Archiv für März 2016

Wie Crystal Meth sich im Establishment festsetzt   Leave a comment

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Ich habe mit diesem Volker Beck von den Grünen ganz bestimmt kein Mitleid. Er war es ja, der seinen muslimischen Freunden das Schächten erlauben will und sich dafür aussprach. Da kannte er auch kein Erbarmen. Jetzt ist es wohl aus mit Moralapostel spielen wollen.

Am Dienstagabend wurde der Grünen-Politiker Volker Beck mit einer illegalen Substanz erwischt. Er hatte laut „Bild“-Zeitung die Wohnung eines von der Polizei überwachten Dealers im Berliner Stadtteil Schöneberg betreten und sie mit 0,6 Gramm Rauschgift wieder verlassen, vermutlich Crystal Meth.

 

Politiker, Gutverdiener, Akademiker: Crystal Meth hat kultivierteste Kreise erobert. Das zeigt nicht erst der Fall Volker Beck. Der Siegeszug der Droge gefährdet nun auch jene, die lange nein sagten.

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Foto: REUTERS  –  Crystal Meth und Drogen-Paraphernalia nach einer Razzia des Berliner LKA
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Tina, Madonna, Mephisto – die Namen klingen vertraut, entweder nach Freundeskreis oder Pop-Kultur und Goethe. Meteorologen könnten sie sich ausgedacht haben, um damit Hochdruckgebiete zu benennen. Doch Tina, Madonna und Mephisto sollen sich nicht einprägen, sie sollen etwas verschleiern, beschönigen.

Unter zahlreichen Schwulen und Partygängern in Deutschlands Großstädten, vornehmlich in Berlin, lösen sie Hochgefühle aus, gespannte Erwartung, ja Glückseligkeit. Man raunt sie sich zu, man fragt nach ihnen in Chat-Foren oder vor der Klo-Tür im Club. Es sind Euphemismen für Drogen, die Feierfreunden zu Höhenflügen verhelfen sollen.

Hinter Madonna verbirgt sich MDMA, Ecstasy. Im Kommen ist Mephisto, eigentlich Mephedron, die Badesalz-Droge. Sie erhöht den Spiegel des Glückshormons Dopamin ähnlich wie Koks. Nur zehnmal stärker. Doch das ist wenig gegen die Wirkung von Tina oder Tante Tina, wie es auch liebevoll heißt: Crystal Meth. Es ramponiert den Konsumenten nicht für ein paar Tage, es zerstört ihn. Schnell.

Crystal Meth ist in die Drogenrepublik Deutschland eingesickert, hat sich in der Jugendsubkultur Sachsens festgesetzt, in der High Society Berlins wie in den schwulen Partyszenen der Großstädte. Es ist Aufputschmittel und Mittel zur Realitätsflucht zugleich.

Wie konnte Beck eine solche Dummheit begehen?

Am Dienstagabend wurde der Grünen-Politiker Volker Beck mit einer illegalen Substanz erwischt. Er hatte laut „Bild“-Zeitung die Wohnung eines von der Polizei überwachten Dealers im Berliner Stadtteil Schöneberg betreten und sie mit 0,6 Gramm Rauschgift wieder verlassen, vermutlich Crystal Meth.

Am folgenden Tag trat er von den meisten seiner politischen Ämter zurück. Nur das Bundestagsmandat will der Politiker, der der lauteste und wichtigste Kämpfer für die Rechte von Schwulen und Lesben ist, behalten. Doch erst einmal hat er sich für vier Wochen krankschreiben lassen.

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Beck ist einer, der ganz oben mitspielte, ein Schwergewicht in der Politik, Dauergast in den Talkshows. Bis 2013 wirkte er als parlamentarischer Geschäftsführer; der Moralapostel und erfolgreiche Streiter war in seiner Partei und auch beim politischen Gegner geschätzt. Warum begeht so jemand eine so himmelschreiende Dummheit?

Wenn einer wie Beck, der so viel zu verlieren hatte, es wagt, höchstselbst in die Wohnung eines polizeibekannten Berliner Dealers zu gehen, dann sind dem Profi offenbar die Maßstäbe verrutscht. „Die Tatsache, dass der Politiker Beck so unvorsichtig ist und persönlich mitten in der Nacht zum Dealer geht, um Stoff zu kaufen, deutet auf einen starken Suchtdruck hin“, sagt Isabella Heuser, Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Berliner Charité. „Dieses Verhalten ist uns aus der Praxis wohlbekannt. Das macht man nur, wenn die Not sehr groß ist.“

Dabei ist Beck nicht der erste Bundestagsabgeordnete, der dem kristallinen Euphoriehammer verfiel. Schon 2013 gestand der SPD-Politiker Michael Hartmann, Crystal gekauft zu haben. Auch er lebt offen schwul. Die Droge ist offensichtlich im Establishment angekommen.

In Heusers Klinik landen viele Patienten, die mit ihrem Drogenkonsum nicht mehr klarkommen und von „Tina“ loskommen wollen. „In Berlin nimmt die Zahl der Menschen zu, die Crystal nehmen. Das sehen wir bei unseren Patienten“, sagt Heuser. Und die User seien hier sehr häufig Leistungsträger, es gehe denen nicht ums Durchfeiern auf Partys. „Ich habe Politiker, Künstler und Geschäftsleute unter meinen Patienten. Sie stammen meist aus anderen Bundesländern und kommen heimlich in die Sprechstunde, um sich helfen zu lassen“, so Heuser.

Drei Gründe, warum Berlin eine Crystal-Hochburg ist

Crystal Meth putscht auf, macht geil, spiegelt Größe vor – der Konsument fühlt sich wie ein Übermensch. Im Dunklen, Verborgenen, in den privaten Wohnungen, auf den Klos der Clubs ist „Tina“ längst etabliert. Dabei lastet Crystal nicht der Ruch von Heroin an, das mit Bahnhofs-Milieu und Drogen-Tod, nach Abhängigkeit und grauenvollem Entzug assoziiert wird.

Gerade für ältere Konsumenten, wozu einer wie Beck mit 55 Jahren zählt, ist das Fehlen des Heroin-Touchs zentral. Crystal ist die härteste Droge der kultiviertesten Kreise, der Akademiker, der Psychologie-Studenten, der gut Verdienenden, der arrivierten Politiker. Crystal schließt das Versprechen ein, für eine gewisse Zeit in jeder Lage körperlich funktionieren zu können. Im Job, im Club und im Bett.

Einen wesentlichen Beitrag zur Verbreitung von Crystal leisten Touristen. Neben Berlin gilt London als die Hochburg der Droge. Doch Berlin hat einige Standort-Vorteile.

Erstens ist die Stadt noch immer billig. Hier gibt es alles günstiger, also auch die Droge.

Zweitens gibt es keine Sperrstunde. Club-Partys können Freitag beginnen und Montag enden. In Großbritannien, den USA oder Australien geht oft vor Tagesanbruch das Putzlicht an.

Drittens hat Berlin den Ruf, die Sex-Hauptstadt Europas zu sein. Und das nicht nur unter Schwulen. Zu kriegen sind die Drogen dort bald an jeder Ecke. So ist Berlin zur Crystal-Zentrale geworden.

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Dauerhaft kann man die Droge in der Regel nicht konsumieren. „Entweder schafft man den Ausstieg, oder man geht mit Crystal unter“, sagt der Buchautor Sebastian Caspar, der 2014 den ersten Crystal-Roman „Zone C“ veröffentlicht hat. „Es gibt kein dauerhaftes, geregeltes Leben mit dieser Droge“, sagt Caspar. „Sie wird dich zerstören, wenn du nicht aufhörst. Ich habe mehrere Freunde an Crystal verloren. Es ist und bleibt ein Teufelszeug.“

Gefährlicher Stoff aus kleinen Hinterhofküchen

Die Wirkung des Teufelszeugs ist gut erforscht. Der Hamburger Arzt Rainer Thomasius leitet das Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters und kennt die Auswirkungen. „Crystal Meth wirkt neurotoxisch, schwächt das Herzkreislaufsystem, kann Herz- und Hirninfarkte bewirken, Psychosen hervorrufen und Auszehrungsprozesse im Körper, wie kariöse Zahnveränderungen, auslösen.“

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Bislang ist die Droge auf einige Regionen begrenzt. Vor allem das Dreiländereck Sachsen, Nordostbayern und Thüringen sowie die Hauptstadt kämpfen gegen die Crystal-Flut. Insgesamt 74 Kilogramm Crystal hat die Polizei bundesweit im Jahre 2014 beschlagnahmt, 2009 waren es nur 7,2 Kilo.

Für die Ermittler ist es schwer, an die Hintermänner der Drogenlabore zu kommen. „Der Stoff wird teilweise in kleinen Hinterhofküchen in Berlin gekocht, die produzieren etwa fünf bis zehn Gramm in der Woche“, sagt Michael Böhl, Ermittler im Berliner LKA und stellvertretender Bundesvorsitzender des Bundes deutscher Kriminalbeamter.

Der wesentliche Teil des Stoffs stamme aber aus Polen oder Tschechien. „In Polen gibt es schon transportable, voll ausgestattete Labors mit Stromaggregaten, die in kleineren Lastwagen durch die Gegend gefahren werden. Das Zeug wird dann im Wald gekocht“, sagt Böhl. „Solche Labore kann die Polizei kaum noch aufspüren.“

Hier weiterlesen:

Wie Crystal Meth sich im Establishment festsetzt

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Gruß Hubert

 

Sterben muss attraktiver werden – sagt Olaf Schubert   Leave a comment

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Olaf Schubert @ Lustiger Auftritt

 

 

Es braucht eine Erlebnis-Bestatteria. Dass man die Leute so ein bisschen an die Hand nimmt und sagt: wer nicht kommt wird abgeholt.

 

Gruß Hubert

Schwimmen bis zur Verzweiflung   2 comments

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Tierversuche müssen abgeschafft werden, da sie ethisch nicht vertretbar sind und den medizinischen Fortschritt behindern. Die Kampagne zielt auf einen besonders grausamen Teilbereich der Tierversuche ab, für den ein gesetzliches Verbot mit etwas politischem Willen realistisch umsetzbar ist.

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Die Perversität und Grausamkeit ist nicht zu überbieten.

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Grausamste Tierversuche – die Spitze des Eisbergs

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In der EU müssen seit 2012 beantragte Tierversuche in Schweregrade eingeteilt werden. Es gibt zur Auswahl: keine Belastung, gering, mittel und schwer. 
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Die von der EU vorgelegte Liste, was unter Schweregrad „schwer“ fällt, liest sich wie ein Horrorkabinett: 

Schwimmen bis zur Erschöpfung, um Depression zu simulieren („forcierter Schwimmtest“)
Elektroschocks, denen das Tier nicht entkommen kann („erlernte Hilflosigkeit“)
Tod durch Vergiftung
Wirksamkeitstests von Impfstoffen
• Bestrahlung mit Todesfolge
• Tod durch Abstoßungsreaktion von Transplantaten
• Knochentumore, metastasierende Tumore und fortschreitende, tödliche Tumore
• Knochenbrüche
Versagen mehrerer Organe
• Xenotransplantation (Organtransplantation von einer Tierart auf eine andere)
• Anzüchten von mit schwerem Leid verbundenen genetischen Störungen, z.B. Huntington Krankheit
• längere Einzelhaltung von Primaten oder Hunden
• Immobilisierung zur Herbeiführung von Magengeschwüren oder Herzversagen
Dabei müssen die Experimentatoren die Einteilung in Schweregrade für ihre Versuche selbst vornehmen. Eine häufige Zu-niedrig-Einstufung ist wahrscheinlich. Eine Analyse von 51 Tierversuchsanträgen aus Bayern ergab, dass Zweidrittel der Forscher die Leiden der Tiere zu niedrig einstufte, kein einziger zu hoch.
Und dabei hat die EU eine ganze Reihe von extrem grausamen, aber üblichen Tierversuchen gar nicht in der Liste aufgeführt:
• Infektion (oft mit bis zu 100% Sterberate)
• Entzündungen mit Todesfolge
• Wasser- oder Futterentzug
• künstlich ausgelöster Schlaganfall
• Herzinfarkt/Herzversagen am wachen Tier
• Hirnversuche an u.a. Affen, Katzen und Mäusen
Das heißt, die Liste der besonders schweren Tierversuche ist nur die Spitze des Eisbergs.
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EU verbietet, Deutschland nicht

 
 

Richtlinie EU/2010/63: 

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„Aus ethischer Sicht sollte es eine Obergrenze für Schmerzen, Leiden und Ängste geben, die in wissenschaftlichen Verfahren nicht überschritten werden darf. Hierzu sollte die Durchführung von Verfahren, die voraussichtlich länger andauernde und nicht zu lindernde starke Schmerzen, schwere Leiden oder Ängste auslösen, untersagt werden.“

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Die EU verbietet diese Spitze des Eisbergs, erlaubt den Mitgliedstaaten aber Ausnahmen. Und genau das hat die Bundesregierung bei der Neufassung des Tierschutzgesetzes getan: Sie hat auf Druck der Tierversuchslobby von der Ausnahme Gebrauch gemacht und auch die allerschlimmsten Tierversuche erlaubt.
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Verbot umsetzen! JETZT!

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Wir wollen, dass Deutschland das von der EU ermöglichte Verbot der Schweregrad „schwer“ Tierversuche umsetzt und gesetzlich verbietet. Juristisch ist das nicht nur möglich, sondern sogar geboten, denn der Tierschutz ist im Grundgesetz verankert und kann die ebenfalls grundgesetzlich verbriefte Forschungsfreiheit einschränken.
Online-Petition unterschreiben >>
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Schwimmen bis zur Verzweiflung

Gruß Hubert

Anders Behring Breivik beklagt sich über seine Haftbedingungen   Leave a comment

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Breivik hat 77 Menschen getötet und hat hunderten Menschen unendliches Leid zugefügt. Er fordert von dem Land, dessen Werte er verachtet, ein besseres Leben ein. Die Isolationshaft die Breibik beklagt soll ihn von Mitinsassen schützen. Das verstehe ich auch, da werden schon andere Kategorien von Häftlingen in Gefägnissen von Mitinsassen verfolgt… man kann sich dann erst vorstellen bei einem Massenmörder.
Im Gefängnis stehen ihm 3 Räume und ein kleiner Innenhof zur Verfügung. Er darf Zeitungen lesen, Fernseh schauen und hat eine Spielekonsole (was spielt er damit: Nazispiele?). Breivik will klagen, dass bei ihm Menschenrechte verletzt werden. Für die Hinterbliebenen der Opfer ist das nur schwer zu ertragen und empfinden das als Provokation. Auch ein Massenmörder hat ein Beschwerderecht
Breivik empfindet Haft als „Folter“. Und was sind die ausgelöschten Menschenleben und das Leid der Angehörigen für ihn? Die Haftbedingungen sind mehr als ausreichend und er kann froh sein in einem Land wie Norwegen verurteilt worden zu sein.
Ich kann nur staunen über so eine Unverschämtheit und Frechheit.
Unfassbar wohin Rassenwahn und Fremdenhass einen Mensch führen kann. Kaum sind ihm im Gerichtssaal die Handschellen abgenommen, erhebt er seine Hand zum Hitlergruß.

 

Warum sich Anders Breivik schlecht behandelt fühlt

Anders Breivik beklagt sich über Kopfschmerzen und die Untersuchung seiner Körperöffnungen. Dabei sind seine Haftbedingungen nicht so schlecht – es gibt sogar einen Pfefferkuchenhaus-Wettbewerb.

Von , Skien
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Verletzen die Haftbedingungen die Menschenrechte des verurteilten Rechtsextremen? Die Isolationshaft schade seiner psychischen Gesundheit, klagt Anders Breivik in einem Gerichtsverfahren. Quelle: Die Welt

http://www.welt.de/politik/ausland/article153333934/Warum-sich-Anders-Breivik-schlecht-behandelt-fuehlt.html

Breivik will Mitgefühl – von einem Land, das er verachtet

Schon die nüchterne Zusammenfassung seines Vorhabens verschlägt einem den Atem. Dieser Mensch, der absichtlich, planvoll und mit Freude vor allem Jugendliche auf Utøya erschossen hat, nur weil sie der von ihm verhassten Arbeiterpartei angehörten, beruft sich auf so grundlegende Fundamente wie die Menschenrechte? Der Mann, der sein Leben nicht auf die Reihe bekam und der mit seinen Mordtaten der freiheitlichen Gesellschaft ihre Verwundbarkeit vorführte, beschwert sich über einen Mangel an Zivilisation und Mitgefühl, die ihm Norwegen schulden würde? Breivik, so verrückt es klingt, fordert von dem Land, dessen Werte er verachtet, ein besseres Leben ein.

http://www.welt.de/politik/ausland/article153289501/Breivik-stellt-den-Rechtsstaat-auf-die-haerteste-Probe.html

 

Massenmörder Breivik klagt über kalten Kaffee

[…]
Seine Situation sei vergleichbar mit der von Nelson Mandela, der in Südafrika auf der Insel Robben Island ebenfalls als „politischer Gefangener“ festgehalten worden sei.

[…]
Zu seiner Ideologie gibt er an, sich von einem „Antidschihadisten“ zu einem „friedvollen Nationalsozialisten“ gewandelt zu haben, der nunmehr auf Gewalt verzichte. „Ich bin Nationalsozialist, seit ich zwölf Jahre alt war“, so der Kläger. „Ich habe diese Botschaft in einer antidschihadistische Kleidung verpackt.“

Seine Taten seien eine politisch motivierte Aktion gewesen, und seine Behandlung nach dem 22. Juli empfinde er als „Rache“ für die Anschläge. Unter anderem führt er an, dass er „Fertiggerichte“ serviert bekäme, manchmal sogar das gleiche Gericht zwei Tage hintereinander. „Alle, die in Oslo-West wohnen, wissen, dass dieser Umstand schlimmer als Waterboarding ist“, meinte Breivik.

http://www.welt.de/politik/ausland/article153359873/Massenmoerder-Breivik-klagt-ueber-kalten-Kaffee.html

 

[…]

„Wir mussten dafür sorgen, dass Breivik überlebt“

In der Abteilung G für besonders gefährliche Gefangene säßen mehrere Häftlinge ein, die viel isolierter seien als Breivik und nur eine Zelle zur Verfügung hätten, erklärt der Anstaltsleiter weiter. Breivik stünden immerhin drei Räume zur Verfügung. „Es gibt Gefangene, die tatsächlich Schäden durch die Haft erleiden, und das ist nicht hinnehmbar“, so Bjarkeid. Breivik gehöre aber nicht dazu. „Wir kümmern uns hier um den Falschen“, so der Direktor. In der Abteilung G sitzen laut Bjarkeid 30 bis 40 Häftlinge ein, die zu den gefährlichsten und unberechenbarsten Kriminellen des Landes gehören.

„Arbeit war unter seiner Würde“

Eine angebliche Isolation könne er auch nicht erkennen, da Breivik von sich aus Besuch absage. „Er wollte den Besuchsdienst des Roten Kreuzes nicht empfangen, weil er meinte, die Organisation stehe mit der norwegischen Regierung in Verbindung“, sagte Bjarkeid. „Wir haben ihm auch die Möglichkeit gegeben, im Gefängnis zu arbeiten, aber das war unter seiner Würde.“

http://www.welt.de/politik/ausland/article153414382/Wir-mussten-dafuer-sorgen-dass-Breivik-ueberlebt.html

 

Schön sieht er wirklich nicht aus. Der Hochsicherheitsknast von Skien, zwei Autostunden südlich von Oslo gelegen, umringt eine sieben Meter hohe Betonmauer. Überall starren Kameras auf die Außenwelt, Besucher kommen nur durch eine Sicherheitsschleuse in die graue Festung. Hier, in der „Abteilung mit besonders hoher Sicherheit“, wird Anders Behring Breivik eingesperrt. Er hat drei Zimmer mit insgesamt 31 Quadratmetern zur Verfügung, einen Heimtrainer und eine Playstation.

Das verstoße gegen seine Menschenrechte, meint Breivik – und verklagt den Staat Norwegen, der ihm diese Haftbedingungen angedeihen lässt. Am ersten Tag des Prozesses lieferten sich Kläger und Beklagte gleich einen ersten Schlagabtausch. Und es sieht so aus, als habe es Breivik sogar besser im Knast, als man dachte.

In der zum Gerichtssaal umfunktionierten Turnhalle des Gefängnisses sitzen 55 Journalisten, darunter 15 aus dem Ausland, dazu einige Psychiater und leitende Beamte aus dem Strafvollzug. Sieben bewaffnete Polizisten passen auf, dass der Kläger nichts Unüberlegtes tut. Das Verfahren wird per Videoübertragung nach Oslo ins Gericht gesendet, wo ebenfalls Journalisten und einige Hinterbliebene von Opfern von Breiviks Bluttaten zusehen. Breivik hat 2011 77 Menschen bei einem Bombenanschlag in Oslo und bei einem Amoklauf auf der Insel Utøya getötet.

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Anders Behring Breivik beim Hitlergruß, der in Norwegen nicht illegal ist

Breivik beginnt den Tag mit einem Hitlergruß. Nachdem ihm die Polizisten die Handschellen abgenommen haben, reckt er den rechten Arm sekundenlang hoch, die Kameras klicken erwartungsgemäß, die ersten Bilder landen wenige Minuten später auf den Nachrichtenseiten. Niemand greift ein, kein Raunen ist zu hören. Das ist ein ziviles Verfahren und das Hochrecken des Armes ist, anders als in Deutschland, in Norwegen nicht strafbar. Man erduldet es also.

Breiviks Gesicht ist kantiger geworden, die Augen sind tiefer in die Höhlen gerutscht. Er hat sich die Haare abrasiert und sieht trotz des schwarzen Anzuges tatsächlich wie ein klassischer Skinhead-Nazi aus.

Anwalt Øystein Storrvik stellt zu Beginn fest, dass das Verfahren sehr wichtig für Breivik sei, da es Auswirkungen für sein Leben im Gefängnis habe. Und da wird er lange sein: Der Massenmörder wurde 2012 zu mindestens 21 Jahren Sicherungsverwahrung verurteilt, die theoretisch bis zum Lebensende verlängert werden kann.

Den Massenmörder plagt ein Kopfschmerz

Viel kann Storrvik aber nicht mehr auf den Tisch legen. Er bezweifelt, dass sein Mandant immer noch so gefährlich sei, wie die Justizbehörden behaupteten. Durch die strenge Haft könne er ohnehin keine Straftaten verüben.

Breivik werde schlecht behandelt, behauptet der Anwalt. Mehr als 800 Ganzkörperuntersuchungen inklusive aller Körperöffnungen habe er über sich ergehen lassen müssen, so Storrvik. Das hätten auch weibliche Aufseherinnen übernehmen müssen, da nicht immer genug Männer auf seiner Station gewesen seien.

Außerdem sei er isoliert und habe eine Art „Isolationskopfschmerz“ entwickelt, so Storrvik. Dieser sei mit normalen Schmerzmitteln nicht zu bekämpfen. Besucher trennt eine Glasscheibe von Breivik, nur einmal durfte er für fünf Minuten seine Mutter umarmen, die damals kurz vor dem Tode stand.

Nach dem zweistündigen Vortrag, in dem Storrvik vor allem die Rechtslage erörterte und auf die Europäische Menschenrechtskonvention (EMK) einging, die er verletzt sieht, ergreift Marcus Embeland das Wort. Zusammen mit seiner Kollegin Adele Matheson Mestad vertritt er das Königreich Norwegen – und die beiden haben eine Fülle von Dokumenten, Vermerken und Notizen zusammengetragen, in denen Breiviks Leben im Knast lückenlos dokumentiert wird.

Genüsslich nimmt Embeland die Kritik, der Rechtsstaat lasse sich vorführen, in seinem Vortrag auf. „Der Kläger nimmt das Zivilklagerecht gegen den Staat in Anspruch. Ich begrüße es, dass er die Mittel des Rechtsstaat nutzt, um seine Sache prüfen zu lassen“, so Embeland. „Das sehe ich als einen Sieg der Gesellschaft an, die der Kläger angegriffen hat.“

Der Prozessbevollmächtigte legt wenig überraschend dar, dass der Staat keine Verletzung des Artikels 3 oder 8 der EMK erkennen kann. „Zuerst einmal ist eine Freiheitsstrafe nicht in sich selbst unmenschlich.“ Das habe der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte auch klargestellt. „Eine Strafe soll wehtun“, so der Anwalt. „Es ist ungemütlich und es soll sehr ungemütlich sein, eine lange Haftstrafe abzusitzen“, so Embeland.

Breivik beim Pfefferkuchenhaus-Wettbewerb

Nicht nur Breiviks Taten würden seine Gefährlichkeit belegen, auch sein Manuskript sei eine Handlungsanweisung für Nachahmungstäter. Es gebe ein hohes Fluchtrisiko; auch sei vorstellbar, dass der Kläger im Gefängnis Geiseln nehmen würde. „Breivik ist einfach ein sehr gefährlicher Mann. Das ist der Hintergrund für sein strenges Haftregime.“

Breivik erhielt auch konkrete Angebote, um sich die Zeit zu vertreiben. Er hätte Schach spielen können oder Uni-Hockey, aber das lehnte er per Brief ab: Er sei „überhaupt nicht interessiert an diesen Aktivitäten“, liest Embeland aus Breiviks Schreiben vor. Am liebsten hätte er eine Spielekonsole, und die bekam er auch. Besuchsangebote vom Roten Kreuz lehnte er ab.

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Die höfliche Bitte, den Hitlergruß zu unterlassen

Die Anwältin sagt, dass Breivik immer noch hohes Ansehen im rechtsextremen Milieu genieße. Durch das Bilden von Netzwerken könne er durchaus auch aus der Zelle heraus gefährlich wirken. Breivik erhält Briefe, in denen Anhänger ihn loben: „Die Explosion im Regierungsviertel war super“, schrieb einer. „Wärest du doch noch früher nach Utøya gekommen“, heißt es in einem anderen Brief. Deutsche Rechtsextremisten feiern ihn in russischen sozialen Medien, wie die norwegische Polizei herausgefunden hat. Wie groß die Zahl der Unterstützer wirklich ist, weiß aber niemand zu sagen.

Breivik selbst wird sich am Mittwoch drei Stunden lang äußern dürfen. Sein Anwalt hat ihm geraten, dass mit dem Hitlergruß sein zu lassen. „Das macht man nicht vor einem norwegischen Gericht“, sagt er. Auch Richterin Helen Sekulic bittet ihn am Ende der Verhandlung, es zu lassen. „Warum?“, fragt Breivik. „Das ist doch ein alter Gruß, den Ihre Vorväter schon ausgeübt haben.“

„Ich würde es trotzdem zu schätzen wissen, wenn Sie das lassen würden.“

„Einverstanden, ich werde es versuchen“, sagt Breivik.

 

Anders Behring Breivik beklagt sich über seine Haftbedingungen

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Gruß Hubert

 

 

Ostern – Auferstehung – Tod für „Osterlämmer“   Leave a comment

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An den EKD-Präsident Herr Präsident Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm und Herrn Dr. Goldenstein

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bedford-Strohm,
sehr geehrter Herr Dr. Goldenstein,

uns graut es heute schon vor Ostern! Warum fragen Sie? Weil in diesen Tagen schon das Markieren der sogenannten Osterlämmer beginnt. Wenige Wochen nach ihrer Geburt sollen diese Tierchen ihrer Mutter entrissen werden, um einem anachronistischen Osterbrauch nach zu einem fragwürdigen Gaumenkitzel degradiert zu werden.

Massenhafte Tötungen für ein christliches Fest der Liebe und des Lebens? Das verträgt sich in unseren Augen überhaupt nicht! Sollte es nicht vielmehr möglich sein, in einem Land, in dem Fleisch ohnehin zur billigen Massenware verkommen ist und deshalb zu Lasten von Tierwohl und Umwelt täglich auf den meisten Tischen zu finden ist, gerade an solchen Feiertagen mal darauf zu verzichten?

Leider ist diesbezüglich seitens der Kirche aber nur wenig hinsichtlich dieser Problematik zu vernehmen. Nach unserer Auffassung würde es aber zu den originären Aufgaben der Kirche gehören, die Stimme auch für unsere Mitgeschöpfe zu erheben. Rund 10 Mio Mitbürger sind deshalb zu Vegetariern geworden und lehnen es ab, leidens- und empfindungsfähige Lebewesen zu konsumieren.

Bitte tragen Sie den Gefühlen dieser immer größer werdenden Bevölkerungsgruppe Rechnung und rufen zur Abkehr vom „traditionellen“ Lammbraten zu Ostern auf. Lämmer gehören auf die Weide! Sie sind das Sinnbild der Lebensfreude – erhalten Sie das bitte soweit wie möglich. Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen aus dem Wendland

Karl-Heinz Greve, 29459 Clenze-Quartzau

Frances Süsses Cats und weitere Unterzeichner/innen

Petition

https://www.change.org/p/jetzt-die-osterl%C3%A4mmer-retten-ostern?recruiter=38844791&utm_campaign=signature_receipt_twitter_dialog&utm_medium=twitter&utm_source=share_petition

 

Bemerkung:

Man kann es nicht mal erwarten bis das Schaf älter ist. Nein, man will in egoistischer Weise ein ganz junges Tier, da ist das Fleisch ja besonders zart. Ein Christ sagte zu mir einmal, dazu sind sie ja da (zum fressen). Da sage ich dann lieber kein Wort mehr und wende mich von solchen Menschen ab.

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Da es heute bei den meisten Jüngeren viel Unwissen über Christentum und christliche Bräuche gibt, möchte ich hier einige Erklärungen dazu geben, warum so viele Christen gedankenlos Lamm zu Ostern essen und warum das ein christlicher Brauch ist.

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An Ostern wird in Deutschland traditionell Lamm gegessen. Aber warum?

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Vorausschicke ich, dass die Seite KEINE Vegetarier-Seite ist, wie man aus dem Link unten erkennen kann (wildfleisch-online-bestellen).

Es ist wohl sehr wahrscheinlich eine Jäger- oder von diesen gesponserte Seite. Aber die Erklärungen wurden ja aus einem Heiligenlexikon entnommen und sind gut.

Das ökumenische Heiligenlexikon erklärt, warum Christen seit jeher Lamm an Ostern verspeisen: “Das Lamm – oder eine junge Ziege – ist Symbol der Wehrlosigkeit gegen wilde Tiere, den Scherer und den Schlächter, es ist das klassische Opfertier im Alten Testament. Auch Jesus Christus wird als Lamm bezeichnet: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt (Johannesevangelium 1, 29). Im christlichen Altertum legte man Lammfleisch unter den Altar. Es wurde geweiht und am Auferstehungstag als erste Speise verzehrt. ” (Zitat). Damit sollten sich die Gläubigen zum Fest der Auferstehung an die Leiden Jesu – das Lamm Gottes – erinnern. “Jesus gilt als vollkommenes und endgültiges Opfer Gottes für die Sünde des Menschen.” (Zitat)

“Das Osterlamm steht somit im christlichen Glauben für Reinheit und Unschuld und erinnert unter anderem an den Tod Jesu Christi, der als Lamm Gottes ohne Schuld für die Menschen am Kreuz gestorben ist. Außerdem steht das Jungtier für neues Leben und ist damit gleichzeitig ein Symbol für die Wiederauferstehung Christi, der an Ostern gedacht wird. Schließlich handelte es sich im frühen Christentum auch um ein Opfertier, dass man zur Messe an Ostern weihen ließ, um es anschließend als erste Mahlzeit nach der langen Fastenzeit zu verspeisen.” (Zitat) So erklärt sich, warum die Tradition an Ostern Lamm zu essen, so sehr in unserer Kultur verankert ist.

http://www.wildfleisch-online-bestellen.de/wir-lieben-wildfleisch/ostern-lamm-essen/

Hier noch zum guten Appetit (Bild ganz unten auf der obigen Seite)

Wir wünschen viel Freude mit dem Lamm– und Ziegenfleisch von http://www.wildfleisch-online-bestellen.de und wünschen Ihnen schöne Ostern. (Man sieht hier eindeutig, dass es von einer Jägerseite stammen muss).
Das Foto stammt von der Seite:
http://www.schulbilder.org/bild-ostern-jesus-mit-dem-lamm-i25550.html

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Focus:

Osterlamm: Das Sinnbild für den Opfertod Jesu entstand aus dem Ritual der Juden, zum Passahfest in Gedenken an Gott ein Lamm zu schlachten. Im Christentum wurde das Osterlamm symbolisch zum „Lamm Gottes“. Johannes der Täufer weist auf Jesus mit den Worten: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt“. Lammfleisch gilt deshalb als traditionelle Osterspeise.

http://www.focus.de/panorama/welt/brauchtum-traditionen-zu-ostern-lamm-hase-feuer-und-ei_aid_732577.html

 

Aus dem Heiligenlexikon:

Das Lamm – oder eine junge Ziege – ist Symbol der Wehrlosigkeit gegen wilde Tiere, den Scherer und den Schlächter, es ist das klassische Opfertier im Altes Testament. Auch Jesus Christus wird als Lamm bezeichnet: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt (Johannesevangelium 1, 29). Im christlichen Altertum legte man Lammfleisch unter den Altar. Es wurde geweiht und am Auferstehungstag als erste Speise verzehrt.

Im 12. Jahrhundert wurden erstmals nachweislich Eier geweiht. Eier gelten seit jeher als Fruchtbarkeitssymbol; im Mittelalter waren sie als Zahlungsmittel bedeutend. Sie wurden zum Symbol der Auferstehung Christi, weil seine Auferstehung aus dem Grab dem Schlüpfen der Küken aus der Schale verglichen wurde.

Neben Eiern wurden bald auch Schinken, Milchprodukte und Brot zur Weihe gebracht. Man wollte die lange Fastenzeit mit dem Verzehr der geweihten Speisen würdig beenden.

(Anmerkung: Das nennen sie würdig beenden).

https://www.heiligenlexikon.de/Kalender/Ostern.html

(Das erinnert ja auch an den muslimischen Ramadan, die schlemmen ja auch nach ihrer Fastenzeit).

Es gibt also außer dem Osterlamm auch noch Schinken von der sogenannten Weihe (wird am Ostersamstag oder am Ostersonntag nach der Messe vom Priester „geweiht“). Christen können ja nie genug vom Fleisch bekommen, besonders an hohen Feiertagen, wie auch zu Weihnachten.

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Gruß Hubert

 

 

Zu Treffen mit seinem Retter schwimmt Pinguin jährlich 5000 Kilometer   Leave a comment

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Man sieht wie wenig wir Menschen wissen, was in Tieren vorgeht, wenn man liest, dass ein Magellan-Pinguin 5.000 Kilometer jährlich zu seinem Retter schwimmt. Aber vor allem Christen in ihrem Glauben, dass der Mensch das Wichtigste auf der Welt sei, sich selbst gar in unvergleichlicher Hybris für die Krone der Schöpfung halten, können und wollen sich auch nicht in ein Tier hineinversetzen. Es fehlt ihnen jede Empathie dazu. Höchst egoistisch haben sie nur ihr eigenes Heil im Kopf, weil sie glauben, sie könnten dann ewig leben. Jedenfalls ist noch wenig erforscht welche Gefühle Tiere haben. Zu so einer Freundschaft sind wohl sehr wenige Menschen fähig.
Hier aber zu der erfreulichen Geschichte. Tiere sind wirklich oft eine Wohltat und Balsam für die Seele, wenn man sich das Verhalten so einiger Menschen ansieht. Man kann sich da regelrecht wieder erholen. Tiere beschämen uns Menschen immer wieder. Man muss nur diesem Mann und dem Pinguin zuschauen – wenn man Augen dafür hat. Manche Menschen haben ja nur ausschließlich ihr eigenes Wohl im Sinn, alles andere interessiert sie nicht.

 

Ein Pinguin aus Patagonien (Südamerika) ist im Laufe von vier Jahren etwa 5.000 Kilometer jährlich geschwommen, um eine Zeitlang mit seinem Retter Joao Pereira de Souza zu verbringen, wie die Zeitung The Independent berichtet.

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Loyal penguin travels thousands of miles to meet his rescuer

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2011 hatte der Mann dem in Rio de Janeiro ans Ufer geworfenen, mit Öl bedeckten und bereits im Sterben liegenden Pinguin geholfen. Er nannte den Vogel Dindim. „Ich liebe Pinguine, wie eigene Kinder, und glaube, dass sie mich auch mögen. Dindim erlaubt keinem anderen Menschen, außer mir, sich anzufassen. Er legt sich auf meine Knie, ich kann ihn baden, füttern und auf den Arm nehmen“, zitiert die Zeitung Pereira de Souza.

Dem Mann zufolge bleibt der Magellan-Pinguin von Juni bis Februar bei ihm, bis er sein Gefieder erneuert hat. Dann würde er verschwinden, jedes Jahr aber zurückkehren.

„Ich habe noch nie so etwas gesehen. Ich glaube, der Vogel hält Pereira für ein Mitglied seiner Familie, und vielleicht gar für einen Pinguin, wie er selbst. Wenn er Joao sieht, wedelt er mit dem Schwanz wie ein Hund und schreit vor Freude“, so der Biologe Joao Paulo Krajewski.

Magellan-Pinguine werden bis zu 25 Jahre alt. Sie kommen im Süden Südamerikas vor. Ihren wissenschaftlichen Namen erhielt die Art wegen ihrer Häufigkeit an den Küsten der „Terra Magellanica“, die etwa dem Gebiet von Patagonien entspricht. Einzelne Vögel kommen auch in Rio de Janeiro und in Südperu vor.

Zu Treffen mit seinem Retter schwimmt Pinguin jährlich 5000 Kilometer

 

Patagonian Penguin Finds Second Home in Brazil


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Gruß Hubert

Josemaria Escriva und sein „Werk Gottes“   1 comment

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Es ist schon interessant und sagt über die katholische Kirche viel aus welche Gestalten sie selig oder später auch heilig sprechen, so wie bei diesem Josemaria Escriva (genauer: Josemaria Escriva de Balaguer) aus Spanien. Dieser gründete das Opus dei (Werk Gottes), welches alles daran setzt im Geheimen zu arbeiten und danach trachtet in wichtige Positionen einzudringen, zum Beispiel in die Wirtschaft. Die Selbstgeißelungen des Bußgürtelfetischisten Josemaria Escriva,  die er an sich ausübte und auch anderen Mitgliedern von Opus dei anordnete, neben der Unterwerfungssucht, zeigen auf eine stark deformierte Psyche hin. Da hätte ein Psychotherapeut wohl eine ewige Beschäftigung gefunden. Aber auch kranke Persönlichkeiten können großen „Erfolg“ haben.

Der Aussteiger Klaus Steigleder sagt über das Opus dei: Das Opus dei ist ein straff organisierter Geheimbund erzkonservativer Fanatiker, die weltweit Schlüsselpositionen in Staat und Gesellschaft besetzen. Oft wird das Opus dei auch die Katholische Mafia genannt.

 

„Gesegnet sei der Schmerz“

Josemaria Escriva und sein „Werk Gottes“

 

Josemaria Escriva de Balguer y Albas wurde am 9.1.1902 in Baebastro (Spanien) geboren. Er wuchs unter ärmlichen Verhältnissen und dem prägenden Einfluss einer streng gläubigen Mutter auf. Schon in frühen Jahren war der kleine Escriva überzeugt, von Gott zu einer besonderen Mission ausgewählt zu sein. 1920 trat er in das Königliche Priesterseminar San Carlos in Saragossa ein, wo seine Kommilitonen ihn u.a. wegen seiner ausgeprägten Leidenschaft für Selbstgeißelungen arg hänselten. Escriva ließ sich jedoch von seinem Weg nicht abbringen und wurde 1925 zum Priester geweiht. Drei Jahre später – um exakt zu sein: am 2. Oktober 1928 – geschah dann (zumindest der Legende nach) etwas Ungeheuerliches. Escriva saß gerade in seiner kleinen Kammer im Wohnheim des heiligen Vinzenz von Paul und dachte über die Worte des Bartimäus nach: „Herr, mach, dass ich sehe!“ (1) Da – so formulierte es zumindest ein halbes Jahrhundert später die Postulation für die Seligsprechung Escrivas – „gefiel es Gott, ihn zu erleuchten: er sah das Opus Dei, wie der Herr es wollte und wie es im Laufe der Jahrhunderte sein würde.“ (2)

Derart inspiriert begann Escriva „Apostel“ um sich zu scharen. In den ersten Jahren wuchs das Opus Dei allerdings nur spärlich, man lebte, predigte, geißelte sich meist in schäbigen Unterkünften, die Beichte musste Escriva mitunter sogar in der Küche abnehmen. Aber es kam noch schlimmer: Im spanischen Bürgerkrieg musste der junge Ordensgründer kurzerhand untertauchen. Er versteckte sich in einer psychiatrischen Klinik und spielte dort fünf Monate lang den Geisteskranken (der er in gewisser Hinsicht sicherlich auch war.)

Erst unter der Diktatur Francos konnte Escriva sein Imperium aufbauen. Dank geschickter Verhandlungen mit der Römischen Kurie gelang es Escriva, dem Opus Dei einen neuen Rechtsstatus zu verschaffen. Das nun unter dem Begriff „Säkularinstitut“ firmierende „Werk Gottes“ unterstand direkt dem Papst, war also der Kontrolle der örtlichen Bischöfe entzogen. Escriva versprach Pius XII. im Gegenzug „ein Corps kalter Krieger bereitzustellen, die in zentralen wirtschaftlichen Bereichen und Ministerien in der gesamten freien Welt diskret den Einfluss der katholischen Kirche machen könnten.“ (3)

Aufgrund seiner radikal antiliberalen und antikommunstischen Ausrichtung fand Escrivas Orden in den folgenden Jahren einflussreiche Bündnisgenossen (u.a. die CIA). Die finanziellen Ressourcen wurden unterdessen immer üppiger. Escriva konnte Niederlassungen in mehr als achtzig Ländern der Welt gründen. Als der „ehrwürdige Vater“, wie Escriva in Opus Dei-Kreisen genannt wurde, 1975 in Rom starb, hinterließ er eine kampfstarke Eliteorganisation, die Führungspositionen innerhalb wie außerhalb der katholischen Kirche innehatte. Unter Papst Johannes Paul II gelang es dem Nachfolger Escrivas, Alvaro del Portillo, den Einfluß des Opus Dei noch weiter auszubauen. Heute kann kaum eine kirchliche Entscheidung getroffen werden, ohne dass das Opus Dei in die Planungen mit einbezogen wird.

Escrivas Hauptwerk „Der Weg“: Die ideologische Grundlage des Opus Dei

Wenden wir uns nun den vermeintlich „göttlich inspirierten“ Worten Escrivas zu, für dessen schnelle Seligsprechung 1992 sich immerhin 69 Kardinäle und nahezu 1300 Bischöfe (mehr als ein Drittel des Weltepiskopates!) in Briefen an den Papst ausdrücklich eingesetzt haben.

In seinem Hauptwerk, der millionenfach aufgelegten Schrift „Der Weg“ (4) legt Escriva in exakt 999 Punkten seine „Lebensordnungsprinzipien“ dar, die zur „Heiligung des Alltags“ führen sollen. Herauszuheben sind hier vor allem:

1. das unaufhebbare Prinzip des blinden Gehorsams gegenüber den geistlichen Leitern, die den Willen Gottes repräsentieren:

„Gehorcht, wie ein Werkzeug in der Hand des Künstlers gehorcht, das nicht danach fragt, warum es dies oder jenes tut. Seid überzeugt, daß man euch nie etwas auftragen wird, das nicht gut ist und nicht zur Ehre Gottes gereicht.“ (Spruch Nr. 617)

„Hierarchie. – Jeder Teil an seinem Platz. – Was würde aus einem Bilde von Velazquez, wenn jede Farbe ihren Platz verließe, wenn sich jeder Faden aus der Leinwand löste, wenn jedes Holzstück des Rahmens sich vom anderen trennte.“ (Nr. 624)

„Gehorchen … sicherer Weg. Den Vorgesetzten mit rückhaltlosem Vertrauen gehorchen…, Weg der Heiligkeit. Gehorchen in deinem Apostulat…, der einzige Weg; denn in einem Werk Gottes muß dies der Weg sein: daß man gehorcht oder geht.“; (Nr. 941)

2. das Prinzip der Abtötung/Buße und Demut als Mittelpunkt des persönlichen Heilsplans:

„Wenn du dich nicht abtötest, wirst du nie ein Mensch des Gebetes.“ (Nr. 172)

„Wo keine Abtötung, da keine Tugend.“ (Nr. 180)

„Wir wollen in dem armen gegenwärtigen Leben den Leidenskelch bis zum letzten Tropfen leeren. – Was bedeuten zehn, zwanzig oder fünfzig Jahre Leid…, wenn dann die Herrlichkeit kommt, für immer, für immer…, für immer?“ (Nr. 182)

„Ich nenne dir die wahren Schätze des Menschen auf dieser Erde, damit du sie dir nicht entgehen läßt: Hunger, Durst, Hitze, Kälte, Schmerz, Schande, Armut, Einsamkeit, Verrat, Verleumdung, Gefängnis.“ (Nr. 194)

„Wenn das Weizenkorn nicht stirbt, bleibt es ohne Frucht. – Möchtest Du nicht Weizenkorn sein, durch Abtötung sterben und volle Ähren hervorbringen? – Jesus segne dein Feld.“; (Nr. 199)

3. die mit dem Prinzip der Abtötung zusammenhängende radikale Körper- und Lustfeindlichkeit sowie die Glorifizierung des Schmerzes:

„Gesegnet sei der Schmerz. – Geliebt sei der Schmerz. – Geheiligt sei der Schmerz … Verherrlicht sei der Schmerz!“ (Nr. 208)

„Sage deinem Leib: Lieber will ich mir einen Sklaven halten als selber dein Sklave sein.“ (Nr. 214)

„Dein größter Feind bist du selbst.“ (Nr. 225)

„Behandle deinen Körper sorglich; aber schone ihn nicht mehr, als es einem verräterischen Feind zusteht.“ (Nr. 226)

„Wenn du begriffen hast, daß der Leib dein Feind und Feind der Verherrlichung Gottes ist, weil er deine Heiligung bedroht, warum faßt Du ihn dann so weich an?“; (Nr. 227)

4. das trotz aller Demütigkeit vorfindbare Elitedenken:

„Dutzendmensch werden? Du … zum großen Haufen gehören, der du zur Führung geboren bist?! Bei uns haben Laue keinen Platz. Sei demütig, und Christus wird aufs neue in dir die Glut seiner Liebe entfachen.“; (Nr. 16)

5. die Forderung nach ständiger „Gewissenserforschung“:

„Gewissenserforschung. – Eine tägliche Arbeit. Wer ein Geschäft betreibt, vernachlässigt die Buchführung nicht. Gibt es ein wichtigeres ‘Geschäft’ als das Geschäft des ewigen Lebens?“ (Nr. 235)

„Prüfe dich, ruhig und mit Mut. – Ist es nicht so, daß deine schlechte Laune und deine Traurigkeit, die grundlos, scheinbar grundlos sind, aus deiner mangelnden Entschlossenheit herrühren, die feinen aber ganz ‘konkreten’ Schlingen zu zerreißen, die deine Begehrlichkeit dir – mit raffinierten Entschuldigungen – gelegt hat.“; (Nr. 237)

6. der als unaufkündbar verstandene, apostolische Auftrag, „Menschen zu gewinnen“:

„Menschen gewinnen. – das ist das sichere Zeichen echten Eifers.“ (Nr. 793)

„Klein ist deine Liebe, wenn du nicht alle Menschen retten willst. – Und arm ist deine Liebe, wenn du nicht aus tiefer Seele wünschst, andere Apostel mit deiner Verrücktheit anzustecken.“ (Nr. 796)

„Die Welt hallt noch wider von dem göttlichen Ruf: ‘Feuer auf die Erde zu werfen, bin ich gekommen, und wie wünschte ich, daß es schon brenne.’ – Und du siehst doch: fast überall ist es erloschen… Willst Du dich nicht aufmachen, den Brand überall auszubreiten?“; (Nr. 801)

7. als Grundlage von allem: der unerschütterliche, weil nicht argumentativ angreifbare Glaube an die christliche, genauer: katholische „Heilsbotschaft“:

„Mit welchem infamen Scharfsinn argumentiert Satan gegen unseren katholischen Glauben! Aber sagen wir uns stets, ohne uns auf Diskussionen einzulassen: Ich bin ein Sohn der Kirche.“ (Nr. 576)

Escrivas Hauptwerk – man muss es so hart formulieren – strotzt nur so vor Banalität und blinder Autoritätsfixierung. Aber gerade hierin scheint sein immenser Erfolg begründet zu sein. In einer von Unsicherheiten und Unübersichtlichkeiten gezeichneten Welt entfaltet das Opus Dei nach Meinung vieler Beobachter seine Attraktivität vor allem durch „klare, einfache, unkomplizierte Leitlinien in der Spiritualität, der Theologie, der Schrift“. (5)

(Anmerkung: genau so eine Anziehungskraft hat auch der Islam auf simple Gemüter, nämlich durch einfache unkomplizierte Leitlinien).

Um auch jeden letzten Zweifel, jede kleinste Spur von Unstimmigkeit und Unsicherheit zu vermeiden, entwickelte Escriva ein bis ins letzte Detail durchkalkuliertes Regelwerk. Hierzu meinte der prominente Opus Dei-Aussteiger Vladimir Felzmann: „Der Gründer gab nicht nur grobe Umrisse oder Prinzipien vor – wie es etwa Jesus Christus tat -, die dann in der lebendigen Kirche verändert werden können. Vielmehr kodifizierte er seine gesamte Lehre soweit wie möglich. Ich denke besonders an die praktischen Anweisungen, die eine minutiöse talmudähnliche Vorschrift sind, die alles enthält. Das wird bewahrt. Man kann daran nichts verändern.“ (6)

Zensur und Abtötung: Leben in den Fängen des „Octopus Dei“

Die für Escriva charakteristische antipluralistische Denkhaltung zeigt sich insbesondere in der Konzeption des sogenannten „Lebensplans“, den die sogenannten „NumerarierInnen“ (Vollmitglieder des Opus Dei) sklavisch einzuhalten haben. Im „Lebensplan“ wird der gesamte Tagesablauf eines Opus Dei-Mitglieds nahezu auf die Minute genau festgelegt: z.B. wann aufgestanden, gefrühstückt, der Bußgurt angelegt, gebetet, gegeißelt, gelernt wird. Eine Theorie/Praxis-Differenz ist im Opus Dei nicht festzustellen. Die Vorstellungen Escrivas, die für die Gläubigen den Willen Gottes repräsentieren, werden peinlich genau in die Praxis umgesetzt. Die Opus Dei-Pädagogik setzt hier auf ein „lebenslanges Lernen“ von Demut, Gehorsam, Abtötung.

Dieser Lernprozeß beginnt meist bereits im Alter von 14 Jahren. Die offizielle Aufnahme ins Opus Dei erfolgt zwar erst mit 17 Jahren, zuvor hat der/die KandidatIn jedoch meist eine dreijährige Eingliederungszeit als „AspirantIn“ hinter sich. Auf die „anfängliche Formung“ der vierzehn- bis siebzehnjährigen Jugendlichen legt das Opus Dei besonderen Wert. In diversen Jugendclubs und auf Jugendfahrten werden geeignete Jugendliche gezielt angelockt und durch geschickte Manipulierungstechniken langsam auf den von Escriva vorgezeichneten Weg gebracht. (7) Ist der/die AspirantIn dann ordentliches Mitglied, wird es in speziellen Schulungen und durch die täglichen Unterweisungen von Seiten der Zentrumsleiter weiter im Sinne der Opus Dei-Ideologie geformt.

Das Eindringen von Pluralismus, Meinungsvielfalt wird durch eine strenge Zensur verhindert. Hierzu heißt es in der internen Schrift „Vademecum für die örtlichen Räte“: „Konkret darf man ohne die notwendige Erlaubnis nicht lesen: die Bücher, die von der zuständigen kirchlichen Behörde ausdrücklich verworfen sind; die Bücher und Artikel von nicht-katholischen Autoren, die ausdrücklich religiöse Themen behandeln, es sei denn, sie enthalten mit Gewißheit nichts gegen Glaube oder Sitten; die Schriften, die im Widerspruch zum Glauben und zu den Sitten stehen; die Bücher, denen die kirchliche Approbation fehlt, und die diese nach dem Kirchenrecht … benötigen würden; die Werke von Autoren marxistischer Ausrichtung, wobei zu beachten ist, daß der Einfluß dieser Ideologie sich auf vielen kulturellen und wissenschaftlichen Gebieten zeigt; die Bücher, die zwar nicht ausgesprochen antikatholisch, häretisch, unmoralisch usw., aber doch zweideutig und verwirrend (und darum gefährlich) im Hinblick auf Glauben und Moral sind.“ (8)

Doch selbstverständlich bergen nicht nur Bücher eine Gefahr für die Einheit von Glauben und Moral, auch in persönlichen Briefen können sich Passagen einschleichen, die für Verwirrung sorgen könnten. Darum greift die Opus Dei-Führung auch in diesem Falle liebevoll zensierend ein: „Leute, die dem Werk erst kurz angehören, sind dankbar, wenn die Mitglieder des Örtlichen Rats die Lektüre der an sie gerichteten Briefe wohlwollend übernehmen – dies gehört zur Aufgabe der Formung -, denn so können sie ihnen Orientierung, Hilfestellung und den geeigneten geistlichen oder apostolischen Rat geben.“ (9)

Widerspruch gegen die Zensurregelungen ist freilich nicht erlaubt, Kritik im höchsten Maße angstbesetzt, denn – wie der Opus Dei-Aussteiger Klaus Steigleder betont: „Zu der Ausbildung des Opus Dei gehört neben vielem anderen die Vermittlung großer Angst vor ewiger Verdammnis und Hölle. […] Wer … den sicheren Weg des Gehorsams im Opus Dei, wer seine Berufung verläßt, begibt sich in eine große Gefährdung, in die Gefahr ewiger Verdammnis. Er gibt einen sicheren Weg auf und beginnt höchst unsichere und heikle Wege zu beschreiten.“(10)

Folge: Opus Dei – AnhängerInnen sind in der Regel in erschreckendem Maße intolerant, autoritätshörig, unkritisch und fanatisch missionarisch. Darüber hinaus sind sie sexuell hochgradig gehemmt, was kaum verwunderlich ist, müssen sie doch für jedes individuelle Glück – im wahrsten Sinne des Wortes – „Höllenängste“ durchstehen. (11)

Damit das Opus Dei-Mitglied nicht vom sicheren Wege abkommt, wird es nicht nur angehalten, ständig sein Gewissen zu erforschen, es wird auch von seinen GlaubensgenossInnen überprüft und kontrolliert. Für außerhalb der Vereinigung stehende Menschen sind Opus Dei-Mitglieder nur insoweit offen, als sie möglicherweise zukünftige Apostel der Organisation sein könnten, denn Opus Dei zielt stets darauf ab, „Menschen zu gewinnen“. Hierzu heißt es in einer internen Schrift: „Wir haben den großen Ehrgeiz, die Institutionen der Völker, der Wissenschaft, Kultur, Zivilisation, Politik, Kunst und sozialen Beziehungen zu heiligen und zu christianisieren. Alles sollte christlich sein als ein kollektiver gesellschaftlicher Ausdruck des Glaubens des Menschen und als ein Werkzeug, Seelen zu retten, sie in ihrem Glauben zu erhalten und zu Gott zu führen“ (12)

Der selige, Hitler- und Franco-freundliche Escriva ließ selbst keinen Zweifel daran, daß im Notfalle auch „heiliger Zwang“ eingesetzt werden müsse, falls es mit der freiwilligen Christianisierung einmal nicht so richtig klappen sollte: „Um ein irdisches Leben zu retten, wendet man unter dem Beifall aller jede mögliche Gewalt an, um den Menschen vom Selbstmord zurückzuhalten. – Sollen wir nicht den gleichen Zwang anwenden, den heiligen Zwang, um das Leben vieler zu retten, die idiotischerweise unbedingt den Selbstmord ihrer Seele verüben wollen.“(13)

Dass das Opus Dei, die „katholische Mafia“ (Mettner), die Rede vom heiligen Zwang durchaus ernst meint, hat es nicht nur durch die aktive Teilnahme an der Franco-Diktatur bewiesen. In der Gegenwart versucht das „Werk Gottes“ durch geschickte, personalstrategische und wirtschaftliche Manöver die bereits erreichten Machtpotentiale auszubauen. Es ist weiterhin auf dem Weg nach oben und – wer weiß? – vielleicht tritt bald ein, was nach Angabe Felzmanns, führende Opus Dei-Leute heute offen formulieren: „In 20, 30 Jahren wird das einzige, was von der Kirche bleibt, Opus Dei sein. Die ganze Kirche wird Opus Dei sein. Denn wir haben den klaren, sicheren, orthodoxen Blick in bezug auf alles. Der Gründer ist ja von Gott erwählt worden, die Kirche zu retten. Deshalb ist Gott mit uns.“ (14)

Fazit

Den Sachverständigen der Kongregation für Heiligsprechungen zufolge steht Escriva „in der Geschichte der Spiritualität auf einer Stufe mit den legendären Größen“. (15) Wohl wahr. Wer sonst in der katholischen Kirche pflegte solch intimen Kontakt mit Diktatoren, Waffenschiebern und Ausbeutern? Wer sonst konnte ein streng nach Rom blickendes, autoritäres Führersystem innerhalb solch kurzer Zeit aufbauen? Zweifellos: Josemaria Escriva, der fromme Bußgürtelfetischist, der sich nicht nur mit Inbrunst blutig geißelte, sondern auch der geplagten katholischen Kirche immer wieder mit Millionenbeträgen aushalf, ist in der Tat ein leuchtendes Vorbild – für alle jenseitsblinden Diesseitsverächter und katholischen Folterknechte. Kurzum: ein würdiger Heiliger in spe. Ein Mann, dessen durchschlagender Erfolg bestens die Inhumanität jener „allein seligmachenden“ Kirche belegt, die sich selbst als einzigartigen „Rückhalt der Liebe in unserer Welt“ stilisiert. Ein Mann zudem, dessen Lebensgeschichte eindrucksvoll den Wahrheitsgehalt jenes Satzes bestätigt, den man mit Karlheinz Deschner gerne den würdevollen Heiligsprechungskonkregationen entgegen schleudern würde:

„Je größer der Dachschaden, desto schöner der Aufblick zum Himmel.“

 

Josemaria Escriva und sein “Werk Gottes”

(Unter: Die Seligen)

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Hier noch einige Details über den Bußgürtel, der der körperlichen Abtötung dienen soll, erklärt von Klaus Steigleder, einem Aussteiger von Opus dei, aus dem „Spiegel“.

Recht früh erfuhr ich von einer „körperlichen Abtötung“ als „Gewohnheit“ des Opus Dei, dem „Sleeping“: Ein Numerariermitglied schläft jede Woche eine Nacht auf dem Fußboden seines Schlafzimmers, sofern dieser nicht aus Stein ist. Dies gilt aber nur für Numerarier, die in einem Haus des Opus Dei zusammenwohnen; wohnt ein Mitglied noch bei seinen Eltern, soll und darf es das „Sleeping“ nicht vornehmen, da die Gefahr besteht, daß die Eltern jemanden dabei „ertappen“ und sich wundern könnten.

Relativ spät hingegen erfuhr ich durch einen Priester des Opus Dei von der „Gewohnheit“, täglich einen „Bußgürtel“ zu tragen und wöchentlich sich zu geißeln. Ich war völlig überrascht und sagte ihm, daß ich gar nicht wisse, was man sich unter einem „Bußgürtel“ vorzustellen habe. Der Priester meinte, mein Leiter habe mir das wohl zu erklären versäumt.

Aus einem Schrank holte er ein kettenartiges, dreireihiges und vielgliedriges Metallband, das aus einem starken Draht gefertigt war und nach der „Innenseite“ hin zahlreiche Spitzen hatte. An einem Ende des Metallbandes war eine Schnur befestigt. Der Priester erklärte mir, daß man den „Bußgürtel“ mit den Spitzen nach innen um den Oberschenkel lege, die beiden Enden mittels der Schnur zusammenziehe, bis der Gürtel fest sitzt, und dann verknote. Der „Bußgürtel“ werde täglich zwei Stunden getragen, Sonn- und Feiertage ausgenommen. Die Geißel sei aus Schnüren mit Knoten gefertigt und werde einmal in der Woche benützt, indem man sich damit für die Dauer eines „Credo“, eines „Salve Regina“ oder eines anderen Gebetes auf das blanke Hinterteil schlage.

[…]

Das Tragen des „Bußgürtels“ ist äußerst schmerzhaft, vor allem beim Sitzen. Die Metallspitzen graben sich tief in die Haut ein und hinterlassen als Spuren kleine rote Punkte. Mehr noch schmerzt der Gebrauch der Bußgeißel. So schmerzhaft es auch war, sich selbst zu geißeln, als weitaus unangenehmer und qualvoller empfand ich es, das durchdringende Knallen zu hören, wenn ein anderer sich mit der Geißel schlug – was ich, als ich in Bonn im „Studienzentrum“ der Vereinigung wohnte, häufig erleben mußte.

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http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14020034.html

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sanjosemaria011

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Gruß Hubert