Archiv für 12. Juni 2016

Verbale Gewalt geht der angewandten immer voraus   Leave a comment

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Manche möchten ja dass in sozialen Netzwerken grenzenlose Freiheit herrschen und auch Mordaufrufe nicht gelöscht werden sollten. Eines gilt es zu beachten und das ist schon seit langem bekannt.

Der tatsächlichen Gewalt ging immer verbale voraus.

Das sollte man auf keinem Fall unterschätzen. Die Sprache kann zur Waffe werden. Vor einem Kriegsbeginn wurde der Gegner herabgewürdigt und bekam alle möglichen Tiernamen. Weil man ja das Tier für das unterste und wertloseste sah (und viele noch sehen), kein Wunder beim vorherrschenden Speziesismus, der den Mensch als das Größte und Wichtigste sieht. Den saublöden Spruch vom Ebenbild will ich gar nicht wiederholen. Jedenfalls wurde das Volk das man angreifen wollte so weit es nur ging entwertet. Wertlose Menschen werden ja leichter getötet, die Hemmungen werden da geringer.

Zum aktuellen Zustand in Deutschland getraue ich mich schon zu sagen, dass es mehr rechte als linke Hetze gibt.
Im folgenden einen kurzen Beitrag aus der WAZ, auch mit einer Gegenmeinung. Damit nicht der Vorwurf der Einseitigkeit kommt.

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Rechte Hetze gegen Andersdenkende

Da schaukelt sich seit Jahren etwas hoch: Tumber Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus toben sich im Internet hemmungslos aus. Gegen Andersdenkende, gegen Politiker, auch gegen Journalisten. Diskussionsforen, die diesen Namen wahrlich nicht verdienen, wirken da wie Brandbeschleuniger. Rechtsextremisten lesen, was Rechtsextremisten schreiben, stimmen dem zu – und versuchen, die schon schlimmen Äußerungen noch zu toppen.

So ertrinkt das Netz in abgrundtiefem Hass; dass Aufrufe zum Mord folgen, ist so logisch wie pervers. Und dass sich ausgerechnet tief verfeindete Gruppen wie türkische Nationalisten und deutsche Faschisten in ihren Methoden so ähneln, zeigt nur, wes Geistes Kind beide sind.

Politiker wie SPD-Mann Heiko Maas und der Grüne Cem Özdemir sind Polit-Profis, die natürlich auch harte Kritik ertragen müssen. Die ständigen Todesdrohungen aber werden auch sie tief treffen. Es spricht für die beiden, wenn sie sich von solchen Drohungen nicht einschüchtern lassen – und wenn sie auch künftig nicht schweigen. Denn genau das ist letztlich das Ziel der rechtsextremen Hetzer, seien es Deutsche oder Türken.

 

Hier die Gegenmeinung:

Rechte Hetze gegen Andersdenkende
von trespass | #2

Die meisten Medien in Deutschland sind in ihrer Wortwahl gegenüber allem, was sie als rechts oder tendenziell rechts wähnen oder einstufen, doch selbst nicht gerade zimperlich.
Wenn das links-grüne politische Establishment und seine Medien in ihrem Sinne „hetzen“ – und das haben sie doch in ähnlicher Manier getan, wie die Rechten, dann ist das offenbar etwas ganz anderes. Da sind die negativsten Charakterisierungen u. Schimpfkanonaden plötzlich salonfähig. Da beruft man sich dann im Zweifel auf die Presse- oder Meinungsfreiheit. Den Missbrauch dieser Begriffe sieht man immer nur auf der anderen Seite. Die möchte man dann gerne vor den Kadi stellen.
Die Medienvertreter hier müssen doch auch mit bekommen haben, dass man die – im internationalen Vergleich – extreme Flüchtlingspolitik u. den Umgang mit Andersdenkenden in dieser Frage im Ausland ziemlich kritisch gesehen hat, ja – dass dort mancher Deutschland für verrückt erklärt hat.

Quelle:

http://www.derwesten.de/meinung/rechte-hetze-gegen-andersdenkende-cmt-id11888899.html#plx485843223

 

Ein Beispiel von „Meinungsfreiheit“, wie sie manche verteidigt wissen möchten. Ich meine eher ein Fall für den Staatsanwalt. Dass solche Nazis keine Ahnung von der Orthographie haben ist altbekannt. Niger würde, wenn man schon diesen abwertenden und beleidigenden Ausdruck als Rechtsextremer verwenden will, mit zwei „g“ geschrieben, also Nigger. Und das Asylheim muss natürlich brennen – hat aber nichts mit solchen Texten zu tun. Der „Nigger“ muss auf jedem Fall weg, egal wie und egal wie es geschrieben wird. Sein Vergehen? Er hat die falsche Hautfarbe.

Ach ja, Zyklon B hätte ich jetzt bald vergessen.

Der Niger ist nach dem Nil und dem Kongo mit 4184 Kilometern der drittlängste Strom Afrikas, wie auch die gleichnamige Republik Niger sich so nennt. (Wikipedia)

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Screenshot aus einem Video eines Nazi-Liedes

 

Das hier kann man als „Linker“ leicht schlucken. Es tut nicht mal weh. Ich kann da jedenfalls nur schmunzeln darüber.

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Der gute Gutmensch Hubert  🙂