Archiv für 16. April 2016

Widerstand in der CDU gegen Anhebung des Rentenniveaus   1 comment

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Ich kann das nur skandalös nennen, wenn es in einem wirtschaftlich so starken Land wie Deutschland so niedere Renten gibt, wovon jeder Zweite kaum überleben kann und auf staatliche Zuwendung angewiesen ist. Wie kann sich da also massiver Widerstand in der CDU regen gegen Forderungen nach einem höheren Rentenniveau? Aber die CDU ist eben eine Wirtschaftspartei, die den kleinen Leuten eben vormacht, sie wäre auch für sie da. Und diese…, um es milde zu sagen, Gutgläubigen, glauben es ihnen auch noch. Scheinbar lassen sich Deutsche viel zu viel gefallen. Und wo bleiben da Gewerkschaften usw. Man tut so als ob das ein unabänderliches Schicksal wäre?

Mich kann es nur wundern, dass man in Deutschland da so still hält. Aber wehe wenn der Benzin um einen Cent steigt… Ich kann wieder mal nur den Kopf schütteln.

Derzeit liegt das Rentenniveau – also das Verhältnis von Standardrente zu Durchschnittseinkommen – nur noch bei gut 47 Prozent. Es soll bis 2030 schrittweise auf 43 Prozent sinken. Dies hatte im Jahr 2004 die damalige rot-grüne Bundesregierung beschlossen. Man kann das nur einen großen Verrat nennen und sie sollten sich bodenlos schämen.

In Österreich erhalten Rentner bei gleicher Arbeitszeit bedeutend mehr Rente und auch in Italien.

Hier ein Auszug aus der FAZ
In Deutschland sind Arbeitnehmer durch die gesetzliche Rente weit weniger gut abgesichert als in Österreich. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

So erhielten etwa langjährig versicherte Männer, die 2013 in Deutschland neu in Rente gingen, eine monatliche Altersrente von im Schnitt 1050 Euro. In Österreich kam ein vergleichbarer Neurentner dagegen auf 1560 Euro – bei 14 Auszahlungen pro Jahr.

[…]
Ein sogenannter „Standardrentner“ könne laut OECD-Projektion in Österreich von einem Netto-Rentenniveau von 91,6 Prozent ausgehen, in Deutschland seien es nur 50 Prozent. Damit liegt Deutschland unter den OECD-Staaten am unteren Rand.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/vorsorgen-fuer-das-alter/nachrichten/deutsche-rentner-sind-schlecht-abgesichert-14014324.html

Welche ein unfassbarer und gravierender Unterschied zwischen Deutschland und Österreich! Ich kann das nur als Schande für Deutschland bezeichnen.

Tagesschau.de

Den Lebensabend in Ruhe und Wohlstand verbringen – das war einmal. Denn die gesetzliche Rente reicht bei den meisten Deutschen gerade für das Nötigste. Laut WDR-Berechnungen droht 2030 fast jedem zweiten Neurentner die Altersarmut.

Renten auf Grundsicherungs-Niveau

Sie alle eint: die Aussicht auf einen finanziell düsteren Lebensabend. Und sie stehen nicht alleine da. Ab 2030 droht aus heutiger Sicht jedem zweiten Neurentner in Deutschland eine Rente vom Staat, die über die Grundsicherung nicht hinausgeht.

Dass die gesetzliche Rente nicht mehr für den gewohnten Lebensstandard reichen wird, war klar. Aber Recherchen und Berechnungen des WDR zufolge wird sie fast 50 Prozent der Arbeitnehmer möglicherweise nicht einmal mehr vor Armut schützen. Entscheidender Grund dafür ist das schon seit langem sinkende Niveau der gesetzlichen Rente. Von 2030 an soll es auf bis zu 43,5 Prozent des Durchschnittslohns der gesamten Lebensarbeitszeit fallen.

http://www.tagesschau.de/inland/altersarmut-101.html

In der CDU formiert sich massiver Widerstand gegen Forderungen nach einem höheren Rentenniveau. „Für die allmähliche Senkung des Rentenniveaus gab und gibt es gute Gründe“, sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber dem „Spiegel“. Präsidiumsmitglied Jens Spahn sagte: „Die Rente mit 63 und die Mütterrente waren schon ziemlich teuer.“ Wer jetzt das Rentenniveau anheben wolle, „bekommt kurzfristig Applaus, verschärft aber die Probleme massiv. Das wird dann richtig teuer.“

Auch CDU-Wirtschaftspolitiker warnten vor einer Anhebung des Rentenniveaus. Ein weiteres „großes Rentengeschenk in dieser Legislaturperiode passt überhaupt nicht in die Zeit, verlagert immer größere Lasten auf die nächste Generation“, sagte der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, der „Bild“-Zeitung vom Samstag. „Wir brauchen stattdessen ein Paket für mehr Wettbewerbsfähigkeit und neue Arbeitsplätze.“

Die SPD-Linke schraubte dagegen die Erwartungen an eine Rentenreform in die Höhe. „Wir müssen das Rentenniveau dauerhaft bei über 50 Prozent stabilisieren“, sagte der Chef der Parlamentarischen Linken in der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, der „Passauer Neuen Presse“ vom Samstag. „Wer sein Leben lang hart gearbeitet hat, darf im Alter nicht von Armut bedroht sein.“

Zuletzt hatte es sowohl von CSU-Chef Horst Seehofer als auch aus der SPD Vorstöße zur Sicherung der Altersvorsorge gegeben. Derzeit liegt das Rentenniveau – also das Verhältnis von Standardrente zu Durchschnittseinkommen – nur noch bei gut 47 Prozent. Es soll bis 2030 schrittweise auf 43 Prozent sinken. Dies hatte im Jahr 2004 die damalige rot-grüne Bundesregierung beschlossen.

https://de.nachrichten.yahoo.com/widerstand-cdu-gegen-anhebung-rentenniveaus-100736243.html

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Gruß Hubert