Archiv für 20. Mai 2016

EU und Tierschutz   Leave a comment

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Schon allein wegen der  von der EU geförderten Massen-Tötungsmaschinerie, die nicht nur menschen- und tierverachtend ist, sondern faire, ökologische und regionale Lebensmittelerzeugung systematisch zerstört, müsste man aus der EU austreten.

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Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT

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Gründe aus dieser Warte für den EU-Austritt Österreichs nach dem erfolgreichen Volksbegehren (VB) vom Juli 2015 mit 261.056 behördlich bestätigten Unterschriften von Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT,  zur Sitzung des Verfassungsausschusses zum VB am 26.1.2016

 

Sogenannter „Tierschutz“ in der EU:

 

Seit 30 Jahren werden auf EU-Ebene Bestimmungen erlassen, die unter dem Begriff „Tierschutz“ eingeordnet werden. So z.B. auch im Lissabonner Vertrag, wo sich sowohl die Union als auch die Mitgliedstaaten – auf dem Papier – zum Prinzip verpflichten, daß „dem Wohlergehen der Tiere als fühlende Wesen“ Rechnung getragen wird (Art. 13 AEUV). Diese Regelungen dienten bislang  jedoch v.a. dem einen Zweck, in ganz Europa möglichst gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen und den freien Handel mit Tieren und tierischen Produkten sicherzustellen.

Denn die EU ist in ihrer Struktur eine reine Wirtschaftsorganisation. Deshalb beziehen sich die meisten „Tierschutz“ -Regelungen auch auf die landwirtschaftliche Tierhaltung oder Tiertransporte:

 

Lebende Tiere  werden so wie Kartoffeln als „Agrarprodukte“ definiert. Die EU-Richtlinien schreiben lediglich Mindestanforderungen vor, dabei geht es aber in erster Linie nicht um die Tiere, sondern v.a. darum, wie man den Züchtern und Händlern das Geschäft mit Tieren vereinfachen kann. Um „Tierschutz“ geht  es lediglich insofern, als man – zur Verhinderung von Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der EU – erreichen will, daß durch noch mehr Tierausbeutung in einem Mitgliedsland noch billiger produziert werden kann. Von wirklich tiergerechten Bedingungen sind diese Richtlinien jedoch meilenweit entfernt.

 

Nach wie vor ist der Umgang mit Tieren in zahlreichen EU-Mitgliedsstaaten, vor allem in den süd- und osteuropäischen Ländern, grausam und unvertretbar. Massentötungen, Tierquälerei (wie an Streunern in Rumänien) und katastrophale Zustände bei der Nutztierhaltung stehen in vielen EU-Mitgliedsstaaten auch 2016 immer noch an der Tagesordnung. Bei den Tiertransporten fehlen weiterhin strenge Reglementierungen, auch der illegale Import, vor allem von Hundewelpen aus den Oststaaten, aber z.B. auch von bei uns verbotener Gänsestopfleber, ist durch die offenen Grenzen außer Kontrolle geraten. Billigeier aus – inzwischen in der EU zwar verbotenen, aber immer noch im großen Stil verwendeten – Batteriehaltungen in Südostasien werden von den Lebensmittel-Großkonzernen in den europäischen Raum importiert und hier vor allem zur Herstellung von Fertigprodukten (Nudeln, Backwaren, etc.) verwendet.

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Das EU-weite Geschäft mit dem Fleisch:

 

Die EU ist – gemeinsam mit den USA – durch die von ihr massiv geförderte Agrar- und Tierausbeutungsindustrie Hauptverursacher schrecklichen Tierleids, verantwortlich für massiven Einsatz von Pharmazeutika und damit verbundenen Antibiotika-Resistenzen, großflächige Umweltschäden, Seuchen und regelmäßige Fleischskandale – die Fakten rund um die industrielle Massentierhaltung in der EU liegen auf dem Tisch. Die Fleisch-Produzenten fetten ihre Gewinne mittels großzügiger staatlicher Subventionen auf, Kosten für verursachte Umweltschäden werden allerdings auf die Steuerzahler abgewälzt.

Das Wachstumswunder Fleischindustrie ist überhaupt nur möglich, weil Fleisch von der EU-Politik mit Förderungen künstlich verbilligt wird. Statt im Interesse der Allgemeinheit Qualität zu fördern, werden in erster Linie Massenproduktion und somit Billigst-„Lebensmittel“ unterstützt. So flossen allein im Jahr 2014 in der EU 60 Milliarden Euro (!) an Subventionen in die Landwirtschaft bzw. Agrarindustrie, das waren über 40 Prozent des gesamten EU-Haushaltes. Dazu zählten etwa auch milliardenschwere EU-Beihilfen in Form von sogenannten Flächenzahlungen und für die Bereitstellung von Verkehrsinfrastruktur, sowie Förderungen für den Futtermittelhandel. Die EU fördert Investitionen in noch größere Ställe mit bis zu 50 Prozent, während Bauern mit wenig Vieh leer ausgehen, und immer mehr der sog. “Kleinbauern” endgültig zusperren müssen. Die Initiatoren des EU-Austritts-VB fordern daher eine eigenständige, umwelt- und tierschutzgerechte Agrarpolitik ohne Gentechnik, Massentierhaltung, tagelanger internationaler Tiertransporte und Megatonnen importierter Futtermittel aus Drittweltländern, wo auch  kleine und mittlere Betriebe mit Bezug zu ihren Tieren wieder eine Chance zum Überleben haben.

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Aktuelle Beispiele zu „EU und Tierschutz“:

Mega-Schlachthöfe mit EU-Steuergeldern:

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430.000 Hühner werden täglich (wöchentlich 2,5 Mio. und jährlich 135 Mio.!) im niedersächsischen Wietze geschlachtet! Europas größter Schlachthof für Geflügel wurde mit 6,5 Millionen Euro aus Steuergeldern subventioniert! Das ist nur ein weiteres Beispiel für die Art von subventionierter Agrarindustrie und Massen-Tötungsmaschinerie, die nicht nur menschen- und tierverachtend ist, sondern faire, ökologische und regionale Lebensmittelerzeugung systematisch zerstört!

Quelle: animal-spirit.at

Hier weiterlesen:

http://www.animal-spirit.at/fileadmin/user_upload/startseite/EU_TS__Kurzfassung_0116_1.pdf

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Gruß Hubert

 

 

Küken: Pech gehabt wenn männliches Geschlecht   Leave a comment

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Männlichen Küken werden gleich nach der Geburt – also nach dem Schlüpfen, geschreddert. Tolle Werte hat die Wertegemeinschaft!

„…Küken nach dem Schlüpfen zu töten, verstößt nicht gegen das Tierschutzgesetz“. Ein schöner Rechtsstaat ist das. Hauptsache für die Wirtschaft passt es.

Im Namen der Tiere schäme ich mich oft ein Mensch zu sein. Man müsste vielen Wirtschaftsleuten das Maul mit Geld vollstopfen, dass sie daran ersticken. Die Hühnerbarone sollten auch geschreddert werden.

2017 sollten laut Landwirtschaftsminister eine Infrarottechnik eingesetzt werden um die männlichen Küken zu erkennen und gar nicht erst schlüpfen zu lassen. Laut Bericht vom ZDF soll das aber teuer sein. Dann bin ich mir sicher, dass auch das nicht schnell kommen wird. Da vergehen noch viele Jahre bis diese grausame Praxis ein Ende hat.

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Küken dürfen per Gerichtsentscheid auch weiterhin massenhaft getötet werden.(Foto: dpa)
Freitag, 20. Mai 2016
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Urteil vom Oberverwaltungsgericht. Kükenschreddern bleibt erlaubt

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Tierschützer protestieren seit Langem gegen die umstrittene Praxis: Doch das Oberverwaltungsgericht in Münster sieht im Töten von männlichen Küken keinen Gesetzesverstoß.

Die umstrittene Praxis, männliche Küken nach dem Schlüpfen zu töten, verstößt nicht gegen das Tierschutzgesetz. Das hat das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden. Damit setzten sich zwei Brütereien auch in zweiter Instanz mit einer Klage gegen ein behördliches Verbot der Kükentötung in Nordrhein-Westfalen durch. (Az. 20 A 488/15 und 20 A 530/15)

Hintergrund der seit geraumer Zeit praktizierten Kükentötung ist, dass die Agrarindustrie für männliche Nachkommen der Legehuhnrassen keine Verwendung hat – sie legen weder Eier noch setzen sie gut Fleisch an. Bundesweit wurden im Jahr 2012 etwa 45 Millionen männliche Küken direkt nach dem Schlüpfen geschreddert oder vergast. Im Jahr 2013 hatte das nordrhein-westfälische Agrarministerium die Aufsichtsbehörden per Erlass zu einem Verbot der Kükentötung angewiesen. Gegen die daraufhin verhängten Verbotsverfügungen gingen die klagenden Brütereien gerichtlich vor.

Wie zuvor bereits beim Verwaltungsgericht Minden hatten die beiden Brütereien nun auch beim OVG Münster Erfolg. Das Tierschutzgesetz erlaube das Töten von Tieren, wenn dafür ein vernünftiger Grund vorliege, teilte der Senat mit. Die Aufzucht der ausgebrüteten männlichen Küken sei für die Brütereien aber mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand verbunden, so die Urteilsbegründung.

Revision ist nicht möglich

Revision ließ das OVG nicht zu (Az.: Aktenzeichen 20 A 488/15 und 20 A 530/15). Gegen diese Entscheidung ist Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht möglich. Auch eine strafrechtliche Verfolgung der Kükentötung war zuletzt gescheitert. Eine Anklage der Staatsanwaltschaft Münster gegen eine Kükenbrüterei lehnten das Landgericht Münster und das Oberlandesgericht Hamm ab.

Der grüne Landesumweltminister Johannes Remmel hatte das Töten aus rein wirtschaftlichen Gründen 2013 per Erlass unterbinden wollen. Dagegen zogen elf betroffene Brütereien vor die Verwaltungsgerichte. Die Bundesregierung lehnt ein Verbot ab und setzt auf technische Lösungen, die 2017 marktreif sein sollen. Dabei wird bereits vor dem Schlüpfen erkannt, welches Geschlecht der Embryo hat.

Quelle: n-tv.de , jug/kpi/AFP/dpa

Küken: Pech gehabt wenn männliches Geschlecht

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Aktuelle Beispiele zu „EU und Tierschutz“:

Mega-Schlachthöfe mit EU-Steuergeldern:

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430.000 Hühner werden täglich (wöchentlich 2,5 Mio. und jährlich 135 Mio.!) im niedersächsischen Wietze geschlachtet! Europas größter Schlachthof für Geflügel wurde mit 6,5 Millionen Euro aus Steuergeldern subventioniert! Das ist nur ein weiteres Beispiel für die Art von subventionierter Agrarindustrie und Massen-Tötungsmaschinerie, die nicht nur menschen- und tierverachtend ist, sondern faire, ökologische und regionale Lebensmittelerzeugung systematisch zerstört!

Quelle: animal-spirit.at

http://www.animal-spirit.at/fileadmin/user_upload/startseite/EU_TS__Kurzfassung_0116_1.pdf

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Gruß Hubert