Archiv für 29. Juni 2016

Manfred Deix: Berühmter Karikaturist ist tot   Leave a comment

.

Manfred zeichnete bitterböse Karikaturen über den „Durchschnittsösterreicher“ und schonte dabei niemand, egal ob es „hohe Tiere“ oder Repräsentanten der katholischen Kirche waren. Bekannt wurde Deix mit seinen bissigen Cartoons und seinem erbarmungslosen Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen.

.

Auszug aus karikaturmuseum.at

Der österreichische Karikaturist Manfred Deix  ist am 25. Juni 2016 im Alter von 67 Jahren gestorben. Wie seine Frau Marietta Deix mitteilte, erlag er einer langen, schweren Krankheit. Manfred Deix feierte erst am 22. Februar 2016 seinen 67. Geburtstag.

Der Publizist Henryk M. Broder meinte über den Karikaturisten Manfred Deix: „Er ist der Stift, mit dem Karl Kraus gezeichnet hätte.“

Die Arbeiten von Manfred Deix sind längst Kunstwerke, Klassiker der österreichischen Karikatur und stilbildend für viele Kollegen. Die Bedeutung seiner schonungslosen Cartoons gehen weit über die Landesgrenzen hinaus und waren unermüdlich in seiner Kritik an gesellschaftlichen Zwängen. Das Enfant terrible der heimischen Zeichnerszene  analysierte mit spitzer Feder die Untiefen der österreichischen Seele, seine dargestellten Charaktere haben als „Deixfiguren“ an sprichwörtlicher Bedeutung gewonnen und wurden sogar im Duden begrifflich aufgenommen.

http://www.karikaturmuseum.at/de/ausstellungen/nachruf-manfred-deix

1965 immatrikulierte er sich in Wien an der Höheren Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt, die er u. a. gemeinsam mit Gottfried Helnwein, Josef Bramer und Bernhard Paul besuchte. Die Ausbildung endete wegen „Schulschwänzen“ (Deix) nach zweieinhalb Jahren vorzeitig durch seinen Rauswurf. Daraufhin schrieb er sich 1968 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien ein. Das Kunst-Studium brach er 1975 nach 14 Semestern und ohne Abschluss ab.

Deix‘ Vater hatte einen Arm im Zweiten Weltkrieg „in Russland zurückgelassen.“ Im Rückblick sagte Deix 2002, dass Kriegsinvalide für ihn etwas „Alltägliches waren“ und er „mit 2, 3 Jahren andere Väter mit zwei Armen für missgebildet“ hielt. „Ich war dann härter im Umgang mit Kriegsveteranen, die von dieser Sache (Anm. dem Krieg) nach wie vor schwärmen … die verspotte ich gnadenlos … die Kameradschaftsbündler, … die ich gesehen hab“.

Auszug aus Wikipedia

1965 immatrikulierte er sich in Wien an der Höheren Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt, die er u. a. gemeinsam mit Gottfried Helnwein, Josef Bramer und Bernhard Paul besuchte. Die Ausbildung endete wegen „Schulschwänzen“ (Deix) nach zweieinhalb Jahren vorzeitig durch seinen Rauswurf. Daraufhin schrieb er sich 1968 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien ein. Das Kunst-Studium brach er 1975 nach 14 Semestern und ohne Abschluss ab.

Deix‘ Vater hatte einen Arm im Zweiten Weltkrieg „in Russland zurückgelassen.“ Im Rückblick sagte Deix 2002, dass Kriegsinvalide für ihn etwas „Alltägliches waren“ und er „mit 2, 3 Jahren andere Väter mit zwei Armen für missgebildet“ hielt. „Ich war dann härter im Umgang mit Kriegsveteranen, die von dieser Sache (Anm. dem Krieg) nach wie vor schwärmen … die verspotte ich gnadenlos … die Kameradschaftsbündler, … die ich gesehen hab“.
Quelle Wikipedia

Aus der KRONE

Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER, Manfred Deix / Video: APA
.
.

Trauer um Manfred Deix: „Spitze Feder wird fehlen“

Der große österreichische Zeichner und Karikaturist Manfred Deix ist am Samstag 67- jährig gestorben. Das bestätigte der Direktor des Karikaturmuseums Krems, Gottfried Gusenbauer, am Montagmorgen. Deix erlag einer langen, schweren Krankheit, beruft sich das Karikaturmuseum auf Marietta Deix, die Witwe des Künstlers. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder beunruhigende Nachrichten über seinen Gesundheitszustand gegeben, 2014 musste eine Buchpräsentation nach einem Zusammenbruch kurzfristig verschoben werden.

Deix‘ gezeichnete und gemalte Zeitkommentare machten ihn beim breiten Publikum populär. „In erster Linie war er politischer Karikaturist, aber er zählte mit Sicherheit zu den ganz großen Künstlern Österreichs“, so Gusenbauer. „Es gab und gibt viele Tabus und unangenehme Wahrheiten, die man nicht ansprechen durfte oder konnte. Hier hat uns Deix mit seinen Bildern die Augen geöffnet.“

.

Foto: APA/ROLAND SCHLAGER

.

Landeshauptmann Erwin Pröll würdigte den Niederösterreicher Deix als „anerkannten und etablierten Künstler“: „Sein scharfer Blick und seine spitze Feder werden uns sehr fehlen.“

Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath- Pokorny erklärte in einer Mitteilung, Deix habe „die Wiener Seele liebevoll und gleichzeitig unbarmherzig nachzeichnet“: „Mit spitzer Federentlarvte er Borniertheit, Kleingeist und dumpfe Gesinnung.“

Deix porträtierte nicht nur prominente Österreicher, sondern auch sich selbst.
Foto: Manfred Deix

Gottfried Helnwein, Künstler und jahrzehntelanger Weggefährte Deix‘, schrieb in einem Statement zum Tod seines Freundes:

„Wenn Michelangelo sagte, die größte Kunst sei ’nichts als ein Schatten der göttlichen Perfektion‘, dann hat Deix mit seiner Kunst den unerbittlichen Gegenbeweis angetreten: Er zeigte uns, dass das Werk des Schöpfers nur so strotzt von Fehlern, Peinlichkeiten und Schnitzern. Gott sei Dank, muss man sagen, denn bei einem perfektionistischen Gott hätten wir wenig zu lachen, und es war Deix, der uns zu der bedeutenden philosophischen Erkenntnis verholfen hat, dass die Schöpfung lächerlich und Gott der größte Humorist ist.“

.

Foto: APA/ROLAND SCHLAGER, Klemens Groh

.

Wie kaum ein anderer verlieh Deix der österreichischen Seele erschreckend genau Ausdruck. Im Karikaturmuseum Krems, an dessen Gründung er beteiligt war, ist Deix mit einer Dauerpräsentation vertreten. Seinen sprichwörtlichen „Deix- Figuren“ kann man nahezu auf Schritt und Tritt im wirklichen Leben begegnen.

 

cl8oh_4veaaxkdh

.

cl8ou88vyainqf4

 

Manfred Deix: Berühmter Karikaturist ist tot

 

deix_tot_nachruf_body_ehefrau_a-4582681

Deix und Ehefrau Marietta, Partnerin über Jahrzehnte hinweg

 

Siehe auch:
http://orf.at/stories/2249856/2249862/

http://freizeit.at/0815/der-meister-und-marietta/114.155.408

.

Gruß Hubert

 

Rechte Rechtschreibung und Hasspost   Leave a comment

.

Es ist schon eine Weile her aber doch noch „lustig“ mit welcher Rechtschreibung ein Rechter die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali als eine der dümmsten Ziegen und als arabisches Stückchen Scheiße beschimpft.
Es ist schon zum staunen welche Rechtschreibfehler manche Rechte machen. Deutsche Sprachpflege sieht jedenfalls ganz anders aus. Da könnte dieser Hassposter noch sehr viel von der in Deutschland geborenen „Ausländerin“ Hayali lernen. Aber das würde wohl viel Zeit in Anspruch nehmen. Und es sind nicht so wenige. Leider bleiben viele Rechtsextreme nicht nur beim schreiben, dann könnte man ja darüber einfach nur lachen, sondern greifen auch zur Gewalt.
Hier einige Beispiele in seiner Hasspost an Frau Hayali vom ZDF:
Aus der Frauke Petry von der AfD macht er eine Petra, die Hayali ist logisch eine Eselvickerin. Statt Auslassungen schreibt er Einlassungen, nach Punkt fährt er mit einem Kleinbuchstaben weiter. Die Kollegin Slomka mit ihrem Gesichtsausdrücken… usw. Aber lesen sie selbst dieses Geschreibsel von diesem gesetzestreuen und hochqualifizierten rechten (wahrscheinlich auch noch hochbesorgten) Bürger.

.

So lässig reagiert Dunja Hayali auf einen Hassbrief

.

image

.

Wahrscheinlich gibt es nur wenige Menschen, die dieser Tage mehr Hasspost erhalten als Dunja Hayali. Obwohl die ZDF-Moderatorin, die sich intensiv mit der Flüchtlingskrise sowie dem Aufstieg von Pegida und AfD auseinandersetzt, versucht, allen Seiten Gehör zu verschaffen, wird die 41-Jährige regelmäßig von aufgebrachten Wutbürgern angefeindet.

Nun hat die in Deutschland geborene Tochter irakischer Christen, die erst im Februar mit einer Goldenen Kamera für ihre politische Berichterstattung ausgezeichnet wurde, einen Hassbrief erhalten, der es in sich hat. Als „Höhlenscheisserin“ und „Eselvickerin“ beschimpft sie ein anonymer Absender darin, der sich selbst „Lawrence von Arabien“ nennt.

.

image

.

Doch trotz der Tiraden und Übergriffigkeiten des Briefeschreibers bleibt Hayali locker. Auf ihrer Facebook-Seite hat sie das Schreiben direkt veröffentlicht und zudem den Rotstift angesetzt. Denn das Zornesschreiben des Absenders strotzt nur so vor Rechtschreib- und Grammatikfehlern.

Dem Posting hat Hayali außerdem noch eine Botschaft angehängt: „Lieber Lawrence von Arabien“, schreibt Hayali, „ich hätte Ihnen gern privat geantwortet, aber ohne Absender war mir das nicht möglich. Deshalb antworte ich Ihnen nun öffentlich. Dass Sie ‚gesetzestreu‘ und ‚hochqualifiziert‘ sind, würde ich jetzt mal ganz vorsichtig anzweifeln. Mit allem anderen haben Sie natürlich recht. Grüße aus dem Großstadtdschungel, Nofretete.“

Bild: ddp

.

Rechte Rechtschreibung und Hasspost

.

Auszug aus DER WESTEN

Übelste Beschimpfungen im Hassbrief

In dem Schreiben beschimpft der Verfasser die Journalistin beispielsweise als „eine der dümmsten Ziegen, die beim ZDF arbeiten“ oder als „arabisches Stückchen Scheisse“. Anderes ist nicht zitierbar. Weiter heißt es in dem Brief: „Ich hoffe es gibt eines Tages eine Volksbefragung und wir können das ganze faule Ausländerpack wie dich los werden. Du wirst dann eine Klofrau auf dem Hauptbahnhof in Bagdad.“

In ihrer Dankesrede für die „Goldene Kamera“ hatte Dunja Hayali auch dies gesagt:

„In einem Land, in dem die Meinungsfreiheit so ein hohes Gut ist, darf und muss jeder seine Sorgen und seine Ängste äußern können, ohne gleich in die rechte Naziecke gestellt zu werden. Aber wenn Sie sich rassistisch äußern, dann sind Sie verdammt noch mal ein Rassist.“ Und solch einen Rassisten hat Hayali nun per Facebook bloßgestellt.

Wie Dunja Hayali einen Hassbrief-Schreiber bloßstellte | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:

http://www.derwesten.de/kultur/fernsehen/wie-dunja-hayali-einen-hassbrief-schreiber-blossstellte-id11840225.html#plx1517867192

.

Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 29. Juni 2016 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

Getaggt mit , , ,