker-Prinzip: Wasser predigen und Wein saufen.

„1981 heiratete sie den Autohändler Werner Herrmann, zog zu ihm nach München und nahm den Künstlernamen Eva Herman an. Nach der Scheidung 1988 behielt sie diesen Namen. 1989 heiratete sie den Fernsehjournalisten Horst-Wolfgang Bremke, der wie sie beim NDR arbeitete. Die Ehe wurde 1992 geschieden.

„Von 1991 bis 1994 war Herman mit dem Moderator Uwe Bahn liiert. 1995 heiratete sie den Produzenten und Regisseur Tom Ockers. 1997 wurde ihr gemeinsamer Sohn geboren. 2002 erfolgte die Scheidung. 2005 heiratete sie den Hotelier Michael Bischoff.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Eva_Herman

.

Gruß Hubert

 

Heinrich Heine – Mir träumte   Leave a comment

.

 

.

Heinrich Heine – Mir träumte

 

Rezitation: Oskar Werner
Musik: Bindu

.

.
Mir träumte: traurig schaute der Mond,
Und traurig schienen die Sterne;
Es trug mich zur Stadt, wo Liebchen wohnt,
Viel hundert Meilen ferne.

Es hat mich zu ihrem Hause geführt,
Ich küßte die Steine der Treppe,
Die oft ihr kleiner Fuß berührt
Und ihres Kleides Schleppe.

Die Nacht war lang, die Nacht war kalt,
Es waren so kalt die Steine;
Es lugt aus dem Fenster die blasse Gestalt,
Beleuchtet vom Mondenscheine.

 

glG Hubert

Veröffentlicht 5. Januar 2016 von hubert wenzl in Lyrik, Uncategorized

Getaggt mit , ,