Die gar nicht so süße Maus (mMn) der Berliner CDU   3 comments

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Ganz schlimm dieser Sexismus. Da hat ein Parteikollege von der CDU glatt zur CDU-Politikerin Jenna Behrends gesagt: „süße Maus“, (was ich nebenbei gesagt zu ihr nicht sagen würde, weil ich sie gar nicht süß finde – aber das ist Geschmackssache). Sollte sie ein Mann auf ihre inneren Werte reduzieren und sie sonst für eine hässliche Maus halten (und ihr hoffentlich das nicht sagen)?

„Ausgerechnet Jenna, die ihre weiblichen Reize spielen ließ und den Männern halb auf dem Schoß saß – ein Hohn.“

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CDU-Politikerin Jenna Behrends

Die Berliner CDU-Politikerin Jenna Behrends. – Foto: dpa

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Die Sexismus-Debatte um die frisch gewählte Berliner CDU-Bezirksverordnete Jenna Behrends (26) und Parteichef Frank Henkel wird zur innerparteilichen Schlammschlacht. Sandra Cegla (37), Vorsitzende der Frauen Union in Berlin-Mitte, wirft Jenna Behrends Intriganz und Verlogenheit vor – und den zielgerichteten Einsatz ihrer „weiblichen Reize“.

„Sie kam vor etwa einem Jahr zu uns, war ein, zwei Monate sehr aktiv und fing dann an, gegenüber Mitgliedern des Vorstands über andere Mitglieder zu lästern“, sagte Cegla dem Berliner Kurier. Das hätten ihr mehrere Frauen berichtet. Zudem habe sie offen gelogen.

Sandra Cegla: „Ausgerechnet Jenna, die ihre weiblichen Reize spielen ließ und den Männern halb auf dem Schoß saß“

Empört ist Cegla, dass Behrends sich als Vorkämpferin gegen Sexismus darstelle: „Ausgerechnet Jenna, die ihre weiblichen Reize spielen ließ und den Männern halb auf dem Schoß saß – ein Hohn.“ Cegla will mehrfach auf dieses Verhalten angesprochen worden sein.

Ausgelöst wurde die Debatte durch einen Artikel von Behrends, in dem sie Intrigen, angedichtete Verhältnisse und Sexismus in der CDU beklagte. Innensenator Frank Henkel habe sie „große, süße Maus“ genannt. Der Abgeordnete Sven Rissmann soll ihr gesagt haben, Henkel habe ihn gefragt: „Fickst du die?“ Henkel schweigt zu den Formulierungen, Rissmann erinnert sich nicht.

Dafür äußern sich immer mehr Politiker zu dem Fall. Die stellvertretende Unions-Fraktionschefin Nadine Schön hält Sexismus für ein Problem, das nicht nur die Politik betrifft. „In der Partei genauso wie in der ganzen Gesellschaft muss das Thema stärker diskutiert werden“, sagte sie am Montag im Deutschlandfunk.

Schön sprach von einem „Graubereich“. Man müsse zwischen einer laxen Bemerkung und einer verletzenden, sexistischen Bemerkung unterscheiden. Eine erwachsene Frau „große süße Maus“ zu nennen, halte sie nicht für akzeptabel. Sie selbst habe die von Behrends geschilderten Erfahrungen nicht gemacht, sagte Schön. „Aber ich kenne das natürlich auch von Berichten von Bekannten und Freundinnen, jetzt egal, ob in der Politik, in der Wirtschaft oder auch in Vereinen und Verbänden.“

Auch Berlins CDU-Generalsekretär Kai Wegner fordert eine stärkere Auseinandersetzung mit sexistischem Verhalten in Parteien und Gesellschaft. „Sexismus ist leider ein verbreitetes, gesamtgesellschaftliches Problem, dem wir uns noch stärker stellen müssen“, sagte er der „Berliner Morgenpost“. In der CDU habe die Herabwürdigung von Frauen keinen Platz, betonte Wegner.

Anne Wizorek: „Das würde mit männlichen Kollegen schlichtweg nicht passieren“

Anne Wizorek, die vor drei Jahren die sogenannte Aufschrei-Debatte um Sexismus in der Gesellschaft mitausgelöst hatte, widersprach Schön. Sie sagte dem Sender: „Das würde mit männlichen Kollegen schlichtweg nicht passieren, und insofern ist das kein Graubereich, sondern Sexismus.“ Gleichzeitig begrüßte sie, dass CDU-Generalsekretär Peter Tauber am Wochenende eingeräumt hatte, dass es in der Partei – aber auch in der Gesellschaft – ein Problem mit Sexismus gebe. (red/dpa)

– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/24806188 ©2016

 

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Die Berliner CDU-Politikerin Jenna Behrends hat Sexismus-Vorwürfe gegen ihre Partei erhoben. „Warum ich nicht mehr über den Sexismus in meiner Partei schweigen will“, schrieb Behrends am Freitag in einem Beitrag für das Online-Magazin „Edition F“. Immer wieder sei sie mit Gerüchten konfrontiert worden, sie würde sich nur hochschlafen.

„Die junge Frau, die ständig mit den Gerüchten um ihre angeblichen Affären konfrontiert wird, die gibt es in echt“, beklagt Behrends. Auf einem Parteitag sei sie von einem Parteifreund als „große süße Maus“ bezeichnet worden. Jener Parteikollege soll einen anderen zudem gefragt haben: „Fickst du die?“

„Nimmersatte Karrieristin“

Behrends, Jahrgang 1990, ist am vergangenen Sonntag für die CDU in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gewählt worden, die Volksvertretung auf Ebene der Berliner Bezirke. 2015 war sie in die Partei eingetreten. In ihrem Text kritisierte Behrends den fehlenden Zusammenhalt von Frauen innerhalb der Partei, sie soll als „nimmersatte Karrieristin“ bezeichnet worden sein. Gleichzeitig erklärte sie, dass Politik zu wichtig sei, „um sie hauptsächlich alten Männern zu überlassen“.

Der Berliner CDU-Chef Frank Henkel zeigte sich verwundert und „auch ein bisschen enttäuscht über Inhalt und Stil dieses offenen Briefes“. Die CDU Mitte, für die Behrends nun auch in der BVV sitzt, hätte Quereinsteigern immer wieder eine Chance gegeben, erklärte Henkel in einer Mitteilung. „Wenn sich Frau Behrends mit mir austauschen will, steht ihr meine Tür wie jedem anderen Mitglied meines Kreisverbandes für ein Gespräch offen.“ Die Bundes-CDU wollte die Vorwürfe auf Nachfrage nicht kommentieren. (dpa)

– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/24795962 ©2016

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„Offensiv gegenüber Männern“

Die FU-Bezirksvorsitzende Cegla jedoch attackiert ihre Parteifreundin. Sie erklärte, es sei nicht erstaunlich, dass es im CDU-Bezirksverband, der ebenfalls von Frank Henkel geleitet wird, Spekulationen über das Privatleben der 26-jährigen Behrends gegeben habe. „Ich habe sie als sehr offensiv Männern gegenüber empfunden“, sagte Cegla der Berliner Zeitung. Zudem habe Behrends ihr von einem Verhältnis zu einem Mitglied des Bundesvorstands berichtet.

Zu den Vorwürfen gegen Henkel sagte Cegla: „Ich weiß, was Sexismus ist. Und das ist keiner.“ Die Frage Henkels an seinen Parteifreund Sven Rissmann, die Behrends betraf („Fickst du die?“), habe Behrends ja nicht gehört. „Das war ein Satz unter Männern, der dann weitergetragen wurde.“

– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/24808528 ©2016

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Jenna Behrends trat im Mai vergangenen Jahres in die CDU ein und bereits auf dem Parteitag des Kreisverbandes Mitte im November erhielt sie auf Vorschlag ihres Ortsverbandes den sicheren Listenplatz sechs für die Wahl der Bezirksverordnetenversammlung. Schließlich gab es bislang bei der CDU in der BVV kaum Frauen.

Vorwurf, sich hochzuschlafen

„Ein großer Vertrauensvorschuss“, schreibt die Mutter einer dreijährigen Tochter. Doch manchem in der Partei schien der Aufstieg zu schnell zu gehen. Die Verleumdungen fingen an. Ihr sei unterstellt worden, sich für ein kommunales Ehrenamt hochzuschlafen, ständig sei sie mit Gerüchten über ihre angeblichen Affären konfrontiert worden.

– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/24794036 ©2016

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Offener Brief von Jenna Behrends (CDU)

https://editionf.com/sexismus-parteien-jenna-behrends

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Natürlich wieder ein Aufspringer für Anne Wizorek. Das ist die vom #aufschrei
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dcratgs939hmf51qa

https://twitter.com/hashtag/aufschrei?lang=de

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Gruß Hubert

 

 

Veröffentlicht 27. September 2016 von hubert wenzl in Politik, Sexualität, Uncategorized

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3 Antworten zu “Die gar nicht so süße Maus (mMn) der Berliner CDU

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  1. Die Sexismus-Debatte um die frisch gewählte CDU-Bezirksverordnete Jenna Behrends (26) und Parteichef Frank Henkel wird zur innerparteilichen Schlammschlacht. Sandra Cegla (37), Vorsitzende der Frauen Union in Mitte, wirft ihr Intriganz und Verlogenheit vor – und den zielgerichteten Einsatz ihrer „weiblichen Reize“.
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    Cegla sagte dem KURIER: „Sie kam vor etwa einem Jahr zu uns, war ein, zwei Monate sehr aktiv und fing dann an, gegenüber Mitgliedern des Vorstands über andere Mitglieder zu lästern.“ Das hätten ihr mehrere Frauen berichtet.
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    Offen gelogen habe Behrends nach einem Treffen mit CDU-Stadtrat Carsten Spallek. Der habe von ihr verlangt, 50 Texte für eine Wahlkampfbroschüre zu schreiben und dazu Fotos zu beschaffen. Cegla: „Die 50 hat sie vor Zeugen mehrfach wiederholt.“ Cegla fragte bei Spallek nach: „Er zeigte mir eine Mail an Jenna. Darin ist von fünf Texten die Rede, die vorformuliert waren. Und es gab den Hinweis, Fotos lägen vor.“
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    Empört ist Cegla, dass Behrends sich als Vorkämpferin gegen Sexismus darstelle: „Ausgerechnet Jenna, die ihre weiblichen Reize spielen ließ und den Männern halb auf dem Schoß saß – ein Hohn.“ Cegla will mehrfach auf dieses Verhalten angesprochen worden sein.
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    Schriftlich ergänzt Cegla ihre Erinnerung um ein Vier-Augen-Gespräch mit Behrends am 15. April 2016 bei einer Parteiklausur, das Peter Tauber, Generalsekretär der Bundes-CDU, ins Spiel bringt. Sie zitiert Behrends: „Mit dem Peter Tauber, das muss jetzt aber unter uns bleiben, die Gerüchte stimmen. Ich hatte ein Verhältnis mit ihm.“ Cegla: „Hierzu kann ich eine Versicherung an Eides statt abgeben.“ Da sei es verwunderlich, dass Behrends sich beschwere, ihr würden Verhältnisse angedichtet.
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    Behrends blieb bei ihrer Darstellung: „Ich hatte kein Verhältnis mit Peter Tauber.“
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    Allerdings: Zana Ramadani, Frauenrechtlerin in der CDU, legte dem KURIER einen Chat mit Behrends vom Herbst 2015 vor. Die Frauen machen sich da Gedanken, ob „Peter“ homosexuell sei. Behrends schreibt (und beendet den Satz mit einem Zwinker-Smiley): „Also so, wie der auf mich reagiert, kann ich das ausschließen.“

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    Ausgelöst wurde die Schlacht durch einen Artikel von Behrends, in dem sie Intrigen, angedichtete Verhältnisse und Sexismus in der CDU beklagte. Henkel habe sie „große, süße Maus“ genannt. Der Abgeordnete Sven Rissmann soll ihr gesagt haben, Henkel habe ihn gefragt: „Fi…. du die?“ Henkel schweigt zu den Formulierungen, Rissmann erinnert sich nicht.
    Die Zehlendorfer CDU-Stadträtin Cerstin Richter-Kotowski sprang Henkel zur Seite: Sie kenne ihn lange und habe solche sexistischen Sprüche von ihm nie gehört.
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    Das ist die eine Seite der Front. Die andere Seite: Behrends bekommt Zuspruch – von Peter Tauber. Er sagte dem KURIER: „Wir brauchen eine größere Sensibilität in allen Bereichen der Gesellschaft, denn Sexismus ist nicht nur ein Problem in der Politik.“ Er fügte hinzu: „Jenna Behrends und ich haben uns kennen gelernt und auch geflirtet. Aber es war für mich recht schnell klar, dass es rein freundschaftlich bleibt.“
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    Eine Frau, die ebenfalls in der Frauen Union schlechte Erfahrungen gemacht haben will, sagte dem KURIER: „Die wollen, dass du als Frau demütig und dankbar bist für das, was dir die CDU ermöglicht hat. Die wollen, dass du die Klappe hältst.“ Es gebe viele Frauen in der Union, die dieses Bild gut erfüllen. „Die machen im für die Männer richtigen Moment die Klappe wieder auf. Warum springen jetzt andere Frauen für Henkel in die Bresche?“
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    Ramadani, eher Gegnerin Henkels, widerspricht: „Wir leugnen nicht, dass es Sexismus in der CDU gibt. Aber Jenna missbraucht das wichtige Thema für ihre Zwecke und verhöhnt echte Opfer.“
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    – Quelle: http://www.berliner-kurier.de/24803616 ©2016
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    CDU-Politikerin prangert Sexismus an Jetzt hat Henkel ein Brüderle-Problem
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    Quelle: http://www.berliner-kurier.de/24795284 ©2016
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    Zur Erinnerung, 2013 hatte Heiner Brüderle in einer Hotelbar zu Laura Himmelreich vom „Stern“ gesagt: „Sie können ein Dirndl auch ausfüllen.“
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    Für Brüderle war der Artikel „von langer Hand“ geplant. „Schauen Sie sich mal den Zeitablauf an: Am Montag werde ich zum Spitzenkandidaten gewählt. Am Mittwoch liegt der gedruckte „Stern“ auf meinem Schreibtisch“, sagte Brüderle. Der „Stern“ habe die FDP und ihn nachhaltig beschädigen wollen. Das sei ihm auch gelungen. Auf die Frage warum er bisher zu den Vorwürfen geschwiegen habe, antwortete der frühere Bundeswirtschaftsminister: „Ich bin heute noch überzeugt, dass ich die politische Debatte anders nicht überstanden hätte. Da kommen Sie mit der Wahrheit nicht weiter, wenn Frauenrechtlerinnen wie Alice Schwarzer im Kampfmodus sind“.
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    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/sexismus-affaere-rainer-bruederle-bricht-sein-schweigen/9723304.html

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    Gruß Hubert

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  2. Um mich nicht zu wiederholen möchte ich auf meinen Beitrag zum gleichen Thema verweisen.
    https://sabnsn.wordpress.com/2016/09/27/und-wieder-sexismus/
    Ich zweifle sogar an, dass SIE den sogenannten “offenen Brief“ selbst verfasst hat.

    Unter aller Würde finde ich den Journalismus in unserem Land
    Wer schreibt dem Mainstream eigentlich vor, worüber sich dieser bis zum Erberechen auszulassen hat?
    Das ist Journalismus ala 2016 Made in BRD!
    Fernab jeder Ethik, Anstand und Moral!

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    glG Sabine

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  3. Aus der WELT (Auszug)

    Sexismus können wir Frauen doch viel besser

    Von Birgit Kelle
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    Wer sich darüber aufregt, dass Männer im Gespräch über Frauen derb werden können, hat noch nie eine weibliche Lästerrunde erlebt. Wie wird da über Ehemänner, Chefs und andere Frauen hergezogen!
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    Um die Faktenlage zusammenzufassen: Jenna B. sah sich vor wenigen Tagen, aber sicherheitshalber erst nach der Wahl, genötigt, ihre „liebe Partei“ CDU öffentlich anzuklagen. Frauen allgemein und sie als beschuldigte „große süße Maus“ im Speziellen seien im Politikbetrieb ständig sexistischen Angriffen ausgesetzt.

    Das böse F-Wort war gefallen. Freilich nicht öffentlich und nicht einmal ihr gegenüber, sondern in einem Gespräch unter Männern. Aber egal, Geschlechtsverkehr und Politik zieht medial immer.

    Nun hätte Frank Henkel sicher auch stilistisch feinsinniger nachhaken können, ob der Kollege wohl ein Verhältnis mit der Kollegin habe, wie man bereits im halben CDU-Bezirk mutmaßte. Ein kurzes „Fickst du die?“ bringt es aber auch auf den Punkt.
    Armes Ding!

    Jenna B. moniert aber auch das Gerücht, sie habe sich hochgeschlafen. Das ist nun ein Vorwurf, der offenbar aus den Reihen der Frauen stammt, die mit ansahen, wie eine Quereinsteigerin mit reichlich „Vitamin B“ innerhalb weniger Monate vom Neumitglied zum sicheren Listenplatz kam. Was übrigens den Vorwurf der Jenna B., vor allem weibliche Quereinsteigerinnen hätten es echt schwer in der CDU, sagen wir mal, leicht abschwächt.
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    […]
    Es bringt uns aber nahtlos zur Frauen-Union in Berlin-Mitte, die Jenna B. im selben Schreiben gleich mit anklagt. Denn man habe sie auf dem Weg nach oben nicht unterstützt. Armes Ding! Und was für ein feministischer Totalausfall, keine Solidarität unter Frauen weit und breit!

    Die Frauen-Unions-Vorsitzende revanchiert sich nun mit einem Gegenangriff. Jenna B. sei nicht nur auf jedem Schoß gesessen, sie habe ihr selbst offenbart, ein Verhältnis mit CDU-Generalsekretär Peter Tauber zu haben – und will dies notfalls sogar an Eides statt versichern.

    Der Peter hingegen ist pflichtbewusst betroffen angesichts von Sexismus in seiner Partei und dementiert ritterlich jede Unanständigkeit. Das vorläufige Finale Grande in dieser Berliner Love-Story liefert dann aber noch ungefragt Zana Ramadani – auf dem Papier „Feministin“ in der CDU, die im Echtleben im Heimatverband irgendwo im Siegerland nichts geworden ist.
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    CDU-“Sex and the City“ für Arme

    Seither zieht sie wahlweise die Sexismus- und/oder Migrantenkarte, je nachdem, was gerade im medialen Opferdiskurs mehr im Trend liegt. Dem geneigten Publikum ist sie aber möglicherweise eher durch ihre Brüste bekannt, die sie als Femen-Aktivistin gerne und wiederholt in sich bietende Kameras hielt.

    Zana R. wiederum scheint zumindest früher eine Freundin von Jenna B. gewesen zu sein und hält für die Presse nun bereitwillig Chat-Verläufe bereit, in denen die beiden CDU-Mädchen auf Neuntklässlerinnenniveau darüber sinnieren, ob der Peter Tauber wohl schwul sei, was Jenna B. aufgrund ihrer magischen Wirkung auf Männer selbstbewusst zu verneinen weiß. Zwinker-Smiley.
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    […]
    Berlin war schon immer groß darin, die echten Probleme zu verdrängen, um sich mit dem Unterhaltsamen zu beschäftigen – und das nicht erst, seit Klaus Wowereit Champagner aus Damenschuhen trank. Jetzt sitzt das Publikum bei Popcorn und darf Polit-Entertainment auf RTL-II-Niveau genießen.
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    Eine Art CDU-„Sex and the City“ für Arme, denn das feinsinnige Nachsinnen einer Carrie Bradshaw über die ewige Jagd zwischen Mann und Frau im Großstadtdschungel verkommt angesichts der Protagonisten gerade auf das Niveau von „Berlin – Tag und Nacht“.

    Es will auch nicht wirklich eine Aufschrei-Euphorie aufkommen wie einst 2013 bei Rainer Brüderle. Nahezu inflationär wird seither medial auf allem und vor allem jedem rumgehackt, der nicht genderkonform und sittsam formuliert. Die feministischen Tugendwächterinnen sind nachtragend in solchen Dingen.
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    Mehr Intrigen, weniger Sexismus
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    Zuletzt war der versammelte Netzfeminismus allerdings im Team Gina-Lisa gehörig auf die Schnauze gefallen. Weil Fräulein Lohfink am Ende nicht als Männer-Opfer, sondern als verurteilte Lügnerin endete und das Dilemma offenbarte, dass man im Zeitalter reflexartiger Empörung nie sicher sein kann, auf der Seite der Guten oder doch nur aufseiten ambitionierter Shootingstars zu stehen.

    So auch jetzt. Zu offensichtlich scheint, dass hier weniger Sexismus ausgelebt, sondern vielmehr Intrigen und Machtkämpfe um Mandate ausgetragen werden.

    Während mit Rainer Brüderle noch unangezweifelt ein Prototyp des heterosexuellen, alten, weißen Mannes auf der Täterseite stand und zum Abschuss freigegeben war, ist im jüngsten Fall der Klassiker Mann = böse, Frau = Opfer nicht anwendbar.

    Berlin hat Zickenalarm, was ganz nebenbei die medial immer verdrängte Tatsache ins Rampenlicht bringt: In Sachen Sexismus sind wir Frauen doch viel besser. Es regt bloß medial in der Regel niemanden auf, da wir doch politisch korrekt immer nur dann über Sexismus diskutieren, wenn Männer sich vermeintlich danebenbenehmen, das Gleiche aber niemals tun, wenn Frauen ihren niederen Instinkten freien Lauf lassen.

    Dabei hat es doch Historie selbst im feministischen Lager. Schon in der „Emma“-Redaktion wurden früher die „Heten“ beschimpft, die abends heim zu ihren „Schwänzen“ mussten, während die wahrhaft emanzipierte, lesbische Aktivistin ohne Familie weiter an der finalen Befreiung der Frau schrieb.
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    Weiblicher Sexismus ist nicht strafbar

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    Wer sich darüber aufregt, dass Männer im Gespräch über Frauen derb werden können, hat noch nie einer weiblichen Lästerrunde beigewohnt, wenn über die Ehemänner von anderen, Chefs, Nachbarn, potenzielle männliche Zielobjekte oder – ja – über andere Frauen geredet wird.
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    Peter Tauber eignet sich bei dieser Geschichte ja am besten diesen Spruch vom Stapel zu lassen.
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    Hier weiterlesen:
    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article158401937/Sexismus-koennen-wir-Frauen-doch-viel-besser.html

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    Gruß Hubert

    Liken

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