Archiv für 21. September 2016

In den USA sollen 45.000 Wildpferde eingeschläfert werden   3 comments

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Unglaublich wie Menschen über Tiere entscheiden, als wenn sie gar nicht da wären bzw. als wenn es Sachen wären wie ein Tisch oder ein Stuhl. Mal nachdenken und den eigenen Egoismus und die Gier in den Schrank hängen, wäre angesagt. Eben Hirn UND Herz benützen. Skandalös, dass Politiker mit einem Federstrich über das Leben dieser Wildpferde entscheiden können. Manche Politiker haben wirklich einen ekelhaften Charakter… pfui Teufel kann ich da nur sagen.

Es ist ein Verbrechen solche  einmalige  Tiere zu töten, schon das Ansinnen ist krank und pervers.

US-Behörde fordert

Todesurteil für 45’000 Wildpferde

USA – In den USA sollen 45’000 Wildpferde eingeschläfert werden. Um mehr Platz für die Rinderzucht zu schaffen.

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US-Behörde will 45'000 Wildpferde töten zugunsten von Rinderzucht

Eine Herde Wildpferde in Utah.  Tim Flach
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Seit Wildpferde in den USA im Jahre 1971 unter den Schutz des Staates gestellt wurden, steigt ihre Population kontinuierlich an. Aus diesem Grund werden seit über 20 Jahren durch das Bureau of Land Management die Wildpferde eingefangen. Sie werden dann durch ein Adoptionsprogramm an interessierte Bauern verteilt. Seit der Einführung dieses Programms wurden bereits 235’000 Wildpferde adoptiert. Innerhalb dieses Adoptionsprogramms ist es möglich, für 125 Dollar Bearbeitungsgebühr ein waschechtes Wildpferd zu erwerben.

Überfüllte Anlagen und hohe Kosten 

Nun sinkt die Anzahl der Adoptionen von Jahr zu Jahr, während sich die Population der Tiere vergrössert. Die Anlagen sind überfüllt und der Unterhalt der Pferde kostete die USA allein im letzten Jahr 49 Millionen Dollar. Das sind fast die Hälfte des Budgets des ganzen Programms. Darum hat die Regierung vorgeschlagen, die 45’000 noch nicht adoptierten Wildpferde einzuschläfern.

Tierschützer laufen Sturm. Sie argumentieren, dass öffentliches Land nicht für profitable Rinderzucht verwendet und die Wildpferde somit überhaupt nicht eingefangen werden sollen. Tierschutzorganisationen wie Humane Society verurteilen die fehlende Geburtenkontrolle für wildlebende Pferde.

«Das Einfangen der Tiere verursacht eine noch grössere Zunahme der Population. Der Grund dafür ist, dass durch die Abnahme an Konkurrenz mehr Futter zur Verfügung steht und die Tiere sich somit noch stärker vermehren.», erklärt Ginger Kathrens, Direktorin der Tierschutzorganisation The Cloud Foundation. 

Behörde liess schon 2000 Tiere schlachten

Das zuständige Departement investierte letztes Jahr zwar 11 Millionen Dollar um wirksame Methoden zur Kastration und Sterilisation der Wildpferde zu finden. Doch die National Academy of Sciences liess verlauten, dass noch keine wirksamen Methoden der Geburtenkontrolle zur Verfügung stehen würden.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Bureau of Land Management in der Kritik steht. Letzten Oktober kam ans Licht, dass die Behörde etwa 2000 vom Staat geschützte Wildpferde zur Schlachtung verkauft hatte. (boo)

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In den USA sollen 45.000 Wildpferde eingeschläfert werden

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Gruß Hubert

 

Hör mal, wer da hämmert   Leave a comment

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Wieder mal ein Sex-Thema. Altersbedingt bin ich ja nicht mehr so brennend interessiert an Sex, aber ich finde das Thema vom „perfekten Sex“ handelt Gabriele Kuhn hier gut ab. Wenn auch manche Frauen vielleicht glauben, Männer seien bis ins Greisenalter an Sex interessiert, gehöre ich nicht zu dieser Kategorie Männer. Wichtige „Ingredenzien“ nehmen ja mit dem Alter beim Mann ab, wie Testosteron, Potenz, Erektionsqualität (natürlich nimmt auch bei der Frau nach den Wechseljahren ein wichtiges Hormon ab, Östrogen) . Sex als Zuschauer würde mich jedenfalls nicht mehr interessieren. Wenn nicht aktiv, dann besser dieses Thema streichen. Sport kann man auch eventuell passiv genießen… aber Sex? Aber ich spreche ja nur für mich, andere Männner können das ja anders sehen. Eines ist aber auch sicher, Männer lügen selten so viel bei einem Thema als wenn es um ihre angebliche Mannhaftigkeit und Standhaftigkeit geht. Da geben sich Männer als die tollsten Hengste wo in Wirklichkeit nur mehr tote Hose vorherrscht. Ach ja, Potenzmittel gibt es ja auch noch. Aber eine Eisenstange kann das natürliche Wohlgefühl nie ersetzen. Es soll auch für die Frau nicht so toll sein.

Aber zurück zum Thema, wo es ja um den perfekten und ultimativen und Sex in Superlativen geht. Orgasmus hoch zehn und wer kann am öftesten und wer spr….. am weitesten und am meisten.

Wir sind nirgends perfekt. Warum sollten wir es beim Sex sein?

Gabriele Kuhn: Genau so sind wir nämlich gemeint: weder ultimativ, noch perfekt, sondern verletzlich und echt.

Deshalb müssen wir nicht nur gut zu uns sein, sondern vor allem nachsichtig mit uns.

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Wenn es um Sex geht, schwingen häufig Bilder einer perfekten Ausstellung mit. Von glatten Körpern, feuchtfröhlichen Exzessen und Geschlechtsteilen, die wie geschmiert tun, was sie tun sollten: immerzu Lust spenden – auf Hammer-Niveau. Dass es auch weniger perfekt sein darf, verdrängen viele. Doch genau das ist die Crux.

Ultimativ – und perfekt. Das sind zwei Begriffe, die gerne in einem Atemzug mit dem Wort Sex genannt werden. Da steht dann sowas in Lifestyle-Portalen:  „5 Tipps für den ultimativen Orgasmus.“ Und:  „8 ultimative Tipps für den perfekten Blowjob“. Oder etwa: „Es muss nicht immer Sex sein: 10 Tipps für das perfekte Kuscheln“.  Beziehungsweise:  „Es muss nicht immer Kuscheln sein: 10 Tipps für den perfekten Sex“.  Orgasmen sollten, wenn schon nicht perfekt wenigstens ultimativ sein.
Nie würde irgendwo stehen: „So kommen Sie in 15 Minuten zu einem durchschnittlichen Orgasmus“.  Und schon gar nicht:  „15 durchschnittliche Ratschläge für unterdurchschnittlichen Sex“. Keine Chance, das interessiert niemanden, das würde so keiner lesen. Stattdessen will er wissen, wie ein Mann „jede Frau ins Bett kriegt“ oder „allen Frauen einen multiplen Orgasmus beschert“. Und sie mag lesen, was sie tun muss, damit „meine Vagina nicht pupst“ oder wie die „6 besten Stellungen von hinten“ funktionieren.  

Weil es doch idealerweise so sein muss:  Mehr und noch mehr.   Und das bitte noch besser, noch härter, noch feuchter, noch tiefer, noch länger, noch glatter, noch dünner, noch six-packiger. Wo man hinschaut: die Superlative, das Optimum, das Erstrebenswerte. Also Supermuschis, Super-Ständer und ewig funktionierende Feuchtbiotope, allzeit bereit. Vieles, was wir gerne hätten, aber nicht haben.

Zur Orientierung  braucht man  dann eigentlich nur mehr durch das Porno-Angebot im Internet zu surfen. So viel Ultimatives und Perfektes per Mausklick – hör und schau mal, wer da hämmert. Frauen, die sich stundenlang von hinten und vorne, von oben und unten bumsen lassen, ohne auch nur einmal „Autsch“  zu sagen. Oder womöglich „Stopp“. Männer mit Presslufthammer-Erektionen, unverletzbar. Und alle haben sie Orgasmen wie Donner und Blitz. Wenn sie nicht gestorben sind, dann hämmern sie noch weiter.

Das ist  nicht alles. Wer Sex denkt, denkt meist in Idealen. Damit wird der Mensch  sozialisiert. Sex muss dreckig sein, darf aber nicht besonders schmutzen.  Sex darf nicht stinken, nicht holpern, nicht zögerlich sein. Nur kein falsches Geräusch an falscher Stelle. Nur kein Ausrutscher, Abrutscher, Versager. Von Beginn an sind die Erwartungen hoch. Erster Sex? Sanft, schön, schwingend, geil. Dass da auch einmal etwas nicht so rutscht und vielleicht sogar weh tun kann, also bitte!  Daher empfindet sich jeder, dem tatsächlich ein bisschen was weh tut, und wo es nicht so flutscht,  falsch. Auch sonst  wollen wir tun, was richtig ist. Richtig ist, was opportun scheint. Und das ist auf keinen Fall etwas, wofür wir uns  womöglich schämen müssten.

Wer zu früh kommt, gar nicht kommt, verzögert kommt, an delikater Stelle ein Wimmerl oder Härchen hat, im falschen Moment die falsche Handlung setzt, wer zögert, überlegt, es ungeschickt anpackt, den bestraft sein Sexualleben. Wer nicht wie geschmiert die Beine spreizt und die  Lenden schwingt, ist raus.

So  schade. Weil es kaum etwas Menschlicheres gibt als den sexuellen Menschen, in seiner ganzen Nacktheit und Berührbarkeit. Genau so sind wir nämlich gemeint: weder ultimativ, noch perfekt, sondern verletzlich und echt.  Deshalb müssen wir nicht nur gut zu uns sein, sondern vor allem nachsichtig mit uns.

20.08.2016
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Hör mal, wer da hämmert

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Gruß Hubert

 

 

Veröffentlicht 21. September 2016 von hubert wenzl in Sexualität, Uncategorized

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