Apple in Irland: 50 Euro Steuern für eine Million Euro Gewinn   3 comments

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Von der Firma mit dem angebissenen Apfel habe ich die Nase gestrichen voll. Es macht mich wütend wenn solche Weltkonzerne Staaten mit Almosen abspeisen und sich Staaten wie Irlan auch noch zum Komplizen dieser Steuervermeidung machen. Immerhin ist steht ein Betrag von 13 Millarden Euro zur Diskussion. Diese entgangenen Steuern fehlen dem Land ja. Mit 13 Milliarden könnte ein Staat viel für sein Volk tun. Solche Politiker vertreten definitiv nicht das Volk. Regierungspolitiker hätten ja die Verfplichtung Steuerhinterziehung zu hintertreiben und nicht zu fördern. Solche Weltkonzerne bewegen sich schmarotzend zwischen den Ländern dahin, ohne das mindeste Schamgefühl zu haben. In China drückt man noch brutal auf die Löhne der Zulieferer. Ich kann gar nicht sagen wie sehr mir Apple auf den Senkel geht. Einfach nur zum kotzen! Ich werde ganz sicher nie Besitzer eines Apple-Gerätes sein. Apple zahlt in Irland einen Steuersatz von 0,005 Prozent! Da bleibt einem die Spucke weg.

Wenn normale Lohnempfänger so einen Steuersatz zahlen würden, könnte der Staat in einer Woche den Staatsbankrott erklären.

Man muss sich mal vorstellen: Apple zahlt in Irland für eine Million Euro Gewinn 50 Euro an Steuern!

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/apple-in-irland-50-euro-steuern-fuer-eine-million-euro-gewinn-a-1110150.html
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Hier ein Artikel von arte.tv

Apple soll 13 Milliarden Steuern in Irland nachzahlen

Die jahrelangen Ermittlungen der EU-Kommission zu Steuerdeals von Apple in Irland enden mit einem Knall: Der iPhone-Konzern soll bis zu 13 Milliarden Euro zurückzahlen. Die Entscheidung der Kommission wird jetzt wohl jahrelang die Gerichte beschäftigen.

Apple hat nach einer Entscheidung der EU-Kommission unerlaubte Steuervergünstigungen von bis zu 13 Milliarden Euro in Irland erhalten. Das teilte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Dienstag in Brüssel mit. Irland müsse die rechtswidrige Beihilfe für die Jahre 2003 bis 2014 nun samt Zinsen zurückfordern.„Die Kommission gelangte bei ihrer Prüfung zu dem Schluss, dass Irland Apple unzulässige Steuervergünstigungen gewährt hat, aufgrund derer Apple über viele Jahre erheblich weniger Steuern zahlen musste als andere Unternehmen“, sagte Vestager nun. 

Es ist nicht angebracht, dass EU-Beihilfevorschriften in dieser beispiellosen Art und Weise genutzt werden“

Angaben der irischen Regierung.

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Steuervereinbarungen mit Irland

Die Entscheidung solle eine klare Botschaft senden, dass Staaten einzelne Unternehmen nicht bevorzugen dürften.
Nach den EU-Beihilfevorschriften sind gezielte Steuervorteile für einzelne Unternehmen unzulässig. Die Brüsseler Behörde hatte seit 2014 die Steuervereinbarungen Irlands mit dem US-Unternehmen genau unter die Lupe genommen.

Die Kommission argumentiert, als Folge der Vereinbarungen in Irland habe der Konzern auf die Gewinne der Handelstochter Apple Sales International einen effektiven Körperschaftsteuersatz gezahlt, der von einem Prozent im Jahr 2003 auf 0,005 Prozent im Jahr 2014 gesunken sei. Apple Sales International ist der offizielle Verkäufer von Apple-Geräten, die aus Asien eingeführt werden.

Bei den Steuerdeals sei für zwei Tochterfirmen eine Methode zur Berechnung der steuerpflichtigen Gewinne gebilligt, „die nicht der wirtschaftlichen Realität entsprach“. Nahezu die gesamten im Verkaufsbereich erwirtschafteten Gewinne seien intern einem „Verwaltungssitz“ zugewiesen. Die Prüfung der Kommission habe jedoch ergeben, dass diese „Verwaltungssitze“ nur auf dem Papier bestanden hätten.
Die irische Regierung widersprach dem Vorwurf. „Irland hat Apple keine Steuervorteile gewährt“, hieß es in einer Stellungnahme am Dienstag. Sämtliche fällige Steuern seien bezahlt worden und es seien keine unerlaubten staatlichen Beihilfen gewährt worden.

Apple lässt erheblichen Teil des weltweiten Geschäfts über Tochterunternehmen in Irland laufen

Der Bescheid der Brüsseler Behörde solle nun im Detail geprüft werden, um einen gerichtlichen Einspruch vorzubereiten. „Es ist nicht angebracht, dass EU-Beihilfevorschriften in dieser beispiellosen Art und Weise genutzt werden“, kritisierten die Iren. Steuern seien Sache der einzelnen EU-Staaten. Apple lässt einen erheblichen Teil des weltweiten Geschäfts über Tochterunternehmen in Irland laufen. Daher geht es für den Konzern auch um viel Geld. So ist eine der Töchter dafür zuständig, Geräte aus Asien zum Verkauf in Europa umzuschlagen. Außerdem übernehmen irische Apple-Firmen einen Teil der Entwicklungskosten. Dafür bekommen sie Rechte an intellektuellem Eigentum übertragen und und entsprechend wird dorthin auch ein Teil der Gewinne abgeführt. Eines der irischen Tochterunternehmen verwaltet bereits besteuerte Konzerngewinne. Die Struktur mit Töchtern in Irland gibt es schon seit 1980.

Geldreserven von gut 230 Milliarden Dollar

Bisherige Expertenschätzungen gingen von einigen hundert Millionen bis hin zu 19 Milliarden Dollar, die die Bank JP Morgan als möglichen Höchstwert errechnete. Apple sitzt auf Geldreserven von aktuell gut 230 Milliarden Dollar. Über 90 Prozent davon lagern außerhalb der USA, zu großen Teilen auch in Irland. Die EU-Kommission ermittelt nur gegen Irland, aber letztlich wird Apple zur Kasse gebeten, um den für eine illegale Beihilfe erklärten Betrag zurückzuzahlen. Der bisher höchste Betrag in solchen Untersuchungen wurde vom französischen Energiekonzern EDF zurückgefordert, der 2015 angewiesen wurde, rund 1,4 Milliarden Euro an Frankreich zu zahlen. Die ursprüngliche Entscheidung über einen Betrag von 889 Millionen Euro hatte die Kommission noch 2003 getroffen, danach ging der Fall durch Gerichtsinstanzen und es sammelten sich rund 490 Millionen Euro Zinsen an. Das zeigt auch, wie lange es dauern kann, bis schließlich Geld fließt.

Hier weiterlesen:

Apple in Irland: 50 Euro Steuern für eine Million Euro Gewinn

 

3 Antworten zu “Apple in Irland: 50 Euro Steuern für eine Million Euro Gewinn

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  1. Was soll man dazu sagen, IRLAND ist seit 1973 Mitglied der EU – und keiner hats bemekt, oder merken wollen oder dürfen – weil es einen US_konzern betrifft.
    Ich möchte da an die „Panama Papers“ erinnern – auch da wurde kein US Konzern / Unternehmen genannt.
    Dabei sind die USA selbst eine Steueroase um das Geld anderer anzulocken.

    https://europa.eu/european-union/about-eu/countries/member-countries/ireland_de
    http://www.sueddeutsche.de/thema/Panama_Papers
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/usa-blockieren-regeln-gegen-steuerhinterziehung-korruption-14225809.html

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    glG Sabine

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  2. Natürlich gibt es in den USA genügend Steueroasen. Ich denke aber APPLE wird auch in Europa eine Steueroase gesucht haben und hat sie in Irland gefunden. Apple wird schon aus logistischen Gründen ein Standbein in Europa brauchen. Auf jedem Fall empfinde ich es als Diebstahl an den irischen Steuerzahlern, wohl auch an anderen europäischen noch, wenn Apple pro Million Gewinn lächerliche und schamlose Brosamen von 50 Euro an Steuern gibt. Gleich zu verurteilen ist Irland selbst, das dies möglich macht. Prinzip: Hehler und Stehler.

    glG Hubert

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  3. Mit den irischen Banken hat das meiner Meinung nach nur insoweit zu tun, als dass der Steuerzahler eine Riesenlast zu tragen hatte und Unsummen dafür zu bezahlen hatte. Das mit den Banken wäre ein eigenes Thema, wo die Banken die Gewinne einstrichen und die Schulden sozialisiert wurden. Ich hoffe, dass das inzwischen aufgehört hat. Jetzt sollen ja die Gläubiger dafür gerade stehen, wenn ihre Bank in die Bredouille gerät.
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    Von Apple nur 0,005% Steuer zu verlangen ist schamlos – und zwar für beide Seiten. Da könnte selbst Apple sagen, das ist nicht fair und mehr zahlen. Denn 50 Euro pro Million Gewinn sind vernachlässigbar, lächerlich und auf solche Beträge könnte Irland auch gut verzichten. Warum nicht gleich Apple noch etwas geben, dass sie gekommen sind und sich ihnen vor die Füße werfen und aus Dankbarkeit die Zehen küssen? Die Arbeitsplätze, die Apple nach Irland bringen, können nicht dazu führen, dass man einem Weltkonzern die Steuern quasi erlässt. Was Apple NICHT zahlt, müssen die irischen Steuerzahler ausgleichen. Unsozialer geht es gar nicht. Steuern haben (oder hätten jedenfalls) ja auch für soziale Steuergerechtigkeit zu sorgen. Jeder nach seinen Fähigkeiten. Nicht dass ein altes Mütterlein 20% an Steuern zahlt und Apple pfeift sich eines auf die Steuern, wobei ich die irische Regierung selbstverständlich gleich anprangere.
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    Man mag zu der EU stehen wie man will. Aber hier hatte sie von mir aus vollkommen recht. Der schwer in Schulden geratenen italienischen Bank „Monte dei Paschi di Siena“ darf der italienische Staat auch nach den EU-Bestimmungen nicht helfen. Mir ist schon klar, dass Irland nachdem es in eine schwere Krise geriet, Unternehmen anlocken wollte. Aber mit geschenkten Steuern darf das nicht ablaufen. Das sind ja auf die Spitze getriebene Wettbewerbsvorteile.

    Mich kotzt jedenfalls so eine skrupellose „Wirtschaftsfreundlichkeit“ an, die zu Lasten des Volkes und des Allgemeinwohls geht.

    Aus web.de

    Nach den EU-Beihilfevorschriften sind gezielte Steuervorteile für einzelne Unternehmen unzulässig. Die Brüsseler Behörde hatte seit 2014 die Steuervereinbarungen Irlands mit dem US-Unternehmen genau unter die Lupe genommen.

    Die Kommission argumentiert, als Folge der Vereinbarungen in Irland habe der Konzern auf die Gewinne der Handelstochter Apple Sales International einen effektiven Körperschaftsteuersatz gezahlt, der von einem Prozent im Jahr 2003 auf 0,005 Prozent im Jahr 2014 gesunken sei. Apple Sales International ist der offizielle Verkäufer von Apple-Geräten, die aus Asien eingeführt werden.

    Bei den Steuerdeals sei für zwei Tochterfirmen eine Methode zur Berechnung der steuerpflichtigen Gewinne gebilligt, „die nicht der wirtschaftlichen Realität entsprach“. Nahezu die gesamten im Verkaufsbereich erwirtschafteten Gewinne seien intern einem „Verwaltungssitz“ zugewiesen. Die Prüfung der Kommission habe jedoch ergeben, dass diese „Verwaltungssitze“ nur auf dem Papier bestanden hätten.

    Die irische Regierung widersprach dem Vorwurf.

    „Irland hat Apple keine Steuervorteile gewährt“, hieß es in einer Stellungnahme am Dienstag. Sämtliche fällige Steuern seien bezahlt worden und es seien keine unerlaubten staatlichen Beihilfen gewährt worden.

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    Anmerkung: So ein Witz! Iralnd habe Apple keine Steuervorteile gewährt. Ich möchte wissen welchen durchschnittlichen Steuersatz ein mormaler Ire bezahlt. 0,005% Steuersatz sieht Irland nicht als Steuervorteil. Da muss ich wirklich nur hellauf lachen und fragen ob diese irischen Regierungspolitiker irr sind (also Irrländer sind).

    Apple zähle ich zu den parasitären Unternehmen und die irischen Regierungspolitiker für unverantwortlich.

    Sieht in Irland so das Wohl des Volkes aus? Man bietet das Volk zur Kasse und steckt es einem Weltkonzern wie Apple in alle Öffnungen hinein. Ein Apple-Gerät kommt mir nicht in die Tasche oder auf den Tisch! (Ende der Anmerkung).

    Apple lässt einen erheblichen Teil des weltweiten Geschäfts über Tochterunternehmen in Irland laufen. Daher geht es für den Konzern auch um viel Geld. So ist eine der Töchter dafür zuständig, Geräte aus Asien zum Verkauf in Europa umzuschlagen. Außerdem übernehmen irische Apple-Firmen einen Teil der Entwicklungskosten. Dafür bekommen sie Rechte an intellektuellem Eigentum übertragen und und entsprechend wird dorthin auch ein Teil der Gewinne abgeführt. Eines der irischen Tochterunternehmen verwaltet bereits besteuerte Konzerngewinne. Die Struktur mit Töchtern in Irland gibt es schon seit 1980.
    Bisherige Expertenschätzungen gingen von einigen hundert Millionen bis hin zu 19 Milliarden Dollar, die die Bank JP Morgan als möglichen Höchstwert errechnete. Apple sitzt auf Geldreserven von aktuell gut 230 Milliarden Dollar. Über 90 Prozent davon lagern außerhalb der USA, zu großen Teilen auch in Irland.

    Die EU-Kommission ermittelt nur gegen Irland, aber letztlich wird Apple zur Kasse gebeten, um den für eine illegale Beihilfe erklärten Betrag zurückzuzahlen.
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    http://web.de/magazine/wirtschaft/eu-apples-steuerdeals-irland-unzulaessig-erklaeren-31833644
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    Aus Kommentaren bei web.de

    immer mehr prekäre beschäftigung mit miesen löhnen und zeitverträgen, stellenabbau aufgrund unfähiger manager und/oder gewinnmaximierungsgelüsten, abbau des sozialstaates, steigende kosten für immer weniger und schlechtere leistungen/produkte, immer tiefgreifendere spaltung in arm und reich.
    der allgemeinheit wird immer mehr abgepresst, die ohnehin schon reichen werden jahr für jahr immer reicher! da muss man nur die entsprechenden zahlen studieren!
    die auflistung ließe sich beliebig erweitern.

    dies alles schafft ungleichheit, unzufriedenheit, eine entsprechende schieflage in der gesellschaft und am ende wut und zorn. und wo das enden kann, dürfte noch geläufig sein! es hat absolut nix mit sozialneid zu tun, wenn die menschen für ihre rechte einstehen!

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    13. zweifelsohne kann man über die politik von eu und bundestag nicht viel gutes sagen. aber der ansatz, endliche diese steuerhinterziehenden unternehmen zur verantwortung zu ziehen, sind mehr als nur begrüßenswert!

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    …sie holen firmen ,für pipifax-steuern in ihre länder und die bedienen sich auch noch von dem rettungsschirm/fond, oder welchen namen dieses etwas zu dieser zeit auch hat/te.
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    Aus meinem Bekanntenkreis hörte ich folgendes:

    Die Alternative wäre gewesen dass es Irrland wie jetzt Griechenland gehen würde. Ich weiß nich ob das im Sinne der Irischen Menschen wäre.

    Dazu sage ich:
    Ja wenn es so ist, dann schaffen wir gleich die Steuern für die Unternehmen und Konzerne ab und machen es gleich wie G. Bush in den USA, der Gewinne der Unternehmen AB (nicht bis!) 200.000 steuerfrei hielt, weil diese ja so tüchtig wären und Arbeitsplätze schaffen. Da kann sich ein Arbeiter oder Angestellter dann nur noch als Sklave fühlen und so was von verarscht.
    Ich weiß nicht ob das in der USA-Steuergesetzgebung noch in Kraft ist.
    .
    Gruß Hubert

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