Archiv für 10. April 2016

Der moderate Islam ist irrelevant   Leave a comment

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Wenn nur 15 bis 25 Prozent der Muslime radikal sind, ist das schon eine riesengroße Zahl bei 1,2 Milliarden Muslime. Davon geht eine große Gefahr aus, denn diese radikalen Muslime streben die Weltherrschaft an und wollen alle aus dem Weg räumen, die sich ihnen widersetzen. Diese lehnen auch die Demokratie ab und wollen die Scharia einführen.

 

Islam ist nicht gleich Islamismus, nicht jeder Muslim ist ein Terrorist, die große Mehrheit der Muslime ist friedlich und lehnt Gewaltanwendung ab. So lauten immer wieder die Einwände, wenn der Islam kritisiert wird. „Der Islam“? „Den Islam“ gibt es natürlich auch nicht. Geschenkt. Aber was folgt daraus? 

Ein Kommentar von Nicolaus Fest in der Bildzeitung vom 27.7.2014 „Islam als Integrationshindernis“ schlägt einige Wellen, siehe hier, hier und hier. Da er – typisch für Bild-Kommentare – kurz und einfach geschrieben ist, zitiere ich ihn hier vollständig:

Ich bin ein religionsfreundlicher Atheist. Ich glaube an keinen Gott, aber Christentum, Judentum oder Buddhismus stören mich auch nicht.

Nur der Islam stört mich immer mehr. Mich stört die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen mit muslimischem Hintergrund. Mich stört die totschlagbereite Verachtung des Islam für Frauen und Homosexuelle.

Mich stören Zwangsheiraten, „Friedensrichter“, „Ehrenmorde“.

Und antisemitische Pogrome stören mich mehr, als halbwegs zivilisierte Worte hergeben.

Nun frage ich mich: Ist Religion ein Integrationshindernis? Mein Eindruck: nicht immer. Aber beim Islam wohl ja. Das sollte man bei Asyl und Zuwanderung ausdrücklich berücksichtigen!

Ich brauche keinen importierten Rassismus, und wofür der Islam sonst noch steht, brauche ich auch nicht.

Was ist hier passiert? Jemand hat öffentlich kund getan, dass er den Islam nicht mag, dass ihn einige Aspekte am Islam stören. Darunter auch Aspekte, die eigentlich jeden stören müssten: Zwangsheirat, „Friedensrichter“, „Ehrenmorde“. Offensichtlich aber ist das bereits ehrenrührig, denn Volker Beck fordert eine Entschuldigung. Ja, der Volker Beck, der als bekennender Schwuler unter der Scharia wohl sehr schnell am Baukran baumeln würde. Die Antwort von Nicolaus Fest auf Twitter:

Die besten Witze schreibt das Leben eben selbst. Beck soll auch gesagt haben, dass Bild mit dem Kommentar die Glaubwürdigkeit für ihre Initiative gegen Judenhass verspiele. Das Gegenteil ist der Fall. Offenbar leugnet Beck immer noch die Tatsache, dass der Judenhass, der in den letzten Wochen auf unseren Straßen explodierte, in vorderster Front ein importierter islamistischer Judenhass ist. Dadurch, dass Fest als einer von wenigen den Finger in die Wunde legt, indem er explizit den importierten islamischen Faschismus und Judenhass anprangert, gibt er dieser Kampagne gegen Judenhass erst Profil, hebt er sie aus der seichten Entrüstungsrhetorik heraus. Es ist eine verstörende Blamage für die deutsche Presselandschaft, dass solch ein Vorgehen inzwischen Mut erfordert. Blamabel auch, dass ein derart harmloser Artikel einen Shitstorm auslöst. Aber ist der Shitstorm nicht so etwas wie die neue Währung im Journalismus?

Offensichtlich ist es inzwischen auch justiziabel, den Islam nicht zu mögen, denn schon soll eine Strafanzeige von einem SPD-Politiker unterwegs sein. Dabei ist ein Kommentar definitionsgemäß eine Meinung, und Herr Fest hat nun einmal keine gute Meinung vom Islam. Soll er sich jetzt wirklich für seine Meinung entschuldigen, gar vor Gericht verantworten müssen? Volksverhetzend sei die Äußerung dieser Meinung, heißt es. Im Ernst? Ein paar Tage, nachdem ein islamofaschistischer Mob „Juden ins Gas!“ skandierend durch deutsche Städte zog, ist ein kurzer Kommentar in der Bild, der darauf zaghaft reagiert, Volksverhetzung?

christian-wulff-der-islam-gehort-zu-deutschland

Natürlich werfen ihm alle vor, er habe nicht ausreichend differenziert. Er habe zu allgemein von „dem Islam“ geschrieben, und daher alle Muslime in einen Topf geworfen. Denn „den Islam“ gibt es ja nicht, zumindest dann nicht, wenn er kritisiert wird. Als damals der Interims-Bundespräsident sagte, „der Islam gehört zu Deutschland“, gab es diesen Protest nicht. Aber auch wenn es „den Islam“ nicht gibt, heißt das wohl kaum, dass es keinen Islam gibt. Es gibt Spielarten, Strömungen des Islam. Einige von ihnen sind in westliche freiheitliche demokratische und pluralistische Gesellschaften integrierbar, andere weniger und wieder andere gar nicht.

Im Übrigen ist es reichlich komisch, einem Kommentar in der Bild-Zeitung im Ernst mangelnde Differenzierung und Pauschalisierung vorzuwerfen. Aber es stimmt: Herr Fest hätte seinen Text auf einfache Weise entschärfen und auf breite Zustimmung hoffen können, wenn er etwas differenzierter und weniger pauschal formuliert hätte:

Ich bin ein religionsfreundlicher Atheist. Ich glaube an keinen Gott, aber Christentum, Judentum oder Buddhismus stören mich auch nicht.

Nur [einzelne Strömungen des Islam] stör[en] mich immer mehr. Mich stört die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen [, die bestimmten Strömungen des Islam anhängen]. Mich stört die totschlagbereite Verachtung [einzelner Strömungen des Islam] für Frauen und Homosexuelle.

Mich stören Zwangsheiraten, „Friedensrichter“, „Ehrenmorde“.

Und antisemitische Pogrome stören mich mehr, als halbwegs zivilisierte Worte hergeben.

Nun frage ich mich: Ist Religion ein Integrationshindernis? Mein Eindruck: nicht immer. Aber [bei einzelnen Strömungen des Islam] wohl ja. Das sollte man bei Asyl und Zuwanderung ausdrücklich berücksichtigen!

Ich brauche keinen importierten Rassismus, und wofür [einzelne Strömungen des Islam] sonst noch steh[en], brauche ich auch nicht.

So würde aus einem Text, der viel Stoff für Kontroversen bietet, ein absolut unstrittiges Statement, dem wohl niemand widersprechen würde, auch der Chef von Bild nicht. Aber so hat Kai Diekmann seinen Autor Fest in einem Kommentar abgewatscht, ohne ihn namentlich zu nennen. Natürlich weist er dabei auf die „überwältigende friedliche Mehrheit“ der Muslime hin:

„Wer eine Religion pauschal ablehnt, der stellt sich gegen Millionen und Milliarden Menschen, die in überwältigender Mehrheit friedlich leben.“

Ja, wir freuen uns alle, dass Muslime „friedlich“ leben, aber ist das schon die Antwort auf die Frage nach der Integrierbarkeit? Dazu erschien vor einiger Zeit ein Videodokument, dass allen Optimisten in dieser Frage zu denken geben sollte. Es war der Auftritt eines Imams auf einer islamischen „Friedenskonferenz“ in Oslo 2013.

[…]

Unbestreitbar gibt es viele Muslime, die Geschlechtertrennung und die Scharia ablehnen, vielleicht stellen sie sogar eine große Mehrheit. Es würde uns allen helfen, sie zu erkennen und anzuerkennen, würden sie sich öfter zu Wort melden, würden sie gegen islamistischen Terror, gegen ISIS, gegen Boko Haram, gegen Hamas demonstrieren. Wenn sie das nicht tun, sind sie irrelevant.

brigitte_gabriel

Das war die Quintessenz einer kurzen, aber fulminanten Rede der US-amerikanischen islamkritischen Journalistin Brigitte Gabriel. Sie antwortete bei einer Podiumsdiskussion auf die Frage, warum sie die große Mehrheit der friedlichen Muslime ignoriere: Die große, überwältigende Mehrheit der friedliebenden Menschen – nicht nur der Muslime – sei irrelevant. Es seien immer nur die Radikalen, die terrorisieren, morden und massakrieren.

Hier weiterlesen:

Der moderate Islam ist irrelevant

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Gruß Hubert