Archiv für 13. Juli 2016

Bundesrat will Pelztierhaltung abschaffen   Leave a comment

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„…Dass das Töten von Tieren keinen vernünftigen Grund gemäß Paragraph 1 des Tierschutzgesetzes darstellt.“ Darüber könnte man lange diskutieren, wann das Töten eines Tieres vernünftig ist. Aber so musste man formulieren, wenn man den wirtschaftlich Interessierten nicht das Geschäft verderben möchte. Gleich wie im geltenden Katechismus steht, dass Tierversuche sittlich zulässig sind, weil sie angeblich dem Menschen dienen. Die christlichen Kirchen sind ja menschenverliebt, ist ja die Kronenschöpfung. Tierisches Leid zählt da nicht. Aber was soll eine Moral, die Tiere darin nicht einbezieht?
Aber zurück zu den armen Pelztieren, denen ihr Pelz, sozusagen ihre Haut zum Verderben wird. Schön will vor allem Frau ja auch sein, zumindest die, welche dem Luxuswahn frönt und sich nicht um Tierleid schert.

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Hier ein Artikel aus nt-v.de

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Der Gesetzesentwurf zur Abschaffung der Pelztierhaltung muss jetzt noch im Bundestag beraten werden. Der Gesetzesentwurf zur Abschaffung der Pelztierhaltung muss jetzt noch im Bundestag beraten werden.(Foto: imago stock&people) – Freitag, 10. Juli 2015
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Unvereinbarkeit mit dem GrundgesetzBundesrat will Pelztierhaltung abschaffen

Millionen von Tieren müssen weltweit jedes Jahr für die Pelzindustrie sterben. Die Politik sieht im Züchten von Tieren eine Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz. Derzeit sind in Deutschland noch acht Farmen in Betrieb. Ihre Tage könnten gezählt sein.

Der Bundesrat will Pelztierhaltung in Deutschland langfristig verbieten. Die Länderkammer in Berlin beschloss einen entsprechenden Gesetzesentwurf. Der Antrag geht auf eine Initiative des Landes Schleswig-Holstein zurück, Landesumweltminister Robert Habeck von den Grünen forderte eine Änderung des Tierschutzgesetzes. Das Züchten und Töten von Tieren wie Füchsen, Nerzen oder Chinchillas für die Pelzgewinnung sei nicht für die Sicherung elementarer Grundbedürfnisse des Menschen nötig und daher auch nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.

„Wir wollen, dass kein Tier mehr in Nerzfarmen getötet werden darf“, sagte Habeck dem Online-Portal heute.de. „Es wird Zeit, dem Elend ein Ende zu setzen.“

Ein mögliches Verbot von Pelzfarmen wird darauf gestützt, dass das Töten von Tieren zur reinen Fellgewinnung keinen vernünftigen Grund gemäß Paragraph 1 des Tierschutzgesetzes darstellt. Allerdings sollen die verbliebenen Nerzfarmen in Deutschland eine Übergangsfrist von zehn Jahren bekommen. (Anmerkung: diese lange Übergangsfrist ist ja logisch, die Wirtschaft, darf ja keinen Schaden davontragen). Laut Angaben des Deutschen Tierschutzbunds gibt es noch acht Nerzfarmen hierzulande.

Gesetzesentwurf erntet positive Resonanz

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) begrüßte die Entscheidung des Bundesrats. „Ich freue mich über die Unterstützung der Bundesländer, die Haltung und das Töten von Pelztieren, die zur Pelzgewinnung genutzt werden, zu verbieten“, erklärte er. Was am Ende aber der beste Weg sei, das Verbot rechtlich umzusetzen, müsse noch geprüft werden.

Auch die Grünen äußerten sich positiv: Nicole Maisch, Sprecherin der Grünen für Tierschutzpolitik, forderte Schmidt zudem auf, „zügig für weniger Tierleid“ zu sorgen und das Tierschutzgesetz zu ändern.

Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, forderte den Bundestag auf, „nun ebenso schnell zu handeln, damit nicht weitere hunderttausende Pelztiere ihr Leben für den Luxuswahn mancher Menschen lassen müssen“. Nach dem Beschluss im Bundesrat muss der Gesetzentwurf noch im Bundestag beraten und verabschiedet werden.

Freiwilliger Verzicht vieler Unternehmen

Viele Textilunternehmen haben sich bereits freiwillig verpflichtet, auf Echtpelz zu verzichten – zum Beispiel Hugo Boss, H&M, Zara oder S.Oliver. Pelztiere werden oft in engen Käfigen gehalten und jeder Möglichkeit beraubt, artgerecht zu leben. Der Tierschutzbund beklagt, dass auf Pelztierfarmen „nicht einmal die Minimalansprüche“ erfüllt werden, die Pelztiere an ihre Umgebung stellen.

Weltweit werden nach Angaben der Tierschützer Millionen Tiere jedes Jahr für den Handel mit Pelzen getötet, um ihre Felle zu Mänteln, Jacken oder Mützen zu verarbeiten. Für einen Pelzmantel sterben demnach 30 bis 50 Waschbären oder 14 Luchse, 40 bis 60 Nerze, zwölf Wölfe, 110 Eichhörnchen oder 130 bis 200 Chinchillas. Zahlreiche Länder, wie Großbritannien, Österreich, Slowenien oder Kroatien, haben die Pelztierhaltung bereits verboten.

Quelle: n-tv.de , lda/AFP

Bundesrat will Pelztierhaltung abschaffen

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Hier noch ein Beitrag über kalte EU-Bürokraten und unerwünschte „invasive Einwanderer“

Und wieder einmal ein menschgemachtes Problem. Was kann der Waschbär dafür, dass man ihn einführt, weil man ihm an seinen Pelz will?

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Waschbären lieben auch Gelbe Säcke und Mülltonnen. Waschbären lieben auch Gelbe Säcke und Mülltonnen. (Foto: picture alliance / dpa)
Mittwoch, 13. Juli 2016
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Seit 1920 „Neubürger“ in Deutschland Brüssel macht Waschbären den Garaus

Sie gehören zu den invasiven Arten. Seit den 1920er Jahren machen es sich die Waschbären in Europa gemütlich und verdrängen hier und dort einheimische Tiere. Jetzt widmet sich die EU-Kommission dem ernsten Thema „Einwanderung“.

Nordamerikanische Waschbären sollen sich in Europa nicht weiter ausbreiten. Die EU-Kommission verabschiedete in Brüssel eine Liste von 37 Tier- und Pflanzenarten, die eigentlich auf anderen Kontinenten zu Hause sind und deshalb von europäischem Boden zurückgedrängt werden sollen. Dazu gehören der Waschbär und das Grauhörnchen.

Haltung, Import, Verkauf und Zucht der Arten auf dieser Liste sind damit verboten. Das gilt nach Kommissionsangaben auch für Zoos: Die Tierparks dürfen ihre Tiere behalten, müssen aber dafür sorgen, dass sie sich nicht fortpflanzen oder ausbrechen.

Als Pelzlieferant wurde der Waschbär in den 1920/30er Jahren aus Nordamerika nach Deutschland gebracht und fristete sein Dasein in den Folgejahren hauptsächlich in Pelzfarmen. Mit dem Ziel, ihn hier anzusiedeln, wurde der Waschbär 1934 in Hessen erstmals bewusst ausgesetzt. Stand der Waschbär in den Folgejahren seiner Ansiedlung noch unter Naturschutz, nahm Hessen den Kleinbären als erstes Bundesland in das Jagdrecht auf.

Heute fällt er in fast allen Bundesländern unter das Jagdrecht. Der Umgang mit dem Waschbären als „Neubürger“ in Deutschland wird seither kontrovers diskutiert. Denn der Waschbär kann beispielsweise örtlich ein Problem für den bodenbrütenden Kiebitz, für Amphibien oder auch den Rotmilan darstellen.

Quelle: n-tv.de , ppo/dpa

Brüssel macht Waschbären den Garaus

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Gruß Hubert