Archiv für 8. Oktober 2016

Peta-Aktivisten zeigen CDU-Politiker an   Leave a comment

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Unglaublich diese unverfrorenen Lügen der Bauernlobbyisten und diese gedeckten Tierquälereien. Den Tierschützern warf Röring vor, den Schweinekadaver „erst kurz vor der Aufnahme in das Abteil gelegt“ zu haben, um es dann zu fotografieren.

Ist ja schon bekannt diese schamlose Masche.

Zu verurteilen ist auch, dass diese Tierqual legalisiert ist.

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Johannes Röring in seinem Schweinestall in Vreden. Johannes Röring in seinem Schweinestall in Vreden.(Foto: picture alliance / dpa)
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Vorwurf der TierquälereiPeta-Aktivisten zeigen CDU-Politiker an

Es sind verstörende Bilder, die Tierschützer in den Zuchtbetrieben dreier CDU-Politiker und Bauernlobbyisten aufnehmen: Verletzte Schweine werden in verdreckten Ställen gehalten. Die Ammoniak-Werte sind viel zu hoch. Doch die Stallbesitzer sehen sich im Recht.

Die Tierschutzorganisation Peta erhebt nach einem Bericht des Magazins „Spiegel“ schwere Vorwürfe gegen den Bauernpräsidenten von Westfalen-Lippe, Johannes Röring. Der CDU-Bundestagsabgeordnete soll in seinem Familienbetrieb in Vreden gegen das Tierschutzgesetz verstoßen haben. Dem Bericht zufolge hat Peta bereits Strafanzeige gestellt – allerdings nicht nur gegen Röring, sondern auch gegen zwei weitere Landwirtschaftsfunktionäre und Politiker. So sollen auch in den Ställen von Franz-Josef Holzenkamp, dem Aufsichtsratsvorsitzenden beim Agrarmulti Agravis Raiffeisen, und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Josef Rief bedenkliche Zustände herrschen.

Filmaufnahmen aus den Schweinezuchtbetrieben sollen Tiere mit riesigen Nabelbrüchen und blutig gebissenen Schwanzstummeln zeigen. In den Gängen lägen demnach tote, verwesende Tiere, bei einem sollen die Innereien ausgetreten sein. Ähnliches hatten zuvor auch Aktivisten der Tierschutzorganisation „Animal Rights Watch“ (Ariwa) beobachtet, die ihre Aufnahmen vom vergangenen Jahr aus dem Betrieb von Röring dem NDR und der „Süddeutscher Zeitung“ zuspielten. Auf den Bildern sind ebenfalls schwer verletzte Tiere zu sehen, die teilweise nicht mehr aufstehen können oder nur mühsam vorwärts robben können.

Laut Prof. Matthias Gauly, Veterinärwissenschaftler an der Universität Bozen, zeige dies „die schlechteste Form der Schweinehaltung, die man sich vorstellen kann mit einem hohen Potenzial an Tierleid“ und „mit katastrophalen hygienischen Bedingungen“. So seien laut den Tierschützern nicht nur die Ställe stark verdreckt und die Ammoniak-Werte doppelt so hoch wie erlaubt – auch ein totes Tier sei auf den Ariwa-Aufnahmen zu sehen, das mehr als einen Tag liegengelassen und von anderen Schweinen angefressen worden sei.

Röring wirft Aktivisten Manipulation vor

Röring selbst bestritt die Vorwürfe. Die Haltungsbedingungen im Stall seien zum Zeitpunkt der Bildaufnahmen „einwandfrei“ gewesen, erkrankte Tiere wären sofort behandelt worden, ließ er mitteilen. Den Tierschützern warf Röring vor, den Schweinekadaver „erst kurz vor der Aufnahme in das Abteil gelegt“ zu haben, um es dann zu fotografieren. Auch dem „Spiegel“ erklärte der Abgeordnete, keine Rechtsverstöße erkennen zu können.

Josef Rief berief sich dem Bericht zufolge seinerseits auf den Amtsveterinär, der ihm die „Ordnungsmäßigkeit“ der Schweinehaltung bestätigt habe. Lediglich Franz-Josef Holzenkamp räumte auf „Spiegel“-Nachfrage ein, dass er Gelenkentzündungen oder Schwanzbeißen nur schwer verhindern könne. Er versuche aber, das Wohlbefinden der Tiere zu verbessern.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, erklärte: „Die grausigen Enthüllungen zeigen einmal mehr, wie heuchlerisch und hohl die Phrasen der Agrarlobbyisten beim Tierschutz sind.“ Hofreiter forderte strengere Gesetze zum Tierschutz sowie echte Strafen bei Verstößen. „Wir brauchen eine umfassende, grundlegende Wende in der Tierhaltung.“

Quelle: n-tv.de , jug

Peta-Aktivisten zeigen CDU-Politiker an

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Siehe auch:

Siehe auch:
Im Video: „Die Regel unseres Systems“ – SPIEGEL-Redakteur Nils Klawitter kommentiert Aufnahmen aus deutschen Schweinezuchtbetrieben und erläutert die Fehler der modernen Nutztierhaltung.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/peta-tierqualen-in-staellen-von-cdu-bundestagsabgeordneten-a-1115593.html

http://spon.de/vhk6Y

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https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Tierschuetzer-erheben-Vorwuerfe-gegen-CDU-Politiker,tierhaltung128.html

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Aus PETA

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Der Fall Röring

Johannes Röring kann wohl als eines der prominentesten Beispiele dafür gelten, wie die Verquickung von Politik und Landwirtschaft funktionieren kann. Der Schweinehalter ist nicht nur u. a. Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes und Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im Deutschen Bauernverband, der juristisch verbindliche Verbesserungen von Tierschutzstandards ablehnt. Er gilt auch als Mitbegründer der Initiative Tierwohl, für die er tatkräftig wirbt.

Das PETA vorliegende Material bestätigt Missstände: Tiere, die kaum laufen können und im sogenannten Hundesitz (der u. a. ein Anzeichen für schlechtes Stallklima sein kann) verweilen; Tiere mit hochgradigen Augenentzündungen; verletzte und mit Kratzern übersäte Tiere. Die Schweine fristen ihr Dasein auf kotverschmierten Spaltenböden aus Beton und weisen selbst starke Verschmutzungen auf. Dazu fanden die Ermittler im Mittelgang ein totes Schwein, das einfach dort liegen gelassen wurde – alles Verstöße gegen geltendes Tierschutzrecht, die ein Laie eigentlich gar nicht bei einem vermeintlichen Tierwohlfunktionär erwarten würde. Aber es sind auch Bilder, die aus der konventionellen Schweinehaltung bekannt sind – und eigentlich niemanden überraschen sollten.

Der Fall Holzenkamp

Auch Franz-Josef Holzenkamp ist Mitglied des Landwirtschaftsausschusses des Bundestages und Betreiber einer Schweinemastanlage in Garthe, Niedersachsen. Als Bundestagsmitglied ist er zudem u. a. Vorsitzender des Aufsichtsrates des Agrarkonzerns Agravis, Mitglied des Kuratoriums des QS-Prüfsystems  und der Tönnies Forschung, einem vom größten deutschen Fleischkonzern initiierten Projekt. Holzenkamp selbst beteuert, dass hohe Tierschutzstandards im Interesse der Branche liegen, und meint zudem, dass „Made in Germany“ ein Markenzeichen für „besonders tiergerecht und nachhaltig erzeugte Lebensmittel werden muss“.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigen die aktuellen Aufnahmen aus seinem Betrieb in Garthe. Verwundete Tiere, viele im „Hundesitz“; angebissene Schwänze; Schweine mit unzähligen Kratzwunden übersät auf Vollspaltenboden aus Beton; tote Tiere in den Gängen und in der Kadavertonne. Auch hier ist nichts von den deklarierten Ansprüchen an höhere Tierschutzstandards „Made in Germany“ erkennbar. Und auch hier sind Verstöße gegen tierschutz- oder hygienerechtliche Bestimmungen dokumentiert.

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Der Fall Rief

Auch Josef Rief ist als Schweinehalter tätig, seine Schweinezucht betreibt er im baden-württembergischen Kirchberg an der Iller. In der Vergangenheit war er u. a. im Bauernverband in Biberach tätig, er ist stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft. Rief spricht sich gegen strengere Regeln für Tierhalter aus. Bereits in einer der Bundestagssitzungen 2011 meinte er: „Nutztierhaltung in Deutschland erfolgt heute fachlich, hygienisch und in Bezug auf Tierschutz auf sehr hohem Niveau. Das gilt für jede Haltungsform … Noch nie waren Standards so hoch wie heute!“

Wie diese Standards in seinem Betrieb aussehen, zeigt aktuelles Bildmaterial. Auch hier sind mit Kratzwunden übersäte Tiere zu sehen, viele können sich nicht mehr aufrichten und sitzen hechelnd im „Hundesitz“; angebissene Schwanzspitzen und mit Kot beschmierte Schweine erinnern an die weithin bekannten Anlagen der konventionellen Tierhaltung. Sauen sind in Kastenständen eingesperrt, die Kühlbox für Kadaver ist gut gefüllt. Auch hier ist nichts von den versprochenen Tierschutzstandards erkennbar.

PETA hat gegen alle drei Betriebe Strafanzeige bei den zuständigen Staatsanwaltschaften in Münster, Oldenburg und Ravensburg erstattet.

Wie Steuerzahler die Landwirte finanzieren

Jeder Bundestagsabgeordnete erhält monatlich einen festen Betrag vom Steuerzahler, die sogenannte Abgeordnetenentschädigung. Diese lag im Herbst 2016 bei 9.327,21 Euro und soll u. a. ihre „Unabhängigkeit sichern“.

Aufgrund der Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter muss aber kein Landwirt seinen Betrieb aufgeben. Die Parlamentarier haben ein Recht auf Nebeneinkünfte, die jedoch angegeben werden müssen. Das erfolgt relativ intransparent in einem gestaffelten Stufensystem. Auch sind die Abgeordneten nicht dazu verpflichtet, offenzulegen, von wem das Geld stammt: Röring z. B. erhielt 2015 einen Stufe-10-Betrag (über 250.000 Euro) von einem „Vertragspartner 3“: Der Abgeordnete ist jedoch nicht dazu verpflichtet, anzugeben, um wen genau es sich dabei handelte. Insgesamt sollen Abgeordnete in den Jahren 2013-2016 mindestens 18 Millionen Euro zusätzlich, also neben den üppigen Abgeordnetendiäten,  verdient haben.

Nach Informationen von abgeordnetenwatch.de befanden sich im Zeitraum 2013-2016 ausschließlich Landwirte in denTop 3 der besten Nebenverdiener, darunter zwei Tierhalter. Röring kam mit Einkünften zwischen 1.206.000 und 1.364.000 Euro auf Platz 2. Für Rief reichte es immerhin für Platz 15. (zwischen 255.000 und 470.000 Euro); Holzenkamp belegte den 25. Platz (zwischen 190.500 und 436.500 Euro).

Teil dieser Einkünfte waren EU-Subventionen, die direkt aus Steuergeldern finanziert werden.

So erhielt die Röring Landwirtschafts GbR allein im Jahr 2015 über 32.000 Euro an Subventionen, darunter fast 30.000 Euro EGFL-Direktzahlungen, die „einen wichtigen Beitrag zur Einkommenssicherung und Risikoabsicherung der landwirtschaftlichen Betriebe“ leisten und „als finanzieller Ausgleich für die weit höheren Umweltschutz-, Tierschutz- und Verbraucherschutzstandards“ dienen sollen (19). 2014 erhielt Johannes Röhring Direktzahlungen in Höhe von über 22.600 Euro.

Auch Rief erhielt 2015 mehr als 15.000 Euro an EU-Subventionen, davon über 12.000 Euro EGFL-Direktzahlungen. Im Haushaltsjahr 2014 waren es über 14.000 Euro, davon fast 13.500 Euro EGFL-Direktzahlungen (20).

Dies alles bietet ein trauriges Bild: Die Abgeordneten verdienen ihr Geld nicht nur mit Tierleid, sondern erhalten auch noch stattliche Summen von Steuergeldern, um im Parlament tierschutzfeindliche Politik zu machen. Als wären die Hunderttausende von Euro, die sie jedes Jahr umsetzen, nicht genug, bekommen sie noch mehr Steuergelder zugeschoben, die eigentlich besser für andere Zwecke verwendet werden könnten. Und das, obwohl – wie die Rechercheergebnisse eindeutig zeigen – diese in keinem Fall zu besseren Zuständen in den Anlagen führen. Das bedeutet nur eines: Der Politik und der Agrarlobby geht es nicht um Tierschutz, auch wenn sie es gerne beteuern. Immer mehr Geld in dieses System zu pumpen, damit Tierhalter bessere Gesetze für sich selbst bestimmen, ist nicht zielführend.

Daher fordert PETA: Tierhaltern den Geldhahn zudrehen!

Quelle:

http://www.peta.de/undercover-bei-bundestagsabgeordneten#thx

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 8. Oktober 2016 von hubert wenzl in Tiere, Tierschutz, Uncategorized

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