Archiv für 27. März 2016

Auch Tiere sind Opfer der Kirchen   Leave a comment

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„Seid furchtbar und mehret euch!“
Der bedeutende Kirchenkritiker Karlheinz Deschner kommt in seinem Buch „Die beleidigte Kirche oder: Wer stört den öffentlichen Frieden ?“ zu folgendem Ergebnis: Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die christliche Kirche, ganz besonders die römisch-katholische Kirche.

Seine klare Bestandsaufnahme gilt auch den Tieren,“ …den am wenigsten geachteten, am meisten missbrauchten, den hilflosesten Wesen dieser Welt …“, wie er sie in seinem Buch „Für einen Bissen Fleisch“ nennt. Deschner schreibt – unter dem vielsagenden Titel „Seid furchtbar und mehret euch!“ – über die Missachtung und Schändung der Tiere durch die Kirchen:
“ Da die Krone der Schöpfung der Mensch, die Krone des Menschen der Pfaffe ist, lässt sich von ihm für das Tier am wenigsten erhoffen.“ ( S.15 )

Tatsachen wie Tierversuche, brutale Tiertransporte, Massentierhaltung, Schlachthäuser, Jagd auf wehrlose Geschöpfe, von den Kirchen befürwortet, geduldet, sprechen für sich. Tierschutzbewegungen entstanden und entstehen großenteils durch engagierte Menschen außerhalb der Kirchen. Deschner führt aus, dass „keinen Pfarrer Tierquälerei im geringsten zu berühren scheint“ ( S. 62 ) und weist darauf hin, dass in der Bibel auch dazu jede Menge Widersprüchliches steht. An dieser Stelle taucht die berechtigte Frage auf nach dem Wahrheitsgehalt der Bibel insgesamt und nach dem Stellenwert von Menschen, denen die Natur und die Tiere am Herzen liegen. Denn über solche Menschen berichtet der Kirchenkritiker: „Und wo jemals ein längst vergessener Prophet ein Wort fallen ließ zugunsten des Viehs, wurde er noch schneller vergessen als er und niemals zur Kenntnis genommen von Kirchenvätern / Lehrern und Co.“ ( S.62 ) Deschners Buch “ Für einen Bissen Fleisch“ ist ein Plädoyer für die Tierwelt, das seit der Antike aktuell ist, denn schon Plutarch sagte: “ Für einen Bissen Fleisch nehmen wir einem Tier die Sonne und das Licht und das bisschen Leben und Zeit, an dem sich zu freuen seine Bestimmung gewesen wäre.“ ( S.17 )

Auszüge davon aus dem Buch von
Karlheinz Deschner – Für einen Bissen Fleisch – Das schwärzeste aller Verbrechen.

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»Da die Krone der Schöpfung der Mensch, die Krone des Menschen der Pfaffe ist, läßt sich von ihm für das Tier am wenigsten erhoffen.

Auch befiehlt, auf der ersten Bibelseite, Gott selber seinen Ebenbildern, zu ›herrschen über die Fische im Meer und die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und alle Tiere des Felds‹. Um gleich abermals zu heischen: ›… und machet sie euch untertan und herrschet …‹ Und dann noch einmal: ›Furcht und Schrecken vor euch über alle Tiere … in eure Hände seien sie gegeben. Alles, was sich regt und lebt, sei eure Speise‹ – zwar ein ›Kulturbefehl‹ angeblich, ›ein Imperativ der Freude und Fröhlichkeit‹, tatsächlich das umfassendste Unterjochungs- und Todesverdikt der Geschichte, infernalischer Auftakt der Deformierung eines Sterns zum Schlachthaus.« Karlheinz Deschner

Deschners essayistische Texte stellen eine bitterböse Analyse ›biblischen Tierschutzes‹ dar. Ihn wundert im Grunde nicht, dass in den von Menschen gemachten ›Viehzüchterreligionen‹ die Rechte von Tieren nur eine Nebenrolle spielen. Selbstkritische Nebenbemerkung: Auch die humanistische Bewegung schenkt den Mitgeschöpfen des Menschen bisher kaum Beachtung.

http://shop.asku-books.com/Karlheinz-Deschner-Fuer-einen-Bissen-Fleisch

 

Gruß Hubert

 

Hooligans stören Trauer in Brüssel   Leave a comment

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Das geht überhaupt nicht, wenn Trauernde von solchen Hooligan-Horden bei ihrer Trauer gestört werden und die sogar noch Streit mit Trauernden suchten. Da fehlt mir jedes Verständnis für so ein unmenschliches und menschenverachtendes Verhalten. Es waren ja sicher auch Angehörige der bei diesem feigen Terroranschlag um Leben gekommenen Opfer dabei. Wenn ich mich da in so einem Angehörigen hineinversetze, der da trauert und da gewalttätige Hooligans daher kommen und nationalistische und fremdenfeindlichen Parolen skandieren. Denen fehlt jeder Respekt vor Trauernden, vor den Toten und Pietät ist solchen Rowdys sowieso ein Fremdwort.
Wenn schon, sollten sie ihre nationalistischen und fremdenfeindlichen Parolen bei anderer Gelegenheit loswerden. Ich bezweifle auch, dass es solchen Hooligans um Politik geht, sondern nur um das Ausleben von Gewalt.

Mehrere Hundert rechtsgerichtete Hooligans haben das Gedenken an die Terroropfer im Stadtzentrum von Brüssel gestört. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Auf der Suche nach Terrorverdächtigen führte die Polizei erneut Razzien durch. Neun Personen wurden festgenommen.

Bei einer Kundgebung für die Opfer der Terroranschläge im Zentrum von Brüssel ist es zu Ausschreitungen gekommen.

Etwa 450 Hooligans störten laut Nachrichtenagentur Belga das Gedenken mit nationalistischen und fremdenfeindlichen Parolen. Einige von ihnen waren vermummt, viele auch alkoholisiert.

Ein Augenzeuge berichtete von „sehr aggressiver“ Stimmung. Die Störer hätten Streit mit den Trauernden gesucht und den Hitlergruß gezeigt. Nach Angaben der Polizei warfen sie brennende Gegenstände auf die Beamten.

Polizisten rückten zur Sicherung des Platzes an und trennten die Hooligans von den übrigen Anwesenden. Es kam zu Rangeleien mit Polizisten, die mit Schlagstöcken, Schildern und Helmen ausgerüstet waren. Die Sicherheitskräfte setzten auch Wasserwerfer ein.

Ein massives Polizeiaufgebot geleitete die Hooligans zurück zum Brüsseler Nordbahnhof. Läden entlang des Weges wurden auf Anordnung der Ordnungskräfte geschlossen. Die Störer wurden mit Zügen nach Mechelen und Antwerpen geschickt. Zehn Verdächtige wurden vorübergehend festgenommen.

Mehrere Hundert Menschen hatten sich auf dem Börsenplatz im Stadtzentrum versammelt trotz der Absage eines Marsches „Gegen die Angst“ aus Sicherheitsgründen.

Premierminister Charles Michel verurteilte das Verhalten der Unruhestifter scharf. „Ich verlange Respekt in einem Augenblick der Trauer für das ganze Land“, erklärte er.

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Hooligans stören Trauer in Brüssel

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Gruß Hubert