You Want It Darker – Leonard Cohen   1 comment

.

You Want It Darker – Leonard Cohen

.

.

You Want It Darker –  deutsche Übersetzung von Google
.

Wenn Sie der Händler sind
Ich bin aus dem Spiel
Wenn Sie der Heiler sind bedeutet es
Ich bin gebrochen und lahm
Wenn dein ist die Herrlichkeit dann
Mein muss die Schande sein
Sie wollen es dunkler
Wir töten die Flamme

Vergrößert, geheiligt
Seien Sie der heilige Name
Spüren Sie das Feuer, gekreuzigt
Im menschlichen Rahmen
Eine Million Kerzen brannten
Für die Hilfe, die nie kam
Sie wollen es dunkler

Imeni, imeni
Ich bin bereit, mein Herr

Es gibt einen Liebenden in der Geschichte
Aber die Geschichte ist immer noch die gleiche
Es gibt ein Schlaflied für Leiden
Und ein Paradox an die Schuld
Aber es steht in den heiligen Schriften
Und es ist nicht irgendein Idol-Anspruch
Sie wollen es dunkler
Wir töteten die Flamme

Du stellst dich den Gefangenen hin
Und die Wärter nehmen ihn
Ich kämpfe mit einigen Dämonen
Sie waren mittelmäßig
Ich wusste nicht, dass ich die Erlaubnis hatte
Um zu morden und zu korrigieren
Sie wollen es dunkler

Imeni, imeni
Ich bin bereit, mein Herr

Vergrößert, geheiligt
Seien Sie der heilige Name
Spüren Sie das Feuer, gekreuzigt
Im menschlichen Rahmen
Eine Million Kerzen brannten
Für die Liebe, die nie kam
Sie wollen es dunkler
Wir töteten die Flamme

Wenn Sie der Händler sind
Lassen Sie mich aus dem Spiel
Wenn Sie der Heiler sind
Ich bin gebrochen und lahm
Wenn dein ist die Herrlichkeit
Mine muss die Schande sein
Sie wollen es dunkler

Imeni, imeni
Imeni, imeni
Ich bin bereit, mein Herr

Imeni
Imeni
.
.
.
.

http://cohencentric.com/official-lyrics-leonard-cohens-want-darker-album/#youwantit

.

.

http://cohencentric.com/official-lyrics-leonard-cohens-want-darker-album/#youwantit

.

Der Herbst rückt an, bald macht er dem Winter Platz. Nick Caves SKELETON TREE hallt weiter nach, wie ein Echo, das nicht verklingen will. So ist er, der Tod. Er nimmt nicht nur, er verschwindet auch nicht wieder. Auftritt Leonard Cohen.

Nick Cave betrachtet ihn als Vorbild, als Literat des Lebens, der Liebe und – auch immer schon – des Todes. Kurz eine Episode Mitten aus dem Leben dieses Mannes: Anfang der 60er, Cohen war noch Poet, lebte er auf der griechischen Insel Hydra. Eines Tages begegnete er in einem Geschäft der Norwegerin Marianne Ihlen, Frau des Dichters Alex Jensen. „A lightness had come over me“, beschrieb sie die Begegnung später. Für die Cohen-Fans war sie die Heilige Muse ihres Idols, er schrieb für sie „So Long, Marianne“.

Im Sommer 2016 erhielt Cohen eine Email von einem engen Freund von Marianne Ihlen. Sie leide an Krebs, habe nicht mehr lange zu leben. Cohen schrieb ihr: „Well Marianne, it’s come to this time when we are really so old and our bodies are falling apart and I think I will follow you very soon. Know that I am so close behind you that if you stretch out your hand, I think you can reach mine.“ Marianne erhielt den Brief noch rechtzeitig. Ein paar Tage später starb sie, ruhig und friedvoll.

[„Nun Marianne, es ist zu dieser Zeit gekommen, wenn wir wirklich so alt sind und unsere Körper auseinanderfallen und ich denke, dass ich dir sehr bald folgen werde. Wisse, dass ich so dicht hinter dir bin, dass, wenn du deine Hand ausstreckst, ich glaube, du kannst meine erreichen.“]

Man hat Marianne und Cohens letzte Worte an sie im Kopf, wenn man nun YOU WANT IT DARKER hört. „I’m ready, my Lord“, singt Cohen im Titellied, eine sarkastische Begegnung mit Gott und dem Tod, der lässige Ton erinnert an Thees Uhlmanns Roman „Sophia, der Tod und ich“, an dessen Ende dann schließlich auch die Tränen kamen. „I’m angry and I’m tired all the time“, heißt es bei „Treaty“, die feierlich-bittere Abrechnung einer Liebe: Wäre gut, wir hätten einen Vertrag gemacht.

Cohens Sohn Adam hat als Produzent dem Alten die Schrullen ausgeredet

Cohen, 82, singt mit einer übermenschlich tiefen Stimme, als wäre Tom Waits sein mit Honig beschmierter Kehlkopf in die Magengrube geplumpst. Die Musik ist besinnlich, Klangexperimente gibt es nicht, Cohens Sohn Adam hat als Produzent dem Alten die Schrullen ausgeredet. Wichtiges Element sind die Chöre, es singen nicht länger die aufreizenden Frauen, sondern mönchsgleiche Männer. Erst kurz vor Schluss strömt bei „Steer Your Way“ Frischlust in die Zeremonie: Eine freche Geige, eine Frau an seiner Seite. Noch einmal Leben, bevor das Werk mit einem Streichquartett endet. Die Stille danach ist kaum auszuhalten, aber sie währt nur kurz, so sehr hallt auch YOU WANT IT DARKER nach.
.

https://www.musikexpress.de/reviews/leonard-cohen-you-want-it-darker/
.

.

5g5z1azpmxa

Marianne Ihlen und Leonard Cohen

wcnsp0m466q

.
Gruß Hubert

Veröffentlicht 22. Oktober 2016 von hubert wenzl in Musik, Uncategorized

Getaggt mit , ,

Eine Antwort zu “You Want It Darker – Leonard Cohen

Abonniere die Kommentare per RSS.

  1. Aus Tagesschau.de
    Auszug.
    Leonard Cohen ist tot. Er starb im Alter von 82 Jahren. Das bestätigten seine Familie und sein Label Sony Music Canada. Eine Gedenkveranstaltung werde es zu einem späteren Zeitpunkt in Los Angeles geben.
    Cohen gilt als einer der besten Songschreiber aller Zeiten. Er wurde unter anderem mit Songs wie „Hallelujah“ und „Suzanne“ weltberühmt. Der Kanadier hatte zuletzt in Los Angeles gelebt in der Nähe seiner beiden Kinder und seines Enkelkindes.
    .
    „Ich bin bereit zu sterben“

    Mit seinem sehr morbiden letzten Album „You Want It Darker“, das erst Ende Oktober erschienen war, und bei einem Interview im „New Yorker“ hatte er zuletzt angedeutet, dass er sich dem Sterben nah fühle. „Ich bin bereit zu sterben. Ich hoffe nur, es wird nicht zu ungemütlich. Das ist es dann auch schon für mich.“
    Nur wenige Monate vor Cohens jüngstem Album war Marianne Ihlen verstorben, seine Liebe und Muse der 1960er-Jahre. In einem seiner berühmtesten Lieder hat er ihr schon vor fast 50 Jahren ein „So long, Marianne“, ein „Auf Wiedersehen“ zugerufen. So war der Tod Cohen immer näher gekommen. Dabei schien er ihm, diesem Sänger des dunklen Klanges, der Zeit seines Lebens mit Depressionen zu kämpfen hatte, nie ganz fremd gewesen zu sein:

    „Mein Geist war immer sehr unordentlich. So habe ich mich angestrengt, meine Umgebung zu vereinfachen. Denn wenn die nur halb so zugestellt wie mein Geist wäre, dann würde ich es nicht von einem Zimmer ins nächste schaffen.“

    Gefeierter Schriftsteller, erfolgreicher Musiker

    Geboren wurde Leonard Norman Cohen 1934 als Sprössling einer wohlhabenden jüdischen Familie in der ostkanadischen Stadt Montreal. Schon als Kind lernte er Gitarre spielen und hatte bald Auftritte in Cafés und Clubs, aber die Musik sollte für ihn lange Zeit Nebensache bleiben.
    .
    Cohen wollte schreiben, Gedichte und später auch Romane. In den frühen 1960er-Jahren zog er sich dafür zeitweise völlig auf die griechische Insel Hydra zurück.

    Dann erst kam die Musik. Da er vom Schreiben nicht leben konnte, zog Cohen Ende der 1960er-Jahre nach New York und nahm die Musik wieder auf – bald mit großem Erfolg. Er lebte in der legendären Künstlerherberge Chelsea Hotel und lernte dort Kollegen wie Bob Dylan, Joni Mitchell und Janis Joplin kennen – letzterer setzte er in dem Song „Chelsea Hotel No. 2“ ein Denkmal. Es begann eine unvergleichliche Karriere als Sänger und Songwriter, die 45 Jahre umspannen sollte. Seine spirituell-melancholischen Songs handeln von verlorener Liebe und Leid, von Todessehnsucht und Gottessuche. Er erzählte dem kalifornischen Sender KCRW kurz vor seinem Tod:

    „Ich habe mich niemals als religiös verstanden. Ich habe keine spirituelle Strategie. Irgendwie hinke ich voran wie so viele in diesem Gebiet. Aber gelegentlich habe ich die Gnade einer anderen Präsenz gespürt.“
    .
    https://www.tagesschau.de/ausland/leonardcohen-101.html
    .
    Aus der FAZ

    Seine Art, frei zu sein

    Seine Musik eignete sich nämlich nicht gerade zur Teilnahme an Polonäsen. Meistens zogen einen die fast manipulative Monotonie, die reizvolle Schwermut fast zu Boden – Kunst von einem Depressiven für Depressive oder für solche, die damit welche wurden.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/pop/tod-eines-ladies-mannes-nachruf-auf-leonard-cohen-14523745.html
    .

    Foto: FAZ
    .

    Leonard Cohen (1976) – Foto Spiegel
    .
    Geboren wurde Cohen am 21. September 1934. Schon als Kind lernte er Gitarre spielen und hatte bald Auftritte in Cafés und Klubs, aber die Musik sollte für ihn lange Zeit Nebensache bleiben. Cohen wollte schreiben, Gedichte und später auch Romane. In den frühen Sechzigerjahren zog er sich dafür zeitweise völlig auf die griechische Insel Hydra zurück. Viele seiner Veröffentlichungen wurden von Kritikern gefeiert. 2011 bekam er den spanischen Prinz-von-Asturien-Preis für Literatur.

    […]
    Cohen hatte eigenen Angaben zufolge zeitlebens mit Depressionen zu kämpfen. „Wenn ich von Depressionen spreche, spreche ich von klinischen Depressionen, die der Hintergrund meines ganzen Lebens sind, ein Hintergrund voller Angst und Beklemmung, einem Gefühl, dass nichts richtig läuft, dass Zufriedenheit nicht möglich ist und alle Strategien in sich zusammenfallen“, sagte er einmal dem „Guardian“.

    Das letzte große Interview gab Cohen im vergangenen Monat dem Magazin „The New Yorker“. „Ich bin bereit zu sterben“, hatte er dabei unter anderem gesagt. Doch ganz so lebensmüde wollte Cohen dann doch nicht verstanden werden. „Das war übertrieben“, sagte er wenig später in Los Angeles bei einer Listening-Session seines neuen Albums: Im Oktober 2016 erschien „You Want It Darker“ (hier lesen Sie eine ausführliche Kritik:
    http://www.spiegel.de/kultur/musik/neue-alben-von-leonard-cohen-the-lemon-twigs-und-nxworries-a-1117104.html ).

    http://www.spiegel.de/kultur/musik/leonard-cohen-ist-tot-singer-songwriter-stirbt-im-alter-von-82-a-1120779.html
    .
    Auszug:
    „I’m ready my Lord“, das klingt, zumal aus dem Mund eines 82-Jährigen, zunächst einmal wie die Bereitschaft, sich dem Jenseits zu überantworten. Nicht nur das: „I’m ready to die“ hatte Cohen, der in Los Angeles lebt und seinen maladen Rücken gerne in einem speziellen medizinisch geformten Stuhl ausruht, dem „New Yorker“-Chefredakteur David Remnick gesagt, der das Zitat in seinem großen Porträt in der aktuellen Ausgabe des Magazins brachte.

    Doch ganz so lebensmüde wollte Cohen dann doch nicht verstanden werden. „Das war übertrieben“, sagte er vor einigen Tagen gutgelaunt bei einer Listening-Session des Albums, ebenfalls in L.A., „ich neige ja schon immer zur Selbstdramatisierung.“ In Wahrheit, so Cohen, beabsichtige er, ewig zu leben. 120 wolle er werden, mindestens.

    „You Want It Darker“ ist also vielleicht nicht das letzte Album, das Leonard Cohen veröffentlicht, vielleicht hat er noch Zeit für ein weiteres. Vielleicht aber auch nicht.
    .
    http://www.spiegel.de/kultur/musik/neue-alben-von-leonard-cohen-the-lemon-twigs-und-nxworries-a-1117104.html
    .
    Gruß Hubert

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: