Tabuzone Sexualität   5 comments

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Hier ein Artikel von Gabriele Kuhn, die eine Kolumne über „Sex in der Freizeit“ im Kurier (österreichische Zeitschrift) schreibt. Ich finde sie behandelt diese Tabuzone gut.

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Wenn’s läuft, dann läuft’s – aber was passiert, wenn es nicht läuft? Über sexuelle Probleme wird gerne geschwiegen. Ebenfalls geschwiegen wird, wenn die Lust auf die Last des Krankseins trifft. Dabei ist ein Drittel der Österreicher chronisch krank – und daher betroffen. Höchste Zeit, aus der Tabuzone eine Komfortzone zu machen.

Reden wir über Sex. Das sagt sich  sehr geschmeidig dahin. Doch was geschieht? Wenn es ernst wird, sagt keiner was. Vor allem wenn’s nicht mehr wie geschmiert läuft, also Probleme auftauchen, gilt die Devise:
Augen zu. Ohren zu. Mund zu.

Er kriegt ihn nicht mehr hoch? Sie hat eine trockene Vagina? Sex im Alter? Der Sex tut weh? Ganz ehrlich: Lieber nicht darüber reden! Das wird schon wieder.  Ganz heikel wird’s, wenn die Begriffe „Sex“ und „Krankheit“ aufeinander treffen. Geht gar nicht. Wo doch Sex  in den meisten Köpfen für jugendliche Elastizität, Leichtigkeit, Selbstverständnis steht. Für ein „alles geht“.  Und natürlich, bis zu einem gewissen Grad, für Perfektion und die Fähigkeit zu „performen“. Sex, I can – das ist das Branding all jener, die – als Teil der Optimierungsgesellschaft – etwas leisten können. Denn auch eine richtig harte Erektion wird als Leistung empfunden. Und die Orgasmusfähigkeit  auch – deshalb gibt’s  ja die Orgasmuslüge überhaupt. Wer all das „kann“,  gehört dazu. Das gilt, so lange man möglichst jung, maximal fit und schön ist.

Außerdem ist Sex stets mit der fatalen Illusion von Allzeit-Sexyness verbunden. So, als würde auf immer und ewig immer alles so weitergehen. Forever young, forever geil. Niemals wird was schieflaufen, niemand wird altern, kränkeln, weich und schlapp werden. Und in Wirklichkeit? Alles anderes. Ein Drittel der Österreicher ist laut Statistik Austria chronisch krank. Diese Menschen haben Diabetes, Depressionen, Herz-Kreislauferkrankungen oder eben Krebs. Jedes dieser Leiden hat enormen Einfluss auf die sexuelle Gefühle, auf die erwähnte „Performance“.

Da ist dann eben nichts mehr so, wie es einmal war – das macht sehr viel mit den Betroffenen und deren Beziehungen. Der Selbstwert sinkt, im Mittelpunkt steht dann Leiden statt Lust. Damit verbunden geht das Vertrauen in die eigene Fähigkeit als  sexuelles Wesen weitgehend verloren. Außerdem ist  Sexualität ein höchst komplexes Zusammenspiel diverser Faktoren, deshalb ist sie so anfällig. Da kippt leicht was, aber dieses Kippen ist zutiefst menschlich.

Nur so: 46 Prozent aller Frauen und 39 Prozent aller Männer haben in ihrem Leben, zumindest vorübergehend, sexuelle Probleme, weiß die Sexualmedizinerin Elia Bragagna. Doch nur rund zehn Prozent dieser Menschen werden von ihren Ärzten zu ihrer sexuellen Gesundheit befragt. Ob Patient oder Arzt: Da gibt’s eine  Tabuzone; Motto:  Nichts sagen, nichts fragen, ähem und na ja. Eh alles soweit ok. (Patient). Na dann, alles Gute, bis zum nächsten Termin (Arzt). Das muss anders werden, dringend.  Was es dafür braucht, wurde nun bei einer Tagung des Bundesministeriums für Gesundheit diskutiert. Keine starre Routine und „nette“ Gespräche etwa, sondern offene und gute Gesprächsführung. Ein Setting von Offenheit bei gleichzeitiger Diskretion.   Da braucht’s Zeit, Bewusstsein, Einfühlungsvermögen.

Aber vermutlich fängt das  alles ja schon  viel früher an: Einerseits im Medizinstudium, wo angehende Ärzte lernen, auf gleicher Augenhöhe und mit Anteilnahme zu kommunizieren. Und andererseits beim aufgeklärten jungen Menschen, der den Mut hat, seine Sexualität angstfrei anzusprechen. Reden wir über Sex. Aber offen – und ehrlich.

25.06.2016
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Tabuzone Sexualität

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 13. September 2016 von hubert wenzl in Erotik, Uncategorized

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5 Antworten zu “Tabuzone Sexualität

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  1. In deinem Beitrag über Sex fehlt eine wichtige Komponente. Nämlich die Gesellschaft,
    der Zeitgeist, in dem das eingebunden ist. Es ist ein ebenso wichtiges Kriterium.
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    Sex wird als schmutzig, als was Verbotenes dargestellt. Was erheblich mit dazu beiträgt, dass darüber nicht ungezwungen gesprochen wird. Und die das dennoch tun, werden mit dem Argument Jugendschutz mundtot gemacht.
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    Statt die vielen Sexpraktiken und Möglichkeiten zu publizieren
    (Swingerclubs, BDSM. . . . das älteste Gewerbe der Welt, vom Straßenstrich bis zum Nobelbordell), wird jeglicher Sex diffamiert, ja strafrechtlich verfolgt.
    Pornographie als das Schlimmste hingestellt, was man sich denken kann. Dabei macht man sich nicht mal die Mühe zu recherschieren, was Pornographie eigentlich ist:
    „Die Darstellung oder Beschreibung des Geschlechtsaktes – zum Zwecke der sexuellen Erregung“.
    Man bezeichnet alles, was nackt ist, als Pornographie, so einfach macht man sich das.
    Man braucht da nur die AGBs in (deutschen) sozialen Netzwerken mal zu lesen.
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    Dabei ist Pornograpie das Normalste auf der Welt! Ohne Pornographie, nämlich den Geschlechtsakt, würde es uns gar nicht geben.
    Es ist also hochgradig schizophren, Pornographie als etwas Negatives hinzustellen.
    Die Natur, meinetwegen auch der Schöpfer, hat es nun mal so eingerichtet, dass das Leben auf unserem Planeten zweigeschlechtlich ist. Sicher hätte man das auch anders machen können. Hat man aber nicht.
    Im Rahmen einer Spezies ziehen sich die Individuen mittels ihrer geschlechtsspezifischen Reize gegenseitig an. Titten ohne Nippel sind also ebenso schizophren, wie die ganze Gender-Ideologie, dass es zwischen den Geschlechtern keinen Unterschied gibt und nur anerzogen ist.
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    Freier, welche die Dienste von Prostituierten in Anspruch nehmen, können jetzt strafrechtlich verfolgt werden. So hat das Maas – SPD – beschlossen. Eigentlich könnten Männern dann doch die Schwänze amputiert werden. Damit wäre doch das Problem SEX zu einem goßen Teil gelöst.
    Zumal, wo heute eine Kompliment, ein freundschaftlicher Klaps bereits als sexuelle Nötigung zur Anzeige gebracht werden können.
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    Nein heißt Nein hat die Politik erst vor wenigen Wochen beschlossen.
    Die Männer sind jetzt gut beraten, bei jedem Geschlechtsverkehr zuvor eine entsprechende Vereinbarung „schriftlich“ abzuschließen, um nicht in eine Feministenfalle zu tappen. Es reicht jetzt ja schon eine Beschuldigung, und der Mann geht in den Knast.
    Bei der Umkehrung der Beweislage in unserem Land müsste er dann nämlich beweisen, dass er unschuldig ist, und nicht sie muss beweisen, dass sie gegen ihren Willen vergewaltigt wurde. Das ist die neue Rechtssprechung . . .
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    Nein heißt Nein birgt aber auch noch ein anderes Problem. Was ist, wenn mit NEIN = JA gemeint ist? Das ist zumindest das normale Verhalten einer Frau, die ein Abenteuer sucht.
    Würde sie gleich JA sagen, würde sie sich gegenüber dem Partner als Nutte deklarieren, und er könnte dann denken, dass sie dann womöglich mit jedem ins Bett gehen würde.
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    Alles, was im erweiterten Sinn mit Sex oder Erotik in Verbindung gebracht werden kann, wird oder ist schon in unserem Land verboten. Sogar vor Werbung macht man da nicht halt.
    Sexistich heißt es dann.
    Aber die ekelerregendsten Schockbilder werden uns gem. EU-Verordnung zugemutet.
    Davor möchte ich Kinder schützen und nicht vor dem Anblick blanker Titten oder einer nackten Frau.
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    Das Thema des Beitrages lautet Sex. Sex in einer heterosexuellen Beziehung.
    Was ist mit Homo? Zumal das von der Gesellschaft über alle Medien protegiert wird.
    Wer heute nicht schwul ist, hat keine Chance, Karriere zu machen. Darüber auch kein Wort
    in dem Beitrag.
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    Meine persönlichen Erfahrungen SEX und EROTIK betreffend sind ganz anderer Art . . . .
    Was ich hier aber nicht zu Diskussion stellen will.

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    glG sabine

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  2. aber Erotik und Sex sind in der Öffentlichkeit verboten. . .

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  3. Du fährst mir zu sehr und zu unrecht über die gute Autorin Gabriele Kuhn drüber und vieles was du schreibst steht hier nicht zur Debatte. Man muss schon beim Thema bleiben, und das Thema der Autorin ist Sexualität in Zusammenhang mit Alter und chronischen Krankheiten. Es geht hier nicht darum ob Sex als schmutzig gesehen wird von verschiedenen Kreisen bzw. Religionen und Kirchen. Und es geht auch nicht um Swingerclubs, BDSM, Straßenstrich, Pornographie usw.

    Es geht um die Probleme mit der Sexualität und die Probleme die entstehen, wenn’s nicht mehr so läuft. Denen steht sicher nicht mehr der Sinn danach zum Beispiel in einen Swingerclub zu gehen, wenn:
    er ihn nicht mehr hoch kriegt, sie eine trockene Vagina hat, er oder sie Diabetes, Depressionen, Herz-Kreislauferkrankungen oder eben Krebs hat, alles Dinge die Libido und Potenz / Erektion stark in Mitleidenschaft ziehen, wenn nicht ganz zum Erliegen bringen.

    Das was du ansprichst ist ein anderes Kapitel, nämlich wie offen und tolerant die Gesellschaft mit anderen Spielarten der Sexualität, wie BDSM, Bordellen, Homosexualität, Pornographie usw. umgeht. Das wäre Stoff für einen eigenen Beitrag.
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    glG Hubert

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    • Ich fahre nicht über die gute Autorin Gabriele Kuhn her und schon gar nicht zu Unrecht.
      Ich habe meinen Kommentar mit den Worten begonnen:
      In deinem Beitrag über Sex fehlt eine wichtige Komponente. Nämlich die Gesellschaft,
      der Zeitgeist, in dem das eingebunden ist. Es ist ein ebenso wichtiges Kriterium.

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      Und hatte Dir zuvor mündlich im Chat mitgeteilt, dass ich meinen Komentar als Ergänzung sehe.
      Mein Anligen war es, das Thema SEX komplex zu behandeln, nicht nur aus medizinischer Sicht. Man muss Realitäten zur kenntnis nehmen und dem Leben einen neuen Sinn geben.
      Selbstmitleid hilft da nicht.
      .
      Wenn du das so siehst kann man auch die Frage stellen: Warum leben sie eigentlich noch?
      Der Mensch ist Bestandteil der Natur und steht nicht über ihr.
      Wie jede andere Spezies auch, ist aus der Sicht der Natur, seine einzige Aufgabe, die Art zu erhalten.
      Mit 40 hat der Mensch seine Schuldigkeit auf diesem Planeten getan. Er hat Nachwuchs gezeugt und diesen in der Regel auch groß gezogen. (oder auch nicht – wenn er meint dass er lieber schwul ist).
      Und bis Mitte 30 ist der Mensch in der Regel auch noch im Besitz seiner vollen Leistungsfähigkeit. Dann beginnt der Körperliche Verfall, der mit schwindender Potenz einher geht.
      Was eigentlich ein genialer Schachzug der Natur ist, um die Population auf natürliche Art zu lenken.
      Wenn Frauen über 40 noch ein Kind bekommen ist das meistens mit einem hohen Risiko verbunden. Während Schwangerschaften noch im Kindesalter weltweit der Fall sind.
      Nur bei uns eben nicht.
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      Wir sprechen von der Überbevölkerung der Welt. Dann stelle man sich mal vor, wenn die Natur diese Eigenregulierung nicht vorgesehen hätte. Eine staatliche Geburtenreglung gibt es in den wenigsten Ländern der Welt.
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      Keine Spezies macht im Verlaufe seines Lebens einen so starke Wandel durch wie der Homo-Sapiens. Er sollte akzeptieren, dass mehrmals in seinem Leben ein euer Abschnitt begonnen hat. Neue Lebensinhalte sind für ihn hinzugekommen und andere abgeschrieben So wie vor der Pubertät ficken kein Thema für ihn war, muss er sich auch damit abfinden, dass es eine Zeit danach gibt. Der Sinn des Lebens kann nicht darin bestehen immer 25 sein zu wollen.
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      Statt das Lebensalter zu verlängern sollte die Wissenschaft nach Wegen suchen den Alterungsprozess zu verlangsamen. Aber das wäre wieder ein anderes Thema . . .
      Mit gesunden Menschen lässt sich kein Profit machen.

      .


      glG

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  4. Okay, wenn du das Thema SEX komplex behandelt sehen willst, dann sind deine Ausführungen ja richtig. Es besteht dabei aber die Gefahr dass man dabei alles nur anschneidet und nichts tiefer behandelt. Ich ziehe es im allgemeinen vor einen Aspekt hervor zu ziehen und diesen ausführlich zu behandeln.
    Gabriele Kuhn’s Absicht war es EINEN Teilaspekt von Sexualität zu behandeln und dazu anregen, dass über diese Probleme offen und ehrlich geredet wird. Den Betroffenen interessiert es weniger was da die Gesellschaft oder was der gerade herrschende Zeitgeist dazu sagt. Das Individuum ist auf dem Gebiet der Sexualität der Gesellschaft gar nichts schuldig. Das sind ureigenste intime Angelegenheiten wo sich allenfalls Fachleute beratend äußern sollten. Der Staat oder die Gesellschaft hat sich da nicht einzumischen. Ich frage ja auch niemanden wie ich meinen Sex gestalten will, höchstens die Partnerin – aber sicher nicht ob es der Gesellschaft, dem Staat oder der Kirche passt.
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    Von Selbstmitleid sehe ich im Beitrag von Gabriele Kuhn nichts. Auch sie nimmt Realitäten zur Kenntnis und mit ihr vor allem die Betroffenen. Man kann ganz kühl darüber reden und muss dabei nicht in einem Bad von Selbstmitleid sich suhlen, wie du das scheinbar interpretierst. Hauptsache man redet offen und ehrlich darüber.
    Deine Frage warum leben sie eigentlich noch, kann ich nicht eindeutig einordnen. Was würdest du vorschlagen? Suizid? Erkläre mir es bitte genauer, wenn ich dich da missverstehe.
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    „Mit 40 hat der Mensch seine Schuldigkeit auf diesem Planeten getan. Er hat Nachwuchs gezeugt und diesen in der Regel auch groß gezogen. (oder auch nicht – wenn er meint dass er lieber schwul ist).“
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    Mit 40 hat der Mensch seine Schuldigkeit auf diesem Planeten getan – und dann???
    Auch von „lieber schwul“ kann keine Rede sein, denn das ist keine freie Wahl (auch keine Krankheit), sondern eine Veranlagung, die auch ihr Recht hat zu sein. Auch hier gäbe es viel mehr zu sagen, worauf ich aber verzichten möchte, weil ich deine Einstellung dazu nur zu gut kenne.
    Nach 40 also fertig mit Sex, ausgefickt? Da würde das Alter ja ganz früh schon anfangen. Von mir aus können die katholischen Pfaffen auch schon mit 25 aufhören mit Masturbation, ficken wäre für sie ja noch mehr verboten und sie dürf(t)en sich per „Codex Iuris Canonici“, also kirchliches Recht, nicht fortpflanzen und sich auch nicht homosexuell betätigen, von denen es ja eine Masse unter ihnen gibt). Aber das wäre auch wieder ein anderes Thema, deshalb Punkt hier.
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    Während Schwangerschaften noch im Kindesalter weltweit der Fall sind.
    Nur bei uns eben nicht.

    Ich hoffe, du bedauerst das nicht, denn Schwangerschaften im Kindesalter sind nie wünschenswert und eine Tragödie.
    Leider ist die Natur da nicht so genial bei der Bevölkerungsplanung. Wenn man der Natur freien Lauf ließe, (wie es leider in vielen Breitengraden noch großteils geschieht, das hat auch mit der Bildung und Armut zu tun) hätte die Erde schon lange eine Bevölkerungsexplosion zu verzeichnen, mit katastrophalen Folgen. Hier muss man der Wissenschaft dankbar sein, dass sie Verhütungsmittel erfunden hat (vor allem die Anti-Babypille) und auch verantwortungsvollen Eltern muss man danken.
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    Sex ist NICHT NUR für die Fortpflanzung da (das wollten ja in unserem Kulturkreis vor allem christliche Religionen den Menschen „einpflanzen“, nach ihrem Motto, dass Sex eine „schlüpfrige Materie“ = Schmutz sei), sondern Sexualität ist ein integraler Bestandteil menschlicher Existenz. Ich möchte mich nicht als „Stier“ missbraucht sehen oder die Frau, Partnerin, als Kälberkuh, als Gebärmaschine. Sexualität unterliegt natürlich wie alles Leben einem Alterungsprozess, siehe exemplarisch auch die Abnahme von Testosteron- und Östrogen-Produktion. Ich hoffe wohl nicht, dass du denkst, dass nach der „Schuldigkeit des Zeugens“, auch das Ende vom Sex eingeläutet ist?
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    Der medizinischen Wissenschaft ist es bis heute leider nicht gelungen Alterungsprozess zu verlangsamen. Das Lebensalter im Leiden zu verlängern halte ich auch nicht für sinnvoll. Hier sollte das Selbstbestimmungsrecht des Patienten gelten und respektiert werden (was leider oft missachtet wird).
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    „Wir sprechen von der Überbevölkerung der Welt. Dann stelle man sich mal vor, wenn die Natur diese Eigenregulierung nicht vorgesehen hätte. Eine staatliche Geburtenreglung gibt es in den wenigsten Ländern der Welt.“

    Aud die „Eigenregulierung der Natur“ kann man sich beim Mensch leider nicht verlassen, das wäre naiv gedacht. Da brauchte es schon die Erfindung der Antibaby-Pille, damit kinderreiche Familien selten wurden. Dazu kam auch noch vor 60 – 70 Jahren dazu, dass die Leute noch gläubiger waren und mehr auf die Pfaffen hörten, die in anmaßender und präpotenter Weise nicht davor zurückscheuten in die Häuser zu gehen und die Ehepaare zu ermahnen, wenn mal ein Jahr kein „Gottesgeschenk“ gezeugt wurde. Heute getraut sich das natürlich kein Pfaffe mehr, denn er weiß, dass er dann zurecht eine Fußtritt bekäme.
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    Die katholische Kirche wehrte sich ja mit Händen und Füßen gegen künstliche Methoden der Empfängnisverhütung und Papst Paul VI. (spöttisch Pillen-Paul genannt) brachte zu diesem Zweck 1968 extra die Enzyklika Humanae vitae heraus.

    Aus Wikipedia:
    […]
    Umstritten ist in der Öffentlichkeit bis heute die Enzyklika Humanae vitae von 1968, in der Paul VI. zwar die Eigenverantwortung der Eltern billigte, die Verurteilung künstlicher Methoden der Empfängnisverhütung aber aufrechterhielt. Das Schreiben erhielt insofern eine besondere Aufmerksamkeit, als die Markteinführung der Antibabypille wenige Jahre zurücklag. Daher bekam der Papst von Gegnern der Enzyklika den spöttischen Beinamen „Pillen-Paul“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_VI
    Siehe auch: http://religion.orf.at/tv/stories/2671116/
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    Kleine Anekdote zur katholischen „Pflicht“ der Fortpflanzung: zu meinem Vater sagte mal so ein Pfaffe bei einer Beichte, als der katholisch Kultbeamte fragte wie es mit den Kindern aussehe. Mein Vater sagte, dass schon zwei Kinder da wären und dass es nach den ersten Kriegsjahren zu kostspielig wäre gleich ein 3. Kind „nachzuschieben“. Da sagte der Pfafffe: Was tun sie lieber – Kinder machen, oder in der Hölle braten. Amen und eine Deckel drauf sage ich da nur mehr. Tschüss zur katholischen Kirche habe ich schon lange gesagt.
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    Kleine Anekdote dazu: zu meinem Vater sagte mal so ein Pfaffe bei einer Beichte, als der katholisch Kultbeamte fragte wie es mit den Kindern aussehe. Mein Vater sagte, dass schon zwei Kinder da wären und dass es nach den ersten Nach-Kriegsjahren zu kostspielig wäre gleich ein 3. Kind „nachzuschieben“. Da sagte der Pfaffe: Was tun sie lieber – Kinder machen, oder in der Hölle braten? Amen und eine Deckel drauf sage ich da nur mehr. Tschüss zur katholischen Kirche habe ich schon vor Jahrzehnten gesagt.
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    Gruß Hubert

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